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Investmentforum 2020 – eine virtuelle Veranstaltungsreihe

Der aktuellen Situation geschuldet fand in diesem Jahr das jährliche PwC-Investmentforum nicht als Präsenzveranstaltung statt, sondern wurde durch eine virtuelle Veranstaltungsreihe ersetzt. Experten von PwC informieren Sie in den Webcasts zu aktuellen Themen und Entwicklungen in der Asset & Wealth Management Branche und beantworten Ihre Fragen.

Von Blockchain, Crypto-Custody bis hin zu IT-Sicherheit in Zeiten von Covid-19 wurden viele spannende Themen vorgestellt. Die Aufzeichnungen und Präsentationsunterlagen finden sie auf der Homepage des Investmentforums 2020.

IDW veröffentlicht fachlichen Hinweis zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Rechnungslegung von Investmentvermögen

Das IDW hat heute den Fachlicher Hinweis zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Rechnungslegung von Investmentvermögen veröffentlicht. Dieser baut auf den bereits veröffentlichten allgemeinen fachlichen Hinweisen auf und beschäftigt sich explizit mit den Jahresberichten von Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften.

Den fachlichen Hinweis des IDW IVFA sowie alle anderen Hinweise des IDW zur Corona-Krise finden sie hier.

 

ESMA: Fristverlängerung zur Veröffentlichung von Jahresberichten und Halbjahresberichten

Die ESMA hat am 9. April 2020 in dem Public Statement „Actions to mitigate the impact of COVID-19 on the deadlines for the publication of periodic reports by fund managers“ (ESMA34-45-896) eine Fristverl√§ngerung f√ľr die Ver√∂ffentlichung von Halbjahres- und Jahresberichten f√ľr Investmentverm√∂gen bekannt gegeben.

Die Fristverlängerung der ESMA betrifft Jahresberichte sowohl der OGAW als auch der AIF mit einem Geschäftsjahresende am oder nach dem 31. Dezember 2019:

  • Jahresberichte, mit einem Gesch√§ftsjahresende am oder nach dem 31. Dezember 2019 aber vor dem 1. April 2020, erhalten eine Fristverl√§ngerung von zwei Monaten auf die in den europ√§ischen Verordnungen vorgesehenen Fristen;
  • Jahresberichte, mit einem Gesch√§ftsjahresende am oder nach dem 1. April 2020 und vor dem 1. Mai 2020, erhalten eine Fristverl√§ngerung von einem Monat;
  • Halbjahresberichte von OGAW, deren Berichtsperiode am oder nach dem 31. Januar 2020 aber vor dem 1. April 2020 endet, erhalten eine Fristverl√§ngerung von einem Monat.

F√ľr alle Jahresberichte mit einem Gesch√§ftsjahresende am oder nach dem 1. Mai 2020 gelten die Fristen nach den europ√§ischen Verordnungen unver√§ndert fort.

Die ESMA reagiert damit auf die Beeinträchtigungen durch die von den Mitgliedstaaten der EU verhängten Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie durch die Beeinträchtigungen und Verzögerungen bei der Erstellung der Jahres- und Halbjahresberichte zu erwarten sind.

Die BaFin √ľbernimmt zwar grunds√§tzlich die Leitlinien und Fragen und Antworten der EBA, der ESMA und der EIOPA in ihre Verwaltungspraxis, ausgenommen sie erkl√§rt die Nicht√ľbernahme ausdr√ľcklich (Negativliste). Im Hinblick auf die obigen Erleichterungen hat sich die BaFin bisher jedoch noch nicht ge√§u√üert. Auch findet sich das ESMA Public Statement noch nicht auf der Covid-19-Webseite der BaFin.

W√ľrden die Regelungen der ESMA unver√§ndert √ľbernommen, k√§me es zu Ungleichbehandlungen, da das deutsche KAGB √ľber die europ√§ischen Verordnungen hinaus Regelungen zur Ver√∂ffentlichung trifft (z.B. f√ľr Halbjahresberichte von AIF-Publikums-Sonderverm√∂gen). Dar√ľber hinaus sind f√ľr Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften auch die Offenlegungsanforderungen des HGB sowie ggf. auch die Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes zu beachten.

Es bleibt insofern spannend, ob und wie die BaFin die obigen Erleichterungen in die deutsche Verwaltungspraxis √ľbernimmt. Viel Zeit bleibt ohnehin nicht mehr, denn f√ľr OGAW mit Stichtag 31. Dezember 2019 endet die Ver√∂ffentlichungsfrist f√ľr den Jahresbericht am 30. April 2020, d.h. aber auch, um fristwahrend zu ver√∂ffentlichen, w√§ren die Jahresberichte in den n√§chsten Tagen bereits beim Bundesanzeiger zur Ver√∂ffentlichung einzureichen.

 

Aktualisierung vom 14.4.2020: 

Die BaFin hat bekannt gegeben, dass Sie die von der ESMA angeregten Erleichterungen auch in ihrer Verwaltungspraxis zu ber√ľcksichtigen gedenkt. Zur Information.

 

COVID-19 Impact on Real Estate РWöchentliche PwC Expert Session РApril 1, 2020

In der heutigen PwC Expert Session (via WebEx) gaben die Referenten nicht nur einen aktuellen Markt√ľberblick, sondern gingen auch auf die Bewertung von Immobilien im Markt- und Bilanzierungskontext ein. Ferner wurde ein Update gegeben zur Umsetzung der Gesetzesinitiativen in Deutschland sowie zu den Beantragungsprozessen f√ľr F√∂rderungen/Darlehen/Liquidit√§tshilfen.

Zur Präsentation: PwC_Real Estate_COVID19_WebEx_01.04.2020

Sind Sie besonders am Thema Bewertung interessiert, dann könnten Sie folgende Informationen auch noch interessieren

Die Präsentation zur PwC Expert Session vom 25. März 2020 erhalten Sie hier.

Allen Teilnehmern an der heutigen Veranstaltung ein herzliches Dankesch√∂n. Auch m√∂chten wir uns f√ľr die vielen vorab eingereichten Fragen herzlich bedanken. Die n√§chste PwC Expert Session ist f√ľr den 8. April 2020 terminiert. Wir freuen uns schon auf eine wieder rege Teilnahme.

To view the presentation in English: PwC_RE_COVID19_WebEx_English_01.04.2020

Veröffentlichungshinweis: Investmentvermögen registrierungspflichtiger Kapitalverwaltungsgesellschaften

In Heft 11 der WPg¬†(Erscheinungsdatum 1.6.2019) ist der erste Teil des Artikels „Investmentverm√∂gen registrierungspflichtiger Kapitalverwaltungsgesellschaften“ erschienen. Teil I des Beitrags besch√§ftigt sich mit den „Zweifelsfragen der Rechnungslegung, Bewertung und Pr√ľfung bei Registrierung nach ¬ß 2 Abs. 5 KAGB“ (ab S. 622). In einem Folgebeitrag, der voraussichtlich in Heft 12 der WPg erscheinen wird, liegt der Schwerpunkt dann auf den „Zweifelsfragen der Rechnungslegung, Bewertung und Pr√ľfung bei Anwendung der Ausnahmevorschriften des ¬ß 2 Abs. 4 KAGB“.

Die Ausnahmeregelungen des KAGB sollen kleine Kapitalverwaltungsgesellschaften von der vollst√§ndigen Anwendung investmentrechtlicher Rechnungslegungs-, Bewertungs- und Pr√ľfungsvorschriften – soweit dies unter Ber√ľcksichtigung der europarechtlichen Regelungen m√∂glich ist – befreien. Aufgrund der hierbei jedoch zur Anwendung kommenden komplexen Verweisregelungen ergeben sich jedoch unterschiedliche Anwendungsumf√§nge des KAGB. Die grunds√§tzliche Ausnahme wird insbesondere im Hinblick auf die investmentrechtliche Rechnungslegung und Bewertung durch verschiedene Einzelregelungen durchbrochen, so dass es auch bei bestehender Registrierungspflicht zur Anwendung investmentrechtlicher Rechnungslegung kommt. Beispielhaft seien an dieser Stelle genannt:

  • Publikums-Investmentverm√∂gen einer nach ¬ß 2 Abs. 5 KAGB registrierten KVG;
  • Spezial-Investmentverm√∂gen einer nach ¬ß 2 Abs. 4 KAGB registrierten KVG, sofern f√ľr Rechnung des Investmentverm√∂gens Gelddarlehen begeben werden (thematisch in Teil II des Beitrags behandelt);
  • Spezial-Investmentverm√∂gen einer nach ¬ß 2 Abs. 4 KAGB registrierten KVG, sofern diese als Investmentkommanditgesellschaft oder Investmentaktiengesellschaft firmiert (thematisch in Teil II des Beitrags behandelt).

Der Beitrag diskutiert in Teil I dar√ľber hinaus auch Zweifelsfragen bei der Berechnung der Schwellenwerte und die Folge der √úberschreitung der Schwellenwerte im Gesch√§ftsjahr.

Aus urheberrechtlichen Gr√ľnden k√∂nnen wir Ihnen den Betrag an dieser Stelle leider nicht zur Verf√ľgung stellen.

Zu WPg online geht es hier.

 

Ein fr√ľherer Beitrag dieses Blogs zum Thema findet sich hier.

 

Neue Regelung zur Abgabe der Millionenkreditanzeige bei Vergabe von Gelddarlehen

Die Deutsche Bundesbank hat ihre meldetechnischen Durchf√ľhrungsbestimmungen f√ľr die Abgabe der Gro√ükreditanzeigen nach Art. 394 CRR (Stammdaten- und Einreichungsverfahren) und der Millionenkreditanzeigen nach ¬ß 14 KWG¬†(Gesamtverfahren) ge√§ndert. Neben einer Ausweitung des Kreditbegriffs enth√§lt die Durchf√ľhrungsbestimmung auch eine Neuregelung der Meldepflicht nach ¬ß 34 Abs. 6 KAGB (Abschnitt 1.30).

Hiernach sind keine Millionenkreditanzeigen mehr erforderlich f√ľr auf Rechnung des AIF gew√§hrte Gelddarlehen und unverbrieften Darlehensforderungen an Tochterunternehmen des AIF. Ausgenommen von der Abgabe der Millionenkreditanzeige sind damit Gelddarlehen die die Anforderungen des ¬ß 285 Abs. 3 Nr. 1 KAGB verf√ľllen. Diese Regelung nimmt aber nicht¬†alle Gelddarlehen i.S.d. ¬ß 285 Abs. 3 KAGB von der Millionenkreditanzeige aus, da diese zwar gegen√ľber Unternehmen bestehen m√ľssen, f√ľr die auch gleichzeitig ein Beteiligungsverh√§ltnis besteht – ein Mutter-Tochter-Verh√§ltnis ist jedoch f√ľr diese nicht zwingend gefordert.

 

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