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Betrugsbekämpfung im Versicherungsvertrieb: Schlagkraft erhöhen und Schäden reduzieren mit einem ganzheitlichen technologisch-prozessualen Ansatz

Laut PwC’s Global Economic Crime and Fraud Survey 2020 haben 47% der befragten Unternehmen berichtet in den letzten 24 Monaten Opfer von Betrug oder Wirtschaftskriminalität geworden zu sein. Gesamthaft betrug der verursachte Schaden 42 Milliarden US-Dollar. Allerdings hatten auch nur 56% der geschädigten Unternehmen angegeben eine Untersuchung der gravierendsten Betrugsfälle eingeleitet zu haben. Dabei waren in 57% der Fälle interne Mitarbeiter am Betrug beteiligt, in 37% der Fälle sogar als alleinige Täter.

Versicherungen sind traditionell besonders im Vertrieb anf√§llig f√ľr Betrug, weil h√§ufig Vermittler eingesetzt werden, die zwischen der Versicherung und dem Kunden stehen. Hinzu kommt, dass durch die Digitalisierung und Segmentierung von Arbeitsabl√§ufen bei Versicherungen oftmals kein Mensch mehr involviert ist, der den Kunden unmittelbar kennt und dadurch Betrugsf√§lle bemerken k√∂nnte. Mit seinen volumenbasierten Verg√ľtungsstrukturen schafft die Versicherungsbranche au√üerdem Anreize f√ľr Betrug.

Potenzial zur Digitalisierung im Kunden Onboarding – kennst du deine Kunden?

Regulatorische Herausforderungen, Kostendruck und die Digitalisierung – drei Schlagw√∂rter, mit denen Banken und Finanzdienstleister seit Jahren zu k√§mpfen haben. All das trifft auch auf die Ma√ünahmen zur Verhinderung von Geldw√§sche und Terrorismusfinanzierung zu. Leider beobachten wir im Markt, dass Banken in den letzten Jahren vor allem im Bereich Know Your Client (KYC) kostenintensive und oftmals manuelle Prozesse eingef√ľhrt haben um auf die regulatorischen Herausforderungen zu reagieren. Die Digitalisierung wurde dabei h√§ufig vernachl√§ssigt, bietet jedoch im Bereich KYC gro√ües Potenzial f√ľr signifikante Zeit- und Kosteneinsparungen bei gleichzeitiger Erh√∂hung der Kundenzufriedenheit.

Markt√ľbersicht KYC Anbieter

Regulatorische Landschaft und aktuelle Herausforderungen

Die steigenden Compliance Anforderungen an Finanzinstitute und insbesondere Ihre Sorgfaltspflichten hinsichtlich Know-Your-Customer (KYC) im Rahmen des Geldw√§schegesetz (GwG), f√ľhren zu erheblichen Herausforderungen bei allen Finanzinstituten.

Die Komplexit√§t spiegelt sich haupts√§chlich in mangelnder Datenqualit√§t, aufw√§ndigen manuellen Prozessen und steigenden Personalkosten wider. Vor allem die Kombination der beiden erstgenannten Aspekte hat direkten Einfluss auf die Customer Journey und gef√§hrdet damit die Gewinnung von Neukunden und die Zufriedenheit von Bestandskunden, welches langfristig wiederum zu Ertragseinbu√üen f√ľhren kann.

Das Potential von digitaler Prozess Automatisierung in der Compliance von Finanzunternehmen

Die Digitalisierung geht in großen Schritten voran und macht auch vor dem Finanzsektor nicht halt. Aus Kundensicht wird zum Beispiel die Nutzung des Online Bankings mehr und mehr zum Standard und auch die Möglichkeiten des kontaktlosen Bezahlens oder das Bezahlen per Smartphone etabliert sich zunehmend. Zudem wird aber auch das Verlangen nach neuen Finanzdienstleistungen wie zum Beispiel dem Handel mit virtuellen Währungen oder Crowdfinance-Produkten stetig größer. Das bedeutet, die Finanzbranche muss agiler und innovativer werden, um den kommenden Herausforderungen gewachsen zu sein.

6 Fehler in der Digitalisierung von Bank-Kernprozessen

Zu Digitalisierung von Bankprozessen scheint alles gesagt, nur noch nicht von jedem. Und trotzdem begegnen uns in den Transformationsprojekten immer wieder strukturelle Fehlsteuerungen, die die oft hervorragenden Initiativen am Ende mit geringem Impact oder sogar als Investitionsruine zur√ľcklassen. Hier die sechs wichtigsten:

1. Kein radikaler Umbau der Prozesse: Trotz allen Anstrengungen im Customer Journey Design sind die digitalisierten Prozesse zu oft komplex und wenig nutzerfreundlich. Grund ist die fehlende Radikalit√§t beim Abschneiden alter Z√∂pfe. Sei es in den (vermeintlichen) regulatorischen Vorgaben, den komplexen Entscheidungslogiken oder dem Abbilden auch noch der letzten Produktvariante.