Kategorie: Accounting

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IASB diskutiert Auswirkungen von Covid-19 auf die Leasingbilanzierung

Das IASB hat sich in seinem außerordentlichen Meeting am 17. April 2020 u.a. auch mit den Fragen der Leasingbilanzierung nach IFRS 16 beschäftig. Des weiteren wurden auch die Auswirkungen auf den generellen Zeitplan des IASB diskutiert.

Im Hinblick auf die Leasingbilanzierung hat das IASB ein Projekt ins Leben gerufen, welches sich mit IFRS 16 und den Covid-19 Auswirkungen beschäftigt. Das IASB plant am 27. April 2019 einen Exposure Draft zu veröffentlichen, der die vorläufigen Entscheidungen des IASB in einen Standard umsetzt. Eine kurze Kommentierungsfrist ist vorgesehen.

Die vorgesehenen Änderungen betreffen ausschließlich Leasingnehmer und sollen diesen eine optionale Ausnahme von der Anwendung der Lease Modification Regelungen auf Mietzugeständnisse (Mietverzicht oder -stundung) im Rahmen der Covid-19-Pandemie einräumen. Die Anwendung der Ausnahme ist an Voraussetzungen geknüpft. Für Leasinggeber sind derzeit keine Änderungen vorgesehen.

ESMA: Fristverlängerung zur Veröffentlichung von Jahresberichten und Halbjahresberichten

Die ESMA hat am 9. April 2020 in dem Public Statement „Actions to mitigate the impact of COVID-19 on the deadlines for the publication of periodic reports by fund managers“ (ESMA34-45-896) eine Fristverlängerung fĂĽr die Veröffentlichung von Halbjahres- und Jahresberichten fĂĽr Investmentvermögen bekannt gegeben.

Die Fristverlängerung der ESMA betrifft Jahresberichte sowohl der OGAW als auch der AIF mit einem Geschäftsjahresende am oder nach dem 31. Dezember 2019:

  • Jahresberichte, mit einem Geschäftsjahresende am oder nach dem 31. Dezember 2019 aber vor dem 1. April 2020, erhalten eine Fristverlängerung von zwei Monaten auf die in den europäischen Verordnungen vorgesehenen Fristen;
  • Jahresberichte, mit einem Geschäftsjahresende am oder nach dem 1. April 2020 und vor dem 1. Mai 2020, erhalten eine Fristverlängerung von einem Monat;
  • Halbjahresberichte von OGAW, deren Berichtsperiode am oder nach dem 31. Januar 2020 aber vor dem 1. April 2020 endet, erhalten eine Fristverlängerung von einem Monat.

Für alle Jahresberichte mit einem Geschäftsjahresende am oder nach dem 1. Mai 2020 gelten die Fristen nach den europäischen Verordnungen unverändert fort.

Die ESMA reagiert damit auf die Beeinträchtigungen durch die von den Mitgliedstaaten der EU verhängten Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie durch die Beeinträchtigungen und Verzögerungen bei der Erstellung der Jahres- und Halbjahresberichte zu erwarten sind.

Die BaFin ĂĽbernimmt zwar grundsätzlich die Leitlinien und Fragen und Antworten der EBA, der ESMA und der EIOPA in ihre Verwaltungspraxis, ausgenommen sie erklärt die NichtĂĽbernahme ausdrĂĽcklich (Negativliste). Im Hinblick auf die obigen Erleichterungen hat sich die BaFin bisher jedoch noch nicht geäuĂźert. Auch findet sich das ESMA Public Statement noch nicht auf der Covid-19-Webseite der BaFin.

Würden die Regelungen der ESMA unverändert übernommen, käme es zu Ungleichbehandlungen, da das deutsche KAGB über die europäischen Verordnungen hinaus Regelungen zur Veröffentlichung trifft (z.B. für Halbjahresberichte von AIF-Publikums-Sondervermögen). Darüber hinaus sind für Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften auch die Offenlegungsanforderungen des HGB sowie ggf. auch die Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes zu beachten.

Es bleibt insofern spannend, ob und wie die BaFin die obigen Erleichterungen in die deutsche Verwaltungspraxis übernimmt. Viel Zeit bleibt ohnehin nicht mehr, denn für OGAW mit Stichtag 31. Dezember 2019 endet die Veröffentlichungsfrist für den Jahresbericht am 30. April 2020, d.h. aber auch, um fristwahrend zu veröffentlichen, wären die Jahresberichte in den nächsten Tagen bereits beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen.

 

Aktualisierung vom 14.4.2020: 

Die BaFin hat bekannt gegeben, dass Sie die von der ESMA angeregten Erleichterungen auch in ihrer Verwaltungspraxis zu berĂĽcksichtigen gedenkt. Zur Information.

 

COVID-19 Impact on Real Estate – Wöchentliche PwC Expert Session – April 1, 2020

In der heutigen PwC Expert Session (via WebEx) gaben die Referenten nicht nur einen aktuellen Marktüberblick, sondern gingen auch auf die Bewertung von Immobilien im Markt- und Bilanzierungskontext ein. Ferner wurde ein Update gegeben zur Umsetzung der Gesetzesinitiativen in Deutschland sowie zu den Beantragungsprozessen für Förderungen/Darlehen/Liquiditätshilfen.
 

Zur Präsentation: PwC_Real Estate_COVID19_WebEx_01.04.2020

Sind Sie besonders am Thema Bewertung interessiert, dann könnten Sie folgende Informationen auch noch interessieren

Die Präsentation zur PwC Expert Session vom 25. März 2020 erhalten Sie hier.

Allen Teilnehmern an der heutigen Veranstaltung ein herzliches Dankeschön. Auch möchten wir uns für die vielen vorab eingereichten Fragen herzlich bedanken. Die nächste PwC Expert Session ist für den 8. April 2020 terminiert. Wir freuen uns schon auf eine wieder rege Teilnahme.

 
To view the presentation in English: PwC_RE_COVID19_WebEx_English_01.04.2020

ESMA Guidance on Accounting implications of Covid-19 and more

ESMA, the European Securities and Markets Authority, issued Guidance on accounting implications of COVID-19. In the guidance ESMA specifically talks about the accounting implications of the economic support and relief measures adopted by EU Member States in response to the COVID-19 outbreak. Additional Guidance was issued on the accounting implications of the COVID-19 outbreak on the calculation of expected credit losses in accordance with IFRS 9 (Esma 32-63-951).

ESMA issued further guidance on:

 

 
 
Weitere Informationen zu Accounting Implications finden Sie hier:
 
 
 
 

Covid-19 – IFRS Accounting Implications – Things to consider in Real Estate and Alternatives

The COVID-19 outbreak has developed rapidly in 2020, with a significant number of infections. Measures taken to contain the virus have affected economic activity, which in turn has implications for financial reporting of real estate funds, alternative investment funds and asset managers.

The implications are broad and may include the accounting for non-financial assets, financial instruments, lease agreements, revenue recognition and last but not least the going concern premises.

The following publications – written with a general background – may help to assess the impact also for real estate and alternative funds and managers:

 

 

Even though the publication „In the Spotlight – A banking industry focus on IFRS 9 expected credit losses“ has been written with the banking industry in view, the issues raised nevertheless may also be applicable to real estate or alternative investment funds:

COVID 19 Top 5 IFRS Accounting Issues for Banks

 

To stay informed: What’s coming up – Breaking issues (including COVID-19)

Illustrative Financial Statements – Real Estate 2019 veröffentlicht

Die Illustrative Consolidated Financial Statements fĂĽr Real Estate Entities berĂĽcksichtigen alle verpflichtend zum 1. Januar 2019 anzuwendenden IFRS. Die Publikation berĂĽcksichtigt damit erstmals die Ă„nderungen aufgrund von IFRS 16 „Leasing“, IFRIC 23 „Uncertainty over income tax“ sowie erstmals anzuwendende Ă„nderungen des IFRS 9 „Financial Instruments“.

Weitere Illustrative Financial Statements finden Sie hier:

BaFin zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken

Die BaFin hat das Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken am 20. Dezember 2019 (zuletzt geändert am 2.1.2020) veröffentlicht. Auch wenn das Merkblatt nach Aussagen der BaFin keine PrĂĽfungsanforderungen formuliert und auch lediglich eine Orientierungshilfe geben soll, sollte der Hinweis der BaFin nicht ungehört verhallen, denn die BaFin sieht ihr Merkblatt als

„Kompendium unverbindlicher Verfahrensweisen (GoodPractice-Ansätze)“

an. Die von der BaFin in dem Merkblatt gestellten Fragen und dargelegten Beispiele machen es auch schnell deutlich, dass Unternehmen bei der Ausgestaltung ihrer Geschäftsorganisation und eines angemessenes Risikomanagementsystems Fragen des Umgangs mit Nachhaltigkeitsrisiken nicht länger ignorieren können.

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Applying IFRS for Real Estate

Die Ausgabe 2019 der Publikation „Applying IFRS for the real estate industry“ wurde veröffentlicht. Die interaktive Publikation wurde insbesondere im Hinblick auf die Anwendung der Regelungen des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ auf Immobiliengesellschaften aktualisiert. Aber auch andere interessante Beispiele, die sich zu Bilanzierungsfragen entlang des Lebenszyklus einer Immobilie ergeben können, werden adressiert.