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Neu – einmalig – informativ: Ein neuer Guide zur Bilanzierung von Immobilien nach IFRS

Der interaktive Guide „Applying IFRS for the real estate industry“ fasst erstmals Fragen und Antworten der Real Estate Industrie zu den unterschiedlichsten Themen zusammen. Der Fokus liegt auf Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich auf die Errichtung und Vermietung bzw. langfristige Nutzung von Immobilien konzentriert.

Auf knapp 100 Seiten beantwortet der Guide erstmalig typische Fragestellungen rund um die Immobilienbilanzierung nach IFRS. Die Antworten basieren auf den praktischen Erfahrungen von unseren weltweiten IFRS-Real Estate Experten.

Zum Download klicken Sie auf den Link zur Publikation und öffnen sie diesen in einen neuen Tab.

 

DPR-Prüfungsschwerpunkte 2017 – Anforderungen im Überblick

Die ESMA hat am 28. Oktober 2016 ihre Prüfungsschwerpunkte für 2017 veröffentlicht, die für alle europäischen Enforcer – und damit auch die DPR – gelten. Am 3. November 2016 hat dann die DPR ihrerseits noch zwei zusätzliche nationale Schwerpunkte veröffentlicht – damit ergeben sich für deutsche Unternehmen die folgenden 5 Prüfungsschwerpunkte für 2017:

  • Darstellung der finanziellen Performance (IAS 1)

Die ESMA setzt mit diesem Schwerpunkt einen Fokus auf die Darstellung zusätzlicher, nicht von den IFRS geforderter Informationen, wie z.B. zusätzliche finanzielle Kennzahlen. Die Aufnahme solcher Informationen darf nicht dazu führen, dass die tatsächliche Performance eines Unternehmens verschleiert wird.

Aus der Disclosure Initiative heraus sind Änderungen am IAS 1 für Geschäftsjahre mit Stichtag 31.12.16 erstmals verpflichtend anzuwenden. Daraus können sich z.B. zusätzlich angegebene Posten in der Bilanz bzw. Gesamtergebnisrechnung ergeben – hier hat das IASB klargestellt, dass eine klare und verständliche Darstellung erforderlich ist. Diesem Punkt wird sich die DPR damit auch widmen.

Darüber hinaus hat die ESMA unter dem Aspekt der Darstellung der finanziellen Performance auch ein Augenmerk auf Segmentangaben nach IFRS 8, die Darstellung der Veränderungen des sonstigen Ergebnisses (OCI) und Angaben zum Ergebnis je Aktie gelegt.

  • Unterscheidung von finanziellen Verbindlichkeiten und Eigenkapital (IAS 32)

Mit diesem Prüfungsschwerpunkt wird das Augenmerk auf die Klassifizierungsentscheidungen gelenkt, die nicht eindeutig in IAS 32 geregelt bzw. ermessensbehaftet sind. Die ESMA erwartet in diesem Zusammenhang insb. Angaben zur gewählten Bilanzierungsmethode und den getroffenen Ermessensentscheidungen.

  • Angabe der etwaigen Auswirkungen der neuen IFRS Standards (IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16) auf die Abschlüsse

IAS 8.30 f. fordert Angaben hinsichtlich Art der Änderung der neuen Regelung, des beabsichtigten Erstanwendungszeitpunkts sowie qualitativer und nach herrschender Meinung auch quantitativer erwarteter Umstellungseffekte. IAS 8.30 weist an dieser Stelle darauf hin, dass die Informationen bekannt bzw. einigermaßen zuverlässig schätzbar sein müssen.

  • Anteile an anderen Unternehmen (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 28, IAS 24)

Bei diesem nationalen Prüfungsschwerpunkt der DPR soll es insb. um sog. „atypische“ Fälle gehen – d.h. Angaben zu Unternehmen, die z.B. konsolidiert wurden, obwohl keine Stimmrechtsmehrheit vorliegt oder Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden, obwohl Indikatoren aus IAS 28 erfüllt sind.

Darüber hinaus sollen auch Änderungen in den Beherrschungsverhältnissen – insb. die Fair Value Bewertung zuvor gehaltener bzw. zurück behaltener Anteile – sowie die quantitative und qualitative Unwesentlich nicht konsolidierter Tochterunternehmen im Fokus stehen.

  • Werthaltigkeitstest von Sachanlagevermögen (IAS 36, IAS 1)

Die DPR hat im Zusammenhang mit Werthaltigkeitstests wiederholt Feststellungen in den Verfahren gehabt, sodass dieses Thema erneut zu einem nationalen Prüfungsschwerpunkt erklärt wurde. Dabei soll der Fokus insb. auf unterlassenen Wertminderungen trotz Vorliegens von Trigger Events, Plausibilität von Annahmen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags einer CGU oder der Berücksichtigung von Schulden bei der Ermittlung des Nutzungswerts (und der Ermittlung des Buchwerts) einer CGU liegen.

Über die europäischen Prüfungsschwerpunkte hinaus, hat die ESMA die Erwartung formuliert, dass Unternehmen, sofern sie vom Brexit betroffen sind, die Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeiten im Anhang darstellen.

Weitere Einzelheiten zu den Prüfungsschwerpunkten können Sie in der Ausgabe der International Accouting News vom November 2016 nachlesen.

Seminar zum Thema Bilanzierung von Immobilien nach IFRS

Am 20. Oktober 2015 findet ein Seminar zum Thema „Bilanzierung von Immobilien und Immobiliengesellschaften nach IFRS“ statt. Das Seminar

  • gibt einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen der IFRS mit Relevanz für die Bilanzierung von Immobilien und Immobiliengesellschaften (einschließlich Update zum Stand des Leasingprojektes);
  • erläutert den Begriff der Immobilie und grenzt die einschlägigen Standardregelungen (Schnittstellen zwischen IFRS 5, IAS 2, IAS 16, IAS 17, IAS 40) gegeneinander ab;
  • gibt eine Einführung in die Regelungen des IFRS 10 zur Bilanzierung von Immobiliengesellschaften;
  • erläutert ausgewählte Einzelfragen und mögliche Problemfälle der IFRS-Bilanzierung von Immobilien (u. a. IAS 40 Investment Property, IAS 16 Sachanlagen, IAS 2 Vorratsvermögen, IFRS 5 Veräußerung von Vermögenswerten, IAS 17 Leasing, IFRS 15 Umsatzerlöse).

Zur Anmeldung.

ED zur Bewertung notierter Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen veröffentlicht

Das IASB hat heute einen Exposure Draft (ED/2014/4) veröffentlicht, in dem Änderungen an IFRS 10, IFRS 12, IAS 27, IAS 28, IAS 36 und den Illustrative Examples des IFRS 13 in Bezug auf die Bewertung von Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die einen notierten Preis haben, vorgeschlagen werden.

Der ED konzentriert sich dabei auf Fragen der folgenden Bereiche:

  • Bewertungseinheit (unit of account) für Anteile an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die einen notierten Preis haben (sog. quoted investments); und
  • Bewertung des erzielbaren Betrags einer CGU auf Basis des Fair value less cost of disposal, wenn die CGU mit dem Unternehmen korrespondiert, das in einem aktiven Markt notiert ist (sog. quoted CGUs).

Die Kommentierungsfrist für den ED läuft bis zum 16. Januar 2015. Den Exposure Draft sowie weitere Informationen finden Sie auf der IASB Homepage.

ESMA veröffentlich Enforcement Plan für 2013

Am 11. November 2013 hat die European Securities and Markets Authority (ESMA) ihre Prioritäten für 2013 veröffentlicht. Ziel der Enforcement Initiative der ESMA ist es, dafür Sorge zu tragen, dass die von in der EU ansässigen kapitalmarktorientierten Unternehmen veröffentlichten IFRS Financial Statements eine konsistente Anwendung der IFRS gewährleisten. Die European Common Enforcement Priorities (Priorities) für 2013 sehen folgende Schwerpunkte vor:

  • Impairment nicht finanzieller Vermögenswerte (IAS 36)
  • Bewertung und Angabepflichten von Altersvorsorgeplänen (IAS 19)
  • Fair value Bewertung und Angabepflichten (IFRS 13)
  • Angaben zu wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Schätzungen und Schätzungsänderungen (IAS 8)
  • Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Angaben zu den mit den Finanzinstrumenten verbundenen Risiken (IAS 39/IFRS 13/IFRS 7)

Mehr hierzu finden sie in dem Public Statement.

Ähnliche Schwerpunkte hat auch die DPR für ihren Review 2014 gesetzt.

Für nach IFRS bilanzierende kapitalmarktorientierte Immobilienunternehmen sind insbesondere die Themen Impairment nicht finanzieller Vermögenswerte, Fair value Bewertung und Angabepflichten sowie Schätzungen und Schätzungsänderungen interessant.

In diesem Zusammenhang auch interessant: ESMA – Financial institutions must improve financial statement disclosures.

Angabepflichten im Blickfeld der ESMA

Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat sich in ihrem neuesten Report mit der Bilanzierungspraxis in Bezug auf den Impairment Test bei Goodwill und immateriellen Vermögenswerten beschäftigt. Der vorliegende Report gibt dabei nicht nur einen Überblick über die aktuelle Bilanzierungspraxis bei über 200 Bilanzierern, sondern enthält auch Vorschläge zur Verbesserung der Angabepflichten.

Die zentralen Feststellungen betreffen dabei alte Bekannte:

  • Angabepflichten hinsichtlich der Annahmen des Managements
  • Sensitivitätsanalysen
  • Ermittlung des realisierbaren Betrages
  • Ermittlung der Wachstumsraten
  • Angabepflichten zum durchschnittlichen Abzinsungssatz

Den vollständigen Report erhalten sie auf der Webseite der ESMA: ESMA Report

IASB schlägt Änderung der Angabepflichten für nicht-finanzielle Vermögenswerte vor

Das IASB hat am 18. Januar 2013 einen Standardentwurf veröffentlicht, der die Angabepflichten des IAS 36 „Impairment of Assets“ für nicht-finanzielle Vermögenswerte ändern soll. Mehr Informationen erhalten Sie hier: IASB publishes exposure draft on recoverable amount disclosures for non-financial assets.

 

 

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