Öffentlicher Sektor – Zukunft gestalten

Verpflichtungen für die Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle werden auf den Bund übertragen

Die Kosten der Entsorgung soll künftig der „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ decken. Zusätzlich soll verhindert werden, dass die Betreiber von Kernkraftwerken finanziell überlastet werden. Bis zum 1. Juli 2017 müssen sie den Grundbetrag für die Entsorgung an den Fonds abführen.

Die Endlagerung hochradioaktiver wärmeentwickelnder Abfälle wurde von der Bundesregierung im April 2013 neu geregelt. Mit dem Schacht Konrad wurde bereits eine Lösung für schwach- und mittelradioaktiver Abfälle gefunden. Durch den Erlass des „Standortauswahlgesetztes für Endlager hochradioaktiver Abfälle“ (StandAG) hat eine bundesweite Suche nach einem geeigneten Standort wieder begonnen. Das Ziel ist hierbei, neben dem Salzstock Gorleben noch weitere Alternativen zu identifizieren.

Der Verursacher trägt die Kosten für die Entsorgung

Nach dem Atomgesetzt in Deutschland ist der Bund für die Endlagerung radioaktiver Abfälle verantwortlich. Die Zuständigkeit in der Bundesregierung liegt beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem ihm nachgeordneten Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Gemäß dem Verursacherprinzip trägt der Erzeuger von Abfällen die Kosten. Zu den Abfallerzeugern zählen die Energieversorgungsunternehmen (EVU), Forschung, Medizin und Industrie. Die Leistungsreaktoren der EVUs produzieren 90 Prozent der hochradioaktiven, wärmeentwickelnden Abfälle. 60 Prozent der schwach- und mittelaktiven Abfälle gehen auf Kernkraftwerksbetreiber und die kerntechnische Industrie zurück. 40 Prozent liegen bei der öffentlichen Hand.

Die Kosten für die Entsorgung betragen 47,5 Milliarden Euro

Die „Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs“ (KFK) hat die Aufgabe, eine Empfehlung zur Neuordnung der Finanzierung der Entsorgung auszusprechen. Die gebildeten Rückstellungen der Kernkraftwerke sollen in einer öffentlich-rechtlichen Stiftung mit der Bezeichnung „Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung“ langfristig gesichert werden. Der Fonds soll zudem eine Überlastung der Unternehmen verhindern. Dadurch wird die operative und finanzielle Verantwortung zusammengeführt. Die Verantwortung für den Rückbau sowie die dafür vorgesehenen Mitteln bleiben deshalb bei den Betreibern.

Der Bundesrat hat mit dem Beschluss vom 16. Dezember 2016 ein „Gesetz zur Neuordnung der Verantwortung der kerntechnischen Entsorgung“ verabschiedet. Das Gesetz regelt die Verantwortung für die kerntechnische Entsorgung und gewährleistet die Finanzierung für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung langfristig.

Laut dem Abschlussbericht der KFK vom Mai 2016 fallen schätzungsweise 47,5 Milliarden Euro Kosten für die Entsorgung an. Zusätzlich entstehen Kosten für den vollständigen Rückbau in Höhe von 400 Millionen Euro sowie 900 Millionen Euro für die Entsorgung von nicht abgebrannten Brennelementen.

Das Interimsmodell: Energieversorger müssen ihre Stammdatenkonstrukte anpassen

Wesentliche Adaption bestehender Systeme und Prozesse wird kurzfristig erforderlich

Mit den Beschlüssen BK6-16-200 und BK7-16-142 der Bundesnetzagentur (BNetzA) wurde am 20.12.2016 die Anpassung der Vorgaben zur elektronischen Marktkommunikation festgelegt und damit der Weg für die kurz- bis mittelfristige praktische Umsetzung der Erfordernisse des Messstellenbetriebsgesetzes (MsbG) geebnet. [1] Obwohl die BNetzA die mit dem Erlass des sogenannten Interimsmodells notwendigen Anpassungen als minimal-invasiv bezeichnet, müssen sowohl Netzbetreiber als auch Lieferanten wesentliche Veränderungen an bestehenden IT-Systemen und Prozessen vornehmen.

Nachfolgend sollen die Anpassungsbedarfe am Beispiel der Einführung der Begriffe Marktlokation (MaLo), Messlokation (MeLo) und Lokationsbündel aufgezeigt werden:

Sowohl Netzbetreiber als auch Lieferanten müssen mit Einführung der neuen Begrifflichkeiten MaLo und MeLo das Stammdatenmodell grundlegend anpassen: Bisher bestehende Zählpunkte im System müssen in Markt- und Messlokation(en) gesplittet werden. Die originäre Zählpunkt-ID (Metering Code) geht auf die Messlokation über, wohingegen die Marktlokation bis spätestens zum 01.02.2018 mit einer neuen, eigenständigen ID versehen werden muss. Hierbei ist zu beachten, dass eine systemseitige Umstellung frühestens ab 01.10.2017 produktiv möglich ist, wenn die IDEX-Formatanpassungen gültig sind, welche sowohl das alte als auch das neue MaLo/MeLo-Datenmodell unterstützen.

Aufgrund der Datenvielfalt in der bestehenden Systemlandschaft wird der Umbau des Stammdatenmodells systemübergreifend geschehen müssen. Im SAP-Umfeld wird die Umstellung neben dem SAP IS-U-Modul u.a. auch das CRM, das BW oder angeschlossene Non-SAP Systeme betreffen. Für letztgenannte müssen Daten ggf. umgeschlüsselt oder Schnittstellen adaptiert werden. Eine fundierte Konzeptionierung unter Berücksichtigung von Schnittstellenthematiken ist daher wichtiger Bestandteil der Datenmodelltransformation.

Im Zuge der Umstellungen sollten Netzbetreiber und Lieferanten auch bereits heute schon den Blick in Richtung Zielmodell richten, das das Interimsmodell voraussichtlich ab dem 01.10.2019 ablösen soll. Die im Zielmodell geforderte sternförmige Kommunikation über das Smart Meter Gateway erfordert weitere bedeutende System- und Prozessanpassungen bei EVUs. Nur durch eine rechtzeitige Planung können mögliche Fehlerquellen frühzeitig identifiziert, potentielle Risiken vermieden und damit eine höchstmögliche Effizienz in der Projektdurchführung erzielt werden. In unseren geplanten weiteren Blogbeiträgen werden wir in Folge an dieser Stelle auch weitere Anpassungsbedarfe von Prozessen und Systemen z.B. aufgrund der Ausgestaltung der Marktrolle des MSB und des damit einhergehenden Abrechnungsprozesses thematisieren.

Ansprechpartner:

Jörg Netzband
Partner
Tel.: +49 89 5790-5425
E-Mail: joerg.netzband@de.pwc.com

Sylwia Skrzeszewska
Manager
Tel.: +49 89 5790-6097
E-Mail: sylwia.skrzeszewska@de.pwc.com

 

[1] Ein Überblick über wesentliche Änderungen sind folgendem BLOG-Beitrag zu entnehmen: https://blogs.pwc.de/auf-ein-watt/regulierung/bundesnetzagentur-interimsmodell-zur-marktkommunikation/1871/ .

„Wanna Cry“ – Weltweite Cyber-Attacke

„Wanna Cry“ – eine Cyber-Attacke, die es in dieser Form noch nie gab. Die Angreifer verfolgen mit ihrer weltweiten Cyber-Attacke das Ziel, den Unternehmen den Zugriff auf ihre computergestützten Daten zu verwehren.

Mit einer sogenannten Ransomware werden Daten so verschlüsselt, dass ein Zugriff nicht mehr möglich ist. Um auf die Daten wieder zugreifen zu können, sollen die betroffenen Unternehmen ein Lösegeld zahlen, sonst droht der komplette Verlust der betroffenen Daten. Den Unternehmen wurde nur eine kurze Frist bis zur Lösegeldzahlung oder Löschung gesetzt, sodass nicht genügend Zeit für alternative Maßnahmen bleibt.

Die Nutzung von Ransomware entwickelt sich zunehmend zu erpresserischen Cyber-Attacken, die auf Betriebsunterbrechungen oder das Abgreifen sensibler Informationen bei Unternehmen gerichtet sind. Schwachstellen in Systemen oder menschliche Schwächen sind Anhaltspunkte für die Angreifer, die sich erst infolge einer unzureichenden Organisation der Cyber-Sicherheit in Unternehmen entfalten können.

Solche Cyber-Attacken können nie vermieden werden, dennoch gibt es eine Reihe von technischen und organisatorischen Maßnahmen, die Unternehmen präventiv nutzen können, um die Wahrscheinlichkeit des Eintritts derartiger Vorfälle zu verringern. Auf unserer CyberSec Seite haben wir für Sie die Maßnahmen übersichtlich dargestellt.

Unsere Experten stehen Ihnen bei Fragen, Informationen und im Notfall gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner:

Derk Fischer
Partner
Tel.: +49 211 981-2192
E-Mail: derk.fischer@de.pwc.com

Hans-Hermann Gröger
Partner
Tel.: +49 40 6378-1805
E-Mail: hans-hermann.groeger@de.pwc.com

Knud Brandis
Geschäftsführer
Persicon consultancy GmbH
Tel.: +30 6881988-80
E-Mail: kbrandis@persicon.com

Förderprogramm des Bundes für den Aufbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge

Das Bundesprogramm für den Aufbau der Ladeinfrastruktur soll die öffentlich zugängliche Schnell- und Normalladeinfrastruktur sowie deren Netzanschluss fördern. Bis 2020 werden insgesamt 300 Mio. Euro an Fördermittel vom Bund zur Verfügung gestellt. Private Investoren sowie Städte und Gemeinden können einen Förderantrag stellen. Es ist ein dynamisches Programm, das sich an technologische Entwicklungen und Umweltstandards anpasst.

Warum wird gefördert?

Das Förderprogramm soll den Markthochlauf unterstützen, um die gesetzte Zielmarke von einer Million E-Fahrzeugen zu erreichen. Zudem soll die EU-Richtlinie AFID erfolgreich umgesetzt werden. Außerdem soll mit Hilfe der Fördermittel eine Ausbildung eines Wettbewerbs von Anbietern erfolgen.

Welche Voraussetzungen gibt es?

Die Antragsteller müssen technische Mindestanforderungen erfüllen, die sich nach der Ladesäulenverordnung in der jeweils gültigen Fassung richten. Eine Remotefähigkeit und ein offener Standard der Ladensäuleninfrastruktur müssen gewährleistet sein. Mit Hilfe von Roaming ist sicherzustellen, dass die Vertragskunden von anderen Anbietern Ladevorgänge durchführen können. Außerdem ist eine Vorbereitung für die spätere Unterstützung der Umsetzung von ISO/IEC 15118 zu empfehlen. Die Mindestbetriebsdauer der Ladeinfrastruktur beträgt sechs Jahre. Hierzu müssen sich die Betreiber verpflichten. Der Strom für den Ladevorgang muss aus erneuerbaren Energien stammen. Zudem ist ein öffentlicher Zugang zu den Ladesäulen, im gewünschten Fall (ohne Kürzung des Förderbetrages) 24 Stunden pro Tag und 7 Tage die Woche, zu gewähren.

Wie hoch ist die Förderung?

Das Gesamtvolumen des Förderprogramms beträgt 300 Mio. Euro. Die Vergabe erfolgt anhand von Ausschreibungen im Wettbewerbsverfahren. Normalladepunkte die über eine Leistung bis maximal 22 KW verfügen werden bis zu 60 Prozent und höchstens 3000 € pro Ladepunkt gefördert. Schnellladepunkte werden ebenfalls bis maximal 60 Prozent gefördert. Bei der Summe der Förderung wird allerdings differenziert: Ladepunkte mit einer Leistung die kleiner als 100 KW ist, erhalten bis zu 12.000 €. Und Ladepunkte, deren Leistung größer als 100 KW ist, werden mit höchsten 30.000 € gefördert. Ferner kann auch der Ausbau des für die Ladeinfrastruktur notwendigen Anschlusses an das Nieder- und Mittelspannungsnetz gefördert werden.

Was ist sonst noch zu beachten?

Die Auswahl geeigneter Projekte sowie eine erfolgreiche Antragstellung im Wettbewerbsverfahren sind mit verschiedenen komplexen Fragestellungen verbunden.

Gern stehen Ihnen unsere Experten bei der Beurteilung und Vorbereitung geeigneter Projekte sowie bei allen Prozessschritten der Einwerbung und dem Management von Fördermitteln zur Verfügung.

Ansprechpartner:

Dr. Laurenz Keller-Herder
Senior Manager
Tel.: +49 30 2636-5537
E-Mail: laurenz.keller-herder@pwc.com

Raik Uhlmann
Director
Tel.: +49 30 2636-5349
E-Mail: raik.uhlmann@de.pwc.com

Christoph Ellsel
Manager
Tel.: +49 30 2636-1405
E-Mail: christoph.ellsel@de.pwc.com

 

„Smart“-Deals: EVUs investieren in digitale Technologien und Geschäftsfelder

Cloud Computing, Predictive Maintenance, Künstliche Intelligenz, transaktionsfähige Mobilgeräte sowie Big Data haben Einfluss auf alle Wertschöpfungsstufen von EVUs. Diese sollten genutzt werden, um ein auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Geschäftsmodell zu entwickeln. Dabei müssen vier Hebel berücksichtig werden:

  • Eine digitale Kundeninteraktion kann durch verstärkte Nutzung von Social Media, Online-Kundenservice via Web und mobil sowie über Online-Kundenakquisition aufgebaut werden
  • Digitale Prozesse, besonders automatisiertes Auftragswesen und Abrechnungsprozesse, risikobasierte Wartung und Instandhaltung sowie intelligentes Workforce-Management können die Prozesse vereinfachen
  • Digitale Produkte und Services, wie digitale Zähler, smarte Haushaltsgeräte sowie Smart Home und Smart Grid sollten im Geschäftsmodell enthalten sein
  • Zudem sollte das Geschäftsmodell über digitale Analysen mit Nutzung von strukturierten und unstrukturierten Markt-, Kunden-, Technik- sowie Unternehmensdaten verfügen

Erfahrungen zeigen, dass EVUs über die richtige Anwendung der Hebel Umsatzsteigerungen von 3 bis 7 Prozent sowie Kostensenkungen von 4 bis 8 Prozent erzielen können.

Wie kann ein EVU diese digitalen Chancen erschließen?

Digitale Technologie-Plattformen, eine passende Organisation und Governance, entsprechende Fähigkeiten in Marketing, Vertrieb und IT müssen in allen Wertschöpfungsstufen miteinander koordiniert werden. Zu Beginn der Reise hat ein EVU diese Fähigkeiten nur bedingt. Wie kann mit dieser Situation umgegangen werden? Wie können die benötigten Fähigkeiten inkrementell über Mitarbeiterschulungen entwickelt werden? Die Antwort auf diese Fragen lautet: Kooperationen, Partnerschaften, Beteiligungen an digitalen Spezialisten oder gar Übernahmen.

Zu Gast beim Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur – Forum 2017

Unser Energieexperte Dr. Volker Breisig ist heute beim Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur – Forum (ThEGA-Forum) in Weimar zu Gast. Es ist die Leitveranstaltung für die Energiewende in Thüringen und Mitteldeutschland. Das Informationsforum findet dieses Jahr zum sechsten Mal statt und ermöglicht einen branchenübergreifenden Dialog aller relevanten Akteure der Energiewende.

Dr. Volker Breisig ist nicht nur Gast beim Informationsforum, sondern auch Referent. In seinem Vortrag geht er auf die Zukunftsbilder des außergewöhnlichen Studienprojekts „Delphi Energy Future 2040“ ein. Die zentrale Fragestellung des Delphi Energy lautet: Wie gestaltet sich die Energiezukunft in Deutschland, in Europa und in der Welt im Jahr 2040 und darüber hinaus? Gemeinsam mit dem BDEW und der GIZ haben wir uns diesem Zukunftsprojekt gewidmet. Unser Ziel war es, die aktuelle, insbesondere in Deutschland geprägte Debatte um die Anpassung oder Neugestaltung der Energiesysteme aufzubrechen und einen globalen Blick auf die Energiesysteme der Zukunft zu wagen. Mit Hilfe einer Delphi-Befragung, mit über 350 Energieexperten aus 40 Ländern, haben wir aus den Ergebnissen Zukunftsbilder hergeleitet. Diese geben Denkanstöße, wie man ein auf Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit ausgerichtetes Energiesystem der Zukunft gestaltet.

Die Ergebnisse des außergewöhnlichen Studienprojekts „Delphi Energy Future 2040“ finden Sie hier.

Ansprechpartner:
Dr. Volker Breisig
Partner
Tel.: +49 211 981-4428
E-Mail: volker.breisig@de.pwc.com

Energetische Quartierssanierung

Die Bundesrepublik Deutschland strebt eine Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen um mindestens 40 Prozent bis zum Jahr 2020 bzw. um bis zu 95 zum Jahr 2050 im Vergleich zu 1990 an. Jeder Verursacher muss seinen Teil zur Reduktion der Emissionen beitragen. Insbesondere Kommunen haben hierbei eine wichtige Rolle. Denn ein wesentlicher Teil der Energie wird hier verbraucht und der Großteil an Treibhausgasemissionen freigesetzt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ein Förderprogramm entwickelt, um die CO2-Emissionen in den Stadt- und Ortsquartieren zu reduzieren.

Förderung für Kommunen

Eine energetische Sanierung von Bestandsquartieren stellt eine große Herausforderung für Kommunen dar. Mit Fördermittel aus dem Energie- und Klimafond (EKF) und des Bundesumweltministeriums (BMUB), können Konzepte zur Reduzierung der Emissionen erstellt und die Umsetzung von Maßnahmen begleitet werden. Mit bis zu 85 Prozent kann die Erstellung von Konzepten für die energetische Quartierssanierung bezuschusst werden. 65 Prozent werden hierbei von der KfW bundesweit zur Verfügung gestellt und in vielen Bundesländern zusätzlich nochmal 20 Prozent von der jeweiligen Landesbank. Die restlichen 15 Prozent können durch die Kommune oder begünstigte Dritte wie Stadtwerke oder Wohnungsgesellschaften eingebracht werden.

Stadterneuerung

Die Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung, der Einsatz effizienter Energieversorgungssysteme und der Ausbau erneuerbarer Energien unter demografischen, ökonomischen, städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Gesichtspunkten, müssen im Rahmen der energetischen Quartierssanierung betrachtet werden. Die Konzepte haben einen starken partizipativen Fokus, d.h. die Bevölkerung und Akteure Vorort werden von Anfang an in den Prozess eingebunden.

Ziel der energetischen Quartierssanierung

Das Ziel der energetischen Sanierung ist die CO2-Einsparung im Quartier. Maßnahmen zur Verbrauchsreduktion, Effizienzsteigerung und Nutzung erneuerbarer Energien sind hierbei notwendig. Um das Ziel zu erreichen, müssen die privaten und öffentlichen Gebäude unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren saniert werden. Des Weiteren sollten die Verkehr und Infrastruktureinrichtungen optimiert werden. Um die CO2-Reduktion erfolgreich durchzuführen, müssen alle Akteure, wie Städte, Bürger, Energieversorger, Mieter und private Wohnungsunternehmen mobilisiert werden. Die Vorteile der Kosteneinsparung, Wertsteigerung und der Know-how-Transfer werden akzeptanzsteigernd frühzeitig an die Akteure kommuniziert.

Vorteile der Quartierssanierung

Durch die Quartierssanierung können die Kommunen den öffentlichen Raum und die kommunalen Infrastruktureinrichtungen optimieren. Zudem kann eine Analyse der Struktur der Siedlung auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels durchgeführt werden. Für Stadtwerke bietet die Beteiligung an der Erstellung von energetischen Quartierskonzepten die Möglichkeit sich in einem geförderten Projekt intensiver mit dem Wandel der Energiewirtschaft zu beschäftigten. Bewohner erzielen durch die Quartierssanierung eine Wertsteigerung der Immobilie und profitieren von möglichen Kostenersparnis beim Energieverbrauch.

Unsere Experten unterstützen und beraten Sie gerne bei der Umsetzung energetischer Quartierssanierungen.

Ansprechpartner:

Thomas Rudolph
Manager
Tel.: +49 211 981-4714
E-Mail: thomas.rudolph@pwc.com

Dr. Helge Maas
Senior Consultant
Tel.: +49 511 5357-5907
E-Mail: helge.maas@de.pwc.com

 

 

Auftaktveranstaltung zum „InnovationCity roll out“ – Netzwerk für Energieversorger und Wohnungsunternehmen

Am 02. Mai 2017 fand die Auftaktveranstaltung zum „InnovationCity roll out“ Netzwerk für Energieversorger und Wohnungsunternehmen im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen statt.

Im vergangenen Jahr hat die Innovation City Management GmbH den Startschuss für eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet gegeben. Die Erkenntnisse aus dem 2010 gestarteten Projekt „InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop“ sollen in 20 Quartiere der Metropole Ruhr getragen werden. Bei der Entwicklung klimagerechter Quartierskonzepte werden die Senkung der CO2-Emissionen, die nachhaltige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts und die Steigerung der Lebensqualität verfolgt. Hierbei müssen die wesentlichen Akteure bei der Konzepterstellung integriert werden. Deshalb hat die Innovation City Management GmbH den Aufbau eines Netzwerks von Wohnungsunternehmen, Energieversorgern und Netzbetreiben initiiert, um energiewirtschaftliche und energierechtliche Rahmenbedingungen zu betrachten und Fördermöglichkeiten mit Quartiersbezug aufzuzeigen.

U.a. sprach Frau Dr. Hoppe, Referatsleiterin im Umweltministerium NRW, zum Thema „Quartiersentwicklung und ihre Bedeutung für die Energiewende“. Zudem standen auch weitere Themen, wie Chancen und Potentiale der Energieversorger und Wohnungswirtschaft im Quartier, im Vordergrund der Auftaktveranstaltung.

Die Auftaktveranstaltung bot die Gelegenheit, Erfahrungen bei der Entwicklung klimagerechter Quartierskonzepte auszutauschen.

Status quo der klimagerechten Quartierskonzepte im Ruhrgebiet

 

Ansprechpartner:
Dr. Volker Breisig
Partner
Tel.: +49 211 981-4428
E-Mail: volker.breisig@de.pwc.com

Andre Schnelte
Senior Manager
Tel.: +49 211 981-4081
E-Mail: andre.schnelte@de.pwc.com

 

Das Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern

Das „Gesetz zur Förderung der Entgelttransparenz zwischen Frauen und Männern“ (EntgTranspG) wird voraussichtlich am 01. Juni 2017 in Kraft treten.

Schon mit dem Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft sowie im öffentlichen Dienst ist die Bundesregierung ihrem Ziel, eine Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sicherzustellen, einen Schritt näher gekommen. Jedoch gibt es bei der Ausübung gleicher bzw. gleichwertiger Tätigkeiten immer noch Unterschiede in der Vergütung zwischen Frauen und Männern. Am 11 Januar 2017 hat das Bundeskabinett nach dem Gebot des gleichen Entgelts von Frauen und Männern für gleiche oder gleichwertige Arbeit den Entwurf des EntgTranspG beschlossen.

Zentrale Inhalte des Gesetzes

Definition wesentlicher Grundsätze

Im Gesetz sind die wesentlichen Grundsätze und Begriffe zum Gebot der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern bei gleicher sowie gleichwertiger Arbeit definiert.

Individueller Auskunftsanspruch für Beschäftigte

Ein individueller Auskunftsanspruch für Beschäftigte wird für Betriebe, die mehr als 200 Arbeitnehmer beschäftigen, festgelegt. Ziel dieser gesetzlichen Verankerung ist die Überprüfung der Einhaltung des Entgeltgleichheitsgebotes.

Verpflichtung zur Herstellung der Entgeltgleichheit

Unternehmen mit mehr als 500 Arbeitnehmern, müssen ihre Entgeltregelungen und die gezahlten Entgeltbestandteile auf die Einhaltung des Entgeltgleichheitsgebotes mit Hilfe betrieblicher Prüfverfahren überprüfen.

Berichtspflichten

Eine Berichtspflicht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit von Frauen und Männern muss demnach auch befolgt werden. Dieser Pflicht unterliegen Unternehmen, die nach dem Handelsgesetzbuch lageberichtspflichtig sind und mehr als 500 Beschäftigte haben.

Das Entgelttransparenzgesetzt schafft neue rechtliche Rahmenbedingungen. Unsere Experten stehen Ihnen hierbei tatkräftig zur Seite und unterstützen und beraten Sie gerne.

Ansprechpartner:

Arne Ferbeck
Director
Tel.: +49 211 981-4776
E-Mail: arne.ferbeck@de.pwc.com

Nicole Fischer
Senior Manager
Tel.: +49 511 5357-5823
E-Mail: nicole.fischer@de.pwc.com

Kämmerertagung der Landkreise in Baden-Württemberg zur Umsatzbesteuerung

Der Landkreistag Baden-Württemberg und PwC/WIBERA laden Sie zur Kämmerertagung der Landkreise in Baden-Württemberg zur Umsatzbesteuerung ein.

Die Fachtagung findet am 17. Mai 2017 um 9:30 Uhr am PwC Standort in Stuttgart statt.

Die steuerlichen Rahmenbedingen für die öffentliche Hand verändern sich aktuell sehr stark. Die Einführung des § 2b UStG wird das umsatzsteuerliche Besteuerungsregime für die öffentliche Hand maßgeblich reformieren. Auch wenn die meisten Gebietskörperschaften von der Optionserklärung Gebrauch machen, dessen Anwendung erst ab dem 1. Januar 2021 vollzogen wird, sollte die verbleibende Zeit genutzt werden, um eine erfolgreiche Umsetzung der Regelung in die Wege leiten zu können.

Am 17. Mai möchten wir gemeinsam mit Ihnen auf das BMF-Schreiben vom 16. Dezember 2016 zu Anwendungsfragen rund um
§ 2b UStG eingehen und die Inhalte in Theorie und Praxis behandeln.

Die Umsetzung des § 2b UStG setzt eine Überprüfung sowie eine Neuordnung bestehender Prozesse voraus. Wir möchten Ihnen die Anforderungen, die hier zu beachten sind vorstellen. Außerdem zeigen wir Ihnen, wie ein auf die Gegebenheiten der Verwaltung ausgerichtetes System, das die täglichen Arbeitsprozesse effizient unterstützt und abbildet, etabliert werden kann.

Der Breitbandausbau hat weiter an Fahrt aufgenommen. Wir möchten mit Ihnen zusammen über ein Schreiben an die kommunalen Spitzenverbände diskutieren, in dem die Finanzverwaltung in Baden-Württemberg sich zu Finanzierungsfragen geäußert hat.

Sie können sich per E-Mail unter schneider@landkreistag-bw.de zur Fachtagung anmelden.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Flyer.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Einladungsflyer