Windenergiebranche im Wandel

Der Anteil des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch soll bis 2025 auf 40-45%, bis 2035 auf 55-60% und bis 2050 auf 80% steigen. So steht es im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2017, das die nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung fördert, um den Klima- und Umweltschutz voranzutreiben.

Die mit dem Gesetz eingeführten Ausschreibungen haben die Förderung in der Windenergie verändert: Während es vorher noch feste Vergütungssätze und damit Planungssicherheit gab, herrscht nun Unsicherheit über die Vergütung des produzierten Stroms bis zum Gewinn eines Zuschlags in der Ausschreibung. Das Resultat: veränderte Risikostrukturen, Preisdruck und neue Geschäfts- und Kooperationsmodelle.

Kooperationsmodelle können den kooperierenden Parteien, bspw. Projektentwicklern und Energieversorgern/Stadtwerken, zahlreiche Vorteile bringen. Aus Sicht eines Projektentwicklers sind hierbei insbesondere die Teilung der Entwicklungs-/Baukosten und -risiken zu nennen. Energieversorger/Stadtwerke profitieren bspw. von der Möglichkeit, frühzeitig in die Projekte einsteigen zu können und hierbei an der Wertsteigerung des Assets zu profitieren. Beide Parteien profitieren davon, bestehende Ressourcen, Kenntnisse und Erfahrungen optimal nutzen zu können.

Abhängig von den Motiven der beteiligten Akteure gibt es unterschiedliche Formen von Kooperationen, die sich bspw. im Zugang zu Kapital, in der Risikoteilung, im Umgang mit den Projekten sowie in der Art der Zusammenarbeit unterscheiden. Pipeline-Kooperationen, d.h. die Kooperation in Bezug auf nicht nur ein, sondern mehrere Projekte, ggf. in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, sind besonders beliebt und konnten in der jüngeren Vergangenheit mehrfach am Markt beobachtet werden.

Für welche Form man sich auch entscheidet: Werden Faktoren wie die individuellen Bedürfnisse sowie Stärken und Schwächen der Akteure, die passende Rechts- und Organisationsform der Kooperation, ein angemessenes Risiko-Renditeverhältnis sowie ausreichend Flexibilität, um auf sich ändernde Marktbedingungen reagieren zu können, berücksichtigt können Kooperationen sehr effektiv sein – für Projektentwickler genauso wie für Investoren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihre Ansprechpartner

Heiko Stohlmeier

Director

Tel.: + 40 6378-1532

heiko.stohlmeyer@de.pwc.com

Oliver Moß

Senior Manager

Tel.: +49 6378-1734

oliver.moss@de.pwc.com

 

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

/* */