Digital mobil in Deutschlands Städten – Ranking Elektromobilität

Wie sieht der Entwicklungsstand in den deutschen Städten mit Blick auf die Elektromobilität aus? Im Rahmen unserer Studie „Digital mobil in Deutschlands Städten“ haben wir die 25 größten Städte zu ihrem digitalen Entwicklungsstand der Mobilität in den Bereichen Digitalisierung der Infrastruktur, Sharing, Elektromobilität und ÖPNV untersucht und miteinander verglichen.
In unserem heutigen Beitrag möchten wir Ihnen das Ranking der deutschen Städte in der Elektromobilität vorstellen.

Stuttgart elektrisiert

Stuttgart liegt mit deutlichem Abstand auf Platz 1. Hannover und Hamburg folgen dahinter Im Verhältnis zu Fläche- und Einwohnerzahl hat Stuttgart das dichteste Ladesäulennetz. Alle Ladesäulen sind online und können über eine interaktive Karte abgerufen werden. ENBW bietet zusätzlich mit seiner App Echtzeitinformationen zur Verfügbarkeit und Beschaffenheit der Ladesäulen.

Gebührenfreiheit und innovative Linien

Um die umweltschonende Technologie zu fördern, können Kommunen, im Rahmen des Elektromobilitätsgesetzes Elektrofahrzeuge mit gewissen Privilegien ausstatten. Hannover gehört zu den wenigen Städten, die das Gesetz aus dem Jahr 2015 geltend machen. In der Niedersächsischen Hauptstadt können Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen seit einem Jahr öffentliche Parkplätze im Stadtgebiet gebührenfrei nutzen. Hannover verfügt darüber hinaus über die anteilig größte Flotte an Elektro- und Hybridbussen.
Hamburg belegt in unserem Ranking Rang drei. Hier wurde eine Innovationslinie als Testfeld für alternative Antriebe ins Leben gerufen, auf der emissionsarme und lokal emissionsfreie Busse im Alltagsverkehr getestet werden. Hierbei wird ausführlich über die alternativen Antriebe informiert, mit dem Ziel die Nutzer für neue Antriebsformen zu sensibilisieren. Im Rahmen der Innovationslinie werden neben Hybridbussen auch Wasserstoff- und reine Batterieantriebe getestet.

Städte können eine Vorreiter Rolle übernehmen

Angela Merkel hat das Ziel der Bundesregierung von einer Million Elektrofahrzeugen auf deutschen Straßen bis 2020 kürzlich als unrealistisch bewertet. Städte können dennoch als Vorreiter agieren. Denn das Ranking zeigt, dass es bereits Vorstöße gibt. Im internationalen Vergleich haben die deutschen Städte allerdings Nachholbedarf – Beispielsweise wäre Amsterdam im Ranking mit großem Abstand auf Platz 1, aufgrund seiner vorbildlichen Ladesäuleninfrastruktur und einem hohen Anteil an E-Fahrzeugen.

Die öffentliche Hand ist gefragt

Um eine schnelle Anbindung mit Ladetechnik in Unternehmen und bei Privaten zu ermöglichen, müssen zum einen die bürokratischen Hürden minimiert werden und zum anderen muss der öffentliche Sektor klare Signale in Bezug auf emissionsarme Mobilität senden.
Deutschland verfügt noch nicht über eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Deshalb spielt der staatliche Gestaltungswille eine wichtige Rolle, wobei hier die Skalierung durch Wirtschaftsakteure und private Haushalte erfolgen kann. Die Stadt selbst kann beispielsweise durch die Umstellung des kommunalen Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge als Vorbild fungieren.
Aktuell setzt sich dieses Vorhaben nur vereinzelt in der Praxis durch. Der Aufbau der Ladesäuleninfrastruktur erfolgt so langsam, dass das Verhältnis von öffentlichen Ladesäulen zu Elektrofahrzeugen drastisch sinkt. 2012 gab es für zwei Fahrzeuge eine Ladesäule. 2015 mussten sich hingegen sieben Fahrzeuge eine Ladesäule teilen.
Die Städte müssen daher regulatorische Rahmenbedingungen schaffen um den Ausbau der Ladeinfrastruktur voranzutreiben.
In unserer Studie erfahren Sie mehr zum digitalen Entwicklungsstand in Deutschlands Städten: http://www.pwc.de/mobilitaetsstudie2017.

Ansprechpartner:
Felix Hasse
Partner
Tel.: +49 895790-5810
E-Mail: felix.hasse@de.pwc.com
Michael Jahn
Senior Manager
Tel.: +49 211 981-1871
E-Mail: michael.jahn@de.pwc.com

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