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IFRS 9 für Asset Manager und Investment Fonds

IFRS 9 ist seit dem 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden. Eine Ausnahme besteht nur für bestimmte Versicherungen, die IFRS 9 zu einem späteren Zeitpunkt anwenden können. Insofern ist es unerlässlich, dass sich auch Asset Manager mit der Thematik IFRS 9 beschäftigt haben.

Die Publikation „IFRS 9 What’s new in financial instruments accounting for asset management“ beschäftigt sich mit Fragestellungen, die sich bei der Anwendung der neuen Regelungen auf Investmentfonds, Private Equity Fonds oder Immobilienfonds ergeben können. Die Fragen betreffen dabei sowohl die Bilanzierung der Investmentvermögen selbst als auch die Bilanzierung auf Ebene des Anlegers. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Anwendungsbereich des IFRS 9 sowie auf den Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Investmentvermögen. Hinweise zur Umsetzung von Angabepflichten nach IFRS 9 finden Sie in den Illustrative IFRS Financial Statements 2017 – Investment Funds, die in einem Appendix die Angabepflichten auflisten, die ein Investmentfonds zu beachten hat, der IFRS 9 vorzeitig angewendet hat.

Sicherlich werden nicht alle sich hierbei stellenden Fragen adressiert. Der Schwerpunkt liegt ganz eindeutig auf Spezialfragen der Bilanzierung von Investmentvermögen, daher lohnt der Blick auch in andere Publikationen zum Thema IFRS 9, um Antworten auf allgemeingültige Themen zu finden. Folgende weitere Publikationen können Ihnen helfen, die Anforderungen des IFRS 9 zu analysieren:

A. Klassifizierung und Bewertung:

 

D. Angabepflichten:

Weitere Informationen zu neuen Standards im Jahre 2017 erhalten Sie hier: New IFRSs for 2017

IFRS 7/IAS 32 – FAQ zum Offsetting von Finanzinstrumenten

IAS 32 und IFRS 7 wurden hinsichtlich der Regelungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten überarbeitet. Die Anwendung der neuen Regelungen erfordert Investmentfonds ihre bisherige Bilanzierung zu überdenken. Die neue Publikation versucht einige der sich hierbei stellenden Fragen mit dem Fokus auf Investmentfonds zu beantworten.

 

Die Publikation ergänzt damit die bereits im Juli erschienene Publikation:

 

Bewertung von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds

Immobilienfonds sind aufgrund ihrer Investments zum Teil weniger liquide als Wertpapierfonds. Die Frage stellt inwieweit diese geringere Liquidität bei der Bewertung von Immobilienfonds zu berücksichtigen ist.

Immobilienfonds können in unterschiedlicher Form auftreten, so gibt es neben den offenen Immobilienfonds des InvG, die grundsätzlich eine tägliche Anteilscheinrückgabe zusagen, auch geschlossene Fondskonstruktionen, die eine jährliche Anteilscheinrückgabe oder eine Rückgabe am Ende der Laufzeit vorsehen können. Auch wenn es sich in allen Fällen um Immobilienfonds handelt, ist bei der Bewertung dieser Fonds als Finanzinstrument i.S.d. IAS 39 hinsichtlich der Berücksichtigung eines Liquiditätsabschlags durchaus unterschiedlich vorzugehen.

Offene Immobilienfonds, für die börsentäglich ein Anteilwert ermittelt wird und deren Anteilscheinrückgabe nicht gem. § 81 InvG ausgesetzt ist, sind – sofern nicht Anzeichen dafür bestehen, dass bei Rückgabe der Anteilscheine eine Aussetzung der Rückgabe erfolgen würde – mit dem börsentäglich ermittelten Rücknahmepreis anzusetzen. Ist jedoch die Anteilscheinrücknahme ausgesetzt oder handelt es sich um geschlossene Fonds, für die ebenfalls keine tägliche Anteilscheinrückgabe möglich ist, ist der ermittelte Anteilwert lediglich die indikative Ausgangsgröße zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes, die reglemäßig um einen Liquiditätsabschlag zu korrigieren ist. Eine unveränderte Übernahme des Anteilwertes bildet i.d.R. nicht den Wert ab, den ein unabhängiger, vertragswilliger und rational denkender Marktteilnehmer zu zahlen bereit wäre.

In der jüngsten Vergangenheit sind die Fälle, in denen Anteilscheinrücknahme ausgesetzt wurden, zahlreicher geworden. Auch ist zu beobachten, dass Transaktionen mit Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds auf Sekundärmärkten häufig mit erheblichen Abschlägen (10-15%) durchgeführt werden. Die Bedeutung dieses Themas für die Bilanzierungspraxis steigt insofern an.

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