Planet FSC Blog

EBA konkretisiert Anforderungen zum IRRBB und CSRBB

Im Dezember 2021 hat die EBA drei Konsultationspapiere zu Zins- und Credit Spread-Risiken im Bankbuch (IRRBB, CSRBB) veröffentlicht. Diese behandeln

Die Konsultationsphase läuft bis zum 4. April 2022.

Die Rolle der Banken im Embedded Finance Ă–kosystem: Ein globaler Vergleich

Ein Beitrag im Rahmen der Jump Start Challenge von PwC

 

Digitale Ökosysteme sind auf dem Vormarsch und halten momentan Einzug in die Welt der Finanzindustrie. Sie verändern die Art und Weise, wie Finanzdienstleistungen vermarktet werden und stellen die Marktposition der etablierten Player auf den Prüfstand.

Die Taxifahrt in der App bezahlen, das Auto direkt beim Händler finanzieren, Kleidung heute kaufen und erst später in Raten bezahlen oder zukünftig per Gesichtsscan im Supermarkt zahlen? Diese Beispiele sind dank Embedded Finance Lösungen, die für Endkund:innen einen Mehrwert schaffen und somit an Attraktivität gewinnen.

Bundesbank finalisiert die Vorgaben zur Datenerhebung ĂĽber Wohnimmobilienfinanzierungen (WIFSta, FinStabDEV)

Durch die am 2. Februar 2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlichte „Verordnung zur Durchführung von Datenerhebungen durch die Deutsche Bundesbank zur Erfüllung der Aufgaben nach dem Finanzstabilitätsgesetz (Finanzstabilitätsdatenerhebungsverordnung – FinStabDEV)“, ergab sich die Anforderung an die Bundesbank, Richtlinien für diese Datenerhebung auszuarbeiten. Details hierzu wurden bereits im Februar 2021 auf unserem Regulatory Blog dargestellt. Die finale Veröffentlichung der Richtlinie zur Datenerhebung über Wohnimmobilienfinanzierungen (WIFSta) sowie die Allgemeinverfügung über die Ausgestaltung der Datenerhebung erfolgte am 29.09.2021 und beinhaltet die Meldevorschriften, FAQs sowie Validierungsregeln, welche für die FinStabDEVMeldung benötigt werden. Der erste Meldestichtag ist der 31.03.2023, womit eine relativ geringe Umsetzungszeit von 18 Monaten verbleibt, um die Meldefähigkeit herzustellen.

Diese Veröffentlichungen zeigen die regulatorischen Anforderungen beim Einsatz künstlicher Intelligenz von Finanzdienstleistern auf

Bei der EinfĂĽhrung von kĂĽnstlicher Intelligenz (KI) stehen Unternehmen vor groĂźen Herausforderungen, wie auch vor vielen Unsicherheiten. KI-Modelle können verschiedenste Fehler aufweisen, die dazu fĂĽhren, dass die Entscheidungen auf Basis von verzerrten (engl.: biased) Daten getroffen werden oder Ergebnisse nicht ausreichend robust und wiederholbar sind. Diese Fehler treten meist nicht beabsichtigt auf, sondern aus Unwissenheit oder aufgrund mangelnder Regelungen und Kontrollen rund um die neuen Technologien. 

Wenn solch fehlerhafte Modelle zum Einsatz kommen und ihre Ergebnisse im Anschluss nicht kritisch hinterfragt und geprüft werden, kann dies drastische persönliche, finanzielle oder sicherheitstechnische Auswirkungen haben. Zudem kann es zu einem nachhaltigen Vertrauensverlust für die Nutzung von KI führen. Das ist insbesondere der Fall für hochgradig komplexe KI-Algorithmen, die zwar oft mit Leistungsfähigkeit und Effizienz punkten, aber aufgrund ihrer Komplexität und der mangelnden Nachvollziehbarkeit oder Transparenz ihrer Funktionsweise als Blackbox bezeichnet werden.

Next Generation Cloud-Reporting – Wie sieht die Reporterstellung in der Cloud-Zukunft aus?

Aktuelle Herausforderungen und Treiber im Reporting

Herausforderungen in der Berichtserstellung beginnen häufig bereits bei der Datenbereitstellung und -verarbeitung. Fragmentierte IT-Landschaften, silohafte Datenhaltung, eine Vielzahl an Beteiligten und die Nutzung verschiedenster Tools, die sich nur bedingt miteinander verbinden lassen, sind dabei nur einige wenige Beispiele dafür, warum Prozesse in der Berichtserstellung oft langsam, unflexibel und kostspielig sind.

Hinzu kommen zahlreiche manuelle Prozesse sowie individuelle Formate und eigenentwickelte Analysetools, die nicht nur fehleranfällig sind, sondern auch kaum ohne Weiteres einen Austausch oder Kollaboration ermöglichen. Die Folge sind mangelnde Nachvollziehbarkeit und keine ausreichende Transparenz über verfügbare Daten und Informationen.

Die zunehmend große Menge an verfügbaren Daten kann zudem nicht vollumfänglich genutzt werden, wenn vorhandene Infrastrukturen nicht die benötigte Rechen- und/oder Speicherleistung bieten oder nicht schnell skalierbar sind, wie es bei der lokalen Datenhaltung mit On-Premises Lösungen oft der Fall ist.

Messlatte fĂĽr grĂĽne Transparenz steigt

Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit im Asset und Wealth Management gewinnt weiter an Zugkraft. Regulierer und Verbraucher:innen verlangen mehr grüne Anlageprodukte – und stellen immer höhere Anforderungen an deren Vergleichbarkeit, Standards und Transparenz.

Seit im März 2021 die erste Stufe der EU-Verordnung zur Offenlegung nachhaltiger Finanzprodukte in Kraft getreten ist, haben zahlreiche Asset Manager ihre Fonds nach den ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) überarbeitet oder komplett neu aufgelegt.

Dabei ist die Klassifizierung von Fonds nach Artikel 6, 8 oder 9 der Sustainable Finance Disclosure Regulation (SFDR) kein formales Label. Wie unsere gemeinsam mit Morningstar erstellte Studie zum Stand der ESG-Offenlegung im Asset und Wealth Management zeigt, gehen die Fondsgesellschaften bei der Einteilung in die drei Kategorien noch sehr unterschiedlich vor, während Anleger und Finanzberater mehr Informationen zur Nachhaltigkeit der Produkte fordern.

Kundenbeziehungsmanagement / CRM 2.0 – Neue Wege zur Kundeninteraktion

Digitalisierung, Regulierung und wirtschaftliche Unsicherheiten während der Coronavirus-Pandemie zählen aktuell zu den größten Herausforderungen für die deutschen Banken. Auch Privatkund:innen erwarten zunehmend hochwertige Beratung und Service von ihren Instituten – Und die meisten von ihnen werden diesem Anspruch derzeit auch gerecht. Dies ist das Ergebnis unserer aktuellen Umfrage „Beziehungsmanagement bei Banken im Privatkund:innen-Bereich“.

CRM-Systeme im Wechselspiel zwischen reinem Datenhaushalt und umfassender Kundeninteraktion

Das Thema Beziehungsmanagement mithilfe von Customer Relationship Management- Systemen (nachfolgend CRM-Systeme genannt) ist seit einigen Jahren auf dem Vormarsch und bietet Banken die Chance, sich im Kundenservice voneinander stärker zu differenzieren, Erträge langfristig zu steigern und mit ihren Kunden zielgerichtet zu interagieren. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung im Bankwesen und der einhergehenden Veränderungen im Geschäftsmodell von Banken, bieten sich viele neue Möglichkeiten. Gerade jetzt kann dieses Gelegenheitsfenster, das dank des unter Privatkund:innen als weitgehend positiv wahrgenommenen Beziehungsmanagements derzeit in Form eines zeitlichen Puffers geöffnet ist, für die strategische Neuausrichtung zum „CRM 2.0“ genutzt werden.

Die wichtigsten Weichen fĂĽr Baufinanzierungen

Die Verunsicherung durch die Corona-Pandemie, günstige Bauzinsen und steigende Immobilienpreise treiben die Nachfrage nach risikoarmen Baufinanzierungen in Deutschland in die Höhe. Das Neugeschäft der deutschen Banken und Sparkassen wächst weiter, der Kreditbestand klettert von Januar bis Juli 2021 auf 1,44 Billionen Euro (2020: 1,39 Bio Euro).

In den ersten sieben Monaten beschleunigt sich das Wachstum von Baufinanzierungen um 7,3 Prozent p.a. (2020: 6,6%) und erreicht den höchsten Wert seit 2004.

Wie unsere Studie „Der Baufi-Boom geht weiter“ zeigt, zählen Baufinanzierungen und -darlehen in Corona-Zeiten zu den wichtigsten Geschäftsbereichen des Finanzsektors. Welche Weichen sollten Banken und Sparkassen stellen, um auch langfristig und unter weniger günstigen Rahmenbedingungen vom Baufinanzierungs-Boom zu profitieren?

PwC Studie 2021: Outsourcing-Trends in der Finanzindustrie

In unserer aktuell 5. Auflage der Studie zum Outsourcing in der deutschen Finanzdienstleistungsbranche ermitteln und analysieren wir die wesentliche Outsourcing-Trends in der Finanzindustrie.

Auslagerungsportfolio und Potenziale – Outsourcing auch komplexerer Funktionen erwartet

Grundsätzlich spielt das Thema Outsourcing für alle befragten Finanzinstitute eine wesentliche Rolle. Bereits heute lagern 95% der Institute Prozesse und Aktivitäten an Dienstleister aus. Dies spiegelt sich auch in der Bereitschaft zum künftigen Outsourcing wider. 62% der Finanzinstitute wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre Prozesse oder Aktivitäten auslagern.

Bisher vertrauen Unternehmen bei komplexen Funktionen oder bei wichtigen Support-Funktionen auf ihre eigene Stärke. Anders als bei den großen Industrieunternehmen, setzt die Finanzindustrie bei wichtigen Support-Funktionen bisher kaum auf den Einsatz von Dienstleistern. Bei allen anderen Funktionen, insbesondere in den Bereichen IT, Wertpapierverwaltung/ -abwicklungen und Postdiensten wird stark auf Dienstleister zurückgegriffen. Unsere Studie hat gezeigt, dass insbesondere die befragten Dienstleister auch Potenziale für die künftige Auslagerung von komplexeren Steuerungsfunktionen sehen.

Auswirkungen der Taxonomie-Verordnung fĂĽr Banken im Kontext IT und Datenmanagement

EU Taxonomie-Verordnung im Bankensektor

Die Bedeutung der Taxonomie-Verordnung fĂĽr Banken

Im Rahmen des ĂĽbergeordneten EU Green Deals enthält die Taxonomie Verordnung (VO) technische Beurteilungskriterien zur Einstufung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten und kann somit als Klassifizierungssystem zur Kontrolle und Steuerung von Kapitalströmen gesehen werden. Die Verordnung umfasst insgesamt 6 Umweltziele. Die technischen Beurteilungskriterien liegen derzeit fĂĽr die Umweltziele 1. “Klimaschutz” und 2. “Anpassung an den Klimawandel” vor, fĂĽr die anderen Umweltziele 3. “Nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen”, 4. “Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft”, 5. “Vermeidung von Verschmutzung” und 6. “Schutz von Ă–kosystemen und Biodiversität” stehen diese noch aus. Kurz gefasst, liefert die Taxonomie eine gemeinsame Definition dessen was ein grĂĽnes Asset ist und was nicht. Dementsprechend bildet dieses Klassifizierungssystem die Basis fĂĽr weitere politische Projekte wie den EU Green Bond Standard. Die Taxonomie Verordnung ist aber nicht nur ein Klassifizierungssystem fĂĽr grĂĽne Assets, sondern beinhaltet auch neue Berichtspflichten. Im Rahmen der Taxonomie-VO mĂĽssen neue Nachhaltigkeits-Kennzahlen, z. B. die Green Asset Ratio, und Reporting Templates im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung veröffentlicht werden. Banken sind fĂĽr die Berichtsjahre 2021 und 2022 verpflichtet hierzu eine reduzierte Version der Taxonomie-Meldung vorzulegen. Diese reduzierte Meldung umfasst die Offenlegung der  taxonomiefähigen Vermögenswerten anteilig am Gesamtvermögen im Rahmen der nicht-finanziellen Berichterstattung. DarĂĽber hinaus  sind qualitative Informationen sowie der Anteil und die Unterteilung der nicht-taxonomiefähigen Vermögenswerte in weiteren Kennzahlen offenzulegen. Ab dem Berichtsjahr 2023 erfolgt die Berechnung und Veröffentlichung der detaillierten KPI (taxonomiekonforme / “aligned” wirt. Aktivitäten) und qualitativen Informationen, mit Ausnahme derjenigen fĂĽr GebĂĽhren und Provisionen, sowie der Handelsbestände (Berichtsjahr 2025). Die Auswirkungen auf die IT Landschaft sind weitreichend, insbesondere mit neuen Anforderungen an die ESG Datenerhebung sowie die Datenverarbeitung bis hin zum Reporting. Im Hinblick auf zukĂĽnftige Erweiterungen der Taxonomie, z.B. die Ausarbeitung der technischen Beurteilungskriterien der Umweltziele 3 ff. in 2022 und der Integration einer “Sozialen Taxonomie”, ist es daher umso wichtiger, auf ein flexibles und erweiterbares IT-Lösungsdesign zu setzen.