Kategorie: Allgemein

Bleiben Sie auf dem laufenden - der Allgemein RSS-Feed

Veröffentlichung: Restrukturierung von Krediten – Indikatoren für die Konsolidierung des Kreditnehmers beim Kreditgeber

Restrukturierungsmaßnahmen ausfallgefährdeter Kredite sind eine verständliche Reaktion zur Vermögenssicherung der Kreditgeber – dadurch kann sich jedoch die Kreditgeber-Kreditnehmer-Beziehung wesentlich verändern, sodass die Frage einer Konsolidierung des Kreditnehmers zu stellen ist.

In der aktuellen Ausgabe der IRZ – Zeitschrift für internationale Rechnungslegung – Heft 7/8 – Juli/August 2012, S. 287 – 292, gehen die Autoren Anita Dietrich und Carolin Stoek auf Indikatoren ein, die bei der Beurteilung von restrukturierten Krediten mit Blick auf eine etwaige Konsolidierungspflicht zu berücksichtigen sind und stellen diese anhand von Praxisbeispielen anschaulich dar. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen leider den vollständigen Beitrag nicht zur Verfügung stellen.

Entwurf eines Kapitalanlagegesetzbuches zur AIFMD-Umsetzung

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat den Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Alternative Investment Fund Managers Directive (AIFMD) in deutsches Recht veröffentlicht. Es ist vorgesehen, das bisher geltende Investmentgesetzes (InvG) komplett durch das nunmehr im Entwurf vorliegende Kapitalanlagengesetzbuch (KAGB) zu ersetzen.

Mehr dazu?

 

ED Investment Entities – Beratungen über die Ausnahmeregelung kurz vor dem Abschluss

Die Beratungen zur Entwicklung einer Ausnahmeregelung für Investmentgesellschaften von den Konsolidierungsregelungen des IFRS 10 nähern sich einem vorläufigen Ende und es nähren sich die Hoffnungen, dass eine Veröffentlichung der Standardänderung noch in 2012 erfolgt.

Im Mai und Juni begannen die Beratungen zwischen IASB und FASB zur Überprüfung der im Exposure Draft (ED) Investment Entities vorgesehenen Regelungen (mehr hierzu). Die vorläufigen Agenda-Entscheidungen betreffen

  • die Definition einer Investmentgesellschaft;
  • die Bilanzierung einer Beteiligung an einer Investmentgesellschaft durch eine Investmentgesellschaft;
  • die Bilanzierung der Beteiligungen einer Investmentgesellschaft im Konzernabschluss einer Muttergesellschaft, die nicht die Definition einer Investmentgesellschaft erfüllt;
  • die Interaktion der Definition einer Investmentgesellschaft mit der Ausnahmeregelung des IAS 28.

Zu weiteren Details: IASB reaches tentative decisions on ‚ED investment entities‘.

Leasing – IASB und FASB informieren gemeinschaftlich

In einem gemeinsamen Webcast werden die Mitarbeiter des IASB und des FASB über die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf die Leasing-Bilanzierung informieren. Im Zentrum der Veranstaltung steht dabei die Erläuterung der vorläufigen Agendaentscheidungen aus dem Juni 2012 (wir informierten hierüber).

Der gemeinsame Webcast findet am 19. Juli 2012 um 17.00 Uhr (4 pm UK Time) statt. Das IASB informiert in einem alleinigen Webcast am 19. Juli 2012 um 10.00 Uhr (9 am UK Time). Wer den Termin verpasst, kann die beiden Webcast jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt noch abhören.  

Wie registrieren sie sich?   

Registrierung für den Webcast erfolgt über die IASB-Webseite.

IASB veröffentlicht überarbeitete Übergangsregelungen für IFRS 10 bis IFRS 12

Der IASB hat gestern die überarbeiteten Übergangsregelungen zu IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht, die den Bilanzierenden beim Übergang auf die neuen Regelungen Vereinfachungen bringen sollen.

Die überarbeiteten Übergangsregelungen sind entsprechend des IASB für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013, in Übereinstimmung mit den Erstanwendungszeitpunkten des IFRS 10-12, verpflichtend anzuwenden. Für europäische Bilanzierende ist das Endorsement durch die EU-Kommission abzuwarten, jedoch kann davon ausgegangen werden, dass die überarbeiteten Regelungen zusammen mit IFRS 10-12 in europäisches Recht übernommen und in der EU ab 2014 verpflichtend (freiwillig ab 2013) anzuwenden sein werden.

Mit der Überarbeitung hat der IASB eine Klarstellung und Konkretisierung hinsichtlich der Übergangsregelungen, insb. des IFRS 10, vorgenommen und darüber hinaus auch zusätzliche Vereinfachungen für die Erstanwendung geschaffen. Zentraler Punkt der Anpassung ist die Beschränkung der Angabepflicht zu angepassten Vorjahreszahlen auf lediglich die der Erstanwendung direkt vorangehende Vergleichsperiode, was insbesondere für Unternehmen mit SEC-Filing von Bedeutung ist. Hieraus ergibt sich aber keine Einschränkung hinsichtlich einer grundsätzlich retrospektiven Anwendung des IFRS 10, insofern wird die Bedeutung für die Immobilienwirtschaft eher gering sein.

Anders verhält es sich mit den Änderungen der Übergangsregelungen des IFRS 12. Diese dürften – vor dem Hintergrund der immer noch anhaltenden Diskussion, ob Immobilienobjektgesellschaften strukturierte Unternehmen i.S.d. IFRS 12 sind – von größerer Bedeutung für die Immobilienwirtschaft und die die Immobilienobjektgesellschaften finanzierenden Banken sein. Aufgrund des Feedbacks der Bilanzierenden hat das IASB, die Pflicht zur Angabe von Vorjahresvergleichsinformationen zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 12 gestrichen.  Damit reduziert sich für viele Unternehmen mit Sitz in Europa der Druck, den Umfang der strukturierten Unternehmen bereits zum Jahresende 2012 bestimmen zu müssen, um sicherzustellen, dass bei erstmaliger Anwendung des Standards die erforderlichen Vergleichsdaten auch vorliegen.

Mehr dazu? IASB amends transition guidance in IFRSs 10, 11 and 12 (pdf, 97kb)

Leasing – Nähern wir uns wirklich dem Ende der Diskussion?

In seinem Juni-Meeting hat der IASB wieder einmal die Zukunft der Leasingbilanzierung diskutiert. Die Ergebnisse und vorläufigen Entscheidungen des IASB geben Grund zur Hoffnung, dass doch noch ein finaler Standard veröffentlicht wird. Aber noch heißt es ein wenig Geduld haben.

Der IASB hat in seinem Meeting sowohl die Leasinggeber- als auch die Leasingnehmer-Bilanzierung diskutiert. Die Ergebnisse der Diskussion lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Leasingnehmer-Bilanzierung

  • Der IASB schlägt zwei Vorgehensweisen zur Ergebniserfassung von Leasingverträgen mit einer Laufzeit von über 12 Monaten vor: front-loading-Approach vs. straight-line-Approach.
  • Zur Abgrenzung, wann welche Methode anzuwenden sein wird, wird der IASB noch detailliertere Kriterien entwickeln.
  • In diesem Zusammenhang hat der IASB auch diskutiert, ob ggf. die Art des Leasinggegenstandes einen Unterschied hinsichtlich der Ergebniserfassung macht. In diesem Zusammenhang wurde festgestellt, dass die Ergebniserfassung für die Vermietung einer Immobilie dem straight-line-Approach folgen sollte; hiervon ausgenommen sind die Leasing-Verträge, die über einen wesentlichen Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschlossen wurden.

Leasinggeber-Bilanzierung 

  • Der IASB hat vorläufig entschieden, dass die Kriterien, die ein Leasinggeber anzuwenden hat, um zu entscheiden, welche Bilanzierungsmethode sachgerecht für den Leasingvertrag ist, symmetrisch zu denen sein sollen, die die Leasingnehmer anwenden, um die Methode der Ergebniserfassung zu bestimmen.
  • Mit dieser Entscheidung ist aber auch die Ausnahme für Investment-Properties nicht mehr länger im Gespräch.

Wie geht es weiter?

Der IASB plant eine Fortsetzung der Diskussion im Juli und hat das Ziel fest im Auge, noch in 2012 ein Exposure Draft zu veröffentlichen. Den finalen Standard werden wir jedoch nicht vor 2013 sehen. Eine Entscheidung hinsichtlich des Erstanwendungszeitpunktes ist noch nicht gefallen.

Mehr dazu: IASB/FASB leasing redeliberations – June 2012 (pdf 97kb)

Veröffentlichung – Asset Management Insights auch interessant für die Immobilienwirtschaft

Über aktuelle und wichtige Themen rund um das Thema Asset Management informieren Sie die Asset Management Insights. In diesem online Newsletter finden Sie auch gelegentlich Themen zu Real Estate, wie z.B. „European real estate seeks safe havens“ oder „Lessons of the crisis for real estate funds„.

Real Estate Insights – Juni 2012

Der elektronische Newsletter Real Estate Insights liefert Ihnen in regelmäßigen Abständen wichtige branchenaktuelle Informationen für Ihr operatives Geschäft.

Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Themen, die vor dem Hintergrund unserer umfassenden Expertise eingehend analysiert und kommentiert werden.

In dieser Ausgabe werden die folgenden Themen behandelt:

  •  AIFMD-Level-2-Maßnahmen – Die Antwort der EU auf die ESMA-Vorschläge
  • Datenanalysen in der Immobilienwirtschaft
  • Änderung der Besteuerung von Grundstücken bei österreichischen Privatstiftungen
  • Geschäftspolitische Auswirkungen der IFRS-Neuerungen
  • Depotbanken – Ein neuer Partner für Manager alternativer Assets
  • Bauzeitzinsen – Kleines Wahlrecht mit großer Wirkung
  • Die Folgen der Schweizer Zweitwohnungsinitiative
  • Ärztehäuser – Eine lohnende Nische für Immobilieninvestoren?

Der vollständige aktuelle Newsletter bzw. ältere Ausgaben stehen Ihnen über folgenden Link zur Verfügung: Real Estate Insights

Leasing – Kein Ende am Horizont

In seinem Mai Meeting hat der IASB wieder einmal die Bilanzierung von Leasingverhältnissen diskutiert und viele bisherige Entscheidungen wieder in Frage gestellt. Mit Ausnahme der on-balance sheet Erfassung aller Leasingverhältnisse, die einhellige Unterstützung im IASB erfährt, ist insbesondere die Erfassung der Leasingaufwendungen heute unklarer denn je.

Die im Februar 2012 diskutierten „underlying-asset“-Approach und „interest-based amortisation“-Approach (siehe Blog-Eintrag vom 6. März 2012) wurden von den Bilanzierenden wie auch den Bilanzadressaten als zu komplex empfunden und scheinen nun vom Tisch. In der Diskussion ist man nun wieder zurück bei der bisherigen linearen Verteilung für operating leases oder der im Exposure Draft von 2010 publizierten Verteilungsmethode.

Heißt es nun also wieder alles auf Anfang oder nähern wir uns tatsächlich einem finalen Standard. Was zumindest gesichert erscheint, ist die Absicht des IASB im Juni und Juli einige richtungsweisenden vorläufigen Entscheidungen zu treffen. Hiernach wird es auch besser zu beurteilen sein, ob es tatsächlich bei der Veröffentlichung eines Leasingstandards noch in diesem Jahr bleibt.

Mehr hierzu: IASB/FASB leasing redeliberations – May 2012 (pdf, 93kb)

 

Der neue Fair Value Measurement Standard ist veröffentlicht – Was ändert sich für die Real Estate Industry?

Das IASB hat mit IFRS 13 einen neuen Standard zur Fair Value Bewertung veröffentlicht. Der neue Standard definiert den Fair Value erstmals übergreifend und schafft so ein einheitliches Framework zur Fair Value Bewertung. Gleichzeitig werden neue Anforderungen an die erläuternden Angaben im Anhang geschaffen, insbesondere wenn die Bewertung nicht auf am Markt beobachtbaren Daten beruht. Mit dem neuen Standard einher geht eine deutliche Angleichung der Regelungen zur Fair Value Ermittlung zwischen den großen internationalen Rechnungslegungsnormen IFRS und US-GAAP.
IFRS 13 hat allein mehr als 100 Seiten Text, zählt man noch die Erläuterungen dazu, so kommt man schnell auf mehrere hundert Seiten. Dabei trifft nur ein Teil des Standards die Immobilienbewertung direkt, andere Teile befassen sich mit Fragen der Bewertung von Verbindlichkeiten oder anderen Finanzinstrumenten. In jedem Falle umfassend gilt die neue Fair Value Definition, die sich in IFRS 13.9 findet und die – nach einem Endorsement – ab 2013 gelten soll: IFRS 13 "defines fair value as the price that would be received to sell an asset or transfer a liability in an orderly transaction between market participants at the measurement date".
Neben dieser neuen Definition des Fair Value wird man sich auch daran gewöhnen müssen, dass alle Bewertungsverfahren (Vergleichswert, Ertragswert und Sachwert) – sofern im Einzelfall geeignet – einzeln oder auch anteilig Anwendung finden können. Statt einer an Bewertungsverfahren ausgerichteten Hierarchie definiert der neue Fair Value Measurement Standard eine Hierarchie, die an der Beobachtbarkeit der Bewertungsinformationen am Markt ausgerichtet ist. Vom Standard wird grundsätzlich eingefordert, dass so weit wie möglich am Markt beobachtbare Informationen Verwendung finden müssen. Nach einer ersten Analyse ist nicht auszuschließen, dass viele Anwender ihre Immobilienportfolios derzeit in der dritten Stufe der Hierarchie bewerten, sofern nicht am Markt beobachtbare Daten in der Bewertung Verwendung finden. In diesem Fall muss von einer ganz erheblichen Ausweitung der Anhangangaben ausgegangen werden. Hierauf werde ich in einem der nächsten Beiträge näher eingehen.
Der Standard verwendet außerdem neue Begriffe und postuliert neue Bewertungsannahmen bzw. beschreibt den Kontext der Bewertung, deren Wirkung sich erst durch eine tiefere Analyse klären werden, bspw. ob sich die Anwendung des highest and best use oder des most advantegeous market auf die Bewertung auswirkt oder wie die Beurteilung des Fair Value im Zusammenspiel mehrerer Assets in der Praxis zu verstehen ist.
Ob (und wenn ja, welche) über den Einzelfall hinausgehenden Neuerungen für die Bewertungspraxis aus dem neuen Fair Value Measurement Standard resultieren, werde ich in diesem Block in den nächsten Wochen diskutieren.

/* */