Geänderte Abgabefristen für Steuererklärungen

Das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wurde am 18.07.2016 verabschiedet und trat am 01.01.2017 in Kraft, gefolgt von einigen späteren Neuerungen. Es bildet einen gesetzlichen Rahmen, der durch technische, rechtliche und organisatorische Maßnahmen zu einem effizienteren Besteuerungsverfahren führen soll.

So hat sich die Frist zur Abgabe der Steuererklärungen für den Veranlagungszeitraum 2018 verändert:

  • Die allgemeine Frist zur Abgabe der Steuererklärung wird für alle Steuerpflichtigen von fünf auf sieben Monate verlängert (31.07.2019 statt 31.05.2019).
  • Für Steuerpflichtige, deren Steuererklärungen durch Angehörige der rechts- und steuerberatenden Berufe erstellt werden, gilt eine Frist bis Ende Februar des Zweitfolgejahres (29.02.2020 statt 31.12.2019).
  • Die Möglichkeit einer Vorweganforderung durch die Finanzverwaltung besteht trotz der Fristen. Land- und Forstwirte mit abweichendem Wirtschaftsjahr haben besondere Fristen.

 

Ab 2019 werden Fristverstöße strenger verfolgt. Während bislang die Festsetzung von Verspätungszuschlägen im Ermessen der Finanzbehörde stand, ist jetzt in bestimmten Fällen die Festsetzung eines Verspätungszuschlags gesetzlich vorgeschrieben.  Pro angefangenem Monat der eingetretenen Verspätung beträgt dieser Zuschlag nun mindestens 25 €, kann aber auch deutlich höher ausfallen. Der Verspätungszuschlag auf eine steuerlich nicht abzugsfähige Steuer ist als steuerliche Nebenleistung ebenfalls steuerlich nicht abzugsfähig.

 

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Steuerunterlagen so früh wie möglich uns bzw. Ihrem steuerlichen Berater zur Verfügung zu stellen, um eine optimale und schnelle Bearbeitung gewährleisten zu können.

 

Ihr Ansprechpartner

RA StB Arnulf Starck
Tel.: +49 511 5357-5745
E-Mail: arnulf.starck@de.pwc.com

 

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