Energiebilanzen – Herzstück der Energiewirtschaft

Energieversorger sehen sich häufig mit hohen aperiodischen Effekten konfrontiert, die gegenüber Anteilseignern erklärt werden müssen. In vielen Fällen resultieren diese aus einer fehlenden oder unvollständigen Plausibilisierung der Bilanziellen Abgrenzung und marktbedingten Prozessen mit teilweise großem zeitlichem Versatz, wie z.B. die Mehrmindermengenabrechnung, die bis zu 21 Monate nach dem tatsächlichen Liefermonat erstellt wird.

In einer Energiebilanz wird die Absatzmenge, die Einspeisung (Netz) bzw. Beschaffung (Vertrieb) sowie die Bilanzierung gemäß MaBiS/GaBi Gas gegenübergestellt. Der wesentliche Zweck der Energiebilanz liegt in der Plausibilisierung der Bilanziellen Abgrenzung. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass die Umsatzerlöse eines Energieversorgers korrekt ausgewiesen werden. Gemäß dem Prüfungshinweis 9.314 „Prüfung der Jahresverbrauchsabgrenzung bei rollierender Jahresverbrauchsablesung bei Versorgungsunternehmen“ verlangt das Institut der Wirtschaftsprüfer bei rollierender Jahresverbrauchsablesung eine Plausibilisierung anhand von Energiebilanzen. Zusätzlich sind Energiebilanzen für statistische Mengenmeldungen und zur Bewertung der Prozessqualität essentiell.

Abbildung1: Energiebilanz Netz

 

Abbildung 2: Energiebilanz Vertrieb

 

Als zentrales Controllinginstrument hilft die Energiebilanz alle Energiemengen zu erfassen und unerwünschte Entwicklungen in den dahinterliegenden Prozessen frühzeitig zu erkennen. Die Energiebilanz dient einer Vielzahl von Kontrollzielen, wie z.B. der Vollständigkeit und der Richtigkeit der Abrechnung und Bilanzierung. Sie ist damit auch ein wesentliches Instrument der Erlössicherung. Zudem können weitere Energiemengen wie z. B. EEG-Einspeisemengen, Mehr-und Mindermengen, RLM-Absatz und die Netzverluste plausibilisiert werden. Eine Energiebilanz sollte nicht nur zum Zeitpunkt des Jahresabschlusses erstellt werden, sondern in Abhängigkeit der Unternehmensgröße quartalsweise oder monatlich. Dadurch spielen sich die Prozesse ein und Differenzen können identifiziert und geklärt werden werden. So wird sichergestellt, dass die Energiebilanzen rechtzeitig und in hoher Qualität für die Abschlüsse zur Verfügung stehen.

Die Herausforderung besteht in der Definition der benötigten Energiemengen, im Detaillierungsgrad und in der fachbereichsübergreifenden Abstimmung. Bei der Gegenüberstellung der Energiemengen sind gewisse Toleranzgrenzen marktüblich. Die Abschätzung der Toleranzgrenzen stellt EVUs vor große Herausforderungen und Fachabteilungen werden oftmals auf unlösbare Erklärungssuche geschickt.

 

Unser Beitrag für eine ganzheitliche Energiebilanz

Gerne unterstützten wir Sie bei der Erstellung einer Energiebilanz mit unseren etablierten Konzepten, optimieren Ihre Datenflüsse im Erstellungsprozess und definieren Kennzahlen und Benchmarks für ein automatisiertes und nachhaltiges Monitoring. Sollten sich hierbei Anhaltspunkte auf Datenschwächen ergeben, können wir Sie mit unseren energiewirtschaftlichen Datenanalysetools bei der Fehlersuche unterstützen. Mit unseren detaillierten Kennzahlen und automatisierten Reports versetzten wir Sie selbst in die Lage Datenschwächen frühzeitig und kontinuierlich zu identifizieren.

Unsere Energiebilanzen mit etablierten Plausibilisierungsschritten und Benchmarks unterstützen Sie dabei die Qualität Ihrer Prozesse und die Belastbarkeit der Zahlen im Abschluss zu erhöhen sowie eine effiziente, vollständige und automatisierte Auswertung der Energiemengen zu schaffen.

Abbildung 3: Prozess für die Energiebilanz und Dauer der Meldewege

 

Ihre Ansprechpartner

Marco Galioto

PwC Energy Analytics & Governance

Tel.: +49 211 981 1607

E-Mail: marco.galioto@pwc.com

Julia März

PwC Energy Analytics & Governance

Tel.: +49 89 5790 6188

E-Mail: julia.maerz@pwc.com

Pascal Frey

PwC Energy Analytics & Governance

Tel.: +49 69 9585 6978

E-Mail: pascal.frey@pwc.com

 

 

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