Deutschland Mobil 2030 – Zukunftsszenarien für den Personen- und Güterverkehr

Das stetig steigende Verkehrsaufkommen im Personen- und Güterverkehr bringt die Infrastruktur an ihre Grenzen. Daher müssen der öffentliche Personenverkehr (ÖPV) und der Schienengüterverkehr (SGV) ihr Wendetempo beschleunigen, damit eine Verkehrswende in Deutschland gelingen kann.

Gemeinsam mit Intraplan hat PwC im Auftrag des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) eine Szenarienanalyse durchgeführt, die zeigt, dass die Umstellung auf eine moderne, bezahlbare und klimaschonende Mobilität in Deutschland gelingen kann. Hierzu wurden fast 50 zentrale Veröffentlichungen von Bundesministerien, Forschungseinrichtungen, Verbänden sowie Unternehmen ausgewertet, die die Grundlage für die Analyse und Auswertung bilden.

Die Szenarien „Verkehrswende“, „Ambitionierte Entwicklung“ und „Verkehrskollaps“ im ÖPV sowie „Konsequent Schiene“, „Ambitionierte Entwicklung“ und „Schiene verliert“ im SGV zeigen, wie sich der Verkehr in Zukunft unter verschiedenen Rahmenbedingungen entwickeln wird.

Szenarien für den Öffentlichen Personenverkehr

In dem Worst-Case-Szenario „Verkehrskollaps“ schaffen es die Verkehrsunternehmen nicht, sich erfolgreich den neuen Herausforderungen zu stellen und innovative Angebote zu entwickeln. Das Best-Case-Szenario im ÖPV ist hingegen die „Verkehrswende“. Hierbei verbessern die Verkehrsunternehmen ihr Angebot, schließen Kooperationen mit neuen Anbietern und werden so zu umfassenden Mobilitätsdienstleistern. Die Mobilität sowie Lebensqualität in der Stadt und auf dem Land verbessern sich dadurch deutlich. Flankierend ist hier in diesem Szenario auch die Verkehrspolitik gefordert, um die erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen: Ausbau benötigter Infrastrukturen, preis- und ordnungspolitische Maßnahmen zur Begrenzung des Pkw-Verkehrs.

Szenarien für den Schienengüterverkehr

Im SGV ist „Schiene verliert“ das Worst-Case-Szenario. In diesem Szenario kann der „Masterplan Schienengüterverkehr“ des BMVI nicht umgesetzt werden. Der Schienengüterverkehr kann mit dem Wettbewerb nicht mithalten, die Folge ist der Verlust weiterer Marktanteile. Straßen sind weiter überlastet und die Klimaschutzziele können nicht erreicht werden. Im Best-Case-Szenario „Konsequente Schiene“ werden neben dem „Masterplan Schienengüterverkehr“ weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit umgesetzt und zudem eine deutliche Erhöhung der LKW-Maut unterstellt. Unter diesen Bedingungen kann der SGV deutlich wachsen und die Klimaschutzziele können letztendlich erreicht werden.

Für eine erfolgreiche Verkehrswende ist die Digitalisierung eine wesentliche Rahmenbedingung. Sie trägt zur Vernetzung der Verkehrsträger bei und bildet im ÖPNV eine wichtige Grundlage, um Fahrgäste für einen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu gewinnen. Im SGV führt die Digitalisierung zur deutlichen Effizienzsteigerung und ist damit ein Baustein der Wettbewerbsfähigkeit.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.

 

Ansprechpartner

Christiane Henrich-Köhler
Senior Managerin
Tel.: +49 211 981-4251
E-Mail: christiane.henrich-koehler@de.pwc.com
Maximilian Rohs
Manager
Tel.: +49 211 981-4252
E-Mail: maximilian.rohs@de.pwc.com

 

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