Stadtwerke 2030: Die besondere Rolle von Kooperationen in der Bewältigung der Herausforderungen

Die zunehmende Regulierung und die fortschreitende Digitalisierung sowie der steigende Wettbewerb werden die Ergebnisse der Energieversorger in Zukunft voraussichtlich senken. Es stellt sich die Frage, wie sich die Energieversorgungsunternehmen heute strategisch positionieren sollten, um den sinkenden Ergebnisbeiträgen in den klassischen Wertschöpfungsstufen zu begegnen.

Mit Unterstützung des Verbands kommunaler Unternehmen e.V. haben wir in unserer Studie „Herausforderungen der Zukunft in der Energieversorgung meistern“ das aktuelle Marktumfeld in der Energiewirtschaft untersucht und dabei insbesondere den Ausblick sowie die strategischen Handlungsoptionen der Marktteilnehmer analysiert. Gerade wenn es darum geht Chancen aus der Digitalisierung zu nutzen, bieten sich Kooperationspartner an, die möglicherweise bisher noch nicht Teil der Energiebranche sind.

Die künftige Kooperationsbereitschaft wird stark von dem Druck bestimmt, der sich durch Wettbewerb und Regulierer entwickelt oder auch vom Investitionsvolumen für Technologie zur Digitalisierung in den einzelnen Wertschöpfungsstufen. Kooperationen gestalten sich bei bestehenden Geschäftsfeldern aufgrund der zu realisierenden Skaleneffekte als besonders effizient. Außerdem sind die Risiko- und Ressourcenteilung sowie die Knowhow-Vermittlung für Geschäftsfelder aus Digitalisierung Treiber für Kooperationen.

Das Gemeinderecht sowie die unterschiedlichen Ausprägungen in den einzelnen Ländern sind Hürden bei der Erschließung neuer Geschäftsfelder und dem Aufbau von Kooperationen. Darüber hinaus bestehen weitere regulatorische Hürden, die die Kooperation behindern. Deshalb scheitern Kooperationen z.B. im Netzbereich regelmäßig am Regulierungsrahmen, da dieser Effizienzsteigerungen nicht langfristig vergütet oder bei der Auslagerung von Netzpersonal aufgrund der Nicht-Anerkennung dauerhaft nicht beeinflussbarer Kostenanteile Nachteile mit sich bringt. Bei den Befragten sind neben den gesetzlichen und „strukturellen“ Hindernissen auch emotionale Gründe für eine mögliche Skepsis bei der Bildung von Kooperationsmodellen festzustellen. Hier berichteten die Befragten über negative Kooperationserfahrungen der Vergangenheit bzw. einer grundsätzlichen Sorge vor Abhängigkeit oder eingeschränkten unternehmerischen Freiheitsgraden.

Die Kooperation bleibt ein Schlüssel, die Zukunftsthemen zu bearbeiten

Was sind mögliche Kooperationsthemen?

 

 

 

  1. Digitalisierung des Vertriebs, Kooperation Telekommunikation
  2. Betrachtung nicht als Kunden, sondern als strategischen Partner, Entwicklung von Modellen der gemeinsamen Kundenbindung, dezentrale Energieerzeugung etc.
  3. Ausweitung der Wertschöpfung im Netz (Insourcing)
  4. Chancen der Sektorenkopplung weiterdenken: Elektromobilität, Speicher, neue Verkehrskonzepte
  5. Sämtliche Asset-Klassen im Konzern Kommune gemeinsam betrachten und Chancen der Sektorenkopplung nutzen. Wertschöpfung im Konzern Kommune neu denken und Leistungsfähigkeit des Stadtkonzerns erhalten

Weitere Informationen zu den Kooperationen finden Sie in unserer Studie.

Ansprechpartner

Henry Otto
Partner
Tel.: +49 211 981-2023
E-Mail: henry.otto@pwc.com

 

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