Vernetztes und automatisiertes Fahren im Wirtschaftsverkehr

In unseren Städten geht es laut, hektisch und bisweilen chaotisch zu. Der ungebrochene Zuzug in die Metropolen und nicht zuletzt der boomende Online-Handel verschärfen die Probleme zum Teil erheblich. Stadt- und Verkehrsplaner arbeiten deshalb mit Hochdruck an innovativen Konzepten jenseits restriktiver Fahrverbote, die Lärmbelastung und Luftverschmutzung reduzieren sollen. Zugleich soll damit die Lebensqualität und die Attraktivität der Städte für die Bürger – aber auch für Ladenbetreiber und andere Gewerbetreibende – steigen. Dabei helfen soll die durchs Land Berlin ins Leben gerufene „Berliner Agentur für Elektromobilität“ (eMO).

Nun hat die eMO PwC und das Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) dazu beauftragt, eine Potenzialanalyse zum Thema „Vernetztes und automatisiertes Fahren im Berliner Wirtschaftsverkehr“ durchzuführen. Ziel war, innovative Ideen zu konkreten Einsatzszenarien und Pilotprojekten im Austausch mit Wirtschaft, Politik und Verwaltung weiterzuentwickeln. Ergebnis sind drei Pilotprojekte, die angesichts des Interesses und Engagements der Stakeholder mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Realität werden und zudem Verantwortliche in anderen Städten inspirieren und motivieren.

 

Last Mile Operator, Mikro-Hubs und Cargo Bikes

Der extrem hohe Lieferverkehr auf der Dörpfeldstraße in Adlershof trägt mit seinen circa 300 Stops pro Tag zu chaotischen Situationen bei. Dies würde sich zukünftig sogar noch verschlimmern, weil die Tramlinie in der Mitte der Straße zweigleisig ausgebaut werden soll und ein absolutes Halteverbot auf beiden Straßenseiten geplant ist – wäre da nicht das Konzept der „Mikro-Hubs“ und „Cargo Bikes“. Ersteres stellt eine einheitliche Lieferadresse in Form eines Sammeldepots dar, das sämtliche Sendungen für die Händler der Dörpfeldstraße annimmt und auf letzteres, sogenannte „Cargo Bikes“, umlädt.

 

Paketzustellung per Roboter 

Europas größte zusammenhängende Siedlung mit Ein- und Zweifamilienhäusern wird von den Wohngebieten Kaulsdorf, Mahlsdorf und Biesdorf in Berlin gebildet. Eine hingegen geringe Bevölkerungsdichte führt zu langen Anfahrtswegen für die Paketzustellung. Das geringe Verkehrsaufkommen ermöglicht es hier, automatisiertes Fahren einzusetzen. Ein „Paketshuttle“ soll in einem Güterverteilzentrum automatisiert beladen werden und dann selbständig ins Zustellgebiet fahren, wo es dann auf den Zusteller trifft.

 

Straßenreinigung per Roboter 

Wo Platz für automatisierte Fahrzeuge ist, kann auch von mehr als nur automatisierter Paketzustellung profitiert werden. So soll ein Recyclinghof als Lade- und Reinigungsstation für einen elektrisch betriebenen Kehrroboter gebaut werden, der selbständig die Straße reinigt.

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