Startup-Unternehmen in Deutschland im Jahr 2017

Was Berlin wirklich zum Startup-Mekka macht? Neben jung, cool und hip bietet die Hauptstadt weitere Faktoren, die Berlin zu einem guten Startup-Ökosystem machen. Dies zeigt eine Umfrage von PwC, in der 450 deutschen Start-ups, von denen etwa jedes sechste aus Berlin kommt, befragt wurden.

Wir möchten Ihnen heute die Ergebnisse unserer Studie vorstellen:

Gründung eines Startups

Ein Hauptmotiv der Berliner Start-up-Gründer war der Wunsch, die eigene Geschäftsidee zu verwirklichen. Ein Fünftel der Unternehmer hat sein Start-up mit der Absicht gegründet, es später lukrativ an einen großen Konzern zu verkaufen. Fast acht von zehn Gründern haben ihr eigenes Geld in ihr Start-up gesteckt. Zusätzlich wurde Fremdkapital genutzt. Hierbei wurden Bankkredite am häufigsten in Anspruch genommen. Finanzierungen über Business Angels und Crowdfounding sind relevant geworden, während Venture Capital von Unternehmen eher seltener in Anspruch genommen wird.

Eine Herausforderung für die Start-ups war es, ihre Kapitalgeber von der eigenen Geschäftsidee zu überzeugen. Diese zögerten vor allem, weil die Start-up-Gründer keine klaren Vorstellungen über den notwenigen Kapitalbedarf sowie die zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hatten. Die Gründer konnten jedoch oftmals ihre Geschäftsidee nicht verständlich vermitteln.

Fast alle Start-up-Gründer haben in steuerlichen Fragen, aber auch bei Gründungs-, Rechts und Finanzierungsfragen eine Beratung in Anspruch genommen.

Etablierte Unternehmen sind beliebte Kooperationspartner

Die Untersuchung hat ergeben, dass drei Viertel der Start-ups mit Kooperationspartner zusammen arbeiten. Am beliebtesten sind mit 54 % etablierte Unternehmen. Von dieser Kooperation versprechen sich die Unternehmen vor allem die Erschließung neuer Märkte und die Ergänzung von fehlendem Know-how.

Auch Investitionen sind ein wichtiger Aspekt bei den Start-ups. Fast alle planen in den nächsten zwölf Monaten Investitionen, primär in Marketing- und Werbemaßnahmen aber auch in neue Mitarbeiter.

Die Mitarbeiterzahl soll im Durchschnitt um 13 Prozent erhöht werden, Die Start-up-Unternehmen haben jedoch Schwierigkeiten neue Mitarbeiter zu finden.

Äußere Risiken

Der Fachkräftemangel stellt ein Hauptrisiko für Start-ups dar. Weitere Risiken sind strengere Datenschutz-Vorgaben, Cyber-Attacken und die Niedrigzinsphasen. Sogar die Hälfte der Befragten Geschäftsführer hält es für wahrscheinlich Opfer von Cyber-Angriffen zu werden. Jedes sechste Start-up-Unternehmen war in den letzten drei Jahren bereits mindestens einmal von Angriffen betroffen. Somit setzten die Start-up-Unternehmen auf Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen und eine laufende Modernisierung der IT.

Es ist klar, wer mit dem Aufbau eines eigenen Unternehmens beginnt, erfüllt sich in aller Regel einen Traum – nimmt aber auch etliche Risiken und Unwägbarkeiten auf sich.

Gerne können Sie einen weiteren Blick in unsere Studie werfen unter www.pwc.de/startup2017.

Unser Experte steht Ihnen bei Fragen gerne zur Verfügung.

Ansprechpartner:

Philipp Medrow
Leiter des NextLevel-Teams
Tel.: +49 30 2636-4424
E-Mail: philipp.medrow@de.pwc.com

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