Schlagwort: IFRS 9

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Veranstaltungshinweis: Änderungen in der Bilanzierung von Immobilien und Immobiliengesellschaften nach IFRS

Am 19. Juni 2019 findet in den Geschäftsräumen der ZiA in Berlin ein Seminar zum Thema IFRS Bilanzierung von Immobilien und Immobiliengesellschaften statt. Das Seminar fokussiert auf die aktuell anzuwendenden neuen Standards wie z.B. IFRS 15, IFRS 16 und IFRS 9 sowie auf die Änderung des IFRS 3 zur Definition eines Geschäftsbetriebs.

Weitere Details zum Seminarinhalt und zur Anmeldung finden Sie hier.

Interim Reporting – Wie umgehen mit den Angabepflichten zu den neuen Standards

Der 30. Juni kommt heran und für den ein oder anderen stellt sich die Frage, was nur in den Halbjahresfinanzberichten angeben im Hinblick auf die erstmalige Anwendung des IFRS 9 ‚Finanzinstrumente‘ und des IFRS 15 ‚Umsatzerlöse‘. Insbesondere auch für Asset Manager, die für Investoren ein IFRS- Package erstellen müssen, ist es nun Zeit, sich auf die Anforderungen vorzubereiten. In zwei In Brief wurden die jeweiligen Anforderungen kurz zusammengefasst.

Einen speziellen Blick auf Banken wirft die folgende Publikation:

Weitere Hilfestellungen zu Angabepflichten können aus den Illustrative Financial statements oder auch anderen Publikationen gezogen werden:

 

 

 

IFRS IC trifft Entscheidung zur Bilanzierung von Zinserträgen

Das IFRS IC hat am 23. März 2018 eine Agenda Entscheidung zum Ausweis von Zinserträgen unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der GuV veröffentlicht hat. 

Bisher wurde ein solcher separater Ausweis als Zinsertrag zwar an die Anwendung der Effektivzinsmethode geknüpft, aber es wurde als möglich angesehen, dass in den Posten auch Zinserträge aus Finanzinstrumenten einbezogen werden, die ergebniswirksam zum fair value bewertet werden – vorausgesetzt, der Zinsertrag wurde unter freiwilliger Anwendung der Effektivzinsmethode ermittelt. Von dieser Möglichkeit wurde nicht nur von Banken, sondern auch sehr verbreitet von Investmentvermögen, die nach IFRS bilanzieren, Gebrauch gemacht.

Neu ist nun, dass das IFRS IC den Ausweis des Zinsertrags als separater GuV-Posten auf Zinserträge beschränkt, die aus Finanzinstrumenten stammen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (AC) oder GuV-neutral zum Fair Value (FVOCI) bewertet werden. 

Weitere Details zur Entscheidung und zur Möglichkeit eines gesonderten Ausweises in einem anderen GuV-Posten vgl.: In Brief.

EFRAG veröffentlicht Diskussionspapier zur Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten

​​Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) hat im März 2018 ein Diskussionspapier veröffentlicht, welches sich mit der Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten nach IFRS 9 beschäftigt. Im Fokus dabei die Bilanzierung der Eigenkapitalinstrumente bei Wahl der OCI-Option, d.h. bei Klassifizierung der Eigenkapitalinstrumente als Fair value through OCI. Schwerpunkt dabei Fragen rund um Impairment und recycling.

Die Kommentierungsfrist für das Diskussionspapier endet am 25. Mai 2018.

Hier geht es zum Diskussionspapier und zur Kommentierungsplattform.

IFRS 9 für Asset Manager und Investment Fonds

IFRS 9 ist seit dem 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden. Eine Ausnahme besteht nur für bestimmte Versicherungen, die IFRS 9 zu einem späteren Zeitpunkt anwenden können. Insofern ist es unerlässlich, dass sich auch Asset Manager mit der Thematik IFRS 9 beschäftigt haben.

Die Publikation „IFRS 9 What’s new in financial instruments accounting for asset management“ beschäftigt sich mit Fragestellungen, die sich bei der Anwendung der neuen Regelungen auf Investmentfonds, Private Equity Fonds oder Immobilienfonds ergeben können. Die Fragen betreffen dabei sowohl die Bilanzierung der Investmentvermögen selbst als auch die Bilanzierung auf Ebene des Anlegers. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Anwendungsbereich des IFRS 9 sowie auf den Regelungen zur Klassifizierung und Bewertung von Investmentvermögen. Hinweise zur Umsetzung von Angabepflichten nach IFRS 9 finden Sie in den Illustrative IFRS Financial Statements 2017 – Investment Funds, die in einem Appendix die Angabepflichten auflisten, die ein Investmentfonds zu beachten hat, der IFRS 9 vorzeitig angewendet hat.

Sicherlich werden nicht alle sich hierbei stellenden Fragen adressiert. Der Schwerpunkt liegt ganz eindeutig auf Spezialfragen der Bilanzierung von Investmentvermögen, daher lohnt der Blick auch in andere Publikationen zum Thema IFRS 9, um Antworten auf allgemeingültige Themen zu finden. Folgende weitere Publikationen können Ihnen helfen, die Anforderungen des IFRS 9 zu analysieren:

A. Klassifizierung und Bewertung:

 

D. Angabepflichten:

Weitere Informationen zu neuen Standards im Jahre 2017 erhalten Sie hier: New IFRSs for 2017

Umfrage der EFRAG zur Anwendung der FV OCI Option auf Eigenkapitalinstrumente

EFRAG hat eine Umfrage veröffentlicht, die die Anwendung der FV OCI Option auf Eigenkapitalinstrumente adressiert:

Der Fragebogen kann hier heruntergeladen werden: Fragebogen

Interessant ist die Umfrage insbesondere im Hinblick auf die Thematik der Klassifizierung von Investmentvermögen nach IFRS 9 als „Fremdkapitalinstrumente“. Für Unternehmen, die die Regelung des IFRS 9.BC5.21 für nicht sachgerecht halten und die ggf. auch hierdurch Änderungen ihrer Asset Allocation diskutieren, bietet sich hiermit eine Gelegenheit die Problematik der EFRAG nahe zu bringen.

Die Umfrage endet am 30. September 2017.

 

 

Bilanzierung von Investmentanteilen im Konzernabschluss eines Investors

Die Regelungen des IFRS 9 zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten und deren Auswirkungen auf die Bilanzierung von Investmentvermögen beim Investor führen in der Bilanzierungspraxis regelmäßig zu großem Erstaunen. Insbesondere die Frage, ob es sich bei Anteilen an Investmentvermögen bei Anwendung des IFRS 9 um Eigenkapitalinstrumente oder doch eher um Fremdkapitalinstrumente handelt, wird hoch emotional diskutiert. Dieser Frage geht der im aktuellen Heft der IRZ erschienene Artikel „Bilanzierung von Investmentanteilen im Konzernabschluss eines Investors“ nach (Heft 1, Januar 2017, http://rsw.beck.de/rsw/upload/IRZ/irz_2017_01_5.pdf).

Warum ist das Thema so interessant für Asset Management Gesellschaften?

Hintergrund der Befürchtungen bzw. Diskussionen ist dabei, dass Anteile an Investmentvermögen, die der langfristigen Vermögensanlage dienen, aufgrund ihrer verpflichtenden Klassifizierung als at fair value through profit or loss zu kurzfristigen Bewertungsänderungen und damit zu einer erhöhten Volatilität in der Gewinn- und Verlustrechnung des Investors führen könnten. Befürchtet wird auch ein negativer Effekt auf die Attraktivität von Investmentvermögen im Vergleich zur Direktanlage bzw. auf die Asset Management-Industrie insgesamt.

In dem Beitrag werden zunächst die Regelungen des IFRS 9 zur Bilanzierung von Anteilen an Investmentvermögen beim Investor erläutert und den Regelungen des IAS 39 gegenübergestellt. Danach werden Zweifelsfragen der Bilanzierung konsolidierungspflichtiger Investmentvermögen nach IFRS 9 behandelt.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen den Artikel jedoch an dieser Stelle nicht zur Verfügung stellen.

 

 

DPR-Prüfungsschwerpunkte 2017 – Anforderungen im Überblick

Die ESMA hat am 28. Oktober 2016 ihre Prüfungsschwerpunkte für 2017 veröffentlicht, die für alle europäischen Enforcer – und damit auch die DPR – gelten. Am 3. November 2016 hat dann die DPR ihrerseits noch zwei zusätzliche nationale Schwerpunkte veröffentlicht – damit ergeben sich für deutsche Unternehmen die folgenden 5 Prüfungsschwerpunkte für 2017:

  • Darstellung der finanziellen Performance (IAS 1)

Die ESMA setzt mit diesem Schwerpunkt einen Fokus auf die Darstellung zusätzlicher, nicht von den IFRS geforderter Informationen, wie z.B. zusätzliche finanzielle Kennzahlen. Die Aufnahme solcher Informationen darf nicht dazu führen, dass die tatsächliche Performance eines Unternehmens verschleiert wird.

Aus der Disclosure Initiative heraus sind Änderungen am IAS 1 für Geschäftsjahre mit Stichtag 31.12.16 erstmals verpflichtend anzuwenden. Daraus können sich z.B. zusätzlich angegebene Posten in der Bilanz bzw. Gesamtergebnisrechnung ergeben – hier hat das IASB klargestellt, dass eine klare und verständliche Darstellung erforderlich ist. Diesem Punkt wird sich die DPR damit auch widmen.

Darüber hinaus hat die ESMA unter dem Aspekt der Darstellung der finanziellen Performance auch ein Augenmerk auf Segmentangaben nach IFRS 8, die Darstellung der Veränderungen des sonstigen Ergebnisses (OCI) und Angaben zum Ergebnis je Aktie gelegt.

  • Unterscheidung von finanziellen Verbindlichkeiten und Eigenkapital (IAS 32)

Mit diesem Prüfungsschwerpunkt wird das Augenmerk auf die Klassifizierungsentscheidungen gelenkt, die nicht eindeutig in IAS 32 geregelt bzw. ermessensbehaftet sind. Die ESMA erwartet in diesem Zusammenhang insb. Angaben zur gewählten Bilanzierungsmethode und den getroffenen Ermessensentscheidungen.

  • Angabe der etwaigen Auswirkungen der neuen IFRS Standards (IFRS 9, IFRS 15 und IFRS 16) auf die Abschlüsse

IAS 8.30 f. fordert Angaben hinsichtlich Art der Änderung der neuen Regelung, des beabsichtigten Erstanwendungszeitpunkts sowie qualitativer und nach herrschender Meinung auch quantitativer erwarteter Umstellungseffekte. IAS 8.30 weist an dieser Stelle darauf hin, dass die Informationen bekannt bzw. einigermaßen zuverlässig schätzbar sein müssen.

  • Anteile an anderen Unternehmen (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12, IAS 28, IAS 24)

Bei diesem nationalen Prüfungsschwerpunkt der DPR soll es insb. um sog. „atypische“ Fälle gehen – d.h. Angaben zu Unternehmen, die z.B. konsolidiert wurden, obwohl keine Stimmrechtsmehrheit vorliegt oder Beteiligungen, die nicht nach der Equity-Methode bewertet wurden, obwohl Indikatoren aus IAS 28 erfüllt sind.

Darüber hinaus sollen auch Änderungen in den Beherrschungsverhältnissen – insb. die Fair Value Bewertung zuvor gehaltener bzw. zurück behaltener Anteile – sowie die quantitative und qualitative Unwesentlich nicht konsolidierter Tochterunternehmen im Fokus stehen.

  • Werthaltigkeitstest von Sachanlagevermögen (IAS 36, IAS 1)

Die DPR hat im Zusammenhang mit Werthaltigkeitstests wiederholt Feststellungen in den Verfahren gehabt, sodass dieses Thema erneut zu einem nationalen Prüfungsschwerpunkt erklärt wurde. Dabei soll der Fokus insb. auf unterlassenen Wertminderungen trotz Vorliegens von Trigger Events, Plausibilität von Annahmen bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags einer CGU oder der Berücksichtigung von Schulden bei der Ermittlung des Nutzungswerts (und der Ermittlung des Buchwerts) einer CGU liegen.

Über die europäischen Prüfungsschwerpunkte hinaus, hat die ESMA die Erwartung formuliert, dass Unternehmen, sofern sie vom Brexit betroffen sind, die Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeiten im Anhang darstellen.

Weitere Einzelheiten zu den Prüfungsschwerpunkten können Sie in der Ausgabe der International Accouting News vom November 2016 nachlesen.

IFRS 9 in EU-Recht übernommen

Die EU-Kommission hat heute die EU-Verordnung veröffentlicht, mit der der neue Standard zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten in das EU-Recht übernommen wurde. IFRS 9 ist erstmals anwendbar für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen [EFRAG-Endorsement Status (Stand 29. November 2016)]

Auch wenn nur sehr wenig Investmentfonds in Deutschland ihre Jahresabschlüsse unter Anwendung der IFRS aufstellen, ist die Asset Management Branche dennoch von den Regelungen nicht unberührt. Besonders kritisch diskutiert wird die Tatsache, dass Investmentfonds – unabhängig davon, ob diese über Rückgaberechte verfügen oder mit einer Laufzeit ausgestattet sind – grundsätzlich at fair value through profit or loss bewertet werden müssen. Damit scheidet eine Erfassung kurzfristiger Wertschwankungen in der Neubewertungsrücklage für diese – auch bei langfristiger Investmentstrategie – aus.

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Webinar: IFRS für Asset Management

Unter dem Titel „Asset Management – IFRS: Where have we come from? Where are we now? Where are we going?“ stellen kanadische PwC-Kollegen ein Update zu den aktuellen Entwicklungen der IFRS für die Asset Management Industrie vor – dazu zählen insb. die Themen Offsetting nach IFRS 7 und IFRS 15. Ferner werden Herausforderungen für 2015 erläutert.

Das Webinar finden Sie hier.

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