Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Anlässlich der weiterhin andauernden Coronakrise legte die Bundesregierung am 12. Juni 2020 die Eckpunkte einer Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) fest. Das Hilfsprogramm mit einem Volumen von 24,6 Mrd. Euro soll zur wirtschaftlichen Existenzsicherung von Unternehmern beitragen, deren Geschäftsbetriebe durch die Pandemie besonders betroffen sind.


Die neue Fördermaßnahme richtet sich vor allem an Betriebe aus dem Veranstaltungsbereich, der Tourismusbranche und weiteren Sektoren mit engerem Kontakt zum Endkunden, die weiterhin geschlossen bleiben oder Auflagen erfüllen müssen. Anträge auf Gewährung der Überbrückungshilfe sind bei der zuständigen Bewilligungsstelle des Bundeslandes zu stellen, in dem das Unternehmen ertragsteuerlich geführt ist. Eine Liste der zuständigen Bewilligungsstellen ist auf der Internetseite des Bundesfinanzministeriums (www.bundesfinanzministerium.de) zu finden. Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftssektoren, selbständige Freiberufler sowie gemeinnützige Organisationen. Der Betrieb darf allerdings nicht gleichzeitig für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifiziert sein; ferner muss das Unternehmen seine Geschäftstätigkeit im Zuge der Coronakrise vollständig oder in wesentlichen Teilen eingestellt haben. Von einer pandemiebedingten Einstellung der Geschäftstätigkeit ist laut Finanzministerium auszugehen bei einem Umsatzeinbruch um mindestens 60 % in der Zeit von April bis einschließlich Mai 2020. Die konkrete Förderung besteht aus Finanzhilfen in Form von Billigkeitsleistungen zu den betrieblichen Fixkosten des jeweiligen Unternehmens, wobei sich die finanzielle Unterstützung im Einzelfall nach der Umsatzeinbuße richtet. Die maximale Förderung beläuft sich auf 150.000 Euro über einen Zeitraum von drei Monaten. Bei kleineren Unternehmen ist der  maximale Zuschuss entsprechend niedriger: Bei Betrieben mit bis zu fünf Beschäftigten ist er auf 9.000 Euro begrenzt, bei Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern auf 15.000 Euro. Das Bundeswirtschaftsministerium stellt im Internet (www.bmwi.de)
einen Leitfaden zur KMU-Überbrückungshilfe bereit.

 

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RAin Julia Schmidt
Tel.: +49 211 981-4039
E-Mail: julia.s.schmidt@de.pwc.com

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