Planet FSC Blog

Die wichtigsten Weichen fĂŒr Baufinanzierungen

Die Verunsicherung durch die Corona-Pandemie, gĂŒnstige Bauzinsen und steigende Immobilienpreise treiben die Nachfrage nach risikoarmen Baufinanzierungen in Deutschland in die Höhe. Das NeugeschĂ€ft der deutschen Banken und Sparkassen wĂ€chst weiter, der Kreditbestand klettert von Januar bis Juli 2021 auf 1,44 Billionen Euro (2020: 1,39 Bio Euro).

In den ersten sieben Monaten beschleunigt sich das Wachstum von Baufinanzierungen um 7,3 Prozent p.a. (2020: 6,6%) und erreicht den höchsten Wert seit 2004.

Wie unsere Studie „Der Baufi-Boom geht weiter“ zeigt, zĂ€hlen Baufinanzierungen und -darlehen in Corona-Zeiten zu den wichtigsten GeschĂ€ftsbereichen des Finanzsektors. Welche Weichen sollten Banken und Sparkassen stellen, um auch langfristig und unter weniger gĂŒnstigen Rahmenbedingungen vom Baufinanzierungs-Boom zu profitieren?

PwC Studie 2021: Outsourcing-Trends in der Finanzindustrie

In unserer aktuell 5. Auflage der Studie zum Outsourcing in der deutschen Finanzdienstleistungsbranche ermitteln und analysieren wir die wesentliche Outsourcing-Trends in der Finanzindustrie.

Auslagerungsportfolio und Potenziale – Outsourcing auch komplexerer Funktionen erwartet

GrundsĂ€tzlich spielt das Thema Outsourcing fĂŒr alle befragten Finanzinstitute eine wesentliche Rolle. Bereits heute lagern 95% der Institute Prozesse und AktivitĂ€ten an Dienstleister aus. Dies spiegelt sich auch in der Bereitschaft zum kĂŒnftigen Outsourcing wider. 62% der Finanzinstitute wollen innerhalb der nĂ€chsten zwei Jahre Prozesse oder AktivitĂ€ten auslagern.

Bisher vertrauen Unternehmen bei komplexen Funktionen oder bei wichtigen Support-Funktionen auf ihre eigene StĂ€rke. Anders als bei den großen Industrieunternehmen, setzt die Finanzindustrie bei wichtigen Support-Funktionen bisher kaum auf den Einsatz von Dienstleistern. Bei allen anderen Funktionen, insbesondere in den Bereichen IT, Wertpapierverwaltung/ -abwicklungen und Postdiensten wird stark auf Dienstleister zurĂŒckgegriffen. Unsere Studie hat gezeigt, dass insbesondere die befragten Dienstleister auch Potenziale fĂŒr die kĂŒnftige Auslagerung von komplexeren Steuerungsfunktionen sehen.

Auswirkungen der Taxonomie-Verordnung fĂŒr Banken im Kontext IT und Datenmanagement

EU Taxonomie-Verordnung im Bankensektor

Die Bedeutung der Taxonomie-Verordnung fĂŒr Banken

Im Rahmen des ĂŒbergeordneten EU Green Deals enthĂ€lt die Taxonomie Verordnung (VO) technische Beurteilungskriterien zur Einstufung nachhaltiger WirtschaftsaktivitĂ€ten und kann somit als Klassifizierungssystem zur Kontrolle und Steuerung von Kapitalströmen gesehen werden. Die Verordnung umfasst insgesamt 6 Umweltziele. Die technischen Beurteilungskriterien liegen derzeit fĂŒr die Umweltziele 1. “Klimaschutz” und 2. “Anpassung an den Klimawandel” vor, fĂŒr die anderen Umweltziele 3. “Nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen”, 4. “Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft”, 5. “Vermeidung von Verschmutzung” und 6. “Schutz von Ökosystemen und BiodiversitĂ€t” stehen diese noch aus. Kurz gefasst, liefert die Taxonomie eine gemeinsame Definition dessen was ein grĂŒnes Asset ist und was nicht. Dementsprechend bildet dieses Klassifizierungssystem die Basis fĂŒr weitere politische Projekte wie den EU Green Bond Standard. Die Taxonomie Verordnung ist aber nicht nur ein Klassifizierungssystem fĂŒr grĂŒne Assets, sondern beinhaltet auch neue Berichtspflichten. Im Rahmen der Taxonomie-VO mĂŒssen neue Nachhaltigkeits-Kennzahlen, z. B. die Green Asset Ratio, und Reporting Templates im Rahmen der nichtfinanziellen ErklĂ€rung veröffentlicht werden. Banken sind fĂŒr die Berichtsjahre 2021 und 2022 verpflichtet hierzu eine reduzierte Version der Taxonomie-Meldung vorzulegen. Diese reduzierte Meldung umfasst die Offenlegung der  taxonomiefĂ€higen Vermögenswerten anteilig am Gesamtvermögen im Rahmen der nicht-finanziellen Berichterstattung. DarĂŒber hinaus  sind qualitative Informationen sowie der Anteil und die Unterteilung der nicht-taxonomiefĂ€higen Vermögenswerte in weiteren Kennzahlen offenzulegen. Ab dem Berichtsjahr 2023 erfolgt die Berechnung und Veröffentlichung der detaillierten KPI (taxonomiekonforme / “aligned” wirt. AktivitĂ€ten) und qualitativen Informationen, mit Ausnahme derjenigen fĂŒr GebĂŒhren und Provisionen, sowie der HandelsbestĂ€nde (Berichtsjahr 2025). Die Auswirkungen auf die IT Landschaft sind weitreichend, insbesondere mit neuen Anforderungen an die ESG Datenerhebung sowie die Datenverarbeitung bis hin zum Reporting. Im Hinblick auf zukĂŒnftige Erweiterungen der Taxonomie, z.B. die Ausarbeitung der technischen Beurteilungskriterien der Umweltziele 3 ff. in 2022 und der Integration einer “Sozialen Taxonomie”, ist es daher umso wichtiger, auf ein flexibles und erweiterbares IT-Lösungsdesign zu setzen.

EuropĂ€ische Kommission als Vorreiter zur Regulierung von kĂŒnstlicher Intelligenz

Neue regulatorische Anforderungen an KĂŒnstliche Intelligenz (KI) 

KĂŒnstliche Intelligenz (KI) birgt enormes Potential fĂŒr unsere Gesellschaft – diese Ansicht vertritt auch die EuropĂ€ische Kommission (EU-Kommission) und hat KI in ihrer Digitalisierungsstrategie hohe Bedeutung eingerĂ€umt. Die EU-Kommission hat hierzu einen Verordnungsentwurf zur Regulierung der Nutzung KĂŒnstlicher Intelligenz („KI“) vorgelegt. Der Entwurf zielt darauf ab, die bisherige regulatorische LĂŒcke zu schließen und gleichzeitig durch mehr Klarheit und greifbare Definitionen auch das gesellschaftliche Vertrauen in KI-Systeme zu stĂ€rken/schaffen. 

Mit dem Artificial Intelligence Act (EU AI Act) hat die EU-Kommission einen Vorschlag fĂŒr die Schaffung harmonisierter Regeln fĂŒr einen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸigen und risikobasierten Ansatz fĂŒr den Einsatz von kĂŒnstlicher Intelligenz in Europa vorgestellt. Die Kommission prĂ€sentiert mit der Verordnung einen neuen Rechtsrahmen im Umgang mit KI, fĂŒr jene FĂ€lle, welche die bestehenden nationalen Vorschriften nicht abdecken. Mit diesem Framework hat die EU-Kommission einen klaren Ansatz geschaffen, KI in vier Risikostufen von „minimal Risk“ (minimalem Risiko) bis hin zu „unacceptable risk“ (nicht akzeptierbares Risiko) einzuteilen und entsprechend zu regulieren. So bringt sie strenge Regelungen und verbindliche Anforderungen an KI der Kategorie „high risk“ (hohem Risiko) mit sich, als auch Anforderungen an KI mit „limited risk“ (limitiertem Risiko).

Crypto Asset AML Monitoring & Compliance Management

Die Financial Action Task Force (FATF) ist der fĂŒhrende Player bei der Erarbeitung anerkannter und wirksamer Leitlinien und Vorschriften zur BekĂ€mpfung krimineller AktivitĂ€ten in Finanzsystemen. Seit der GrĂŒndung der FATF haben ihre Empfehlungen die weltweite Gesetzgebung zur GeldwĂ€scheprĂ€vention beeinflusst. Nach der Definition der FATF handelt es sich bei Krypto Vermögenswerten um WertgegenstĂ€nde, die digital gehandelt oder ĂŒbertragen und zu Zahlungs- oder Anlagezwecken verwendet werden können. ZusĂ€tzlich zu ihren Empfehlungen stellt die FATF auch Auslegungshinweise zur VerfĂŒgung. Die aktuelle Version dieser Auslegungshinweise empfiehlt den Mitgliedstaaten, dafĂŒr zu sorgen, dass Dienstleister mit Zugang zu Krypto Vermögenswerten die Daten von Absendern und EmpfĂ€ngern erfassen. Das deutsche Bundesfinanzministerium hat einen Entwurf fĂŒr eine Kryptowertetransfer-Verordnung veröffentlicht. der Entwurf dient der Umsetzung der Standards der FATF (Empfehlung 15 – Auslegungsnote 7b, sog. “travel rule” fĂŒr Kryptowerte). Die Verordnung ordnet somit an, dass Informationen ĂŒber den BegĂŒnstigten oder Auftraggeber eines Kryptowerttransfers gesammelt und gespeichert werden mĂŒssen, wenn der Transfer von oder zu einer Wallet erfolgt, die nicht von einer Krypto-Verwahrstelle verwaltet wird (sog. „unhosted wallet“).

Customer Touchpoint Mapping? Warum es an der Zeit ist sich mit Customer Needs und Touchpoints zu beschÀftigen

Wie erreichen Banken und Versicherungen ihre Kund:innen und wieso sollten Sie dazu ein Customer Touchpoint Mapping etablieren?

Ein etabliertes Customer Touchpoint Management wird fĂŒr Banken und Versicherungen zunehmend unabdingbar. Die Differenzierung von Produkten und Dienstleistungen wird fĂŒr Banken und Versicherungen aufgrund der enormen Transparenz durch die Digitalisierung zunehmend komplexer und immer relevanter. Kund:innen von heute möchten sowohl auf physischem bzw. analogen als auch auf digitalem Wege mit dem Finanzdienstleistungsunternehmen in Kontakt treten können. DafĂŒr mĂŒssen Banken und Versicherungen mehreren KanĂ€len bedienen und jederzeit verfĂŒgbar sein, wenn Kund:innen den Kontakt suchen. Doch sind diese Touchpoints auch vorhanden? Bedienen wir Kund:innen zur richtigen Zeit mit dem richtigen Medium, um die BedĂŒrfnisse (richtig) zu befriedigen oder gar neue zu schaffen?

Moderne IT-Architekturen fĂŒr analytische Use Cases stellen die Unternehmensziele in den Vordergrund

Der Wandel in “datengetriebene Unternehmen” steht industrieĂŒbergreifend bei vielen VorstĂ€nden in den Strategiepapieren. Gleichzeitig ist die Bedeutung dieses Wandels auf die Personas in eben diesen Unternehmen und vor allem der Umgang mit Daten innerhalb eines Unternehmens stark verschieden.

Michi, 54 Jahre, UnternehmensfĂŒhrung, möchte verlĂ€ssliche Daten, die eine breite Basis fĂŒr Entscheidungen bieten und in Echtzeit, durch Self-Service Tools bereitgestellt werden. ZusĂ€tzlich sollen bestimmte Daten durch advanced Analytics Methoden angereichert und dadurch weitere Insights generiert werden.

Robin, 32 Jahre, Risk-Compliance, sieht die Gefahr von VerstĂ¶ĂŸen gegen geltende Regulierung wie der DSGVO und gleichzeitig die Gefahr von Datenverlusten und unbefugten Zugriffen auf zentrale Datenspeicher.

Kim, 37 Jahre, IT & Enterprise Architektur Department, muss mit den steigenden Datenmengen zurechtkommen und dafĂŒr sorgen, dass die Daten sowohl fĂŒr operative Systeme, als auch fĂŒr Analytics und Reporting bereitstehen und gleichzeitig gegen fremde Zugriffe abgesichert sind.

EZB-Feedback zur SelbsteinschĂ€tzung und Umsetzungsplanung der Banken bezĂŒglich des EZB Leitfadens zu klima- und umweltbezogenen Risiken

In diesem Blogartikel lesen Sie ein Update zu unserem frĂŒheren Beitrag: EinschĂ€tzung der EuropĂ€ischen Zentralbank zu klima- und umweltbezogenen Risiken der Banken vom 01. Juli 2021 zum aktuellen Stand der Banken im Umgang mit Klima- und Umweltrisiken auf Basis der von der EZB am 18. August 2021 veröffentlichten Zusammenfassung der Ergebnisse ihrer Befragung zur SelbsteinschĂ€tzung und zur Umsetzungsplanung des EZB Leitfadens zu klima- und umweltbezogenen Risiken.

Warum sich Finanzdienstleister mit DevOps beschÀftigen sollten

Der Markt wird schneller – DevOps befĂ€higt ihre IT-Abteilung mitzuhalten

Wie lange brauchen Softwareprodukte in einem typischen Unternehmen der Finanzindustrie, um von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme zu kommen? 

In vielen FĂ€llen wird dieser Zeitrahmen in Monaten, wenn nicht Jahren gezĂ€hlt. Dennoch schaffen es einige Wettbewerber, auch komplexe Software schnell zu entwickeln und produktiv zu nutzen. 

Diese erfolgreichen Marktteilnehmer zeichnet eine hohe AgilitĂ€t aus – schon lange ein wichtiges Thema in Financial Services und darĂŒber hinaus. Der Fokus liegt dabei hĂ€ufig darauf, die Schnittstelle zwischen Fachbereichen und Entwickler:innen so zu optimieren, dass Mehrwerte fĂŒr Fachbereiche schnell erzielt werden können. Die so erstellen Lösungen mĂŒssen in den produktiven Betrieb ĂŒberfĂŒhrt werden – was aufwĂ€ndige Prozesse beim Testen und der Produktivnahme nach sich zieht. 

Hier scheitern viele Unternehmen, was sie daran hindert, Ihre Entwicklungs-PS beispielsweise im Kontext AI und Cloud “auf die Straße zu bekommen”.

Ziel der agilen Transformation muss es daher sein, nicht nur Fachbereiche mit den Entwickler:innen (Dev) besser zu verzahnen, sondern auch den Betrieb (Ops) – die Grundlage von DevOps.