Energy Data Analytics zeigt Energieversorgern Auswirkungen von E-Mobility

Der Ausbau der Elektromobilität hat auch in Deutschland spürbar an Dynamik gewonnen. Infolgedessen wächst auch die Zahl der Ladestationen, sodass die Stromnetze vor neue Herausforderungen gestellt werden. Insbesondere Verteilnetzbetreiber haben die Aufgabe, die Leistungsbedarfe von Ladestationen bei der Netzplanung und -auslegung auch langfristig angemessen zu berücksichtigen. Entscheidend dabei sind nicht nur eine Differenzierung nach dem Typ der Ladestation und entsprechender Leistung, sondern auch das Anwenderprofil und die mit dem Aufstellungsort zusammenhängende Spannungsebene.

Erst unter Berücksichtigung dieser Faktoren können die durch E-Mobility verursachten zukünftigen Leistungsbedarfe verortet, kalkuliert und der vorhandenen Netzinfrastruktur zugeordnet werden (siehe folgende Abbildung).

PwC führt solche Kalkulationen auf Zählpunktebene im Rahmen von Projekten mit Energy Data Analytics durch. Dabei gehen wir aktuell davon aus, dass ein Großteil der Ladesäulen im privaten Bereich mit durchaus hohen Anteilen auch im Bereich Gewerbe, Handel und Dienstleistungen installiert wird. Bei Betrachtungen großer Bereiche wird dabei analog zu Standardlastprofilen die potentielle Gleichzeitigkeit der Ladevorgänge berücksichtigt. In Abhängigkeit der Anzahl der betrachteten Abnahmestellen wird ergänzend auch auf die Leistung der Ladesäulen abgestellt. Ein wichtiges Ziel dabei ist die Identifikation lokaler hot-Spots und möglicher Engpässe auf Ebene der Niederspannung. Dies wird durch die Datenerfassung auf Ebene von Zählpunkten oder Adressen und damit der Zuordenbarkeit zur zu betrachtenden Netzinfrastruktur gewährleistet. Darüber hinaus kann mit Hilfe der Analysen und hinterlegten Profile auch die Erforderlichkeit bzw. der Nutzen steuerbarer Ladesäulen (z.B. Verbrauchseinrichtungen nach §14a EnWG) untersucht werden.

Verknüpfung unterschiedlicher Daten schafft optimalen Überblick

Wie auch bei anderen Anwendungsfeldern für Energy Data Analytics werden für eine fundierte Analyse der konkreten, lokalen Auswirkungen der Verkehrswende detaillierte Daten eingesetzt. Hierzu gehören z.B. bereits vorhandene Ladesäulen und deren geografische Koordinaten und Adressen, Abnahmemengen und -profile der übrigen Endkunden, aktuelle Verkehrskonzepte der betrachteten Region, sozio-demografische Daten sowie einschlägige energiewirtschaftliche Studien. Eine Vielzahl relevanter Parameter wird mit Hilfe eines IT-Modells verknüpft, auf einer zentralen Plattform bereitgestellt und per Benutzeroberfläche zugänglich gemacht. Im Netzbereich können die Daten und Auswertungen anschließend für eigene Simulationen unter anderem für die Identifikation zukünftiger Netzengpässe genutzt werden. Für Energiedienstleister lassen sich übrigens mit einem ähnlichen Ansatz auch vertriebliche Potenziale für E-Mobility ermitteln und verorten.

Gerne stehen Ihnen unsere Experten zur Verfügung, um individuelle Lösungen für Ihr Unternehmen aufzuzeigen.

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