Zugang kleinerer und mittlerer Unternehmen zu verschiedenen Industrie-4.0-Testumgebungen

Das Bundesforschungsministerium unterstützt im Rahmen des Bundesförderprogramms „IKT 2020“ die Entfaltung der Innovationskraft von kleineren und mittleren Unternehmen, indem es ihnen den Zugang zu verschiedenen Industrie-4.0-Testumgebungen für die Entwicklung und Erprobung ihrer digitalisierten Prozesse und Produkte ermöglicht.

Die Fördermaßnahme richtet sich auch an kleinere und mittlere Unternehmen aus den Branchen Energie und Umwelt und begleitet sie von der Erstinformation über die Auswahl einer geeigneten Testumgebung und die Durchführung ihrer Projekttestpiloten bis zum Projektabschluss. Voraussetzung für die Teilnahme an einem vereinfachten Förderverfahren ist ein Bezug zu IT-basierten Produktionssystemen.

Kleinere und mittlere Unternehmen können aufgrund ihrer Größe schnell auf technologische Trends und Marktveränderungen reagieren und somit einen nachhaltigen Beitrag zur Digitalisierung in Deutschland leisten. Dennoch fehlt es ihnen häufig an Forschungs- und Entwicklungsnetzwerken oder ausreichender Finanzkraft für den Aufbau bzw. die Nutzung geeigneter Testinfrastruktruren. Kleineren und mittleren Unternehmen bis zu einer Größe von 250 Mitarbeitern und mit Forschungs- und Entwicklungskapazitäten in Deutschland sowie Berührungspunkten zu Industrie 4.0, zum „Internet der Dinge“ oder zur cyber-physischen System wird daher im Rahmen dieser Fördermaßnahmen die Möglichkeit geboten, ihre Methoden zur Gestaltung, zum Betrieb und zur Bewertung ihrer IT-basierten Produktionssysteme zu erproben und zur Anwendungsreife zu bringen. In den Branchen Energie und Umwelt könnten sich daran etwa kleinere und mittlere Unternehmen mit Produkten in den Bereichen intelligentes Haus, intelligentes Stromnetz, Sicherheit in der Informationstechnologie (IT) oder Elektromobilität (Akkumulatoren, Ladeinfrastruktur usw.) auch in Verbindung mit der Blockchain-Technologie, beteiligen. Die bisher nach Ansicht des Bundes von kleineren und mittleren Unternehmen in zu geringen Umfang genutzten Testumgebungen befinden sich an verschiedenen Universitäts- bzw. Forschungsstandorten in Deutschland und weisen unterschiedliche spezifische Kompetenzen auf. Mittel- und langfristig soll das dort angesiedelte Forschungs- und Entwicklungsfachwissen mit dem industriellen Praxiswissen von kleineren und mittleren Unternehmen gekoppelt werden, um daraus bilaterale innovationskräftige Forschungs- und Entwicklungsnetzwerke zu knüpfen.

Eckpunkte und Bewerbungsverfahren

Die Kosten der Nutzung einer Testumgebung können unter den o.g. Voraussetzungen mit bis zu 40% (bzw. 50% bei kleineren Unternehmen) und max. 100.000 Euro je Projekt in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse anteilig finanziert werden. Die Dauer der Testprojekte ist auf sechs bis zwölf Monate angesetzt. Nächster Bewertungsstichtag zur Teilnahme am Förderverfahren ist der 15. Januar 2018.

Ihr Ansprechpartner

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Maik Sinagowitz

Senior Manager

Tel.: +49 211 981-2521

maik.sinagowitz@de.pwc.com

 

 

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