Real Estate Blog

Leasing – Ein Schritt vor und einer wieder zurück

Der IASB bestätigt eine seiner vorläufigen Entscheidungen zu variablen Leasingzahlungen und nimmt eine seiner früheren vorläufigen Agenda-Entscheidungen wieder zurück.

Im Februar 2011 hatte der IASB noch entschieden, dass in die Ermittlung der Mindestleasingzahlungen zur Bestimmung der Leasingverbindlichkeit auch variable Leasingzahlungen einzubeziehen sind, sofern deren Eintritt sehr wahrscheinlich ist, die Leasingzahlung sich auf einen Index oder eine Rate bezieht oder die Variabilität keine wirtschaftliche Substanz besitzt.

Im seinem Meeting im April 2011 hat der IASB seine vorläufige Entscheidung zur Berücksichtigung variabler Leasingzahlungen insofern wieder geändert als die Entscheidung zur Einbeziehung variabler Leasingzahlungen auch dann nicht möglich ist, wenn deren Eintritt sehr wahrscheinlich ist. Letztlich ist nur die Einbeziehung von variablen Mindestleasingzahlungen bestätigt worden, sofern die Variabilität keine wirtschaftliche Substanz hat und damit die Leasingzahlungen faktisch fix sind. Die Entscheidung zur Einbeziehung von Leasingzahlungen, sofern diese sich auf einen Index oder eine Rate beziehen, wurde auf ein Folgemeeting vertagt.

Da der IASB auf eine Konkretisierung der Begrifflichkeiten "Rate" und "faktisch fix" in seinen Ausführungen zu dem vorläufigen Agendaentscheidungen bisher verzichtet hat, bleiben die praktischen Auswirkungen dieser Entscheidungen weiterhin unklar. Die weiteren Entwicklungen und der Versuch der Operationalisierung der Begrifflichkeiten bleibt also weiter spannend. 

 

Darüber hinaus wurde auch die Definition des Leasinggegenstandes überdacht. Nunmehr soll es auch möglich sein, Teile eines physisch abgrenzbaren Vermögenswertes (z.B. das Dach eines Gebäudes) zu vermieten.  Hingegen sind physisch nicht abgrenzbare Vermögenswerte (z.B. die Kapazität einer Gaspipeline) weiterhin keine Leasinggegenstände.

Hierzu ist auch wieder ein Straight away-Bulletin erschienen: IASB/FASB easing redeliberations – April 2011 (pdf 114kb).  

IFRS versus US GAAP – Es wird Zeit sich mit den Unterschieden zu beschäftigen

Das Konvergenzprojekt des IASB und FASB wird auch die Bilanzierung vieler Investmentfonds verändern. Vielfach wurde in der Vergangenheit gerade von Private Equity Fonds oder Immobilienfonds, die Bilanzierung nach US GAAP der Bilanzierung nach IFRS vorgezogen.

Auch wenn die Standardsetzer IASB und FASB grundsätzlich eine Konvergenz von IFRS und US GAAP anstreben, müssen sich Investoren und Manager von Investmentfonds wohl noch lange mit den Unterschieden in der Rechnungslegung beschäftigen. Denn im Gegensatz zu den US GAAP enthalten die IFRS keine Spezialregelungen für die Bilanzierung von Investmentfonds, was die Bereitschaft zur Transition für nach US GAAP bilanzierende Investmentfonds bremst.

Andererseits geht das Konvergenzprojekt des IASB und FASB mit großen Schritten voran und wer nicht überrascht werden möchte vom Wandel, muss sich frühzeitig mit den Unterschieden in den Bilanzierungsnormen beschäftigen.

Die PwC-Broschüre "Similarities & Differences: A comparison of US GAAP and IFRS for investment companies" erläutert die Unterschiede zwischen der Rechnungslegung nach IFRS und US GAAP. Den Schwerpunkt legt die Publikation auf die einschlägigen Regelungen zur Bilanzierung der Investmentfonds.

An dieser Stelle sei auch der Hinweis auf weitere PwC-Publikationen aus der Reihe Similarities & Differences erlaubt:

Aktualität ist das Lebenselixir für jeden, der sich mit IFRS beschäftigt, einen schnellen Überblick über die aktuellen Standards gibt "A practical Guide to new IFRSs 2011".

PwC Real Estate Investor Survey 2011

Der PwC Real Estate Investor Survey ist allgemein anerkannt als eine verlässliche Quelle für Kapitalausstattung, Diskontierungszinsen, Cash Flow Annahmen und ein aktueller Maßstab für aktive Investoren jeglicher Nutzungsarten. Der quartalweise erscheinende Survey beinhaltet:

  • nationale Highlights aus dem Immobilien(investitions)Markt
  • Handelsmarktberichte für verschiedene Nutzungsarten
  • einen Überblick über die verschiedenen nationalen Teilmärkte
  • Nachrichten aus der Wirtschaft
  • Ausschüttungen- und Rendite-Vergleiche
  • Cash Flow Annahmen, am Markt beobachtete Zinssätze und sonstige bewertungsrelevante Sachverhalte und Informationen.

Mehr Informationen bzw. den gesamten Survey erhalten Sie über den folgenden link PwC Real Estate Investor Survey

Veranstaltung – Immobilieninvestitionen in Großbritannien

Die Veranstaltung bietet Ihnen einen Überblick über die gegenwärtige Entwicklung des britischen Immobilienmarktes. Daneben werden aktuelle Steuerrechtsänderungen, die steuerliche Behandlung deutscher Immobilieninvestitionen in Großbritannien sowie mögliche Gestaltungsalternativen thematisiert.

Weiter Infomation bzw. die Anmeldung erhalten Sie über den folgenden link Immobilieninvestitionen in Großbritannien

Leasing – Auch im März wieder ein Thema!

Das IASB und das FASB beraten erneut über die zukünftige Ausgestaltung der Leasing-Bilanzierung nach IFRS.

 

Gleich dreimal stand Leasing im März auf der Agenda des IASB. Themen waren dabei u.a.:

  • die Bilanzierung von Leasingverträgen mit einer Laufzeit von maximal 12 Monaten beim Leasinggeber,
  • die Abgrenzung von Leasingverhältnissen von Kauf- bzw. Verkauftransaktionen sowie die Bilanzierung von Sale and Lease Back-Transaktionen,
  • die Bilanzierung von Kaufoptionen und
  • die Bilanzierung von Verträgen, die eine Leasingvereinbarung enthalten.

Darüber hinaus wurden auch Fragen der Bewertung von Leasingverhältnissen diskutiert. Vorläufige Entscheidungen betreffen dabei u.a. die Behandlung von Zahlungen vor Beginn des Leasingvertrages, die Verwendung des Diskontierungssatzes des Leasinggebers sowie die Abbildung von direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

Detaillierte Informationen zu den vorläufigen Entscheidungen des IASB erhalten Sie in unseren Straight away Bulletin:  

Eine Zusammenfassung des Diskussionsstandes erhalten Sie ferner auch auf der IASB-Webseite.  

 

Auch wenn das IASB mit Hochdruck an der Finalisierung des Leasing-Standards arbeitet, sieht der aktualisierte Workplan des IASB (Stand 28. März 2011) eine finale Veröffentlichung erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 vor. Unabhängig von dem finalen Veröffentlichungsstichtag hält das IASB jedoch unverändert am Plan fest, über die Standardregelungen noch im Juni 2011 und damit in der "alten Besetzung" zu entscheiden.

Leasing – Die Diskussion geht weiter!

Das IASB und FASB haben im Februar in einem gemeinsamen Meeting weiter an der Verbesserung des Leasing-Standards gearbeitet – die Veröffentlichung bis spätestens Ende Juni 2011 fest im Blick.

In Reaktion auf einige zentrale Kritikpunkte zum veröffentlichten Standard-Entwurf hat das IASB seine bisherige Sichtweise nochmals überdacht und einige vorläufige Agenda-Entscheidungen getroffen, die die bisherigen Regelungen des Standard-Entwurfs wesentlich verändern. Das IASB reagiert damit auf die Kritik sowohl von Seiten der Bilanzierer aber auch von Seiten der Bilanzadressaten.

Analysiert man die getroffenen vorläufigen Agenda-Entscheidungen, wird schnell klar, der Weg geht in die richtige Richtung. Die Komplexität einzelner Regelungen wird reduziert, die Möglichkeiten für Strukturierungen werden reduziert und das eigentliche Ziel – alle Leasinggegenstände zurück auf die Bilanz zu bringen – wird nicht aus den Augen verloren.

Man könnte sich fragen, warum nicht gleich so?

 

Wenn Sie sich über die vorläufigen Agenda-Entscheidungen zur Definition des Begriffs "lease term", zur Bilanzierung von variablen Mietzahlungen, zur Erfassung der Ergebnisse aus Leasingverträgen nach dem sogenannten "dual lease model" oder zur Leasing-Bilanzierung des Leasinggebers informieren wollen, empfehle ich Ihnen unsere kurzen Zusammenfassungen der wichtigsten Entscheidungen:

Unter dem Titel "Leasing: better late than never?" finden Sie im PwC IFRS Blog die Gedanken unseres Kollegen John Hitchins zu den neuesten Entwicklungen.

Aktuelle Informationen zu diesem und weiteren aktuell diskutierten IFRS-Themen finden Sie in der März-Ausgabe der IFRS News.

 

Real Estate Insights – Ein Querschnitt aus aktuellen Immobilienthemen!

Die Immobilienwirtschaft muss sich neuen Herausforderungen stellen, die Anforderungen sind so hoch wie nie zuvor. Mit dem alle vier Monate erscheinenden deutschsprachigen Newsletter „Real Estate Insights“ berichtet PwC regelmäßig über Aktuelles und Wissenswertes rund um die Immobilie.

Die „Real Estate Insights“ sind aktuell, informativ und bieten einen Querschnitt aus Immobilienthemen unterschiedlicher Bereiche. Neben Informationen aus Deutschland erhalten Sie mit der Ausgabe Februar 2011 erstmalig auch Informationen über den Immobilienmarkt unserer deutschsprachigen Nachbarländer Österreich und Schweiz.

Informieren Sie sich in der Ausgabe Februar 2011 über:

  • Grunderwerbsteuerliche Konzernklausel: Gesetzesänderung und Finanzverwaltungserlass
  • Änderungen durch AIFMD / Solvency 2
  • Eine Branche im Wandel: Neuregulierung geschlossener Fonds
  • Der Schweizer Immobilienmarkt
  • Änderungen der Immobilienbesteuerung in Frankreich
  • Bewertung nachhaltiger Immobilien und Auswirkungen auf den Immobilienbestand
  • Notleidende Kredite – aktuelle Entwicklungen
  • Die Anlageverordnung – Auswirkungen auf Immobilieninvestitionen
  • Der deutsche REIT: Tücken der Bilanzierung nach IFRS

Der vollständige Newsletter steht für Sie zum Download bereit.

Möchten Sie den elektronischen Newsletter abonnieren oder sind Sie an älteren Ausgaben interessiert, dann folgen Sie diesem Link: Real Estate Insights.

Veranstaltung: Regionale Beschäftigungsentwicklung als Treiber für die Immobilienmärkte

Die zukünftige Entwicklung der lokalen Beschäftigungssituation beeinflusst die Entwicklung der regionalen Immobilienmärkte in hohem Maße.

In einem einführenden Vortrag werden Ihnen die Ergebnisse der von PwC in Zusammenarbeit mit dem Hamburgischen WeltWirtschaftsinsitut erstellten Studie zur regionalen Beschäftigungsentwicklung in Deutschland bis zum Jahr 2020 vorgestellt. Diskutieren Sie im Anschluss an den Vortrag mit hochkarätigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung über die Chancen und Herausforderungen, die die zu erwartende Entwicklung an den Immobilienmärkten mit sich bringt.

Interessiert?    

Mehr Informationen zur Veranstaltung und wie man sich anmeldet, finden Sie hier: "Talk & Drinks – Deutschland 2020: Regionale Beschäftigungsentwicklung als Treiber für die Immobilienmärkte" am 17. März 2011

European Real Estate Fund Regimes: October 2010 update

Die Finanzmarktkrise hat die Auflegung neuer Immobilienfonds europaweit zum Erliegen gebracht. 

Wie die Immobilienwirtschaft auf diese Herausforderung reagiert und wie die Immobilienfonds der Zunkunft ausgestaltet sein werden, adressiert die von PwC kürzlich veröffentlichte Publikation. Verglichen werden 30 verschiedene Fondstypen.

Eine Möglichkeit zum Download der Publikation finden Sie hier: European Real Estate Fund Regimes

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