FRTB – The final chapter? BCBS rekalibriert die Marktpreisrisikoanforderungen

Am 14. Januar 2019 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) die internationalen Rekalibrierungsbestrebungen an den bereits im Jahr 2016 finalisierten Marktpreisrisiko-Anforderungen abgeschlossen (BCBS 457). Noch vor Veröffentlichung der CRR II ist dadurch der Weg für eine finale Anpassung der FRTB-Anforderungen in der EU geebnet. Zu einer Entspannung der Umsetzungsbestrebungen bei den Instituten führt die neue Konsultation allerdings nicht.

Die wesentlichen Inhalte im Überblick

Die erneute Überarbeitung des FRTB-Standards soll die in der Zwischenzeit identifizierten Ausgestaltungs- und Kalibrierungsdefizite an einzelnen Bestandteilen des Rahmenwerkes beheben und somit eine zeitnahe Implementierung erlauben. Mit dieser Zuversicht beschreibt Stefan Ingves, Vorsitzender des BCBS, in der Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Dokumentes die Zielsetzung der Überarbeitungen. Insgesamt geht der Baseler Ausschuss von einer deutlichen Erleichterung durch die erneute Rekalibrierung aus und schätzt die durchschnittlichen Kapitalerhöhung auf 16%. Im Vergleich schätzte der Baseler Ausschuss im Jahr 2016 (BCBS 352 Explanatory Note) die durchschnittliche Kapitalerhöhung noch auf 22%. Betrachtet man lediglich Standardansatz-Anwender, ist die durchschnittliche Kapitalerhöhung jedoch deutlich höher und wird nach dem überarbeiteten FRTB-Ansatz mit 40% geschätzt.

Zusammenfassend orientiert sich das neue Baseler Papier an der Struktur und den Inhalten des im Jahr 2016 veröffentlichen FRTB-Standards BCBS 352. So wird die Dreiteilung der Thematiken in die Bereiche Handelsbuchabgrenzung, Standardansatz und Interne Modelle Ansatz (IMA) beibehalten. Insbesondere Veränderungen der Korrelationsszenarien sowie ausgewählten Risikogewichten im Standardansatz werden einen Einfluss auf die Ergebnisse der bisher durchgeführten FRTB-Proberechnungen der Institute nehmen. Aus den in den vergangenen Jahren durchgeführten Proberechnungen ist jedoch klar, dass viele der Detailfragen, die bei einer Implementierung auftreten, auch durch BCBS 457 nicht abschließend geklärt werden. Im Folgenden finden sich die Neuerungen im Überblick.

Handelsbuchabgrenzung:

  • Die Rangfolge der Abgrenzungskriterien wird klargestellt.
  • Produktspezifische Details wurden darüber hinaus bei der Behandlung von Fonds und strukturellen Währungspositionen ergänzt.

Standardansatz:

  • Überarbeitung der Behandlung von Fremdwährungsrisiken und Indexinstrumenten.
  • Anpassung der Risikogewichte bei Zinsänderungsrisiken, Fremdwährungen und Credit Spread Risiken.

Interne Modelle Ansatz (IMA):

  • Der Ansatz zum P&L Attribution Test wurde überarbeitet.
  • Klarstellungen für die Non-Modellable Risk Factors (NMRF), um die von der Praxis identifizierten operationellen Herausforderungen zu reduzieren (z.B. für gestressten Verlust oder Aggregation von NMRFs).

Abschließend finalisiert der Baseler Ausschuss durch die Veröffentlichung von BCBS 457 die internationalen Diskussionen zu einem vereinfachten Standardansatz für Banken mit kleineren und weniger komplexen Handelsbüchern.

Der Baseler Ausschuss strebt an, FRTB zeitgleich mit den derzeit noch offenen Basel IV Thematiken (u.a. Kreditrisiko und Operationelles Risiko) abzuschließen. Damit wird eine Einführung der Kapitalanforderung gemäß BCBS 457 zum 1. Januar 2022 avisiert. Inwieweit dieser Plan innerhalb der EU eingehalten werden kann, ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Klar ist jedoch, dass BCBS 457 weitere europäische Folgearbeiten nach sich zieht und die Arbeiten am Marktrisikorahmenwerk durch die Veröffentlichung der CRR II nicht abgeschlossen sind. Darüber hinaus kündigt beispielsweise die EZB in ihren Aufsichtsprioritäten für das Jahr 2019 an, den Dialog mit bedeutenden Instituten zu suchen, „um den Stand ihrer Vorbereitungen auf die geplante grundlegende Überprüfung des Handelsbuchs (FRTB) einschätzen zu können“. Nicht zuletzt wird dies durch „Vor-Ort-Besuche“ sowie „Deep-Dive-Prüfungen“ bei ausgewählten Banken unterstützt werden.

Klarstellung im Bereich der Handelsbuchabgrenzung

Um die Abgrenzung zwischen dem Handelsbuch und dem Bankbuch zu spezifizieren, fokussieren die Überarbeitungen durch BCBS 457 auf verschiedene Aspekte der bereits bekannten Anforderungen. Zunächst wird die Rangfolge der Zuordnungsprüfschritte geklärt. Das Bankbuch ist analog der bisherigen Regelungen die Ausgangs- sowie Rückfallposition für alle Instrumente. Als wesentliches Handelsbuchkriterium gilt weiterhin die sogenannte Handelsabsicht, die durch eine Auflistung an vordefinierten Handelsbuchinstrumenten erweitert wird. Sind diese Kriterien nicht bereits ausreichend, um eine Zuordnung durchzuführen, werden durch die Aufsicht explizite Bankbuchinstrumente vorgegeben. Ist auch dies nichtzutreffend definiert der Baseler Ausschuss in der letzten Instanz eine Kategorie von grundsätzlichen Handelsbuchinstrumenten, die nach Genehmigung durch die Aufsicht auch dem Bankbuch zugeordnet werden können.

Darüber hinaus werden durch den Baseler Ausschuss produktspezifische Spezifikationen vorgenommen. So wird beispielsweise vorgegeben, dass Immobilienbeteiligungen im Bankbuch nur den direkten Besitz von Immobilien und damit verbundene Derivate betreffen. Zusätzlich wurden die Anforderungen an Investmentfonds überarbeitet. Eine Zuordnung ins Bankbuch erfolgt, sofern die Bank weder in der Lage ist, eine Durchschau auf die Fondsbestandteile vorzunehmen noch Informationen zur täglichen Bewertung erlangt. BCBS 457 verdeutlicht in diesem Zusammenhang, dass Positionen in Hedgefonds immer dem Bankbuch zugeordnet werden. Die allgemeinen Fondskriterien der Durchschau oder täglichen Bewertung nehmen darauf keinen Einfluss.

Abschließend nimmt der Baseler Ausschuss an vielen Stellen Detailklarstellungen vor. Beispielsweise wird die Behandlung von strukturellen Währungspositionen überarbeitet und genauer erläutert. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf der Anpassung des Limits, welches der Bank erlaubt, die Auswirkung von Währungsschwankungen auf die Kapitalquote zu neutralisieren. Darüber hinaus wird auch die Behandlung von Index-Positionen stärker differenziert. Unklare Anforderungen, wie beispielsweise die Vorgabe zur Zuordnung von Handelstisch-Positionen zum Handelsbuch, wurde entfernt.

Kalibrierung des FRTB Standardansatzes

Der überarbeitete Standardansatz für Marktpreisrisiken zielt seit dem ersten Konsultationspapier darauf ab, die Ermittlung der Kapitalanforderung risikosensitiver und Risikofaktor-spezifischer zu gestalten. Die Ermittlungslogik beruht auf drei wesentlichen Komponenten, die auch durch BCBS 457 nicht verändert wurden: die Sensitivitäten-basierten Methode, der Kapitalanforderung für Ausfallrisiken und dem Zuschlag für Restrisiken. Im Folgenden sollen insbesondere die vorgeschlagenen Neuerungen im Bereich des Standardansatzes zusammengefasst werden. Für weiterführende Informationen zum Standardansatz verweisen wir auf unsere PwC Toolbox: Revised Standardised Approach for Market Risk.

Im Rahmen der Rekalibrierungsbestrebungen des Baseler Ausschusses wurden insbesondere die Anforderungen an die allgemeinen Zinsrisiken (General Interest Rate Risk – GIRR) und Fremdwährungsrisiken (FX-Risk) überarbeitet. Für die allgemeinen Zinsrisiken lassen sich Erleichterungen in Bezug auf die Risikogewichte von bis zu 70 Basispunkten – von 2.4% auf 1.7% für den vierteljährlichen Tenor der risikolosen Zinskurve – feststellen. Ein ähnlicher, aber weniger stark ausgeprägter Trend, ist für die übrigen Stützpunkte der risikolosen Zinskurve zu vermerken. Für Fremdwährungsrisiken wird das generelle Risikogewicht von 30% auf 15% reduziert. Zum anderen wurden die privilegierten Währungspaare auf internationaler Ebene um EUR/JPY, EUR/GBP, EUR/CHF und JPY/AUD ergänzt.

Des Weiteren wurden die Anforderungen innerhalb der Risikoklassen Kreditspread- und Beteiligungsrisiko überarbeitet. Hierbei wurde beiden Risikoklassen zwei weitere Buckets für Indizes hinzugefügt. Für Kreditspreadrisiken sind dies Unterklassen für Investment Grade- und High Yield-Positionen, für nicht-verbriefte Beteiligungsrisiken sind es nicht-sektor spezifische Unterklassen für Large Market Cap- und andere Indizes. Hintergrund der Neuerung ist, dass für Indizes grundsätzlich eine Durchschau anzuwenden ist. Handelt es sich bei den Instrumenten um Positionen, die an einen gelisteten und anerkannten Equity- oder Credit-Index geknüpft sind, kann auf eine aufwendige Durchschau verzichtet werden. Als Bedingung hierfür werden fest-definierte Kriterien vorgegeben, z.B. eine Mindestgröße des Index von 20 Bestandteilen. Nicht zuletzt soll die ausführliche Klarstellung im Bereich der Indizes bestehende Unklarheiten aufklären.

Darüber hinaus ergeben sich Änderungen in Bezug auf das Krümmungs-Risiko (Curvature-Risk). BCBS 457 stellt klar, dass im Bereich des Curvature Risikos gleiche Risikofaktoren konsistent geschockt werden sollen. Dadurch orientieren sich die Risikogewichte grundsätzlich an den Anforderungen des Delta-Risikos. Für das Krümmungsverhalten von Optionen mit Währungsbezug – soweit sie nicht auf die Reporting- oder Basis-Währung lauten – wird klargestellt, dass die Netto-Curvature Risk Charge vereinfacht durch 1.5 geteilt werden darf. Alternativ kann das Institut, vorbehaltlich einer aufsichtsrechtlichen Genehmigung, den Skalar von 1.5 einheitlich auf alle FX-Instrumente anwenden, vorausgesetzt, dass Curvature Sensitivitäten für alle Währungen berechnet werden.

Zudem werden durch BCBS 457 Detailanpassungen vorgenommen, die auf bestimmte Kritikpunkte der bisherigen Umsetzung eingehen. So wird beispielsweise das niedrige Korrelationsszenario durch eine Maximum-Betrachtung angepasst, um zu verhindern, dass die pauschale Reduktion der Korrelationsparameter um 25% nicht zu einer unrealistischen Kapitalanforderung führt. Darüber hinaus wird für die Ermittlung des FX-Risikos ein alternativer Ansatz vorgeschlagen, der es Banken – nach entsprechender aufsichtsrechtlichen Genehmigung –erlaubt, ihr FX Risiko in der Währung zu ermitteln, in welcher die Bank ihr Handelsgeschäft organisiert.

Nicht zuletzt finalisiert der Baseler Ausschuss durch BCBS 457 die Arbeiten zu einem vereinfachten Ansatz, der sich stark an den aktuellen Ansätzen für das Marktrisiko gemäß Basel 2.5 (CRR) orientiert. Dies geht einher mit den ersten Konsultationsentwürfen zur CRR II, die ebenfalls die Fortführung der bisherigen Ansätze als vereinfachte Alternative zum FRTB-Standardansatz vorsahen. Nichts desto trotz standen genau diese Ansätze in den vergangenen Jahren in großer Kritik und motivierten die Erarbeitung eines neuen einheitlichen Ansatzes. Trotz umfassender Arbeit und mehrjähriger Konsultation stellt der neue Standardansatz in seiner Komplexität eine zu große Implementierungsbürde für kleinere Handelsbuchinstitute dar und begründet die Notwendigkeit einer vereinfachten Alternative. Um die Schwächen bei der Risikoabschätzung der aktuellen Ansätze auszugleichen, greift der Baseler Ausschuss auf Skalierungsfaktoren zurück. Die wohl größte Auswirkung hat dies für Institute mit einem großen Beteiligungsportfolio, da die entsprechende Kapitalanforderung zukünftig mit einem Faktor von 3.5 multipliziert werden soll. Des Weiteren wird für Zinsrisiken ein Faktor von 1.3, für Warenpreisrisiken ein Faktor von 1.9 und für Fremdwährungsrisiken ein Faktor von 1.2 vorgeschlagen. Anwendbar soll der Ansatz gemäß Baseler Ausschuss für alle Banken sein, die keinen IMA nutzen, keine Correlation Trading Positionen halten und nicht als global systemrelevantes Institut eingestuft werden. Die aus den CRR II Entwürfen bekannten Schwellenwert-Kriterien finden sich hierbei nicht wieder.

IMA Reloaded

Neben den Neuerungen im Standardansatz wurden ferner die Anforderungen des Interne Modelle Ansatzes (IMA) durch den Baseler Ausschuss im Rahmen von BCBS 457 finalisiert. Anpassungen wurden insbesondere für den P&L Attribution (PLA) Test sowie für die nicht modellierbaren Risikofaktoren (NMRF) vorgenommen.

Während die Anforderungen für den PLA Test bis zum 01.01.2022 verpflichtend durchzuführen sind, gelten Übergangsfristen für die verpflichtende Anwendung der Ergebnisse. Für Säule II Zwecke werden die PLA Test Ergebnisse ab Januar 2022 verwendet. Die Konsequenzen für Säule I Kapitalanforderungen bei Ergebnissen in den Zonen „Amber“ und „Red“ werden erstmals im Januar 2023 wirksam. Neben der Einführung einer „Amber“ Zone wurden zudem die ursprünglichen Metriken aus BCBS 352 durch die Spearman Korrelation sowie den Kolmogorov-Smirnov-Test (KS-Test) ersetzt. Der im Konsultationspapier BCBS 436 zum KS-Test alternativ vorgeschlagene Chi‑Quadrat‑Test findet keine Anwendung. Im Vergleich zu BCBS 436 wurden zudem die Schwellenwerte herabgesetzt:

Sowohl die „Green“ Zone als auch die „Amber“ Zone wurden dabei zu Lasten der „Red“ Zone verbreitert. Dies bedeutet, dass der PLA Test weniger sensitiv auf Unterschiede in der hypothetical P&L und der risk-theoretical P&L reagiert und so Schwankungen in der Kapitalunterlegung, ausgelöst durch den Wechsel zwischen Interne Modelle Ansatz und Standardansatz für die entsprechenden Handelstische, reduziert werden.

Hinsichtlich der Bestimmung der Modellierbarkeit von Risikofaktoren wurden die Bedingungen für die Verfügbarkeit von echten Preisbeobachtungen gelockert. Die Anforderung von maximal 30 Tagen zwischen zwei echten Preisbeobachtungen für modellierbare Risikofaktoren wurde durch die Anforderung von mindestens vier echten Preisbeobachtungen innerhalb von 90 Tagen ersetzt. Alternativ gelten Risikofaktoren als modellierbar sofern 100 echte Preisbeobachtungen in den letzten 12 Monaten vorliegen. Weiterhin wurde der in BCBS 436 vorgeschlagene Bucket Ansatz zur Einordnung von echten Preisbeobachtungen übernommen. Dabei kann zwischen einer eigenen Definition der Buckets „own bucketing approach“ und einer vorgegebenen Definition „regulatory bucketing approach“ gewählt werden, wobei die vordefinierten Buckets im Vergleich zu BCBS 436 geringfügig abgeändert wurden.

Um operationelle Hürden zu verringern, wurde zudem die Berechnung des Stress Expected Shortfalls (SES) vereinfacht, indem für Risikofaktoren einer Risikoklasse eine einheitliche Stressperiode genutzt werden kann. Geändert wurde zudem der Liquiditätshorizont für das Stressszenario. Dieser entspricht dem Liquiditätshorizont, der für Risikofaktoren im Expected Shortfall gilt, allerdings mindestens 20 Tage.

Die Aggregation zur Berechnung der gesamten NMRF Kapitalanforderungen berücksichtigt nun zusätzlich die Diversifikationseffekte. Während bisher ausschließlich für idiosynkratrische Credit Spread NMRF eine Unkorreliertheit angenommen werden konnte, sofern Banken in der Lage sind deren Angemessenheit nachzuweisen, kann diese Annahme nun auch für idiosynkratrische Eigenkapital NMRF getroffen werden. Ferner wird für die restlichen NMRFs statt einer Korrelation von 1 eine Korrelation von 0,6 zugrunde gelegt.

Analysieren Sie, ob die bisherigen FRTB Auswirkungsanalysen noch aussagekräftig sind, um sich frühzeitig auf die Konsultation innerhalb der EU vorzubereiten

Die Auswirkungen des FRTB können aufgrund individueller Portfolio-Strukturen und Handelsstrategien zwischen Instituten sehr unterschiedlich ausfallen. Institute, die die eigenen Auswirkungen der zukünftigen Handelsbuchabgrenzung und Kapitalanforderungen bisher noch nicht analysiert haben, sollten sich so früh wie möglich mit den immer konkreter werdenden Anforderungen auseinanderzusetzen. Dies gibt darüber hinaus die Möglichkeit, sich in entsprechenden Konsultationen auf europäischer Ebene einzubringen.

Auch bei Instituten, die bereits in der Vergangenheit die Auswirkungen der FRTB-Anforderungen analysiert haben, entsteht durch die neuesten aufsichtsrechtlichen Entwicklungen Handlungsbedarf. Insbesondere die Rekalibrierungen des Standardansatzes können zu erheblichen Veränderungen bei der Eigenmittelanforderung im Vergleich zu den bisherigen Anforderungen führen. Die genaue Auswirkung auf das individuelle Institut ist dabei schwer abzuschätzen, da viele Parameter zu berücksichtigen sind. Die Auswirkungsanalysen des Baseler Ausschusses sind dabei, aufgrund der Durchschnittsbetrachtung, oftmals nicht zutreffend.

Die Änderungen bei der Ermittlung von modellierbaren und nicht modellierbaren Risikofaktoren sowie die zusätzliche Beachtung von Diversifikationseffekten bei der Berechnung der Kapitalunterlegung für nicht modellierbare Risikofaktoren führen zu einer Neubewertung hinsichtlich der Anwendung des Interne Modell Ansatzes. Die zusätzliche Möglichkeit, eigene Buckets für die Ermittlung der Modellierbarkeit von Risikofaktoren zu bilden, führt zudem zu einem komplexen Optimierungsproblem für den Zuschnitt der einzelnen Handelstische, da diese Buckets gleichzeitig für den P&L Attribution Test verwendet werden müssen.

Die dargestellten Anpassungen führen u.a. im Kontext der Floor-Regelungen dazu, dass die bereits in der Vergangenheit durchgeführten Auswirkungsanalysen und darauf aufbauenden strategischen Entscheidungen unter Umständen nicht mehr repräsentativ sind. Eine erneute Analyse der Anforderungen sollte die Belastbarkeit der strategischen Zielsetzungen bekräftigen oder gegenbenfalls erneute Umpriorisierungen frühzeitig zulassen.

Sie haben Fragen zu den Änderungen im Detail? Gerne unterstützen wir Sie bei der weiteren Aufarbeitung der Anforderungen und der Analyse der Auswirkungen für Ihr Institut. Sprechen Sie uns einfach an:

 

 

Dirk Stemmer

Telefon:+49 211 981 4264

Mobil: +49 160 9340 3524

dirk.stemmer@pwc.com

 

 

Marius Schulte-Mattler

Telefon: +49 69 9585 3197

Mobil: +49 151 2650 3359

marius.schulte-mattler@pwc.com

 

 

Frank Marinkovic

Telefon: +49 40 6378 1668

Mobil: +49 170 8517 818

frank.marinkovic@pwc.com

 

 

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