Kategorie: Credit & Operational Risk

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Webinar – Vorbereitung auf den Klimarisiko-Stresstest

 

Klimarisiko-Stresstests zielen insbesondere darauf ab, die Auswirkungen von Klimafaktoren auf das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko und das Reputationsrisiko anhand von kurz- und langfristigen Szenarien zu bewerten. Sie stellen derzeit viele Kreditinstitute vor Herausforderungen und ihre Relevanz wird noch steigen, da Klimarisiken auch den Schwerpunkt des 2022 anstehenden EZB-Stresstests bilden. Der externe Klimarisiko-Stresstest beginnt bereits im Dezember 2021 und erfordert besondere Aufmerksamkeit – zumal einige Aspekte der Methodik noch nicht feststehen.

Wie ist der aktuelle Stand der Methodik? Wo liegen die größten Herausforderungen? Und welche Schritte können schon jetzt eingeleitet werden?

BCBS zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets – Die Reise geht weiter!

Am 10. Juni 2021 hat der Baseler Ausschuss fĂĽr Bankenaufsicht (BCBS) ein neues Konsultationspapier zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets veröffentlicht (BCBS 519 – Aufsichtsrechtliche Behandlung von Krypto-Assets). Damit fĂĽhrt der BCBS den Austausch mit der Finanzbranche in eine neue Runde, nachdem bereits im Dezember 2019 ein erstes Diskussionspapier zu diesem Thema publiziert wurde (unser Blogbeitrag zum Diskussionspapier vom Dezember 2019).

Kernstück der Konsultation sind die Kapitalanforderungen für Kredit- und Markpreisrisiken für Krypto-Assets, die mittels eines neuen Klassifizierungsverfahren in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Ergänzend werden weitere aufsichtsrechtliche Anforderungen etwa in Bezug auf Großkreditvorschriften sowie Liquiditätsquoten konsultiert und Vorschläge zur Integration von Krypto-Assets in die Offenlegung nach Säule III gemacht.

Ihr Plus zum Regulatory Blog

Unser Regulatory Blog ist seit über 10 Jahren als aktuelle und zuverlässige Informationsquelle am Start. Die vielen Zugriffe und Ansichten auf jeden unserer Beiträge zeigen uns Monat für Monat, wie groß das Interesse der Leser:innen und der Bedarf an schnellen und gut aufbereiteten Informationen sind – für unsere tägliche Arbeit ist das Ansporn und Verpflichtung zugleich.

Wer uns wie Sie auf dem Weg von den Anfängen des Regulatory Blogs seit 2009 begleitet hat, hat sich mit uns zusammen durch groĂźe Umwälzungen und Reformen des Finanzsektors gearbeitet. Die Schlagzahl des regulatorischen „outputs“ hat sich in dieser Zeit deutlich erhöht – neue Regulatoren, neue Aufsichtsprozesse und viele ganz neue Themen tragen dazu bei.

EBA veröffentlicht finalen RTS-Entwurf zur aufsichtsrechtlichen Konsolidierung (EBA/RTS/2021/04)

Am 15. April 2021 hat die EBA die finalen Entwürfe technischer Regulierungsstandards zu den Methoden der aufsichtsrechtlichen Konsolidierung nach Art. 18 CRR veröffentlicht (EBA/RTS/2021/04). Die EBA kommt damit ihrem Auftrag gemäß Art. 18 Abs. 9 CRR mit einer Corona-bedingten Verzögerung nach und konkretisiert die Anforderungen an die aufsichtsrechtliche Konsolidierung.

Im Vergleich zum Konsultationspapier EBA/CP/2017/20 vom 9. November 2017 wurden die finalen RTS-EntwĂĽrfe nochmals deutlich ĂĽberarbeitet, um auch die Ă„nderungen aus der zwischenzeitlich in Kraft getretenen CRR II widerzuspiegeln (siehe dazu auch unseren Blog Beitrag „Das neue Banking Package (Teil 2): Eigenmittel und Konsolidierung – wirklich nur marginale Ă„nderungen“ vom 25. Februar 2019). Die Regelungen der finalen RTS-EntwĂĽrfe treten formal gesehen 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft. Da der zugrunde liegende Art. 18 CRR jedoch in seiner ĂĽberarbeiteten Fassung bereits seit dem 28. Dezember 2020 anzuwenden ist, sollten Institute die nun veröffentlichten Konkretisierungen des Art. 18 CRR sehr genau analysieren und ggf. schon heute im Rahmen ihrer Prozesse berĂĽcksichtigen.

EBA definiert Prozesse bei Ăśberschreitung der GroĂźkreditgrenzen

Mit Anwendung der CRR2 zum 28. Juni 2021 erfahren auch die Vorgaben zum Umgang mit Überschreitungen der Großkreditobergrenze einige Änderungen. Ziel ist insbesondere die Vereinheitlichung der EU-weiten Aufsichtspraxis im Falle von Großkreditüberschreitungen. Die Anpassungen in Art. 396 (1) CRR rücken vor allem die individuelle Kommunikation zwischen dem Institut und der zuständigen Aufsichtsbehörde in den Mittelpunkt, wenn es in “außergewöhnlichen Umständen” ausnahmsweise zu Großkreditüberschreitungen kommt. Für die Definition der außergewöhnlichen Umstände, den Zeitraum bis zur Wiedereinhaltung der Grenze und den dafür zu ergreifenden Maßnahmen wurde der European Banking Authority (EBA) mit Art. 396 (3) CRR ein Mandat zur Vorgabe entsprechender Leitlinien erteilt. Mit dem am 17. Februar 2020 veröffentlichten Konsultationspapier ist die EBA diesem Mandat nachgekommen. Die Konsultationsfrist läuft zwar noch bis Mitte Mai; Handlungsbedarfe sind aber bereits erkennbar.

Finale EBA-Leitlinien zum Umgang mit Tri-Party Repos im Rahmen der GroĂźkreditmeldungen

Am 16. Februar 2021 hat die European Banking Authority (EBA) die finalen Leitlinien zum Umgang mit Tri-Party Repos im Rahmen der GroĂźkreditmeldungen veröffentlicht. Die Leitlinien konkretisieren die Anforderungen an die Ausnahmeregelung nach Art. 403 Abs. 3 CRR2, die fĂĽr Tri-Party Repos bei der Anwendung des verpflichtenden Substitutionsansatzes in Anspruch genommen werden kann, um den operativen Aufwand fĂĽr die Institute zu verringern. Der erste Anwendungszeitpunkt der Leitlinien ist – in Einklang mit der zugrunde liegenden Regelung der CRR2 – der 28. Juni 2021. Im Folgenden stellen wir Ihnen vor, welche Bedingungen an die Inanspruchnahme der Ausnahmeregelung geknĂĽpft werden und wo aus unserer Sicht die wesentlichen Herausforderungen lauern.

Regulatory im Advent – Teil I

Mit der Vorweihnachtszeit wird auch eine Zeit der Besinnung und des Reflektierens eingeläutet. Neigt sich das Jahr tatsächlich schon wieder dem Ende entgegen? Was haben wir in diesem Jahr alles erlebt? Konnten wir unsere guten Vorsätze in die Tat umsetzen? Auch wir, das Team Regulatory Management von PwC Deutschland, hat sich einen Moment Ruhe gegönnt und mal zurückgeblickt auf ein ereignisreiches und sicher nicht ganz einfaches Jahr. Mit unserer vierteiligen Adventsreihe möchten wir einige regulatorische Highlights des Jahres 2020 herausgreifen, aber vor allem auch nach vorne schauen.

EBA konkretisiert den aufsichtsrechtlichen CET1-Abzug bilanziell aktivierter Software – eine relevante Erleichterung für viele Institute

Im Kontext des CRR „Quick Fix“, (vgl. dazu Regulatory Blog Beitrag: „CRR „Quick Fix“ mit COVID-19 bezogenen Maßnahmen tritt in Kraft“ vom 03. Juli 2020) der aufgrund der makroökonomischen Auswirkung der Corona Pandemie wesentliche Erleichterungen für Institute erlaubt, wird der seit dem 14. Oktober finale RTS zur Ausnahme bilanziell aktivierter Software vom Kapitalabzug für immaterielle Vermögensgegenstände bereits ab dem 1. Tag nach Veröffentlichung im EU Amtsblatt anwendbar sein. In Abhängigkeit der Höhe der bilanziell aktivierten Software kann dies ein wichtiger Baustein für das Kapitalmanagement sein.

EBA outlines new regulations for determining indirect risks arising from derivatives and credit derivatives in the large exposure framework

On 23 July 2020 the EBA has published a consultation paper on the treatment of indirect exposures arising from derivatives and credit derivatives in the large exposure regime (Draft Regulatory Technical Standards on the determination of indirect exposures to underlying clients of derivatives and credit default derivatives under Article 390(9) CRR2 (EBA/CP/2020/14)). The publication marks the next important milestone in specifying the new provision entailed in Art. 390(5) CRR2 which will enter into force in July 2021. This new CRR2 provision already requires institutions to take into account those risks towards the issuer of an underlying reference asset that it has entered into only indirectly by closing a derivative (e.g. option, forward) or credit derivative (e.g. CDS) contract. The accompanying EBA standard is now intended to define a concrete methodology specifying the determination of such indirect exposures. Based on the present consultation paper it is to be expected that implementing the methodology proposed will entail various challenges both from a technical as well as an operational perspective.

EBA entwirft neue GroĂźkreditregelungen fĂĽr indirekte Risiken aus Derivaten und Kreditderivaten

Am 23. Juli 2020 hat die European Banking Authority (EBA) das Konsultationspapier zur Behandlung von indirekten Risikopositionen aus Derivaten und Kreditderivaten im Großkreditregime veröffentlicht (Draft Regulatory Technical Standards on the determination of indirect exposures to underlying clients of derivatives and credit default derivatives under Article 390(9) CRR2 (EBA/CP/2020/14)) und damit den nächsten wichtigen Meilenstein zur Konkretisierung der Neuregelung in Art. 390 Abs. 5 der CRR2 erreicht. Über die CRR2 wurde zunächst klargestellt, dass auch solche Risiken in der Großkreditmeldung und ‑überwachung zu berücksichtigen sind, die ein Institut nur indirekt über den Abschluss eines Derivategeschäfts (bspw. Option, Forward) oder eines Kreditderivats (bspw. CDS) gegenüber dem Schuldner eines Referenzaktivums eingegangen ist. Der dazugehörige EBA-Standard soll die konkrete Methodik zur Ermittlung der indirekten Risikopositionswerte vorgeben, wobei das nun vorliegende Konsultationspapier bereits erahnen lässt, dass die Umsetzung diverse fachliche und praktische Herausforderungen mit sich bringen wird.