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IFRS 10 – Fragen und Antworten zur Anwendung des IFRS 10 im Asset Management

Die Anwendung des IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ auf Investmentvermögen und Asset Manager ist nicht immer einfach. Die Publikation „IFRS 10 for asset managers and other related issues“ beantwortet einige der sich hierbei stellenden Fragen.

Inhaltsverzeichnis:

A. Power over the relevant activities
Defining relevant activities
Substantive or protective rights
B. Exposure to variable Returns
C. Ability to affect the Returns
Principal-agent analysis
De facto agent considerations
D. Silos                                                                                                             
E. Investment entities                                                                                     
F. Other related issues                                                                                        
Investments in associates and Joint arrangements
Subsidiaries held for sale

 

 

IDW veröffentlicht erweiterte FAQ-Liste zur Rechnungslegung von Investmentvermögen

Der IDW Investmentfachausschuss (IVFA) hat am 2. Februar 2016 weitere Fragen zur Rechnungslegung von Investmentvermögen verabschiedet. Die FAQ-Liste, die vom IDW AK OIV erarbeitet wird, enthält Fragen aus den Bereichen Rechnungslegung, Bewertung und Prüfung von Investmentvermögen. Weitere Ergänzungen werden folgen.

Die aktualisierte Liste wurde inzwischen auch auf der Webseite des IDW (www.idw.de) im Mitgliederbereich veröffentlicht. Aus urheberrechtlichen Gründen können wir die Liste an dieser Stelle leider nicht zur Verfügung stellen.

Einblicke in die Entwicklungen des US Mutual Fund Markt

Zwei neue Publikationen geben einen Einblick in den amerikanischen Investmentfondsmarkt.

Die Erfahrungen der letzten Jahre bilden die Grundlage für den Blick in die Zukunft des US Mutual Fund Marktes. Analysiert werden Änderungen in den Investorpräferenzen und Änderungen im Steuerrecht, Aufsichtsrecht, in der Rechnungslegung aber auch in der Prüfung.

Die aktuellen Trends und ein Blick in die Zukunft des Asset and Wealth Management M&A Markt in den USA wagt:

Weitere Publikationen zum Thema finden Sie hier.

Europäische Immobilienfonds – Ein Vergleich der unterschiedlichen Regelungen

Investoren wie Fondsstrukturierer stehen immer wieder vor der Frage, welches Investmentfondsvehikel ist für den angestrebten Zweck sinnvoll. Die im November 2015 erschienene Publikation „Choosing an Investment vehicle – European Real Estate Fund Regimes“ vergleicht die Regelungen von mehr als 30 unterschiedlichen Strukturen aus unterschiedlichen Ländern.

Einen weltweiten Vergleich der Real Estate Investment Trusts enthält die ebenfalls im November 2015 erschienene Publikation „Compare and contrast – Worldwide Real Estate Investment Trusts (REIT) Regimes„.

Sofern Sie an früheren Versionen ähnlicher Publikationen interessiert sind:

Die Erstellung eines Jahresberichts – Herausforderungen bei Anwendung der Regelungen des KAGB

Am 24. September 2015 findet ein vom bsi Bundesverband Sachwerte und Investmentvermögen e.V., Berlin, veranstalteter Workshop statt. Der bsi-Workshop „Die Erstellung eines Jahresberichts – Herausforderungen bei erstmaliger Anwendung der Regelungen des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB)“ wird die ersten Erfahrungswerte aus der Erstellung der Jahresberichte 2014 unter Berücksichtigung der rechtlichen Grundlagen aufzeigen. Diskutiert werden:

  • Inhalt und Umfang der Jahresberichte
  • Zweifelsfragen bei der Bilanzierung von Sachanlageinvestments
  • Prüfungsanforderungen der InvKG

Zur Anmeldung.

IFRS 12 – Zusätzliche Angabepflichten für Asset Manager

IFRS 12 „Disclosures of Interests in other entities“ fasst nicht nur die bisherigen Angabepflichten für Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Assoziierte Unternehmen zusammen, sondern erweitert die Angaben auch um Angaben zu sogenannten strukturierten Unternehmen. Diese neu hinzugekommenen Angabepflichten sind besonders auch für Asset Manager relevant.

Auch wenn man zunächst geneigt ist, zu sagen, ein Investmentvermögen i.S.d. KAGB ist doch kein „strukturiertes Unternehmen“, so wird man beim Blick in den IFRS 12 schnell eines Besseren belehrt. Ein strukturiertes Unternehmen ist dort sehr weit definiert und schließt alle Unternehmen ein, bei denen Stimmrechte und vergleichbare Rechte im Hinblick auf die Frage, wer Beherrschung ausübt, nicht ausschlaggebend sind. Damit sind nahezu alle in Deutschland unter das KAGB fallenden Investmentfonds als strukturierte Unternehmen aufzufassen. Lediglich bei intern verwalteten Investmentgesellschaften wird häufig für die Frage der Beherrschung auf Stimmrechte bzw. gesellschaftsrechtliche Strukturen abgestellt. Alle übrigen Investmentfonds werden über den Asset Management Vertrag mit der KVG gemanagt, so dass die Konsolidierungsfrage auf diesen abstellt. Besonders deutlich wird es bei den Investmentfonds in der Vertragsform (Publikums- und Spezial-Sondervermögen), die ausschließlich Anteile ohne Stimmrechte ausgeben. Bei den extern verwaltete Investmentgesellschaften, wie z.B. die InvAG, gibt es zwar Anteile mit Stimmrechten, aber diese werden i.d.R. von der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) selbst gehalten und haben damit lediglich administrativen Charakter. Weitere Beispiele finden sich hier: IFRS 12 for Asset Management

Der Umfang der Angabepflichten unterscheidet sich dahingehend, ob das Investmentvermögen als Tochtergesellschaft in den IFRS-Konzernabschluss einbezogen wird oder ob es sich um eine Beziehung zu einem nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen handelt. Im ersten Fall sind zunächst die Angaben für Tochterunternehmen zu erfüllen, die um spezifische Angaben für konsolidierte strukturierte Unternehmen zu ergänzen sind (z.B. Angaben zu Unterstützungsmaßnahmen). Deutlich mehr ist anzugeben für nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen, wobei hier nochmals zu unterscheiden ist, ob es sich um ein strukturiertes Unternehmen handelt, an dem ein „Interest“ besteht oder um ein sog. gesponsortes strukturiertes Unternehmen. „Interest“ ist in diesem Zusammenhang nicht mit „Beteiligung“ zu verwechseln, sondern umfasst jede vertragliche und nicht vertragliche Beziehung mit einem strukturierten Unternehmen, die durch die Performance des Unternehmens beeinflusst wird, dazu zählen im Asset Management insbesondere die Managementgebühr und die Performance Gebühr.

Da in den meisten Fällen am Geschäftsjahresende noch die Verwaltungsvergütung (Managementgebühr) des abgelaufenen Monats aussteht und als Forderung im IFRS-Abschluss des Asset Managers auszuweisen ist, sind i.d.R. alle von einem Asset Manager verwalteten Investmentfonds als strukturierte Unternehmen an denen dieser einen „Interest“ hat, auszuweisen. Die Angaben für gesponsorte Investmentfonds werden nur in Ausnahmefällen einschlägig sein. Insofern sind nicht nur Beschreibungen über die Art, Zielsetzung und Tätigkeit des Investmentfonds in den IFRS-Abschluss aufzunehmen, sondern auch Angaben zur Größe (IFRS 12.26). Darüber hinaus sind die Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (d.h. auch diejenigen, die aus einer normalen geschäftlichen Beziehung entstehen und nicht unmittelbar von der Performance des Investmentfonds abhängen) sowie das maximale Ausfallrisiko anzugeben. Die Angaben schließen auch Informationen dazu ein, ob Unterstützungsmaßnahmen durchgeführt wurden oder noch geplant sind. Zu den für das Verständnis der mit dem Investmentfonds verbundenen Risiken gehören darüber hinaus Angaben zu den vertraglichen Vereinbarungen und die Art des erzielten Einkommens aus der Beziehung zum strukturierten Unternehmen (IFRS 12.B26). Spätestens an dieser Stelle sind dann auch Informationen zu Performance Gebühr-Vereinbarung offenzulegen. Eine gute Nachricht gibt es jedoch, die Angaben sind nicht für jeden Investmentfonds einzeln zu machen, sondern können für gleichartige Investmentfonds aggregiert werden.

Für diejenigen, die sich weiterführend mit den erforderlichen Angaben beschäftigen möchten, empfiehlt sich die Lektüre der zu dem Thema erschienen Aufsätze in der IRZ.

Weitere Details enthält das kürzlich aktualisierte In Depth zu IFRS 10 und IFRS 12.

Keine Konsolidierungsausnahme für geschlossene Investmentgesellschaften

Seit in Kraft treten des KAGB im Juli 2013 sind auch die geschlossenen Investmentkommanditgesellschaften (InvKGen) reguliert und unterliegen der Aufsicht durch die BaFin. Diese Gleichstellung mit den bisher schon regulierten Investmentvermögen ist eine grundsätzlich zu begrüßende Entwicklung, doch stellt man sich zwangsläufig die Frage, warum dann an einigen Stellen immer noch Unterschiede gemacht werden, während an anderer Stelle – wie z.B. im Hinblick auf die handelsrechtlichen Ausweisvorschriften – die Tendenz zur vollständigen Vereinheitlichung auch in der Rechnungslegung beim Investor besteht.

Ein sehr prägnantes Beispiel für eine Beibehaltung der Differenzierung nach Rechtsformen ist der § 290 Abs. 2 Nr. 4 Satz 2 HGB. Dieser sieht vor, dass als Sondervermögen aufgelegte, offene inländische Spezial-AIF mit festen Anlagebedingungen im Sinne des § 284 KAGB selbst dann nicht als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss des Investors einzubeziehen sind, wenn der Investor die Mehrheit der Chancen und Risiken trägt oder sogar allen Chancen und Risiken alleinig ausgesetzt ist (sog. Ein-Anleger-Spezialfonds).

Diese ursprünglich für Spezial-Sondervermögen i.S.d. § 2 Abs. 3 InvG geschaffene Konsolidierungsausnahme wurde durch das AIFMD-Umsetzungsgesetz lediglich dahingehend angepasst, dass auch weiterhin nur die bisher schon der Konsolidierungsausnahme unterliegenden Spezial-Sondervermögen ausgenommen sind. Nun gibt es aber auch im Bereich der geschlossenen InvKGen oder auch bei den Investmentaktiengesellschaften (InvAGen) bzw. deren Teilgesellschaftsvermögen (TGV) solche, die mehrheitlich oder vollständig von einem Investor gehalten werden. Die Art und Weise wie diese „Ein-Anleger-Investmentgesellschaften“ gemanagt werden, unterscheidet sich dabei häufig nicht von den Spezial-AIF nach § 284 KAGB. Da es sich bei diesen aber nicht um als Sondervermögen (d.h. ohne Rechtspersönlichkeit) aufgelegte Strukturen handelt, sind diese Investmentgesellschaften nicht von der Konsolidierung nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB ausgenommen.

Das wirft die Frage auf, warum eine solche Differenzierung nach Rechtsformen vorgenommen wurde? Die Gesetzesbegründung zum Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) enthält keine inhaltliche Begründung der Konsolidierungsausnahme, sondern verweist lediglich darauf, dass dem Informationsnachteil aus der Nichtkonsolidierung durch eine Anhangangabe Rechnung getragen wird. Hierbei handelt es sich um die Angabe nach § 285 S.1 Nr. 26 HGB bzw. § 314 Abs. 1 Nr. 18 HGB (Angabe zu Anteilen an Sondervermögen und Anlageaktien an InvAGen von mehr als dem zehnten Teil). Auch diese Angabe, die im Übrigen sowohl in den Einzel- wie in den Konzernabschluss aufzunehmen ist, wurde in ihrem Umfang durch das AIFMD-Umsetzungsgesetz nicht erweitert. Die Vorgehensweise des Gesetzgebers ist an dieser Stelle insofern konsistent.

Andererseits kann man sich jedoch die Frage stellen, warum in die Anhangangabe schon seit deren Einführung durch das BilMoG auch Anlageaktien von InvAGen einzubeziehen sind, während die InvAGen bzw. deren TGV weiterhin nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB konsolidiert werden müssen und die Inhaber dieser Anlageaktien insofern die Konsolidierungsausnahme nicht in Anspruch nehmen können (so zumindest die wörtliche Auslegung des Gesetzes). In diesem Fall liegt kein Informationsnachteil vor, der mittels Anhangangabe auszugleichen wäre. In die gleiche Richtung geht die Anforderung, dass die Anhangangabe bereits für Anteile von mehr als 10% vorgenommen werden muss, ein Beteiligungsumfang, der nach § 290 Abs. 2 Nr. 4 HGB gar nicht zur Konsolidierung führen würde.

Eine mögliche inhaltliche Begründung für die Konsolidierungsausnahme könnte darin bestehen, dass der Gesetzgeber davon ausgeht, dass es sich aufgrund der festen Anlagebedingungen bei den Spezial-AIF nach § 284 KAGB um homogene Investmentvermögen handelt, deren Risikogehalt durch die Bilanzierung des Investmentanteils als Wertpapier ausreichend Berücksichtigung findet. Da aber nach § 284 KAGB auch die Anlage in Immobilien und Immobilien-Beteiligungen möglich ist, kommen die Spezial-Sondervermögen zumindest in zwei Ausprägungen vor (Wertpapier-Sondervermögen und Immobilien-Sondervermögen) – für beide gilt die Konsolidierungsausnahme.

Im Gegensatz zu den InvKGen, die doch recht heterogen ausgestaltet sein können, ist den InvAGen mit variablem Kapital lediglich die Anlage in Wertpapieren möglich. Auch eine solche InvAG, die in ihrer Anlagepolitik dem Wertapapier-Spezial-AIF nach § 284 KAGB sehr nahe kommen kann, kann von der Konsolidierungsausnahme keinen Gebrauch machen. Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man die einzelnen TGV einer InvAG betrachtet. Die TGV einer Spezial-InvAG werden häufig für einzelne Investoren aufgesetzt und ähneln damit sehr stark dem Ein-Anleger-Spezialfonds. Der einziger Unterschied besteht darin, dass diese Vermögensmassen unter einem einheitlichen „Umbrella“ (der InvAG) angesiedelt sind und insofern nicht in die Konsolidierungsausnahme fallen.

Neben der Frage nach der inhaltlichen Begründung stellt sich für die Anbieter geschlossener Investmentgesellschaften jedoch vor allem die Frage nach den Auswirkungen auf den Vertrieb bestimmter Investmentfondsprodukte. Anbietern geschlossener Investmentgesellschaften fällt es aufgrund der spezifischen Ausgestaltung der Konsolidierungsausnahme ungleich schwerer, in den Markt der Spezial-AIF vorzustoßen. Geschlossene Investmentgesellschaften haben aufgrund der Gleichstellung im Hinblick auf die Regulierung bei sog. institutionellen Investoren an Attraktivität gewonnen und sind nun auch für professionelle und semi-professionelle Investoren, die bisher überwiegend Spezial-AIF nach § 284 KABG genutzt haben, eine interessante Alternative. Die gewonnene Attraktivität wird aber durch die Regelung des § 290 HGB wieder konterkarriert, da für diese Investmentgesellschaften im Gegensatz zu den Spezial-AIF im Konzernabschluss die Konsolidierung droht. Eine Tatsache, die im zunehmend  zusammenwachsenden Investmentmarkt zu einer Verwerfung führen kann.

IFRS 7/IAS 32 – FAQ zum Offsetting von Finanzinstrumenten

IAS 32 und IFRS 7 wurden hinsichtlich der Regelungen zur Saldierung von Finanzinstrumenten überarbeitet. Die Anwendung der neuen Regelungen erfordert Investmentfonds ihre bisherige Bilanzierung zu überdenken. Die neue Publikation versucht einige der sich hierbei stellenden Fragen mit dem Fokus auf Investmentfonds zu beantworten.

 

Die Publikation ergänzt damit die bereits im Juli erschienene Publikation:

 

2014er Illustrative Financial Statements veröffentlicht

Die Illustrative Financial Statements 2014 – Investment Funds wurden veröffentlicht. Sie basieren auf den Standards und Amendments, die für Investmentfonds relevant sind und für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Insbesondere wurden die Anforderungen des IAS 32 zum Offsetting und die Angabepflichten nach IFRS 12 umgesetzt.

Ebenfalls in einer aktualisierten Fassung verfügbar sind die:

 

Der Vereinheitlichung die Krone aufgesetzt

Eine kleine aber feine Änderung im Wortlaut der RechKredV mit Folgen für den Bilanzausweis der Kreditinstitute:

Das AIFM-Umsetzungsgesetz, welches am 22. Juli 2013 in Kraft getreten ist, ändert den Inhalt des Postens Nr. 6 „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ dahingehend, dass dort nun alle Anteile oder Aktien an Investmentvermögen auszuweisen sind. Bisher waren im Posten „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ lediglich „Investmentanteile“ auszuweisen. Der Begriff des Investmentanteils umfasste dabei Anteile an Sondervermögen und Aktien von Investmentaktiengesellschaften sowie vergleichbarer ausländischer Investmentanteile (z.B. FCP oder SICAV). Nicht unter den Begriff des Investmentanteils fielen Anteile an geschlossenen Investmentfonds in der Rechtsform der KG oder vergleichbare ausländische Rechtsformen (z.B. Limited Partnership). Diese Anteile wurden bislang im Posten Nr. 7 „Beteiligungen“ ausgewiesen.

Da der Begriff Investmentvermögen in § 17 RechKredV nicht weiter konkretisiert wurde, ist auf die allgemeine Definition des Investmentvermögens in § 1 KAGB abzustellen. Hiernach fallen unter den Begriff des Investmentvermögens neben den bisher schon hier auszuweisenden Anteilen an Sondervermögen und Aktien von Investmentaktiengesellschaften mit variablem Kapital auch Aktien von Investmentaktiengesellschaften mit fixem Kapital und offenen sowie geschlossenen Investmentkommanditgesellschaften. Da der Begriff auch nicht hinsichtlich der Größe oder des Auflegungsdatums unterscheidet, d.h. keinen Bezug nimmt auf Ausnahmevorschriften und Übergangsregelungen, ist anzunehmen, dass nunmehr sämtliche geschlossenen AIF – auch wenn diese unter das sogenannte Grandfathering fallen – hier auszuweisen sind.

Anders als bei den Aktien fehlt in Bezug auf die Anteile und Aktien an Investmentvermögen der Hinweis, dass der Ausweis unter den Beteiligungen vorgeht. Konkret bedeutet dies, dass zukünftig unter dem Posten Aktien und andere nicht fest verzinsliche Wertpapiere alle Anteile an bestehenden und neu aufgelegen Investmentkommanditgesellschaften sowie vergleichbarer ausländischer Strukturen auszuweisen sind, auch wenn diese langfristig dem Geschäftszweck dienen sollen.

Wer sich nun aber fragt, welchen Zweck verfolgt der Gesetzgeber mit der Umsortierung? Es scheint hierfür nur eine Erklärung zu geben – der Wunsch nach Vereinheitlichung. Warum dann aber nicht dem Ausweis als Beteiligung Vorrang gegeben wurde, bleibt ein weiteres Geheimnis, denn im Aufsichtsrecht werden diese Anteile unverändert als Beteiligung zu behandeln sein.

Für die nach HGB bilanzierenden Kreditinstitute ergibt sich aus dieser vermeintlich kleinen Änderung jedoch ein ggf. hoher Aufwand, da sie alle Investmentstrukturen – ob alt oder jung, ob groß oder klein – daraufhin untersuchen müssen, ob diese den materiellen Investmentfondsbegriff des KAGB erfüllen und dies nicht nur für die aktuellen, sondern auch für die im Vorjahr gehaltenen Bestände, da die Abweichungen zum Vorjahr im Anhang zu erläutern sind (alternativ können auch die Vorjahreszahlen angepasst werden).

Da deutsche Kreditinstitute auch ihren IFRS-Konzernabschluss vielfach an den Gliederungsvorschriften der RechKredV ausrichten, kann die Ausweisänderung auch Änderungen im IFRS-Konzernabschluss nach sich ziehen. Für diesen Fall sind jedoch die Regelungen des IAS 8 zu beachten.

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