Kategorie: Aktuelles

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BCBS zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets

Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat am 12. Dezember 2019 ein Diskussionspapier zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets veröffentlicht (Designing a prudential treatment for crypto-assets (BCBS 490)). Das Diskussionspapier behandelt insbesondere die Merkmale und Risiken von Krypto-Assets, wie Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko (einschließlich Betrug und Cyberrisiken), Risiko der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung sowie Rechts- und Reputationsrisiken. Ebenso stellt es Überlegungen an, um einen möglichen aufsichtsrechtlichen Rahmen zu schaffen. Auffällig ist hierbei vor allem ein recht vorsichtiger und konservativer Ansatz des Ausschusses im Umgang mit risikoreichen Krypto-Assets. Kommentare zum Diskussionspapier können bis zum 13. März 2020 beim Ausschuss eingereicht werden. Diese Chance sollte genutzt werden, da sie Einfluss auf die Meinungsbildung des Ausschusses und die weitere Ausarbeitung der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets haben werden. Trotz der teilweise noch zurückhaltenden Aussagen des Basler Ausschuss ist absehbar, dass weitere Veröffentlichungen mit konkreten Vorgaben zur Behandlung von Crypto-Assets folgen werden.

Frohe Weihnachten und Alles Gute für 2020!

Liebe Leserinnen und Leser des Regulatory Blogs,

im letzten Weihnachtsgruß Ende 2018 haben wir noch Mutmaßungen über eine abschließende Einigung zur CRR II und Veröffentlichung in 2019 angestellt – hier hat uns die Realität dann doch schneller als ursprünglich erwartet eingeholt: Bereits im Februar 2019 lagen die finalen Entwürfe vor. Damit waren die regulatorischen Herausforderungen der kommenden Jahre bestimmt – für die Banken und auch für uns. In einer ausführlichen Beitragsserie und unserer handlichen „CRR II to go“ haben wir die Eckpunkte des finalen Banking Package intensiv untersucht und die wesentlichen Handlungsbedarfe unter anderem in den Bereichen Eigenmittel und Konsolidierung, MREL und TLAC, KSA, IRBA, Leverage Ratio, NSFR, Großkredite, Offenlegung aufgezeigt.

Neue Konsultationspapiere zu den ITS on Supervisory Reporting – Teil 3: Reporting und der Offenlegung von MREL & TLAC

Mit der Veröffentlichung der CRR II und der BRRD II, die noch in die nationale Gesetzgebung überführt werden müssen, wurden Anpassungen an den Mindestanforderungen an die Eigenmittel und die berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL) vorgenommen. Gleichzeitig wurde damit auch der TLAC-Standard, der durch global systemrelevante Institute (G-SII) zu erfüllen ist, in der EU umgesetzt. Weiteren Details dazu finden Sie auch in unserem Blog Beitrag: „Das neue Banking Package (Teil 3): Wie Yin und Yang – das Zusammenspiel von MREL und TLAC“ vom 28. Februar 2019.

Mit der geänderten Gesetzgebung werden neben den aufsichtsrechtlichen Reporting-Pflichten auch die Offenlegungspflichten der Säule III angepasst. Basierend darauf hat die EBA am 22. November 2019 einen Entwurf zu den technischen Durchführungsstandards (ITS) veröffentlicht und zur Konsultation gestellt (Consultation paper on ITS on disclosure and reporting of MREL and TLAC).  Nachdem wir uns in Teil 1 unserer Reihe rund um die Konsultationspapiere zu den ITS on Supervisory Reporting den Meldeanforderungen nach CRR II gewidmet haben und in Teil 2 die geplanten Änderungen des Supervisory Reporting mit der Konkretisierung der Anforderungen im Bereich Marktrisiko untersucht haben, befasst sich nun Teil 3 unserer Beitragsreihe mit den Meldeanforderungen zu MREL und TLAC.

Neues EBA Konsultationspapier zur Offenlegung bringt neue Herausforderungen für Institute (CP-2019-09)

Am 15. Februar 2019 hat der Rat der Europäischen Union die finalen Entwürfe zur Änderung des Banking Package, darin unter anderem die finalen Entwürfe der CRR II und der CRD V, gebilligt. Im Rahmen der CRR II wurden einige aufsichtsrechtliche Vorgaben, wie z.B. die Leverage Ratio, die Net Stable Funding Ratio , die Anforderungen an die Eigenmittel und die anrechenbaren Verbindlichkeiten oder das Adressenausfallrisiko, zum Teil erheblich überarbeitet. Daneben sieht sie auch deutliche Anpassungen im Bereich der bankaufsichtsrechtlichen Offenlegung (Säule III) vor, die auf Arbeiten des Baseler Ausschusses (BCBS 356 , BCBS 455) zurückgehen.

Auf Grundlage des Mandats des Artikels 434a CRR II entwickelt die EBA derzeit Technische Implementierungsstandards für einheitliche Offenlegungsformate sowie entsprechende Anweisungen für die Säule III-Anforderungen der Institute (Draft ITS on public disclosures by institutions of the information referred to in Titles II and III of Part Eight of Regulation (EU) No 575/2013 (EBA-CP-2019-09)). Seit dem 16. Oktober 2019 steht dieser ITS-Entwurf zur Konsultation.

Investment Firm Review bringt einen neuen Aufsichtsrahmen für Wertpapierfirmen

Am 25. November 2019 wurde ein Maßnahmenpaket für Wertpapierfirmen unterzeichnet und im Amtsblatt der Europäischen Union am 05. Dezember 2019 veröffentlicht. Die neue Verordnung (Investment Firm Regulation – IFR) und die neue Richtlinie (Investment Firm Directive – IFD) bringen einen lang ersehnten Rahmen zu aufsichtsrechtlichen Anforderungen für Wertpapierfirmen. Künftig werden kleinere Wertpapierfirmen neuen Vorgaben zur Eigenmittelzusammensetzung und Höhe unterliegen. Regelungen zu Konzentrationsrisiken werden nun an Stelle der Großkreditvorschriften der CRR treten und Liquiditätsanforderungen werden geregelt. Es wird ebenso neue Offenlegungs- und Meldepflichten für kleinere Wertpapierfirmen geben. Verordnung und Richtlinie treten am 25. Dezember in Kraft treten und sind ab dem Sommer 2021 einzuhalten.

Neue Konsultationspapiere zu den ITS on Supervisory Reporting – Teil 1: Meldeanforderungen nach CRR II

Die European Banking Authority (EBA) hat in den letzten Wochen drei Konsultationspapiere zu den ITS on Supervisory Reporting veröffentlicht, die die Anpassungen der Meldevorschriften gemäß CRR II, die spezifischen aufsichtsrechtlichen Berichtsanforderungen zum Marktrisiko und hier insbesondere zum Fundamental Review of the Trading Book (FRTB) sowie neue Meldeanforderungen zu MREL und TLAC inkl. der Offenlegung dieser Meldungen zum Inhalt haben.

Die Inhalte dieser drei Konsultationspapiere werden wir Ihnen im Rahmen unserer dreiteiligen Serie zum Supervisory Reporting vorstellen, um Ihnen eine Überblick über die relevanten kommenden Änderungen in den Meldebögen zu geben. Teil I unserer Serie fasst die wesentlichen Änderungen aus dem EBA-Konsultationspapier zu den Meldeanforderungen nach CRR II zusammen.

Happy Birthday – 10 Jahre Regulatory Blog!

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Ende November 2009 sind wir mit unserem Regulatory Blog gestartet – damals für uns noch ein recht neues Medium und daher auch ein kleines Experiment mit ungewissem Ausgang. Der Trend zur zunehmenden Nutzung elektronischer Informationswege und die damit verbundene Veränderung der Kommunikationswege hatten uns bewogen, mit dem Regulatory Blog eine flexible und reaktionsschnelle Plattform mit großer Reichweite zu schaffen. Wir wollten mit unserem Regulatory Blog über regulatorische Änderungen und Reformen kurz, prägnant und zeitnah informieren – und tun dies mittlerweile kontinuierlich seit zehn Jahren. Ein kurzer Rückblick auf einige der Meilensteine sei daher erlaubt:

20. Handelsblatt Jahrestagung: European Banking Regulation – Neue Entwicklungen in der Bankenaufsicht

Die Jahrestagung von Handelsblatt mit PwC-Beteiligung vom 11. – 13. November 2019 in Frankfurt am Main mit Austauschmöglichkeiten zur europäischen und nationalen Bankenaufsicht

Diskutieren Sie mit renommierten Experten der EZB, EBA, Deutschen Bundesbank, BaFin, SRB sowie Vertretern der Kreditwirtschaft und Verbänden aktuelle Regulierungsfragen. Mit dabei auch der neue Chef der Bankenaufsicht, Andrea Enria und der neue Chef der EBA, José Manuel Campa.

Die Handelsblatt Tagung liefert Antworten auf diese Fragen:

  • Welche Regulierungsprojekte sind in der Pipeline und wie ist der Stand der Umsetzung?
  • Was sind die Aufsichtsprioritäten für 2020?
  • Wie wirkt sich die Regulierung auf die Geschäftsmodelle aus?
  • Wie sind die CRR II/CRD V umzusetzen?
  • Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Regulierung aus?
  • Welche neuen Risiken bedeutet das für die Gesamtbanksteuerung?
  • Was kommt durch BIRD (Bank’s Integrated Reporting Dictionary) auf die Banken zu?

FRTB Intensiv – das aktuelle Seminar zu allen Aspekten des Marktrisikorahmenwerks !

Jetzt anmelden zum FRTB Intensiv Seminar am 20. November 2019 !

Die neuen Regelungen des Fundamental Review of the Trading Book (FRTB) umfassen alle Elemente des Marktrisikorahmenwerks: die Abgrenzung zwischen Anlagebuch und Handelsbuch, einen neuen Standardansatz zur Messung der Marktrisiken sowie umfassende Änderungen am Interne-Modelle-Ansatz.

Zusätzlich enthält die CRR II die Vorgabe, dass Institute, die in großem Umfang Marktrisiken ausgesetzt sind, bereits ab 2020 Informationen nach dem neuen Standardansatz melden sollen. Aufgrund der Komplexität der notwendigen Berechnungen sowie der Nutzung institutsintern ermittelter Sensitivitäten stellt diese kurzfristige Umsetzungsanforderung eine Herausforderung für zahlreiche Banken dar.

CRR II to go – das neue Banking Package in einer handlichen Zusammenfassung zum Download

In unserer Blog-Beitragsserie zu den finalen CRR II-Entwürfen hatten wir Sie bereits über die wesentlichen Inhalte des neuen Banking Package informiert. Nun haben wir die Sommerpause genutzt, um noch einmal ganz genau in die inzwischen final verabschiedete und in Kraft getretene Fassung zu schauen.
Unser Whitepaper „CRR II to go“ stellt Ihnen die wichtigsten Neuerungen thematisch übersichtlich und leicht verdaulich vor. Dabei wollen wir uns jedoch nicht auf eine rein fachliche Diskussion der Änderungen beschränken, sondern auch direkt die Implikationen für die technische und prozessuale Umsetzung sowie die vielfältigen Auswirkungen auf die Gesamtbanksteuerung aufzeigen.
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