CRD IV – Entwurf zur Umsetzung von Basel III in Europa

Die EU-Kommission hat am 20. Juli 2011 den Entwurf für die Umsetzung der Basel-III-Regelungen auf Europäischer Ebene (CRD IV) vorgestellt. Die neue CRD IV-Richtlinie sowie eine direkt anwendbare Verordnung sollen die bisher geltenden Eigenkapitalrichtlinien (2006/48/EG und 2006/49/EG) ersetzen. Durch die bindende Verordnung soll vor allem in den Bereichen, in denen es Quoten und Kennzahlen einzuhalten gilt, ein einheitlicher europäischer Standard umgesetzt werden – ohne nationale Spielräume und Gestaltungsmöglichkeiten zuzulassen. Dies betrifft insbesondere die Regelungen zu den Eigenkapitalanforderungen (Definition der Eigenmittel und Bestimmung der Kontrahentenrisiken), zum neuen Liquiditätsstandard (Liquidity Coverage Ratio – LCR), zur Großkreditbegrenzung sowie die ebenfalls neuen Vorgaben zur Ermittlung der Leverage Ratio. Die endgültige Kalibrierung der Kennziffern steht dabei noch aus und wird im Rahmen einer Überprüfungsphase festgelegt.

Als Richtlinie geregelt und daher in nationales Recht umzusetzen sind die Grundlagen des Bankgeschäfts (die Voraussetzungen für Aufnahme und Ausübung des Bankgeschäfts, die Bedingungen für die Niederlassungs- und Dienstleistungsfreiheit sowie die Definition der zuständigen Behörden und die Grundsätze für die Bankenaufsicht). Neu sind hier auch Regelungen zur Verbesserung der Corporate Governance,  zur Einführung von Kapitalpuffern und zur Verschärfung der Aufsichtsregeln durch Reform der aufsichtlichen Prüfungen inklusive Sanktionsmöglichkeiten.

Weitere Informationen zum CRD IV-Entwurf finden Sie auf unseren FS-Branchenseiten und in unserer aktuellen Pressemitteilung.

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