Frohe Weihnachten und alles Gute für 2017 !

EBA und EZB haben der Bankbranche auch in diesem Jahr mit den Bestrebungen zur Harmonisierung der Regulierung und damit einhergehend auch der aufsichtlichen Praxis viele Hausaufgaben aufgegeben. Zudem machen den Banken die Kapitalaufschläge der Säule I (Kapitalpuffer) und der Säule II (SREP Anforderungen und Empfehlungen) zu schaffen. Seit Anfang des Jahres 2016 verlangt eine weitere Behörde – das Single Resolution Board – Datenmaterial auf sehr granularer Ebene, um den Banken eine individuelle MREL Quote aufzugeben.

Die nationale Aufsicht BaFin setzt derweil unter anderem diverse EBA-Leitlinien (z.B. Forderungen gegenüber Schattenbanken oder auch Zinsänderungsrisiken im Bankbuch) um und treibt die Anpassungen der Institutsvergütungsverordnung voran. Für die MiFID 2/MiFIR-Umsetzung hat der nationale Gesetzgeber mit dem Zweiten FimanoG ein detailliertes Gesetzespaket auf den Weg gebracht.

Für 2017 stehen mit den jüngst vorgeschlagenen Änderungen der CRD IV und der CRR II umfangreiche regulatorische Anpassungen auf der europäischen Ebene an. Die Vorschläge der EU Kommission resultieren aus diversen Änderungen in Basel (Basel III Finalisierung für NSFR und Leverage Ratio sowie die Marktpreis-und Kontrahentenrisiken). Weitere Änderungen sind der Verlustabsorptionsanforderung aus TLAC geschuldet.

Last but not Least schauen alle sehr gespannt auf die aktuellen Diskussionen im Baseler Ausschusses. Dort ringt man zur Zeit intensiv um die Änderungen im Standardansatz, die Anwendung der internen Modelle und die Berücksichtigung sogenannter Outputfloors. Das Basel IV Paket umfasst zudem neue Verfahren für die Messung der operationellen Risiken und eventuell könnte ja auch das Thema „Sovereign Risk“ noch für Überraschungen sorgen.

Die aktuellen Entwicklungen und die damit verbundenen Herausforderungen verfolgen wir weiter mit unserem Regulatory Blog, denn:

„Was man zu verstehen gelernt hat, fürchtet man nicht mehr“

(Marie Curie)

Ich bedanke mich für Ihr Interesse und werde Sie auch im kommenden Jahr wie gewohnt in unserem Regulatory Blog informieren.

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