Mit Kreislaufwirtschaft Ressourcen schonen

Die weltweite Nachfrage nach Ressourcen übersteigt längst das, was die Erde selbst erneuern kann. So benötigt Deutschland aktuell etwa das Doppelte seiner verfügbaren Biokapazität. Das aktuell vorherrschende, lineare Wirtschaftsmodell ist nicht nachhaltig. Die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) ist ein vielversprechender Ansatz, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und natürliche Ressourcen zu schonen. Wie der Übergang von linearem Wirtschaftsmodell zur Kreislaufwirtschaft gelingen kann und was die Privatwirtschaft und der öffentliche Sektor dafür beitragen müssen, erläutert PwC in seinem Whitepaper „The road to circularity“.

Die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy, CE) orientiert sich an der Natur als Vorbild und stammt aus der Entsorgungsbranche, geht jedoch deutlich weiter. Das Ziel ist ein ressourcenschonender geschlossener Materialkreislauf, in dem es keine oder kaum Abfälle gibt.

Dabei sind folgende drei Prinzipien charakteristisch:

  1. Ressourcen effizient einsetzen und erneuerbare Materialien, wo immer möglich, priorisieren.
  2. Nutzung und Lebensdauer von Produkten maximieren.
  3. Auf Neben- und Abfallprodukte setzen, um Neues herzustellen.

Die weltweite Nachfrage nach Ressourcen übersteigt das, was die Erde selbst erneuern kann. Dies führt zu Ressourcenengpässen. So benötigt Deutschland aktuell beispielsweise das doppelte seiner verfügbaren Biokapazität und der globale ökologische Fußabdruck könnte Analysen zufolge bis 2020 um 75 Prozent das übersteigen, was die Natur selbst regenerieren kann.

Gleichzeitig schreitet der Verfall der Umwelt durch menschliche Aktivitäten voran. Mit der wachsenden Mittelschicht wird sich dieses Problem weiter verschärfen. Ein Beispiel ist die Problematik mit Plastikabfällen: 2015 wurden mehr als 300 Millionen Tonnen an Plastikabfällen produziert. 2050 könnte mehr Plastik im Meer schwimmen als Fische.

Da der finanzielle Anreiz für Unternehmen in der Regel aktuell zu gering ist, sind Märkte kaum in der Lage, dieses Problem alleine zu lösen. So liegt die globale Recyclingquote für Plastik beispielsweise lediglich bei 14 bis 18 Prozent. Der Anteil des Einsatzes von recyceltem Plastik ist noch deutlich geringer: In Deutschland liegt die Einsatzquote von Rezyklat nur bei 5-6 Prozent. Denn bei den niedrigen Ölpreisen ist es meist günstiger, neues Plastik aus Petroleum herzustellen als aus recyceltem Kunststoff.

Daher ist das Einschreiten der Öffentlichen Hand unerlässlich. Der Gesetzgeber muss den Rahmen vorgeben und Anreize schaffen, damit die Privatwirtschaft ihre Ressourceneffizienz optimiert. Der öffentliche Sektor ist aber auch als Wirtschaftsakteur gefordert – beispielsweise in der klassischen Entsorgungswirtschaft, der Wohnungswirtschaft, der Energieversorgung und als Gestalter von Mobilität.

Die Chancen, die in der Kreislaufwirtschaft und den übergeordneten Aspekten Nachhaltigkeit und Klimaziele stecken, sind gewaltig. Unternehmen und staatliche Akteure können die Probleme in den Griff bekommen – sei es z.B. bei der Mobilität, der Energie oder der Bildung. Um dies zu erreichen, sollten die Akteure so früh wie möglich im Prozess ansetzen. So sollte beispielsweise bereits beim Design und der Entwicklung neuer Produkte der nachhaltige Einsatz der Rohstoffe für die nächsten Produktgenerationen berücksichtigt werden. Weiterhin sind zur erfolgreichen Etablierung der Kreislaufwirtschaft folgende Prinzipien essenziell: “Schwerpunkt auf erneuerbaren und kreislauffähigen Input”, “Maximierung der Produktnutzung” und “Nutzung von Nebenprodukten und Abfällen”.

Der Übergang zur Kreislaufwirtschaft beginnt mit einer robusten Strategie, die in vielen Fällen auch eine Transformation des Geschäftsmodells beinhaltet. Dafür braucht es Entscheider, die bereit sind, eine langfristige Sichtweise einzunehmen – und Investitionen, die sich eventuell erst mittel- oder langfristig auszahlen. Weiterhin ist klar: Kreislaufwirtschaft kann nur in einem engen Zusammenspiel zwischen öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft funktionieren.

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Manager, PwC Germany

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