Stadtwerke 2030: Risiken, Chancen und die Zukunft der integrierten Wertschöpfung

Stadtwerke 2030 ist eine empirische Studie zu den strategischen Perspektiven eines Energieversorgers. Mit Unterstützung des Verbands kommunaler Unternehmen e.V. haben wir für unsere Studie das aktuelle Marktumfeld in der Energiewirtschaft untersucht und dabei insbesondere den Ausblick sowie die strategischen Handlungsoptionen der Marktteilnehmer analysiert. Hierzu haben wir Entscheidungsträger von Energieversorgungsunternehmen zu zentralen Herausforderungen der Energiewirtschaft und der Ableitung strategischer Handlungsoptionen befragt.

In unserem letzten Beitrag haben wir das aktuelle Marktumfeld erläutert und sind auf die strategischen Handlungsoptionen der jeweiligen Geschäftsfelder Erzeugung, Vertrieb, Netz und Handel eingegangen.

In diesem Beitrag möchten wir nun die Risiken, Chancen und die Zukunft der integrierten Wertschöpfung behandeln.

Die Risiken in den Wertschöpfungsstufen werden sehr unterschiedlich eingeschätzt. Hierbei wurde die Bedeutung der einzelnen Wertschöpfungsstufen für das Energieversorgungsunternehmen (EVU), ihrer künftigen Risiken und ihrer Handlungsspielräume, die Risiken managen zu können, bewertet.

 

Das integrierte Mehr-Sparten-EVU bleibt strategischer Erfolgsfaktor

In der konventionellen Erzeugung und im Handel sind die Risiken groß und die Handlungsoptionen sehr gering. Die sinkenden Renditen legen einen Austritt nahe, denn 54% sehen einen Ausstieg aus der konventionellen Erzeugung. Die Wertschöpfungsstufen Netz und Vertrieb bleiben im Strom und Gas die Erfolgsfaktoren im Mehr-Sparten-EVU. Außerdem bietet die regenerative Erzeugung Chancen. Die Wärmeerzeugung steht hierbei im Vordergrund. 82% der Befragten sind der Meinung, dass das integrierte Mehr-Sparten-EVU kritischer Erfolgsfaktor bleibt. Nur 4% erachten die Aufgabe einer wettbewerbsintensiven Wertschöpfungsstufe als angemessene strategische Option. Die Ausweitung der Geschäftsfelder wird dennoch als sinnvoll erachtet. 49% der Studienteilnehmer sehen die Fokussierung auf die Rolle des Infrastrukturdienstleisters und den Ausbau von Kompetenzen rund um die verschiedenen Netze als wichtig. Darüber hinaus stimmen 30% der Befragten einem kommunalen Full-Service-Unternehmens zu, das kommunale Aufgaben der Stadt übernimmt, die von der Stadtentwicklung bis zur Grünpflege reichen können. Für einen (digitalen) Service-Provider, indem der Wertschöpfungsanteil der Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern weiterentwickelt wird, stimmen 48% zu.

Die Erschließung von neuen Geschäftsfeldern lässt sich aufgrund der Risikoverteilung und des beidseitigen Knowhow-Transfers am effektivsten in Kooperationen bewältigen.

In unserem nächsten Beitrag werden Ihnen mögliche Kooperationsthemen vorstellen.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

Ansprechpartner

Henry Otto
Partner
Tel.: +49 211 981-2023
E-Mail: henry.otto@pwc.com

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

/* */