Schlagwort: Reporting

Bleiben Sie auf dem Laufenden - der Reporting RSS-Feed

Auswirkungen der Taxonomie-Verordnung fĂĽr Banken im Kontext IT und Datenmanagement

EU Taxonomie-Verordnung im Bankensektor

Die Bedeutung der Taxonomie-Verordnung fĂĽr Banken

Im Rahmen des ĂĽbergeordneten EU Green Deals enthält die Taxonomie Verordnung (VO) technische Beurteilungskriterien zur Einstufung nachhaltiger Wirtschaftsaktivitäten und kann somit als Klassifizierungssystem zur Kontrolle und Steuerung von Kapitalströmen gesehen werden. Die Verordnung umfasst insgesamt 6 Umweltziele. Die technischen Beurteilungskriterien liegen derzeit fĂĽr die Umweltziele 1. “Klimaschutz” und 2. “Anpassung an den Klimawandel” vor, fĂĽr die anderen Umweltziele 3. “Nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen”, 4. “Wandel zu einer Kreislaufwirtschaft”, 5. “Vermeidung von Verschmutzung” und 6. “Schutz von Ă–kosystemen und Biodiversität” stehen diese noch aus. Kurz gefasst, liefert die Taxonomie eine gemeinsame Definition dessen was ein grĂĽnes Asset ist und was nicht. Dementsprechend bildet dieses Klassifizierungssystem die Basis fĂĽr weitere politische Projekte wie den EU Green Bond Standard. Die Taxonomie Verordnung ist aber nicht nur ein Klassifizierungssystem fĂĽr grĂĽne Assets, sondern beinhaltet auch neue Berichtspflichten. Im Rahmen der Taxonomie-VO mĂĽssen neue Nachhaltigkeits-Kennzahlen, z. B. die Green Asset Ratio, und Reporting Templates im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung veröffentlicht werden. Banken sind fĂĽr die Berichtsjahre 2021 und 2022 verpflichtet hierzu eine reduzierte Version der Taxonomie-Meldung vorzulegen. Diese reduzierte Meldung umfasst die Offenlegung der  taxonomiefähigen Vermögenswerten anteilig am Gesamtvermögen im Rahmen der nicht-finanziellen Berichterstattung. DarĂĽber hinaus  sind qualitative Informationen sowie der Anteil und die Unterteilung der nicht-taxonomiefähigen Vermögenswerte in weiteren Kennzahlen offenzulegen. Ab dem Berichtsjahr 2023 erfolgt die Berechnung und Veröffentlichung der detaillierten KPI (taxonomiekonforme / “aligned” wirt. Aktivitäten) und qualitativen Informationen, mit Ausnahme derjenigen fĂĽr GebĂĽhren und Provisionen, sowie der Handelsbestände (Berichtsjahr 2025). Die Auswirkungen auf die IT Landschaft sind weitreichend, insbesondere mit neuen Anforderungen an die ESG Datenerhebung sowie die Datenverarbeitung bis hin zum Reporting. Im Hinblick auf zukĂĽnftige Erweiterungen der Taxonomie, z.B. die Ausarbeitung der technischen Beurteilungskriterien der Umweltziele 3 ff. in 2022 und der Integration einer “Sozialen Taxonomie”, ist es daher umso wichtiger, auf ein flexibles und erweiterbares IT-Lösungsdesign zu setzen.

IBOR Monitor – Alle Monitoringaktivitäten rund um die IBOR-Reform aus einer Hand

Referenzzinssätze – auch als IBORs (Interbank Offered Rates) bekannt – geben an, zu welchem Zinssatz sich Banken unbesichert Geld zu verschiedenen Laufzeiten leihen können. Diese Referenzzinssätze wurden in den letzten Jahren aufgrund der Manipulationen einiger Banken einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Diese Manipulationen waren möglich, weil in der Vergangenheit die zugrunde gelegten Werte nicht auf tatsächlichen Geschäften basierten, sondern auf Mitteilungen der Banken. Auf Basis der EU-Benchmark-Verordnung (EU-BMV) sowie der durch die Märkte getriebenen globalen Reformbemühungen stehen die bekannten Referenzzinssätze größtenteils nun vor der Ablösung. Wir befinden uns damit im letzten Jahr der LIBOR-Ära, in dem nun ein Markt von 350 Billionen USD umgestellt wird. Die bekannten Zinsen werden von einer breiten Zahl von alternativen Zinssätzen abgelöst. Bei diesen alternativen Zinssätzen handelt es sich um risikofreie Referenzzinsen, die sich an tatsächlichen Transaktionen zwischen Banken orientieren und von einzelnen Institutionen währungsspezifisch veröffentlicht werden. Im Bereich der Term Rates etablieren sich darüber hinaus produktabhängig eine Vielzahl von unterschiedlichen Zinsberechnungsmethoden, die auf diesen neuen Referenzzinsen basieren.

Modernes Reporting als Enabler fundierter Entscheidungen

Das Reporting durchläuft derzeit in den meisten Unternehmen eine umfassende Transformation: neben einer rein retrospektiven Berichterstattung werden sowohl zukunftsorientierte Analysen als auch Planungen und Simulationen ermöglicht.

Ein state-of-the-art Reporting muss dazu befähigen, steuerungsrelevante Informationen aus dem stets wachsenden Datenvolumen in Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger zu übersetzen. Die Basis dafür bildet vor allem eine Harmonisierung und Konsolidierung unterschiedlicher Datenquellen in Echtzeit.