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IDW veröffentlicht fachlichen Hinweis zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Rechnungslegung von Investmentvermögen

Das IDW hat heute den Fachlicher Hinweis zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Rechnungslegung von Investmentvermögen veröffentlicht. Dieser baut auf den bereits veröffentlichten allgemeinen fachlichen Hinweisen auf und beschäftigt sich explizit mit den Jahresberichten von Sondervermögen, Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften.

Den fachlichen Hinweis des IDW IVFA sowie alle anderen Hinweise des IDW zur Corona-Krise finden sie hier.

 

ESMA: Fristverlängerung zur Veröffentlichung von Jahresberichten und Halbjahresberichten

Die ESMA hat am 9. April 2020 in dem Public Statement „Actions to mitigate the impact of COVID-19 on the deadlines for the publication of periodic reports by fund managers“ (ESMA34-45-896) eine Fristverl√§ngerung f√ľr die Ver√∂ffentlichung von Halbjahres- und Jahresberichten f√ľr Investmentverm√∂gen bekannt gegeben.

Die Fristverlängerung der ESMA betrifft Jahresberichte sowohl der OGAW als auch der AIF mit einem Geschäftsjahresende am oder nach dem 31. Dezember 2019:

  • Jahresberichte, mit einem Gesch√§ftsjahresende am oder nach dem 31. Dezember 2019 aber vor dem 1. April 2020, erhalten eine Fristverl√§ngerung von zwei Monaten auf die in den europ√§ischen Verordnungen vorgesehenen Fristen;
  • Jahresberichte, mit einem Gesch√§ftsjahresende am oder nach dem 1. April 2020 und vor dem 1. Mai 2020, erhalten eine Fristverl√§ngerung von einem Monat;
  • Halbjahresberichte von OGAW, deren Berichtsperiode am oder nach dem 31. Januar 2020 aber vor dem 1. April 2020 endet, erhalten eine Fristverl√§ngerung von einem Monat.

F√ľr alle Jahresberichte mit einem Gesch√§ftsjahresende am oder nach dem 1. Mai 2020 gelten die Fristen nach den europ√§ischen Verordnungen unver√§ndert fort.

Die ESMA reagiert damit auf die Beeinträchtigungen durch die von den Mitgliedstaaten der EU verhängten Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie durch die Beeinträchtigungen und Verzögerungen bei der Erstellung der Jahres- und Halbjahresberichte zu erwarten sind.

Die¬†BaFin √ľbernimmt zwar grunds√§tzlich die Leitlinien und Fragen und Antworten der EBA, der¬†ESMA¬†und der¬†EIOPA in ihre Verwaltungspraxis, ausgenommen sie erkl√§rt die Nicht√ľbernahme ausdr√ľcklich (Negativliste). Im Hinblick auf die obigen Erleichterungen hat sich die BaFin bisher jedoch noch nicht ge√§u√üert. Auch findet sich das ESMA Public Statement noch nicht auf der Covid-19-Webseite der BaFin.

W√ľrden die Regelungen der ESMA unver√§ndert √ľbernommen, k√§me es zu Ungleichbehandlungen, da das deutsche KAGB √ľber die europ√§ischen Verordnungen hinaus Regelungen zur Ver√∂ffentlichung trifft (z.B. f√ľr Halbjahresberichte von AIF-Publikums-Sonderverm√∂gen). Dar√ľber hinaus sind f√ľr Investmentaktiengesellschaften und Investmentkommanditgesellschaften auch die Offenlegungsanforderungen des HGB sowie ggf. auch die Regelungen des Wertpapierhandelsgesetzes zu beachten.

Es bleibt insofern spannend, ob und wie die BaFin die obigen Erleichterungen in die deutsche Verwaltungspraxis √ľbernimmt. Viel Zeit bleibt ohnehin nicht mehr, denn f√ľr OGAW mit Stichtag 31. Dezember 2019 endet die Ver√∂ffentlichungsfrist f√ľr den Jahresbericht am 30. April 2020, d.h. aber auch, um fristwahrend zu ver√∂ffentlichen, w√§ren die Jahresberichte in den n√§chsten Tagen bereits beim Bundesanzeiger zur Ver√∂ffentlichung einzureichen.

 

Aktualisierung vom 14.4.2020: 

Die BaFin hat bekannt gegeben, dass Sie die von der ESMA angeregten Erleichterungen auch in ihrer Verwaltungspraxis zu ber√ľcksichtigen gedenkt. Zur Information.

 

ESMA Guidance on Accounting implications of Covid-19 and more

ESMA, the European Securities and Markets Authority, issued Guidance on accounting implications of COVID-19. In the guidance ESMA specifically talks about the accounting implications of the economic support and relief measures adopted by EU Member States in response to the COVID-19 outbreak. Additional Guidance was issued on the accounting implications of the COVID-19 outbreak on the calculation of expected credit losses in accordance with IFRS 9 (Esma 32-63-951).

ESMA issued further guidance on:

 

Weitere Informationen zu Accounting Implications finden Sie hier:

Covid-19 – IFRS Accounting Implications – Things to consider in Real Estate and Alternatives

The COVID-19 outbreak has developed rapidly in 2020, with a significant number of infections. Measures taken to contain the virus have affected economic activity, which in turn has implications for financial reporting of real estate funds, alternative investment funds and asset managers.

The implications are broad and may include the accounting for non-financial assets, financial instruments, lease agreements, revenue recognition and last but not least the going concern premises.

The following publications – written with a general background – may help to assess the impact also for real estate and alternative funds and managers:

 

 

Even though the publication „In the Spotlight – A banking industry focus on IFRS 9 expected credit losses“ has been written with the banking industry in view, the issues raised nevertheless may also be applicable to real estate or alternative investment funds:

COVID 19 Top 5 IFRS Accounting Issues for Banks

 

To stay informed: What’s coming up – Breaking issues (including COVID-19)

Interim Reporting – Wie umgehen mit den Angabepflichten zu den neuen Standards

Der 30. Juni kommt heran und f√ľr den ein oder anderen stellt sich die Frage, was nur in den Halbjahresfinanzberichten angeben im Hinblick auf die erstmalige Anwendung des IFRS 9 ‚Finanzinstrumente‘ und des IFRS 15 ‚Umsatzerl√∂se‘.¬†Insbesondere auch f√ľr Asset Manager, die f√ľr Investoren ein IFRS- Package erstellen m√ľssen, ist es nun Zeit, sich auf die Anforderungen vorzubereiten. In zwei In Brief wurden die jeweiligen Anforderungen kurz zusammengefasst.

Einen speziellen Blick auf Banken wirft die folgende Publikation:

Weitere Hilfestellungen zu Angabepflichten können aus den Illustrative Financial statements oder auch anderen Publikationen gezogen werden:

 

 

 

Illustrative IFRS Financial Statements – Investment Properties 2016

Die Illustrative IFRS Financial Statements f√ľr Investment Properties wurden ver√∂ffentlicht. Sie basieren auf den Standards und Interpretationen, wie sie vom IASB ver√∂ffentlicht wurden und die f√ľr Gesch√§ftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen. Die Illustrative IFRS Financial Statements konzentrieren sich auf die Standards, die f√ľr Immobilienunternehmen relevant sind.

Hier erhalten Sie die Publikation.

ESMA Pr√ľfungsschwerpunkte 2016 ver√∂ffentlicht

Die ESMA hat k√ľrzlich ihre Pr√ľfungsschwerpunkte 2016 ver√∂ffentlicht. Dazu geh√∂ren in diesem Jahr die transparente¬†Darstellung der Performance¬†des Unternehmens sowie die Abgrenzung von Eigen- und Fremdkapital im Abschluss. Ferner hat die ESMA, √§hnlich dem Vorjahr, die Angaben zu den k√ľnftigen Auswirkungen neuer Standards (IFRS 9 und IFRS 15) auf die Liste der Pr√ľfungsschwerpunkte gesetzt.

Schwerpunkte, die von der ESMA ver√∂ffentlicht werden, gelten EU-weit und damit¬†auch f√ľr die DPR in Deutschland. Die DPR wird diese um eigene nationale Schwerpunkte erweitern. Die Ver√∂ffentlichung der DPR-Schwerpunkte wird bis Ende November erwartet.

Das¬†vollst√§ndige Dokument der ESMA zu ihren Pr√ľfungsschwerpunkten finden Sie hier.

Brexit und die Auswirkungen auf die Rechnungslegung von Immobiliengesellschaften

UK hat entschieden und was nun? Viele Themen werden diskutiert und es wird Zeit, dass wir uns auch dem Thema Rechnungslegung in der Immobilienwirtschaft widmen.

 

Die größte Auswirkung auf die Rechnungslegung der Immobilienwirtschaft folgt aus der Unsicherheit

Die Unsicherheit ist das, was uns in der Rechnungslegung derzeit am meisten besch√§ftigt. F√ľr aktuelle Immobilieninvestments, sowohl in UK als auch an anderen hoch gehandelten Standorten, stellt sich die Frage, ob sich die Bewertungsparameter seit der Entscheidung am 23. Juni 2016 tats√§chlich ge√§ndert haben oder ob deren Bestimmung letztlich nur einer h√∂heren Unsicherheit ausgesetzt ist. Die kurzfristigen Auswirkungen f√ľr die Rechnungslegung bestehen damit in umfangreicheren Angaben zu den Unsicherheiten der Bewertung. Es bedarf detaillierten Erl√§uterungen √ľber die getroffenen Annahmen und die Unsicherheiten der Parameterbestimmung. Die Anforderungen an den Detaillierungsgrad der Erl√§uterungen wird dabei im Zeitablauf¬†steigen.

In Jahresabschl√ľssen f√ľr Gesch√§ftsjahre, die vor dem 23. Juni 2016 endeten, und die am 23. Juni 2016 noch nicht ver√∂ffentlicht waren, wird es als erforderlich angesehen, zumindest im Nachtragsbericht (subsequent events disclosures) auf die aktuellen Entwicklungen einzugehen. F√ľr IFRS-Jahresabschl√ľsse und Zwischenberichte f√ľr Gesch√§ftsjahre, die nach dem 23. Juni 2016 enden, sind weitergehende Angabepflichten in Bezug auf die bestehenden Bewertungsunsicherheiten,¬†insbesondere im Hinblick auf die qualitativen und quantitativen Angaben f√ľr nicht beobachtbare Marktparameter erforderlich.¬†Dies gilt unabh√§ngig davon, ob die¬†Immobilie im IFRS-Abschluss mit ihrem Fair value bewertet wird oder ob die Ermittlung des Fair value lediglich dem Impairment Test dient. ¬†„ÄÄ

Unsicherheit rechtfertigt keine pauschalen Bewertungsabschläge

Unsicherheit alleine f√ľhrt noch nicht dazu, dass Immobilienbewertungen sinken.¬†Kein Raum besteht daher f√ľr pauschale Bewertungsabschl√§ge, selbst dann nicht, wenn das vorliegende Bewertungsgutachten generelle Einschr√§nkungen im Hinblick auf bestehende Unsicherheiten enth√§lt. Die Fair value-Bewertung nach IFRS erfordert die Verwendung von am Markt beobachtbaren Parametern und gestattet f√ľr den Fall, dass es keine zuverl√§ssigen Marktparameter gibt auch die Ber√ľcksichtigung von¬†nicht beobachtbaren Marktparametern. Wichtig¬†f√ľr die Bewertung¬†ist auch, dass dabei¬†die individuellen Merkmale und Charakteristika des Bewertungsobjektes Ber√ľcksichtigung finden. Vor diesem Hintergrund sind pauschale Abschl√§ge – ohne Ber√ľcksichtigung der individuellen Verh√§ltnisse des einzelnen Objektes – nicht sachgerecht. Nicht zu leugnen ist aber auch, dass sich mittelfristig Fragen zum Impairment nicht vermeiden lassen, auch wenn es heute m√∂glicherweise noch zu fr√ľh ist, zu beurteilen, ob der Brexit tats√§chlich zu einem Impairment f√ľhren wird. Unternehmen werden genau beobachten m√ľssen, welchen Einfluss der Brexit nicht nur auf den Fair value, sondern auch auf die Zahlungsstr√∂me hat, die f√ľr die Ermittlung des Value-in-use zur Anwendung kommen.

Reorganisation und Going Concern werden die nächsten großen Fragestellungen sein

Unternehmen werden sich reorganisieren und ihr Gesch√§ftsmodell √ľberdenken. Derartige Gedankenspiele werden sich¬†zwar noch nicht kurzfristig auf die Bilanzierung von Immobilien auswirken, aber mittelfristig werden sich hierzu weitere Bilanzierungsfragen stellen. Fragen des Abgangs von Immobilien, der Ber√ľcksichtigung von Wertminderungen, der¬†Bildung von R√ľckstellungen bis hin zu den Auswirkungen auf die¬†Segmentberichterstattung werden zu stellen sein.

W√§hrend die aktuellen Entwicklungen noch verh√§ltnism√§√üig wenig Auswirkungen auf die Bilanzierung und Bewertung nach IFRS aufweisen, bedeutet dies nicht, dass in Zukunft nicht auch f√ľr einzelne Immobiliengesellschaften sogar die Going Concern-Annahme zu hinterfragen ist.

 

Zu den Auswirkungen auf die Rechnungslegung weiterf√ľhrend auch Brexit: Accounting implications of UK‚Äôs Brexit decision Volume 1: PwC In depth INT2016-04

 

Einen Blick auf andere alternative Investments:

 

Weitere Information zu aktuellen Themen rund um den Brexit erhalten sie auch auf dem Corporate Reporting Blog.

 

Dies könnte Sie auch noch interessieren:

 

Illustrative IFRS Financial Statements 2015 f√ľr Private Equity

Die √ľberarbeitete Fassung der Illustrative Financial Statements f√ľr Private Equity basiert auf den IFRS, die am oder nach dem 1. Januar 2015 verpflichtend anzuwenden sind. Da nur wenige √Ąnderungen in den IFRS einen Einfluss auf die Illustrative Financial Statements f√ľr Private Equity hatten, ist die 2015er Version mit der 2013er nahezu identisch. Das wesentliche Update besteht darin, dass die aktuelle Publikation einen neuen Anhang erhalten hat, der einen √úberblick √ľber die zuk√ľnftig anzuwendenden Standards gibt.

Ebenfalls aktualisiert wurden in diesem Jahr die Illustrative IFRS Financial Statements f√ľr Investment Fonds¬†sowie die f√ľr Investment Properties.

 

Die Erstellung eines Jahresberichts – Herausforderungen bei Anwendung der Regelungen des KAGB

Am 24. September 2015 findet ein vom bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentverm√∂gen e.V., Berlin, veranstalteter Workshop statt. Der bsi-Workshop ‚ÄěDie Erstellung eines Jahresberichts ‚Äď Herausforderungen bei erstmaliger Anwendung der Regelungen des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB)‚Äú wird die ersten Erfahrungswerte aus der Erstellung der Jahresberichte 2014¬†unter Ber√ľcksichtigung der rechtlichen Grundlagen aufzeigen. Diskutiert werden:

  • Inhalt und Umfang der Jahresberichte
  • Zweifelsfragen bei der Bilanzierung von Sachanlageinvestments
  • Pr√ľfungsanforderungen der InvKG

Zur Anmeldung.

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