Studie „Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst“ erscheint am 07. März

Am 07. März veröffentlichen wir unsere Studie „Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst – Prognosen und Handlungsstrategien bis 2030“. Die Studie wird unter www.pwc.de/Fachkraeftemangelstudie2017 abrufbar sein. Hier möchte ich allen Interessierten einen ersten Ausblick geben.

Bereits im vergangenen Sommer konnten wir in unserer gemeinsam mit dem WifOR durchgeführten Studie zeigen, dass der öffentliche Sektor im Jahr 2030 die am stärksten vom Fachkräftemangel betroffene Branche sein wird (http://www.pwc.de/de/human-resources/in-deutschland-werden-die-arbeitskraefte-rar.html). Rechnerisch kann demnach 2030 jede 9. Stelle dauerhaft nicht besetzt werden – Tendenz steigend. In einer vertieften Detailanalyse haben wir nun herausgearbeitet, wo konkret der öffentliche Sektor betroffen sein wird und welche Handlungsstrategien geeignet sind, den Herausforderungen zu begegnen. Zwei sehr unterschiedliche Formen des Mangels sind dabei deutlich geworden: In absoluten Zahlen werden die meisten Fachkräfte in typischen Berufen des öffentlichen Sektors fehlen, beispielsweise Lehrer oder Verwaltungsfachkräfte. Der relative Mangel, also der Anteil an systematisch nicht besetzten Stellen, ist jedoch dort am höchsten, wo der öffentliche Sektor als Arbeitgeber im direkten Wettbewerb mit der Privatwirtschaft steht. Dabei handelt es sich häufig um Berufe, die Schlüsselpositionen in Verwaltungen einnehmen und daher eine zentrale Rolle für die Funktions- und Steuerungsfähigkeit der Verwaltung spielen.

Im scharfen Wettbewerb mit dem Privatsektor

Wir stellen in der Studie die Liste der Top 10 der im schärfsten Wettbewerb stehenden Berufsgruppen im Jahr 2030 vor. Die Anführer dieser Liste überraschen uns wenig: Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie, andere MINT-Fachkräfte wie Ingenieure sowie Arbeitnehmer der Gesundheitsbranche, deren Gewinnung schon heute für den öffentlichen Sektor ein Problem darstellt, fallen deutlich ins Gewicht. Interessant ist jedoch, dass auch Führungskräfte sowie allgemeine Büro- und Sekretariatskräfte zu den besonders umkämpften Berufsgruppen zählen werden. Allein bei Letzteren prognostizieren wir einen absoluten Mangel von 30 000 Arbeitnehmern im Jahr 2030.

Mangelnde Attraktivität und geringere Vergütungen

Der öffentliche Sektor hat in diesem direktem Wettbewerb um Spezialisten vor allem zwei Nachteile: Mangelnde Attraktivität und eine vergleichsweise geringere Vergütung. Beide Nachteile analysieren wir in der Studie genau und kommen dadurch zu differenzierten und somit zu spezifischen Empfehlungen. Wir zeigen dabei, dass der öffentliche Dienst in seiner Breite weder ein grundsätzliches Imageproblem, noch ein grundsätzliches Vergütungsproblem hat. Vielmehr bedarf es an wenigen Stellen gezielter Nachbesserungen.

Mehr möchte ich an dieser Stelle noch nicht verraten und wünsche allen Interessierten eine spannende Lektüre.

Ansprechpartner:

Alfred Höhn
Leiter Öffentlicher Sektor
Tel.: +49 30 2636-1270
E-Mail: alfred.hoehn@de.pwc.com

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