Regulatory Blog

Updates für den Governance-Rahmen – Neue EBA Leitlinien zur internen Governance und Fit & Proper

Die EBA hat am 2. Juli 2021 die überarbeiteten “Guidelines on internal governance” (EBA/GL/2021/05) und “Joint Guidelines on the assessment of suitability of members of the management body and key function holders” (EBA/GL/2021/06) veröffentlicht.

Die neuen Guidelines treten zum 31. Dezember 2021 in Kraft und ersetzen dann die bisherigen Versionen aus dem Jahr 2017 (ausfĂĽhrlich dazu Blogbeitrag: Regulatory Blog: Finale EBA Leitlinien zur Internen Governance und Beurteilung von Mitgliedern des Leitungsorgans veröffentlicht). Die beiden veröffentlichten Leitlinien zur Internen Governance und Beurteilung von Mitgliedern des Leitungsorgans stecken zusammen den Gesamtrahmen einer soliden Governance fĂĽr die Institute ab. Die Ăśberarbeitung setzt die Ă„nderungen der CRD V und der Richtlinie zur Beaufsichtigung von Wertpapierfirmen (Investment Firm Directive (IFD)) im Hinblick auf die Gestaltung der Governance um.

Alles auf einen Blick mit dem Basel IV Poster

Unser PwC Basel IV Poster zeigt alle Basel IV Anforderungen und CRR II Umsetzungen auf einen Blick. Damit haben Sie eine kompakte und übersichtliche Zusammenfassung der aktuellen Regelungen an Ihrer Wand. So haben Sie alles im Blick und können sich schon jetzt auf die für diesen Herbst erwarteten neuen Entwürfe der CRR III vorbereiten.

Unser informatives und natĂĽrlich auch sehr dekoratives Poster fĂĽr den richtigen Aus- und Ăśberblick im BĂĽro oder im Homeoffice am heimischen Schreibtisch gibt es im Format DIN A2 oder DIN A0.

EBA veröffentlicht finale Guidelines on Sound Renumeration Policies nach CRD V

Nachdem die European Banking Authority (EBA) bereits am 29. Oktober 2020 den Entwurf der ĂĽberarbeiteten Fassung ihrer Guidelines on Sound Remuneration Policies zur Konsultation gestellt hat (EBA/CP/2020/24), wurde von ihr am 2. Juli 2021 der finale Report veröffentlicht (EBA/CP/2021/04). Die finalen Guidelines sehen als Erstanwendungszeitpunkt den 31. Dezember 2021 vor, also gut 6 Monate später als noch in der Konsultationsversion vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt werden die bisher gĂĽltigen Guidelines, EBA/GL/2015/22, ersetzt. Anders als die Standards der EBA bedĂĽrfen die Guidelines keines endorsements durch die EU-Kommission.

Um Sie bestens auf die fĂĽr Ihr Institut bevorstehenden Anpassungen vorzubereiten, stellen wir Ihnen im Ăśberblick die wesentlichen Ă„nderungen der Guidelines gegenĂĽber dem Konsultationspapier vor.

BCBS zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets – Die Reise geht weiter!

Am 10. Juni 2021 hat der Baseler Ausschuss fĂĽr Bankenaufsicht (BCBS) ein neues Konsultationspapier zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets veröffentlicht (BCBS 519 – Aufsichtsrechtliche Behandlung von Krypto-Assets). Damit fĂĽhrt der BCBS den Austausch mit der Finanzbranche in eine neue Runde, nachdem bereits im Dezember 2019 ein erstes Diskussionspapier zu diesem Thema publiziert wurde (unser Blogbeitrag zum Diskussionspapier vom Dezember 2019).

Kernstück der Konsultation sind die Kapitalanforderungen für Kredit- und Markpreisrisiken für Krypto-Assets, die mittels eines neuen Klassifizierungsverfahren in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Ergänzend werden weitere aufsichtsrechtliche Anforderungen etwa in Bezug auf Großkreditvorschriften sowie Liquiditätsquoten konsultiert und Vorschläge zur Integration von Krypto-Assets in die Offenlegung nach Säule III gemacht.

Ihr Plus zum Regulatory Blog

Unser Regulatory Blog ist seit über 10 Jahren als aktuelle und zuverlässige Informationsquelle am Start. Die vielen Zugriffe und Ansichten auf jeden unserer Beiträge zeigen uns Monat für Monat, wie groß das Interesse der Leser:innen und der Bedarf an schnellen und gut aufbereiteten Informationen sind – für unsere tägliche Arbeit ist das Ansporn und Verpflichtung zugleich.

Wer uns wie Sie auf dem Weg von den Anfängen des Regulatory Blogs seit 2009 begleitet hat, hat sich mit uns zusammen durch groĂźe Umwälzungen und Reformen des Finanzsektors gearbeitet. Die Schlagzahl des regulatorischen „outputs“ hat sich in dieser Zeit deutlich erhöht – neue Regulatoren, neue Aufsichtsprozesse und viele ganz neue Themen tragen dazu bei.

The Aftermath of TRIM – key takeaways of PwC webinar

In our recent webinar “The Aftermath of TRIM”, PwC experts Kaan Aksel, Iosif Izrailov and Luis Felipe Barbosa explained the outcome of the TRIM Report (April 2021) and its implications for the future ECB review work in the contexts of the Internal Model Reviews that banks are using for the internal capital measurements.

Die Vorgaben werden konkreter – BaFin konsultiert eine umfangreiche Mantelverordnung zum Wertpapierinstitutsgesetz

Die BaFin hat am 4. Mai 2021 die Konsultation einer Mantelverordnung zum Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) gestartet. Das WpIG selbst, als deutsche Umsetzung der Investment Firm Directive (IFD) der Europäischen Union, ist am 12. Mai im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und tritt Ende Juni in Kraft. Durch die Mantelverordnung, die zeitgleich mit dem WpIG in Kraft treten soll, werden zentrale Vorgaben des WpIG konkretisiert, unter anderem im Bereich der Vergütung und des Anzeigewesens. Der nachfolgende Blog-Beitrag liefert einen Überblick über die insgesamt vier konsultierten Verordnungen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Abweichungen zu den bestehenden Vorgaben für Banken.

EBA veröffentlicht finalen RTS-Entwurf zur aufsichtsrechtlichen Konsolidierung (EBA/RTS/2021/04)

Am 15. April 2021 hat die EBA die finalen Entwürfe technischer Regulierungsstandards zu den Methoden der aufsichtsrechtlichen Konsolidierung nach Art. 18 CRR veröffentlicht (EBA/RTS/2021/04). Die EBA kommt damit ihrem Auftrag gemäß Art. 18 Abs. 9 CRR mit einer Corona-bedingten Verzögerung nach und konkretisiert die Anforderungen an die aufsichtsrechtliche Konsolidierung.

Im Vergleich zum Konsultationspapier EBA/CP/2017/20 vom 9. November 2017 wurden die finalen RTS-EntwĂĽrfe nochmals deutlich ĂĽberarbeitet, um auch die Ă„nderungen aus der zwischenzeitlich in Kraft getretenen CRR II widerzuspiegeln (siehe dazu auch unseren Blog Beitrag „Das neue Banking Package (Teil 2): Eigenmittel und Konsolidierung – wirklich nur marginale Ă„nderungen“ vom 25. Februar 2019). Die Regelungen der finalen RTS-EntwĂĽrfe treten formal gesehen 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Da der zugrunde liegende Art. 18 CRR jedoch in seiner ĂĽberarbeiteten Fassung bereits seit dem 28. Dezember 2020 anzuwenden ist, sollten Institute die nun veröffentlichten Konkretisierungen des Art. 18 CRR sehr genau analysieren und ggf. schon heute im Rahmen ihrer Prozesse berĂĽcksichtigen.

Webinar – Foundations of the ESG Ratings

A growing number of financial institutional investors are looking to incorporate environmental, social and governance (ESG) factors into their lending processes, alongside the traditional financial factors for risk assessment. Others aspire to implement basic ranking mechanisms for simple internal or external reporting purposes. Some are planning to develop a more sophisticated future model that requires a large, comprehensive data base. However, there are still a significant number of differences to note compared with the classical PD or LGD models, starting with the one-year horizon for the latter predictions versus a more than forty-year horizon for climate events to transpire.

EBA definiert Prozesse bei Ăśberschreitung der GroĂźkreditgrenzen

Mit Anwendung der CRR2 zum 28. Juni 2021 erfahren auch die Vorgaben zum Umgang mit Überschreitungen der Großkreditobergrenze einige Änderungen. Ziel ist insbesondere die Vereinheitlichung der EU-weiten Aufsichtspraxis im Falle von Großkreditüberschreitungen. Die Anpassungen in Art. 396 (1) CRR rücken vor allem die individuelle Kommunikation zwischen dem Institut und der zuständigen Aufsichtsbehörde in den Mittelpunkt, wenn es in “außergewöhnlichen Umständen” ausnahmsweise zu Großkreditüberschreitungen kommt. Für die Definition der außergewöhnlichen Umstände, den Zeitraum bis zur Wiedereinhaltung der Grenze und den dafür zu ergreifenden Maßnahmen wurde der European Banking Authority (EBA) mit Art. 396 (3) CRR ein Mandat zur Vorgabe entsprechender Leitlinien erteilt. Mit dem am 17. Februar 2020 veröffentlichten Konsultationspapier ist die EBA diesem Mandat nachgekommen. Die Konsultationsfrist läuft zwar noch bis Mitte Mai; Handlungsbedarfe sind aber bereits erkennbar.