Kategorie: Compliance der Zukunft

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Vorteile von k√ľnstlicher Intelligenz im Datenmanagement: Zwei Anwendungen zur Effizienzmaximierung

Ein Beitrag im Rahmen der Jump Start Challenge von PwC

Der gezielte Einsatz k√ľnstlicher Intelligenz zur Unterst√ľtzung von Unternehmensprozessen ist angesichts wachsender Datenmengen in Banken und Versicherungen wichtig f√ľr einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Durch einen unternehmensweiten Zugriff auf die richtigen Daten k√∂nnen fundiertere Entscheidungen getroffen und Prozesse optimiert werden. PwC bietet hierzu verschiedene Anwendungen, die den Umgang mit Daten in der Finanzindustrie erleichtern.

Datenmanagement f√ľr Unternehmen im √úberblick

Daten sind die Treibstoffe der Finanzwelt – ein Thema an dem kein Unternehmen mehr vorbei kommt. Bis 2022 werden weltweit rund 100 Zettabyte (1 Zettabyte entspricht 660 Milliarden Standard-Blu-rays) an Daten produziert worden sein. Die Verarbeitung einer solchen Datenmenge kann nicht mehr manuell mit herk√∂mmlichen Tools bew√§ltigt werden. Damit Finanzinstitute Daten f√ľr Analytics Use Cases nutzen k√∂nnen, m√ľssen sowohl Datenqualit√§t als auch -verf√ľgbarkeit sichergestellt werden. Dazu ben√∂tigen sie ein funktionierendes Datenmanagement, welches es erm√∂glicht, Daten automatisiert zu verarbeiten und zu analysieren. Grunds√§tzlich m√ľssen Daten korrekt, konsistent, zug√§nglich, nutzbar und sicher sein, um die Nutzbarkeit f√ľr Gesch√§ftsprozesse zu maximieren. Dies f√ľhrt zu Herausforderungen, die aufgrund der zunehmenden Digitalisierung inzwischen nicht mehr nur die IT, sondern auch alle anderen Unternehmensbereiche betreffen. Um die erforderliche Datenqualit√§t konsequent sicherstellen zu k√∂nnen, m√ľssen sowohl Data Architecture als auch Data Governance strategisch in die Gesch√§ftsziele integriert werden. Da die manuelle S√§uberung und Aufbereitung von Daten viele Kapazit√§ten mit technischem Know-How binden, das an anderen Stellen fehlt, k√∂nnen skalierbare und automatisierte KI-L√∂sungen als neuer Standard etabliert werden. Zugleich muss die Kompatibilit√§t mit den verschiedenen, existierenden Systemen gew√§hrleistet sein.

Bundesbank finalisiert die Vorgaben zur Datenerhebung √ľber Wohnimmobilienfinanzierungen (WIFSta, FinStabDEV)

Durch die am 2. Februar 2021 im Bundesgesetzblatt ver√∂ffentlichte ‚ÄěVerordnung zur Durchf√ľhrung von Datenerhebungen durch die Deutsche Bundesbank zur Erf√ľllung der Aufgaben nach dem Finanzstabilit√§tsgesetz (Finanzstabilit√§tsdatenerhebungsverordnung ‚Äď FinStabDEV)‚Äú, ergab sich die Anforderung an die Bundesbank, Richtlinien f√ľr diese Datenerhebung auszuarbeiten. Details hierzu wurden bereits im Februar 2021 auf unserem Regulatory Blog dargestellt. Die finale Ver√∂ffentlichung der Richtlinie zur Datenerhebung √ľber Wohnimmobilienfinanzierungen (WIFSta) sowie die Allgemeinverf√ľgung √ľber die Ausgestaltung der Datenerhebung erfolgte am 29.09.2021 und beinhaltet die Meldevorschriften, FAQs sowie Validierungsregeln, welche f√ľr die FinStabDEVMeldung ben√∂tigt werden. Der erste Meldestichtag ist der 31.03.2023, womit eine relativ geringe Umsetzungszeit von 18 Monaten verbleibt, um die Meldef√§higkeit herzustellen.

Crypto Asset AML Monitoring & Compliance Management

Die Financial Action Task Force (FATF) ist der f√ľhrende Player bei der Erarbeitung anerkannter und wirksamer Leitlinien und Vorschriften zur Bek√§mpfung krimineller Aktivit√§ten in Finanzsystemen. Seit der Gr√ľndung der FATF haben ihre Empfehlungen die weltweite Gesetzgebung zur Geldw√§schepr√§vention beeinflusst. Nach der Definition der FATF handelt es sich bei Krypto Verm√∂genswerten um Wertgegenst√§nde, die digital gehandelt oder √ľbertragen und zu Zahlungs- oder Anlagezwecken verwendet werden k√∂nnen. Zus√§tzlich zu ihren Empfehlungen stellt die FATF auch Auslegungshinweise zur Verf√ľgung. Die aktuelle Version dieser Auslegungshinweise empfiehlt den Mitgliedstaaten, daf√ľr zu sorgen, dass Dienstleister mit Zugang zu Krypto Verm√∂genswerten die Daten von Absendern und Empf√§ngern erfassen. Das deutsche Bundesfinanzministerium hat einen Entwurf f√ľr eine Kryptowertetransfer-Verordnung ver√∂ffentlicht. der Entwurf dient der Umsetzung der Standards der FATF (Empfehlung 15 ‚Äď Auslegungsnote 7b, sog. ‚Äútravel rule‚ÄĚ f√ľr Kryptowerte). Die Verordnung ordnet somit an, dass Informationen √ľber den Beg√ľnstigten oder Auftraggeber eines Kryptowerttransfers gesammelt und gespeichert werden m√ľssen, wenn der Transfer von oder zu einer Wallet erfolgt, die nicht von einer Krypto-Verwahrstelle verwaltet wird (sog. „unhosted wallet“).

Betrugsbekämpfung im Versicherungsvertrieb: Schlagkraft erhöhen und Schäden reduzieren mit einem ganzheitlichen technologisch-prozessualen Ansatz

Laut PwC’s Global Economic Crime and Fraud Survey 2020 haben 47% der befragten Unternehmen berichtet in den letzten 24 Monaten Opfer von Betrug oder Wirtschaftskriminalität geworden zu sein. Gesamthaft betrug der verursachte Schaden 42 Milliarden US-Dollar. Allerdings hatten auch nur 56% der geschädigten Unternehmen angegeben eine Untersuchung der gravierendsten Betrugsfälle eingeleitet zu haben. Dabei waren in 57% der Fälle interne Mitarbeiter am Betrug beteiligt, in 37% der Fälle sogar als alleinige Täter.

Versicherungen sind traditionell besonders im Vertrieb anf√§llig f√ľr Betrug, weil h√§ufig Vermittler eingesetzt werden, die zwischen der Versicherung und dem Kunden stehen. Hinzu kommt, dass durch die Digitalisierung und Segmentierung von Arbeitsabl√§ufen bei Versicherungen oftmals kein Mensch mehr involviert ist, der den Kunden unmittelbar kennt und dadurch Betrugsf√§lle bemerken k√∂nnte. Mit seinen volumenbasierten Verg√ľtungsstrukturen schafft die Versicherungsbranche au√üerdem Anreize f√ľr Betrug.

Potenzial zur Digitalisierung im Kunden Onboarding – kennst du deine Kunden?

Regulatorische Herausforderungen, Kostendruck und die Digitalisierung – drei Schlagw√∂rter, mit denen Banken und Finanzdienstleister seit Jahren zu k√§mpfen haben. All das trifft auch auf die Ma√ünahmen zur Verhinderung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung zu. Leider beobachten wir im Markt, dass Banken in den letzten Jahren vor allem im Bereich Know Your Client (KYC) kostenintensive und oftmals manuelle Prozesse eingef√ľhrt haben um auf die regulatorischen Herausforderungen zu reagieren. Die Digitalisierung wurde dabei h√§ufig vernachl√§ssigt, bietet jedoch im Bereich KYC gro√ües Potenzial f√ľr signifikante Zeit- und Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Erh√∂hung der Kundenzufriedenheit.

DSGVO Compliance РLöschen Sie schon oder speichern Sie noch?

Das L√∂schen von personenbezogenen Daten ist zugleich Schl√ľsselfunktionalit√§t und -Herausforderung zur nachhaltigen Gew√§hrleistung der DSGVO-Compliance.

‚ÄěWenn Unternehmen behaupten, sie seien DSGVO-konform, schauen wir uns einfach ihr L√∂schkonzept an.‚Äú (Leiter einer deutschen Landesdatenschutzbeh√∂rde)

Laut EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist die Verarbeitung sowie Speicherung personenbezogener Daten nur unter bestimmen Bedingungen zul√§ssig, wie z.B. beim Vorliegen einer Dateneinwilligungserkl√§rung oder zur Erf√ľllung rechtlicher Verpflichtungen. Die DSGVO basiert auf dem Grundprinzip „Verbot mit Erlaubnisvorbehalt“, d.h. die Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur solange zul√§ssig, wie eine der in der DSGVO genannten Bedingungen erf√ľllt ist. Entf√§llt dieser „Erlaubnisvorbehalt“ sind die davon betroffenen personenbezogen Daten unverz√ľglich zu l√∂schen.

Markt√ľbersicht KYC Anbieter

Regulatorische Landschaft und aktuelle Herausforderungen

Die steigenden Compliance Anforderungen an Finanzinstitute und insbesondere Ihre Sorgfaltspflichten hinsichtlich Know-Your-Customer (KYC) im Rahmen des Geldw√§schegesetz (GwG), f√ľhren zu erheblichen Herausforderungen bei allen Finanzinstituten.

Die Komplexit√§t spiegelt sich haupts√§chlich in mangelnder Datenqualit√§t, aufw√§ndigen manuellen Prozessen und steigenden Personalkosten wider. Vor allem die Kombination der beiden erstgenannten Aspekte hat direkten Einfluss auf die Customer Journey und gef√§hrdet damit die Gewinnung von Neukunden und die Zufriedenheit von Bestandskunden, welches langfristig wiederum zu Ertragseinbu√üen f√ľhren kann.

Das Potential von digitaler Prozess Automatisierung in der Compliance von Finanzunternehmen

Die Digitalisierung geht in großen Schritten voran und macht auch vor dem Finanzsektor nicht halt. Aus Kundensicht wird zum Beispiel die Nutzung des Online Bankings mehr und mehr zum Standard und auch die Möglichkeiten des kontaktlosen Bezahlens oder das Bezahlen per Smartphone etabliert sich zunehmend. Zudem wird aber auch das Verlangen nach neuen Finanzdienstleistungen wie zum Beispiel dem Handel mit virtuellen Währungen oder Crowdfinance-Produkten stetig größer. Das bedeutet, die Finanzbranche muss agiler und innovativer werden, um den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.