Ein großer Schritt hin zu einer aussagekräftigeren Bilanzierung

Das IASB hat am 25. August 2011 den Exposure Draft zu Investment Entities veröffentlicht und damit endlich den Kritikern der IFRS-Rechnungslegung Rechnung getragen, die die strikte Anwendung der Konsolidierungsregelungen für bestimmte Investment Entities für nicht sachgerecht halten und eine an den Bedürfnissen der Investoren angelehnte Bilanzierung der Investment Entities bevorzugen.

Der Exposure Draft (ED) sieht vor, dass Investment Entities, die bestimmte Definitionsmerkmale erfüllen, von den Konsolidierungsregelungen des IFRS 10 auf Unternehmen, die diese beherrschen (bzw. auch von den Regelungen des IAS 28 zur At equity-Bewertung der assoziierten Unternehmen) ausgenommen werden. Statt dessen sind diese Investment Entities verpflichtet, die von ihnen gehaltenen Beteiligungen zum fair value through profit or loss (FVTPL) zu bilanzieren und zu bewerten. Diese Bilanzierung kommt der tatsächlichen Steuerung der Investment Entities näher, da diese die Performance ihrer Investments auf Fair value-Basis ermitteln.

Aber nicht alle Investment Entities werden von der Ausnahmeregelung profitieren. Während öffentlich vertriebenen Wertpapier-Publikumsfonds eher keine Probleme haben werden, die Kriterien zu erfüllen, wird die Anwendung insbesondere im Private Equity-Bereich als auch auf Real Estate Fonds komplexere Analysen erfordern. Mehr zum Thema finden Sie hier: IASB proposes to require ‚investment entities‘ to record investments at FVTPL

Der Projektzeitplan sieht das Ende der Kommentierungsfrist am 5. Januar 2012 vor. Derzeit geht das IASB auch noch davon aus, dass der ED bis zum Stichtag der erstmaligen Anwendung des IFRS 10 zum 1. Januar 2013 veröffentlicht und in Kraft ist (derzeit ist die Finalisierung für das 2. Halbjahr 2012 geplant).

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