Herausforderungen im Risiko-Reporting und wie digitale Lösungen unterstützen können

Die fortschreitende Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitswelt von heute, sondern bietet innovative Möglichkeiten für die Gestaltung der Arbeitswelt von morgen. Im Rahmen des Risiko-Reportings sind die Anforderungen aufgrund steigender Datenmengen und der Vielzahl neuer regulatorischer Vorgaben gestiegen. In zunehmend kürzeren Zeiträumen müssen immer mehr und komplex strukturierte Daten verarbeitet und analysiert werden. Die Institute sollten in der Lage sein, große Datenmengen schnell zu verarbeiten und auf dieser Basis Reports adressatengerecht bereitzustellen und zu analysieren, um Veränderungen der Risikosituation schnell zu erfassen sowie agil und ressourceneffizient reagieren zu können. Auch im digitalen Kontext bleibt die grundsätzliche Aufgabe des Reportings dieselbe, nämlich die zielgerichtete Informationsversorgung der Entscheider sicherzustellen. Jedoch zeichnen sich zahlreiche Veränderungen ab, so zum Beispiel hinsichtlich der Reportinginhalte und der Art und Weise wie die Berichte erstellt werden.

Durch die digitale Transformation ergeben sich große Potenziale, welche durch die Etablierung digitaler Lösungen enorme Verbesserungen mit sich bringen. Betrachtet man das heutige Risiko-Reporting in der Praxis, so ist die Datenaufbereitung häufig durch manuelle Prozesse geprägt und die Visualisierung der Kennzahlen erfolgt in statischen Präsentationen oder in Excel. Das bedeutet nicht nur einen höheren Zeitaufwand, sondern bindet auch viele Ressourcen für verwaltende Aufgaben, anstatt Zeiträume für wertschöpfende Tätigkeiten wie tiefergehende Analysen und Beurteilungen von Risikodaten zu schaffen. Die Vorteile und Möglichkeiten von dynamischen Reporting-Lösungen werden aktuell noch nicht voll ausgeschöpft. Die bisherigen Insellösungen umfassen meist viele Schnittstellen innerhalb historisch gewachsener Architekturen, die es lediglich ermöglichen kleine, isolierte Datenmengen zu analysieren.

Herausforderungen im Risiko-Reporting

Mit Datenvisualisierungs- und BI-Tools lassen sich einige typische Herausforderungen der analogen Reportingerstellung meistern und flexiblere Lösungen mit einem hohen Automatisierungsgrad schaffen.

Im analogen Reporting sind zeitliche und reportübergreifende, konsistente Kommentierungen meist aufwändig, weil sie im Review- und Freigabeprozess separat eingeplant werden müssen. Mithilfe von BI-Tools können Kommentare, auch aus vorherigen Reports, automatisch oder bei Bedarf übernommen werden und sind für alle Nutzer sichtbar.

Eine weitere Herausforderung in analogen Reports ist die eindeutige und überschneidungsfreie Versionierung eines Reports. BI-Tools bieten die Möglichkeit einer automatisch hinterlegten Versionshistorie. Die Änderungen werden automatisch und nachvollziehbar dokumentiert und können für interne Prüfungen abgelegt werden. Diese Transparenz kann die Abstimmungsrunden wesentlich beschleunigen und zeitaufwändige, wiederholte Rücksprachen, wer wann und an welchen Daten gearbeitet hat, entfallen.

Die Umsetzung von manuellen (Ad-hoc) Änderungen im analogen Reporting ist aufgrund mangelnder Flexibilität mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden und nur schwer realisierbar. Mit Hilfe eines BI-Tools können kurzfristige Änderungen an allen relevanten Stellen des Reports direkt übernommen werden, die Reportowner können bei Änderungen benachrichtigt werden und Änderungen direkt freigeben.

Weiterhin stellt die Sicherstellung der Stabilität des Reportings auch bei Deployments das analoge Reporting vor vielseitige Herausforderungen, die durch digitale Lösungen einfach und automatisch gelöst werden können. So können zum Beispiel fehlende Daten aus den zuliefernden Systemen mit Hilfe weniger Klicks durch das Heranziehen von Vortags-/ oder Monatswerten hinterlegt werden. Durch integrierte Erkennungssysteme in den Tools sind automatische Benachrichtigungen bei veralteten Datenständen oder beim Ausbleiben von Datenzulieferungen möglich, um eine ganzheitliche Qualität der Datenbasis und damit Konsistenz der berichteten Daten zu gewährleisten.

Wie digitale Lösungen das Risiko-Reporting unterstützen können

Die Digitalisierung verändert auch die Ansprüche an das Reporting. Die Nutzung digitaler Lösungen, wie BI- und Datenvisualisierungstools, ermöglicht es entscheidungsrelevante Informationen zu identifizieren. Sie gewährleisten eine höhere Informationstiefe und stellen eine Vielzahl an Analysemöglichkeiten zur Verfügung. Damit wird das Reporting ressourceneffizienter, schneller und Informationen sind in Echtzeit verfügbar und dynamisch auswertbar. So können Daten und Zahlen um wertvolle Kommentare, Hinweise und Empfehlungen ergänzt werden. Durch die Automatisierung von Routinetätigkeiten und Prozessen des Reportings, sinkt gleichzeitig die Fehlerquote. Wesentliche Informationen können so von den Berichtsadressaten schneller und übersichtlicher erfasst werden. Viele Informationszusammenhänge bleiben heute aufgrund der unnötig komplex erscheinenden Berichtsobjekte und mangelnder Skalierung oftmals verborgen. Mit der Ausweitung der Informationstiefe und gezielter Auswahl von Darstellungsformen, sind für Empfänger mittels dynamischer Charts und Drill Downs weitere tiefergehende Zusammenhänge sichtbar bis hin zu Absprüngen in die operativen Details auf Einzelgeschäftsebene. Die technischen Möglichkeiten sind hierbei nahezu unbegrenzt und per Mausklick lassen sich aus den vorhandenen Informationen deutlich effizienter, schneller und in kürzeren Intervallen passende Reports generieren, wodurch zusätzlich die Ad-hoc-Reporting-Fähigkeit verbessert wird. Die Wiedererkennung und Vergleichbarkeit von Informationen in einem standardisierten, aussagekräftigen und bedienungsfreundlichen Reporting steigt.

Der digitale Transformationspfad bietet unterschiedliche Möglichkeiten und der Weg hin zum dynamischen Risiko-Reporting muss nicht unbedingt aufwendig sein. Die Überführung vorhandener Berichte in eine geeignete BI-Lösung genügt bereits, um spürbare Verbesserungen im Berichtswesen zu erreichen. Der Start der Digitalisierung des Risiko-Reportings ist ohne viel Aufwand möglich und bedarf im ersten Schritt nur der notwendigen Datengrundlage und einem Datenvisualisierungs- oder BI-Tool. Die Auswahl des richtigen Tools sollte den fachlichen und technischen Anforderungen und Bedürfnissen entsprechen und den Vorgaben der Aufsicht standhalten.

Wie PwC unterstützen kann

Mit unserem umfassenden Marktüberblick unterstützen wir Sie gerne bei der Auswahl der für Sie passenden Lösung. Unser Leistungsspektrum ist modular aufgebaut und Sie können die benötigten Zusatzmodule nach Bedarf zusammenstellen. Je nachdem was Sie benötigen, können Sie entweder einzelne Module auswählen, mehrere miteinander kombinieren oder eine ganzheitliche „all-in“ Digitalisierung des Risiko-Reportings wählen. Wir begleiten Sie „from strategy through execution“, also von der Optimierung Ihrer Berichtslandkarte und der Auswahl eines geeigneten Tools bis hin zur Modellierung Ihrer Daten und der finalen Implementierung Ihres digitalen Risiko-Reportings.

Wenn Sie Fragen haben sprechen Sie uns gerne an! Oder informieren Sie sich auf unserer Website unter folgendem Link

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