Kategorie: CRD IV

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20. Handelsblatt Jahrestagung: European Banking Regulation – Neue Entwicklungen in der Bankenaufsicht

Die Jahrestagung von Handelsblatt mit PwC-Beteiligung vom 11. – 13. November 2019 in Frankfurt am Main mit Austauschmöglichkeiten zur europäischen und nationalen Bankenaufsicht

Diskutieren Sie mit renommierten Experten der EZB, EBA, Deutschen Bundesbank, BaFin, SRB sowie Vertretern der Kreditwirtschaft und Verbänden aktuelle Regulierungsfragen. Mit dabei auch der neue Chef der Bankenaufsicht, Andrea Enria und der neue Chef der EBA, José Manuel Campa.

Die Handelsblatt Tagung liefert Antworten auf diese Fragen:

  • Welche Regulierungsprojekte sind in der Pipeline und wie ist der Stand der Umsetzung?
  • Was sind die Aufsichtsprioritäten für 2020?
  • Wie wirkt sich die Regulierung auf die Geschäftsmodelle aus?
  • Wie sind die CRR II/CRD V umzusetzen?
  • Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Regulierung aus?
  • Welche neuen Risiken bedeutet das für die Gesamtbanksteuerung?
  • Was kommt durch BIRD (Bank’s Integrated Reporting Dictionary) auf die Banken zu?

Aufsichtsrechtliche Behandlung von Operationellen Risiken im Fokus (Teil 3): Erfolgsfaktoren für ein ganzheitliches Non-Financial Risk Management und beispielhaftes Projektvorgehen

Eine nachhaltige Risikokultur, verlässliche Governance-Strukturen sowie die Nutzung von neuen Technologien unterstützen ein ganzheitliches Non-Financial Risk Management (NFR-Management). Auf Basis der in Teil 1 und Teil 2 unserer Beitragsserie zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Operationellen Risiken dargestellten fachlichen Details zu den Themenblöcken NFR und dem überarbeiteten OpRisk Standardansatz gemäß Basel IV, fokussiert sich der dritte und letzte Beitrag auf die Erfolgsfaktoren des NFR-Managements. Darüber hinaus gibt der Beitrag einen Einblick in das PwC-Vorgehensmodell für eine erfolgreiche Projektdurchführung.

How PwC can help banks on their journey to Basel (IV)!

If you don’t want to get lost on the bumpy road to Basel IV, we are more than happy to support you with our team and our expertise.

 

 

More information on Basel IV in our Basel IV-Channel on Youtube and on our Basel IV Website.

Are you interested in finding out how to prepare best for the upcoming challenges ? Then we would like to take the opportunity to draw your attention on the upcoming PwC Basel IV/CRR II Academy 2019 in July. The Basel IV/CRR II Academy 2019 will allow you to develop a thorough understanding of the new regulations. Please click on the link for additional event information and registration.

Das neue Banking Package (Teil 2): Eigenmittel und Konsolidierung – wirklich nur marginale Änderungen?

Am 15. Februar 2019 hat der Rat der Europäischen Union die finalen Entwürfe zur Änderung des Banking Package, darin unter anderem die finalen Entwürfe der CRR II und der CRD V gebilligt. Im zweiten Teil unserer Beitragsserie zum neuen Banking Package möchten wir Ihnen die Änderungen der CRR II in Bezug auf die Ermittlung der Eigenmittel und die aufsichtsrechtliche Konsolidierung vorstellen – zwei Themen also, denen angesichts von FRTB, SA-CCR oder MREL und TLAC keine allzu große Aufmerksamkeit in den bisherigen Diskussionen zuteil wurde, bei denen aber jede noch so marginal erscheinende Änderung mit erheblichen Auswirkungen verbunden sein kann.

EBA-Konsultation zu RTS zur Homogenität der einer Verbriefung zugrundeliegenden Exposures nach dem neuen Verbriefungsrahmenwerk

Die EBA hat am 15. Dezember einen Entwurf für einen technischen Regulierungsstandard (RTS) zur Homogenität der Underlyings einer Verbriefung veröffentlicht (Draft RTS on the homogeneity of the underlying exposures in securitisation under Art. 20(14) and 24(21) of [Regulation (EU) XXX/201X … laying down a general framework for securitisation and creating a specific framework for simple, transparent and standardised securitisation] (EBA/CP/2017/21)). Der RTS spezifiziert, welche Anforderungen der einer Verbriefung zugrundeliegende Asset-Pool an die Homogenität dieser Assets erfüllen muss, um als einfache, transparente, standardisierte Verbriefung (STS-Verbriefung) gemäß der neuen europäischen Verbriefungsverordnung (EU-VVO) eingestuft werden zu können.

Hintergrund

Am 28. Dezember 2017 wurde die neue Verordnung zur Festlegung eines allgemeinen Rahmens für Verbriefungen und zur Schaffung eines spezifischen Rahmens für STS Verbriefung (VO (EU) 2017/2402) im EU Amtsblatt veröffentlicht. Die neue Verordnung tritt am 1. Januar 2019 in Kraft. Mitte Dezember 2018 veröffentlichte die EBA das Konsultationspapier zu dem RTS, der Konkretisierungen zu den Anforderungen an die Homogenität von Portfolien nach den Art. 20 und 24 der VO 2017/2042 enthält.

Mit dem Thema Homogenität behandelt die EBA eines der wichtigsten Verbriefungs-Themen als erstes, weil die Zusammensetzung des Asset-Pools ausschlaggebend für die ökonomische Vorteilhaftigkeit einer Verbriefung ist. Analysen zum Erfordernis etwaiger Anpassungen des von Verbriefungen betroffenen Geschäftsmodells können demnach bald beginnen.

Inhalt

Ziel der Regelungen ist es, den Investoren die Durchführung einer belastbaren Due Diligence- Prüfung des Asset-Pools zu ermöglichen und zu vereinfachen, indem dieser möglichst homogen ist. Eine Unterscheidung nach Laufzeiten ist nicht vorgesehen. Daher schlägt die EBA vor, für ABCP- (Art. 24 (15) der EU-VO) und nicht-ABCP-Verbriefungen (Art. 20(8) der EU-VO) dieselben Kriterien zu benutzen. Die EBA hat für die Beurteilung der Homogenität 4 Kriterien entwickelt. Diese sollen den Investoren helfen, die Risiken aus Verbriefungen besser beurteilen zu können:

  • Ähnliche Kreditvergabestandards für alle Assets im Pool (zusätzlich zur Anforderung einer hohen Qualität dieser Standards in Art. 20(5) EU-VVO).
  • Einheitliche Servicing-Standards für den Asset-Pool (Prozesse, Systeme und Governance des Servicings), um den Investoren die Benutzung derselben Cashflow-Methodik zu ermöglichen.
  • Zugehörigkeit zur selben Asset-Kategorie entsprechend den Vorgaben des RTS. Die Kategorien sind am Marktstandard ausgerichtet (u.a. durch Hypotheken besicherte Wohnimmobilienkredite, Kreditfazilitäten an natürliche Personen, Autokredite und Autoleasing, Kreditkartenforderungen) und nicht abschließend, um Marktentwicklungen nicht zu behindern (Überprüfung geplant). Dasselbe Asset kann verschiedenen Kategorien zugeordnet werden (z.B. Private KfZ-Finanzierung sowohl „credit facilities to natural persons“ als auch „Autokredite und Autoleasing“„auto loans and auto leases“).
  • Einheitliche Risikofaktoren des Asset-Pools entsprechend den Vorgaben des RTS. Die Risikofaktoren (u.a. Schuldnertyp, gestellte Sicherheit, Rang der Sicherheit, Sektor des Verkäufers) sollen zur Anwendung kommen, um die einer Kategorie angehörenden Assets im Pool weiter zu differenzieren. Der RTS legt tabellarisch fest, welche Risikofaktoren für die einzelnen Asset-Kategorien überhaupt zur untersuchen sind (z.B. seniority on collateral bei residential loans). Aus diesen sind dann für einen konkreten Asset-Pool die tatsächlich relevanten Risikofaktoren abzuleiten und zu erfüllen.

Homogenität und andere Anforderungen

Die EBA stellt klar, dass die Anwendung der Risikofaktoren die geltenden Marktstandards abbilden und keine zusätzlichen Anforderungen schaffen soll. Überdies sollen Homogenitätsanforderungen und die Möglichkeit zur Diversifikation von Risiken im Portfolio in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Der Nachweis der Homogenität des Asset-Pools ist Gegenstand der Offenlegung von Informationen (z.B. im Rahmen der Anzeige der Einhaltung der STS-Kriterien oder anderer Offenlegungspflichten). Anforderungen an die Offenlegung sind nicht Gegenstand des RTS, sondern werden durch die ESMA in separaten technischen Standards festgelegt.

Umsetzung und Inkrafttreten

Die Konsultationsfrist läuft bis zum 15. März 2018. Der finale Entwurf wird dann der Kommission zur Veröffentlichung im EU-Amtsblatt innerhalb von 6 Monaten zugeleitet. Bei voller Ausnutzung der sechs Monate könnten den Instituten nur noch 3 Monate für die Umsetzung der finalen Vorgaben zur Verfügung stehen.

Fazit

Die EBA hat sich für einen qualitativ geprägten Ansatz für die Erfüllung der Homogenitätskriterien entschieden. Die Spielräume, die sich aus den vergleichsweise offen formulierten Asset-Kriterien ergeben, sollen durch die Risikofaktoren wieder beschränkt werden. Vor allem bei letzteren ist offen, wieviel Spielraum die Institute bei der Auswahl der anzuwendenden Faktoren haben werden. Daraus ergibt sich trotz der auf den ersten Blick einfachen Struktur mit vier Kriterien ein weiteres komplexeres Regelwerk.

Die Institute sollten in einem ersten Schritt die Kriterien sowohl auf ihre Bestandsverbriefungen als auch auf die Asset-Pools geplanter Verbriefungen anwenden. Daraus lassen sich Auswirkungen der Homogenitätskriterien auf das Neugeschäft ableiten. Ein Schwerpunkt der Analyse sollte dabei auf der Frage liegen, wie sich unterschiedliche Risikofaktoren auf die Ergebnisse auswirken.

Aufgrund der großen Bedeutung des Themas sollte trotz des noch in der Konsultationsphase befindlichen RTS zügig mit der Umsetzung der Anforderungen gestartet werden. Die Erfahrung aus vergangenen Konsultationen der EBA hat gezeigt, dass die wesentlichen Elemente eines Konsultationspapiers in der Regel nicht mehr geändert werden.

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Hiltrud Thelen-Pischke

Telefon: +49 69 9585 2141

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Dr. Philipp Völk

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„Fast-Track“-Änderung der Großkreditvorschriften in der CRR

Gemeinsam mit der Einführung von Übergangsvorschriften zur IFRS 9-Erstanwendung (siehe Regulatory Blog-Beitrag: „Fast Track“ – CRR Übergangsbestimmungen für die IFRS 9-Auswirkungen auf die regulatorischen Eigenmittel“ vom  17. Januar 2018) wurden mit Veröffentlichung am 27. Dezember 2017 im Amtsblatt der Europäischen Union die Übergangsvorschriften für auf die Landeswährung eines EU-Mitgliedsstaats lautende Risikopositionen gegenüber öffentlichen Schuldnern in Bezug auf die Großkreditermittlung verlängert (Verordnung (EU) 2017/2395 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2017).

Ausgangspunkt der unmittelbar wirksamen Änderung der CRR sind die Ausnahmeregelungen des Art. 400 Abs. 1 lit. a) bis e) CRR, nach denen Risikopositionen, die gegenüber Zentralstaaten, Zentralbanken, öffentlichen Stellen sowie regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften der EU-Mitgliedsstaaten bestehen oder durch diese garantiert sind, vollständig von der Anrechnung auf die Großkreditobergrenze ausgenommen sind, sofern ein KSA-Risikogewicht von 0% vorläge.

Bei den hier also zugrunde liegenden Anforderungen zur Nullgewichtung von Zentralstaaten im KSA ist grundsätzlich zu unterscheiden zwischen der rein bonitätsabhängigen Einstufung gemäß Art. 114 Abs. 2 CRR und den pauschalen Ausnahmeregelungen gemäß Art. 114 Abs. 4 und Abs. 5 CRR für Zentralregierungen von EU-Mitgliedsstaaten, die aufgrund ihrer Bonitätseinstufung kein KSA-Risikogewicht von 0% erhielten:

  • Für Risikopositionen gegenüber Zentralstaaten, die schon allein aufgrund ihrer aktuellen Bonitätseinstufung (Bonitätsstufe 1) gemäß Art. 114 Abs. 2 CRR ein KSA-Risikogewicht von 0% erhalten, ergeben sich keine Änderungen, da die Anforderungen des Art. 400 Abs. 1 CRR zur vollständigen Befreiung von der Großkreditobergrenze weiterhin erfüllt werden. Dies gilt gleichermaßen für Risikopositionen gegenüber regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften sowie gegenüber öffentlichen Stellen, die gemäß Art. 115 Abs. 2 bzw. Art. 116 Abs. 4 CRR wie Risikopositionen gegenüber diesen Zentralstaaten behandelt werden dürfen.
  • Im Unterschied dazu wird gemäß Art. 114 Abs. 4 CRR Risikopositionen gegenüber Zentralstaaten und Zentralbanken der EU-Mitgliedsstaaten, die auf die eigene Landeswährung lauten und in dieser Währung refinanziert sind, ungeachtet der Bonitätseinstufungen ein pauschales KSA-Risikogewicht von 0% zugewiesen. Gleiches gilt auch hier für Risikopositionen gegenüber regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften sowie gegenüber öffentlichen Stellen, die gemäß Art. 115 Abs. 2 bzw. Art. 116 Abs. 4 CRR wie Risikopositionen gegenüber dem Zentralstaat behandelt werden dürfen. Somit kann die Anforderung an die Ausnahme von der Großkreditobergrenze auch für diese Risikopositionen per se als erfüllt angesehen werden.
  • Für Risikopositionen gegenüber Zentralstaaten und Zentralbanken der EU-Mitgliedsstaaten, die auf die Landeswährung eines anderen Mitgliedstaats lauten und in dieser Währung refinanziert sind, galt die pauschale KSA-Nullgewichtung nach Art. 495 Abs. 2 CRR jedoch nur bis zum 31. Dezember 2017 (analog: Risikopositionen gegenüber regionalen oder lokalen Gebietskörperschaften sowie gegenüber öffentlichen Stellen, die wie Risikopositionen gegenüber dem Zentralstaat behandelt werden dürfen). Seit dem 1. Januar 2018 werden die KSA-Risikogewichte für diese Risikopositionen gemäß Art. 114 Abs. 5 CRR jedes Jahr ein wenig stärker von den tatsächlichen Bonitätseinstufungen abhängig gemacht und nicht mehr per se mit 0% angesetzt. Dies bedeutete aber auch, dass die Anforderungen des Art. 400 Abs. 1 CRR an die Nullanrechnung auf die Großkreditobergrenze ab dem 1. Januar 2018 nicht mehr in allen Fällen erfüllt gewesen und somit eine vollständige Anrechnung auf die Obergrenze erforderlich geworden wäre.

Um diesen „Klippeneffekt“ abzufedern, hat der Gesetzgeber noch vor dem 1. Januar 2018 in Art. 493 Abs. 4 bis 7 CRR sowohl eine großkreditspezifische Bestandsschutz- als auch eine Übergangsregelung eingeführt. Die Bestandsschutzregelung gemäß Art. 493 Abs. 7 CRR stellt sicher, dass die betroffenen Risikopositionen, die bereits vor Verabschiedung der neuen Verordnung am 12. Dezember 2017 bestanden, weiterhin und zeitlich unbefristet in voller Höhe von der Anrechnung auf die Großkreditobergrenze ausgenommen werden können. Die Übergangsregelung besagt zudem, dass die zuständigen Aufsichtsbehörden den Instituten gestatten können, für die betroffenen Risikopositionen, die am oder nach dem 12. Dezember 2017 entstanden sind, die folgenden, privilegierten Großkreditobergrenzen anzuwenden:

  • 100% des Kernkapitals bis zum 31. Dezember 2018
  • 75% des Kernkapitals bis zum 31. Dezember 2019
  • 50% des Kernkapitals bis zum 31. Dezember 2020

Demnach soll erst ab dem 1. Januar 2021 die allgemein gültige Großkreditobergrenze nach Art. 395 Abs. 1 CRR in Höhe von 25% zur Anwendung kommen. Hierbei ist jedoch bemerkenswert, dass sich die Sonder-Obergrenzen während der Übergangsphase nicht auf die anrechenbaren Eigenmittel, sondern allein auf das Kernkapital beziehen. Dies könnte als eine partielle Vorwegnahme der erst für die CRR II vorgesehenen allgemeinen Änderung der Kapitalbasis zur Großkreditobergrenze interpretiert werden (siehe auch unseren Regulatory Blog Beitrag: „EU Kommission veröffentlicht Entwürfe zu CRD V, CRR II und BRRD  Teil 3: Übernahme von Basel IV in EU-Recht“ vom 1. Dezember 2016)RRD – Teil 3 : Übernahme von Basel IV in EU-Recht

Ferner fällt auf, dass die Übergangsregelung – abweichend von der bis dahin gültigen Ausnahmeregelung („Nullanrechnung“) – nicht die Höhe des auf die Großkreditobergrenze anzurechnenden Betrags betrifft, sondern eine gesonderte Großkreditobergrenze einführt. Damit ist eine betroffene Risikoposition zwar ab dem 1. Januar 2018 in voller Höhe auf die Großkreditobergrenze anzurechnen, es darf aber eine Großkreditobergrenze von 100% des Kernkapitals – anstelle von 25% der anrechenbaren Eigenmittel – angewandt werden. Dies bedeutet zum einen, dass die vollständige Ausnahme der Position aufgehoben und für 2018 ein Limit in Höhe des Kernkapitals eingeführt wurde. Zum anderen ist zu bedenken, dass meldetechnisch bisher keine Möglichkeit geschaffen wurde, die Höhe einer einzelnen Risikoposition in Prozent des Kernkapitals auszuweisen. In den quartalsweisen Großkreditmeldungen sind nach Maßgabe der D-VO (EU) 680/2014 („ITS on Supervisory Reporting“) also unverändert die aggregierten Risikopositionen gegenüber einem Kreditnehmer bzw. einer Gruppe verbundener Kunden in Relation zu den anrechenbaren Eigenmitteln auszuweisen.

Sie haben weitere Fragen zu den Änderungen der Großkreditvorschriften?

Gerne unterstützen wir Sie bei der weiteren Aufarbeitung der neuen Regelungen und der Analyse der Auswirkungen für Ihr Institut. Sprechen Sie einfach unsere Experten an:

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EBA Konsultation zu den Methoden der aufsichtlichen Konsolidierung

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat am 09. November 2017 einen Entwurf für einen technischen Regulierungsstandard (RTS) zu den Methoden der aufsichtlichen Konsolidierung nach Art 18 CRR veröffentlicht (Draft RTS on the methods of prudential consolidation under Art. 18 of Regulation (EU) No 575/2013 (EBA/CP/2017/20)). Damit soll sichergestellt werden, dass für die Berechnung der Eigenkapitalanforderungen auf konsolidierter Basis harmonisierte Methoden angewendet werden. Die Konsultation läuft bis zum 09.Februar 2018.

Im Regelfall wenden Mutter-Institute bzw. Mutterfinanzholdinggesellschaften die Methode der Vollkonsolidierung bei den für den aufsichtlichen Konsolidierungskreis relevanten Tochterunternehmen an. Bei Gemeinschaftsunternehmen oder solchen Unternehmen, die freiwillig konsolidiert werden, wird die quotale Konsolidierung durchgeführt oder die Aggregationsmethode. Unter bestimmten Umständen ist auch die Anwendung der Äquivalenzmethode möglich.

Der Entwurf konkretisiert die Kriterien und Bedingungen, die erfüllt sein müssen für:

  • eine eventuelle anteilsmäßige Konsolidierung bei Tochterunternehmen anstelle der Vollkonsolidierung, basierend auf dem Anteil des Mutterunternehmens an dem Tochterunternehmen (Artikel 18(2) CRR).
  • Die Verwendung des Aggregationsverfahrens in Fällen, bei denen mehrere Unternehmen auf einheitlicher Basis durch eine Beziehung z.B. in Form eines (Gesellschafts-)Vertrags, Memorandums oder durch ein gemeinschaftliches Management (durch dieselbe Person) verbunden sind (Artikel 18(3) CRR).
  • Die Verwendung der anteilsmäßigen Konsolidierung entsprechend dem Kapitalanteil von Beteiligungen an Instituten, Finanzinstituten, Nebendienstleistern die von einem in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen gemeinsam mit einem nicht in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen geleitet werden (Artikel 18(4) CRR).
  • Ein Konsolidierungsverfahren bei speziellen Fällen von Kapitalverflechtungen (Artikel 18(5) CRR).
  • Ein Konsolidierungsverfahren bei signifikanter Einflussnahme ohne Beteiligungen oder andere Kapitalbeziehungen und bei einheitlicher Leitung, die weder vertraglich oder satzungsmäßig festgelegt ist (Art. 18 (6) CRR).

Im Zusammenhang mit der Frage nach der angemessenen Konsolidierungsmethode berücksichtigt die EBA auch die Leitlinien des Basel Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS) zur Identifizierung und Management des sog. „step-in risk“ (Guidelines on identification and management of step-in risk, (BCBS 423)). Dieses Unterstützungsrisiko kann sich materialisieren, wenn ein Institut über seine vertraglichen Pflichten hinaus einem nicht konsolidierten Unternehmen Unterstützung gewährt, um sich z.B. vor Reputationsschäden zu schützen. Die Leitlinien beinhalten verschiedene Indikatoren, die die Institute heranziehen sollen, um Unternehmen zu identifizieren, die ein step-in Risiko begründen könnten.

Der EBA-Entwurf berücksichtigt einige dieser Indikatoren, die von den Instituten und zuständigen Behörden im Zusammenhang mit der Frage, ob und wie Unternehmen angemessen konsolidiert werden, zu prüfen sind. Allerdings ist hier darauf hinzuweisen, dass das finale Baseler Papier zum Step-in Risk keine automatische Pillar 1 Anforderung mehr enthält.

Parallel zum Konsultationsentwurf hat die EBA eine Opinion und einen Report zur aufsichtlichen Behandlung von anderen Finanzintermediären (other financial intermediaries (OFIs)) und zur Problematik der unterschiedlichen Anwendung der Definition der Begriffe „Finanzinstitut“ und „Anbieter von Nebendienstleitungen“ veröffentlicht (Opinion on matters relating to other financial intermediaries and regulatory perimeter issues (EBA/Op/2017/13) und Report on other financial intermediaries (OFis) and regulatory perimeter issues). Hier einheitliche Definitionen umzusetzen ist eine wichtige Voraussetzung für harmonisierte Konsolidierungsregeln.

Mehr Einzelheiten zu den Kriterien und Bedingungen für die jeweiligen Konsolidierungsmethoden finden Sie demnächst hier im Regulatory Blog.

 

18th Handelsblatt Annual Conference 2017: European Banking Regulation – New Developments in Banking Supervision

For the 18th time already, the Handelsblatt Annual Conference will be held again this year, from 22 to 24 November 2017 at the Jumeirah Hotel in Frankfurt am Main, Germany.

The annual meeting point for renowned experts from the ECB, EBA, national supervisors, central banks and representatives of the credit industry and associations about the latest regulation issues. Meet our PwC-Experts at the conference and find out all the relevant information about banking supervision from first-hand sources for your practical implementation.

The spotlight will be on European and national regulation issues, regulation topics arising from direct and indirect supervision and on the pending changes relating to Basle, CRD V and CRR II.

The Handelsblatt Annual Conference on Banking Supervision will give you answers to
the following questions:

  • Which regulation projects are in the pipeline and what is the status of their implementation?
  • What will be required in 2018 in the EBA stress test?
  • How is the issue of proportionality taken into account in supervision?
  • How can risk management requirements be implemented in practice?
  • Which new disclosure regulations and reports are being demanded by the supervisory  authorities?

We are looking forward to your visit and an informative exchange of views.

Come and meet us at the conference.

EMEA Banking Leader Burkhard Eckes discusses „Future topics of banking regulation“. 

I will lead you through „New requirements of IRBA and interaction with the new capital stock“.

More information and registration are available here

PwC clients have the opportunity to attend the conference at a reduced participation fee. Please contact us at pwcplus.knowledgetransfer@de.pwc.com

I look forward to meeting you at the Conference.

Best regards,

Martin Neisen

Global Basel IV Leader

18. Handelsblatt Jahrestagung mit PwC: European Banking Regulation – Neue Entwicklungen in der Bankenaufsicht

Die Jahrestagung von Handelsblatt mit PwC-Beteiligung vom 22. – 24. November 2017 in Frankfurt am Main

Hier treffen sich Experten der EZB, EBA, Deutschen Bundesbank, BaFin, SRB sowie Vertreter der Kreditwirtschaft und Verbände, um aktuelle Neuerungen zu diskutieren. Im Mittelpunkt der Keynotes und Panels stehen europäische und nationale Regulierungsfragen, Regulierungsthemen aus der direkten und indirekten Aufsicht sowie auf anstehenden Neuerungen zu CRD V, CRR II und Basel IV.

Diese Fragen zur Bankenaufsicht stehen im Mittelpunkt:

  • Welche Regulierungsprojekte sind in der Pipeline und wie ist der Stand der Umsetzung?
  • Was wird 2018 im Stresstest der EBA gefordert?
  • Welche Aspekte aus der CRR II/CRD V sind zu berücksichtigen?
  • Was tut sich in Basel?
  • Wie könnte der SREP für LSIs aussehen und wie bereiten Sie sich darauf vor?
  • Wie wird das Thema der Proportionalität in der Aufsicht berücksichtigt?
  • Wie wird sich die Digitalisierung auf die Aufsicht und die Institute auswirken?

Neben Fachleuten und Spitzenvertretren der europäischen und nationalen Aufsicht, aus Politik und Verbänden, treffen Sie auch unsere PwC–Experten Burkhard Eckes und Martin Neisen.

Banking Leader Burkhard Eckes wirft mit Spitzenvertretern der europäischen Aufsicht und internationaler Institute einen Blick in die Zukunft: „What is coming next? Themen der Bankenregulierung der nächsten Jahre

Martin Neisen, Regulatory Partner und Global Basel IV Leader, spricht über „Neue Anforderungen des IRBA (internen Ratings basierender Ansatz) und Wechselwirkung mit dem neuen Kapitalfloor„.

Mehr Informationen zu dieser Veranstaltung sowie den Link zur Anmeldung finden Sie hier.

Kunden und Mandanten von PwC erhalten für diese Veranstaltung einen Rabatt.

Basel IV-Channel – Episode 20: EBA draft RTS on economic downturn

Mit der aktuellen Folge des Basel IV-Channels wenden wir uns wieder einem Thema aus dem Bereich der Kreditrisiken und insbesondere dem IRB-Ansatz zu. Die European Banking Authority (EBA) hat im März 2017 den Entwurf eines technischen Regulierungsstandards vorgelegt, in dem Begriff, Schwere und Länge eines „economic downturns“ definiert werden. Dies ist als Grundlage bei der LGD-Schätzung und der Schätzung des Downturn-Konversionsfaktors bei fortgeschrittenen IRBA-Modellen zu berücksichtigen. Obwohl es sich damit nicht um ein direkt aus den Basel-IV Regelungen folgendes Thema handelt, müssen im Zusammenhang mit den anstehenden Änderungen des IRBA auch die Vorschläge der EBA berücksichtigt werden.

Der aktuelle Basel IV-Channel befasst sich mit dem Thema:

EBA draft RTS on economic downturn

Unsere PwC-Experten geben Ihnen einen Einführung über die im Entwurf vorgestellten Ansätze und erläutern die Auswirkungen. Dieser Beitrag ist in englischer Sprache.

Sie können sich zu unserem Basel IV-Channel über unsere Basel IV Webseite im Vorfeld anmelden und erhalten eine Informationsmail. (Alle Teilnehmer der vorherigen Veranstaltungen erhalten automatisch eine Information per E-Mail).

Den Webcast können Sie sich direkt auf Youtube unter pwc.baselIVchannel ansehen. Alternativ stellen wir für Sie die aktuelle Folge unseres Basel IV-Channels auch im MP4-Format auf unserer Basel IV Webseite zur Verfügung.

Sie haben eine Folge des Basel IV-Channels verpasst ?

Kein Problem – es besteht die Möglichkeit sich unter folgendem Link eine Aufzeichnung der Webcasts auf unserem Youtube-Channel anzuschauen.

Sie haben Fragen rund um Basel IV ?

Auf unserer Basel IV Webseite finden Sie Informationen und Ansprechpartner.

Wir freuen uns, Sie zu unserem nächsten Termin begrüßen zu dürfen.

Herzlichst Ihr

Martin Neisen,

Global Basel IV Leader

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