Real Estate Blog

Betreten nicht möglich – und doch ein „Gebäude“?

Das IFRS IC hat in seinem Juli-Meeting erneut darüber diskutiert, was alles unter den Begriff des „Gebäudes“ i.S.d. IAS 40 zu fassen ist. Ausgangspunkt der Diskussion ist eine Anfrage inwiefern ein Telekommunikations-Tower, bei dem der Eigentümer Flächen auf dem Tower an verschiedene Telekomkunikations-Unternehmen vermietet und dort dann Sendemasten etc.angebracht werden, als Sachanlage (IAS 16) oder Investment Property (IAS 40) zu bilanzieren ist.

Die Frage, die aufgeworfen wurde, ist, ob der Telekommunikations-Tower tatsächlich als Gebäude i.S.d. IAS 40 anzusehen ist, da ihm die physischen Eigenschaften, die mit einem Gebäude verbunden sind (Wände, Dach etc.), fehlen. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass in den neuen Leasing-Regelungen die Bilanzierung in hohem Maße davon abhängig ist, ob ein Gebäude-Leasing vorliegt, hat das IFRS IC seine Zweifel geäußert, inwiefern die beiden Bedeutungen des Begriffs „Gebäude“ kompatibel sein sollten.

Das IFRS IC hat in seinem Meeting seine grundsätzliche Unterstützung für eine Erweiterung des Gebäude-Begriffs in IAS 40 bekundet, da der wirtschaftliche Charakter bzw. die Art der Nutzung und nicht so sehr die physische Beschaffenheit die Bilanzierung bestimmen sollte. Gleichzeitig hat das IFRS IC aber auch anerkannt, dass der IASB den Begriff Gebäude im Leasing-Standard an die des IAS 40 knüpfen will, sodass eine Erweiterung des Begriffs Gebäude lediglich in Bezug auf IAS 40 als schwierig angesehen wird.

Folglich hat das IFRS IC beschlossen, seine Überlegungen an den IASB heranzutragen und zu bitten, diese bei der Finalisierung des Leasing-Standards zu berücksichtigen.

Weitere Infos finden Sie im IFRS IC Update zum Juli Meeting.

Vergleiche hierzu auch aktuellen Ausgabe der IRZ – Zeitschrift für internationale Rechnungslegung – Heft 9, September 2013, S. 323.

AIFMD-Umsetzungsgesetz veröffentlicht

Am 10. Juli 2013 wurde das Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie 2011/61/EU über die Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM-Umsetzungsgesetz AIFM-UmsG) in der Fassung vom 4. Juli 2013 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht (BGBl I, Nr. 35 (2013), S. 1981 – 2164). Wesentlicher Bestandteil des Umsetzungsgesetzes ist das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB), welches das bisher für regulierte Investmentvermögen geltende Investmentgesetz (InvG) ablöst. (Artikel 2a des AIFM-UmsG). Das Gesetz ändert darüber hinaus aber auch weitere 25 Gesetze und 20 Verordnungen.

Damit aber nicht genug. Am 19. Juli 2013 folgte dann die Veröffentlichung weiterer Verordnungen.

Der Gesetzgeber hat damit seine Arbeit getan. Nun ist es an den Unternehmen sich darüber Gedanken zu machen, ob und in welcher Form sie betroffen sein könnten.

 

 

 

 

 

Veröffentlichung: Neue Spielregeln für Fonds

In der Ausgabe 2/2013 des Magazins „Geld & Brief“ (S. 24-25) ist ein Kurzartikel erschienen, der sich mit dem Kapitalanlagegesetzbuch – dem deutschen Umsetzungsgesetz der AIFMD – beschäftigt. Die Autoren Judith Schmalzl und Arno Kempf sehen insbesondere Gesellschaften, die verschiedene Fondstypen verwalten, hinsichtlich der Vielzahl der zu beachtenden Rechts- und Verwaltungsnormen herausgefordert.

Real Estate Insights – Juli 2013

Der elektronische Newsletter Real Estate Insights liefert Ihnen in regelmäßigen Abständen wichtige branchenaktuelle Informationen für Ihr operatives Geschäft.

Im Mittelpunkt stehen praxisrelevante Themen, die vor dem Hintergrund unserer umfassenden Expertise eingehend analysiert und kommentiert werden.

In dieser Ausgabe werden folgende Themen behandelt:

  • Grunderwerbsteuer: Deutschland auf dem Weg zur europäischen Spitze
  • Nachhaltigkeit in der „DNA“ von Immobilien-Assetmanagern verankern
  • Energieeffizienz und Zahlungsbereitschaft bei der Immobilienbewertung
  • Die Wirtschaftlichkeit nachhaltiger Revitalisierungen bei Einkaufszentren
  • Die Immobilienwirtschaft entdeckt die Potenziale im Einkauf
  • AIFMD – neue Vergütungsregeln für Fondsmanager
  • Herausforderungen kommunaler Wohnungsunternehmen in strukturschwachen Gebieten
  • Mehrwertsteuerliche Fallstricke und Optimierungschancen für Investoren in der Schweiz

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Veröffentlichung: Immobilienerwerbe als Unternehmenszusammenschluss

Viele Bilanzierungsfragen im Zusammenhang mit Erwerbsvorgängen unterscheiden sich in Abhängigkeit davon, ob ein Unternehmenszusammenschluss („business combination“) vorliegt oder nicht. Für operative Gesellschaften des produzierenden Gewerbes ist dies i.d.R. leicht zu beantworten, wohingegen sich insbesondere beim Erwerb von Immobilien bzw. Immobilienobjektgesellschaften hohe Unsicherheiten und große Anwendungsunterschiede ergeben.

Die in der Bilanzierungspraxis häufig angewendete Vereinfachungsregel – ein ‚share deal‘ ist ein Unternehmenszusammenschluss und ein ‚asset deal‘ ist kein Unternehmenszusammenschluss – trägt der Komplexität der
Regelungen des IFRS 3 nicht ausreichend Rechnung und ist insofern nicht sachgerecht.

In der aktuellen Ausgabe der IRZ – Zeitschrift für internationale Rechnungslegung – Heft 6 – Juni 2013, S. 227 – 232, gehen die Autoren Anita Dietrich und Carolin Stoek auf die Frage ein, wann eine Immobilie die Anforderungen an einen Geschäftsbetrieb erfüllt und stellen die sich daraus für Immobilienerwerbe ergebenden wesentlichen Bilanzierungsfragen anhand von Beispielen anschaulich dar. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen leider den vollständigen Beitrag nicht zur Verfügung stellen.

Veranstaltung: 13. Expertenforum mit interessanten Themen auch für die Immobilienwirtschaft

Am 24. + 25. September 2013 findet das 13. Expertenforum statt. Zu den vorgestellten und für die Immobilienwirtschaft interessanten Themen gehören u.a.

  • die geplanten Neuregelungen zur Umsatzrealisierung nach IFRS;
  • die fair value Ermittlung nach IFRS 13;
  • die Grundlagen und Details der neuen Leasingbilanzierung;
  • die neuen Regeln zur Kontrolle nach IFRS 10: Praktische Umsetzung und Spezialfragen.

Aber auch das Thema “Combined and Carve Out Financial Statements” mag den ein oder anderen Zuhörer interessieren, der plant sein Immobilienportfolio in der nächsten Zeit zu verkaufen.

Interessiert? Hier geht es zur Anmeldung.

AIFM-Umsetzungsgesetz verändert die Welt der Alternative Investment Funds

Das Gesetz zur Umsetzung der AIFMD (AIFM-UmsG) wurde am 16. Mai 2013 vom Deutschen Bundestag verabschiedet (Gesetzgebungsverfahren). Mit Veröffentlichung des Gesetzes im Bundesgesetzblatt am 21. Juli 2013 wird das bisher geltende Investmentgesetz durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) abgelöst. Geschaffen wird hiermit nicht nur ein geschlossenes Regelwerk für alle Investmentfonds; es werden vielmehr auch  die aufsichtsrechtlichen Regulierungen weiterentwickelt und der Anlegerschutz gestärkt. Aber damit nicht genug – geändert werden insgesamt 24 Gesetze und 21 Folgeänderungen betreffen Rechtsverordnungen.

In Überarbeitung befindet sich auch die Rechnungslegungsverordnung, die dann auch von den Alternative Investment Funds anzuwenden sein wird (Entwurf-KARBV)

 

 

 

Veröffentlichung: Top 10 impacts of regulation on asset managers

Eine Welle neuer Regulierungen rollt auf die Asset Management Industrie zu. Hieraus folgen jedoch nicht nur erhöhte Kosten, sondern für einige Marktteilnehmer auch Herausforderungen für das aktuelle Geschäftsmodell. Die Publikation „Top 10 impacts of regulation on asset managers“ widmet sich diesem Themenkomplex.

ED Leasing – DRSC und EFRAG führen Studie zu praktischen Anwendungsschwierigkeiten durch

Das DRSC und die EFRAG haben Unternehmen dazu eingeladen, an einer Studie zur praktischen Anwendung der vorgeschlagenen Neuregelungen zum Leasing teilzunehmen. Ziel dieser Studie soll die Analyse sein, ob aufgrund der Regelungen des Exposure Drafts praktische Anwendungsschwierigkeiten zu erwarten sind bzw. ob ggf. andere Kritikpunkte bestehen, auf die hinzuweisen ist. Die Ergebnisse der Studie sollen auch dem IASB und der EU-Kommission vorgelegt werden.

Bei Teilnahme an dieser Studie sollen die Unternehmen bis zum 31. Juli 2013 einen von der EFRAG und den beteiligten nationalen Standardsettern entwickelten Fragebogen beantworten. Mehr Details zur Studie finden Sie auf der DRSC Homepage.

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