Kategorie: Governance & Supervisory Practice

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Finale Fassung der IVV 4.0 veröffentlicht

Das Warten hat ein Ende! Noch unmittelbar vor der Bundestagswahl wurde die finale Fassung der dritten Ă„nderungsverordnung der InstitutsvergĂĽtungsverordnung (IVV 4.0) am 24. September 2021 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Die Konsultationsfassung war bereits Mitte November 2020 veröffentlicht worden (vgl. hierzu unseren Blogbeitrag mit den wesentlichen Inhalten: „Auf den letzten Metern zur Umsetzung des EU-Bankenpakets“ vom 19. November 2020)  und sollte „möglichst kurzfristig” nach dem Risikoreduzierungsgesetz Ende Dezember 2020 in Kraft treten. Die lange Zeitdauer bis zur finalen Verabschiedung hat dazu gefĂĽhrt, dass es in der Zwischenzeit einige Unsicherheiten ĂĽber die Anwendbarkeit der darin vorgesehenen Ă„nderungen gegeben hat, die nunmehr beendet sind.

Webinar – Vorbereitung auf den Klimarisiko-Stresstest

 

Klimarisiko-Stresstests zielen insbesondere darauf ab, die Auswirkungen von Klimafaktoren auf das Kreditrisiko, das Marktrisiko, das operationelle Risiko und das Reputationsrisiko anhand von kurz- und langfristigen Szenarien zu bewerten. Sie stellen derzeit viele Kreditinstitute vor Herausforderungen und ihre Relevanz wird noch steigen, da Klimarisiken auch den Schwerpunkt des 2022 anstehenden EZB-Stresstests bilden. Der externe Klimarisiko-Stresstest beginnt bereits im Dezember 2021 und erfordert besondere Aufmerksamkeit – zumal einige Aspekte der Methodik noch nicht feststehen.

Wie ist der aktuelle Stand der Methodik? Wo liegen die größten Herausforderungen? Und welche Schritte können schon jetzt eingeleitet werden?

Veröffentlichung der 6. MaRisk-Novelle

Eine kombinierte Reihe der PwC Blogs zu Risk und Regulatory

Am 16. August 2021 hat die BaFin die 6. Novelle ihrer Mindestanforderungen an das Risikomanagement der Banken (MaRisk) veröffentlicht. Darin hat sie insbesondere die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zu notleidenden und gestundeten Risikopositionen sowie die EBA Leitlinien zu Auslagerungen umgesetzt. Daneben wurden auch einzelne Anforderungen aus den EBA-Leitlinien zum Management von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) und Sicherheitsrisiken einbezogen.

Nur alter Wein in neuen Schläuchen?  Mitnichten: GegenĂĽber den KonsultationsentwĂĽrfen haben sich zahlreiche Ă„nderungen und Klarstellungen ergeben. Die wesentlichen Ă„nderungen betreffen:

  • den Umgang mit notleidenden Forderungen
  • den gesamten Auslagerungszyklus von der Risikoanalyse ĂĽber die Ausgestaltung des Auslagerungsvertrags bis hin zur Steuerung und Ăśberwachung der Risiken der Auslagerung
  • Risikosteuerungs- und -controllingprozesse, IT- und Notfallmanagement, Risikotragfähigkeitsrechnungen und Stresstests
  • Datenmanagement, Datenqualität, und Aggregation von Risikodaten

Was dies im Einzelnen für die Institute bedeutet und welche Herausforderungen im Rahmen der bevorstehenden Umsetzung der jeweiligen Vorgaben auf die Institute zukommen, stellen wir Ihnen in einer kombinierten Reihe in unseren PwC Blogs zu Risk und Regulatory vor. Sie finden ausführliche Informationen zu diesen Themen in den folgenden Beiträgen (die Verlinkungen werden jeweils freigeschaltet, sobald die Beiträge veröffentlicht wurden):

 

6. MaRisk Novelle – Die Änderungen in AT 9 (Auslagerungen)

Wesentlicher Teil der 6. MaRisk Novelle ist die Anpassung des Allgemeinen Teils (AT) 9 an die EBA Leitlinien zur Auslagerung (EBA/GL/2019/02) (vgl. hierzu bereits unseren Blogbeitrag Die neuen EBA Leitlinien zur Auslagerung (EBA/GL/2019/02)). Die BaFin hatte hierzu bereits angekĂĽndigt, dass sie nicht beabsichtigt, den Detaillierungsgrad der EBA Guidelines zu ĂĽbernehmen, sondern am prinzipienbasierten Ansatz der MaRisk festhalten und nur notwendige und punktuelle Anpassungen vornehmen zu wollen, die im Detail aber durchaus umfangreich ausgefallen sind. Nachfolgend stellen wir Ihnen im Ăśberblick die wesentlichen Ă„nderungen des AT 9 MaRisk im Vergleich zur bislang geltenden Fassung von 2017 einerseits und im Vergleich zum Konsultationsentwurf  vom Oktober 2020 (vgl. hierzu bereits unseren Blogbeitrag BaFin veröffentlicht Entwurf der ĂĽberarbeiteten MaRisk) andererseits vor.

Die wesentlichen Ă„nderungen im Vergleich zur bisher geltenden Fassung der MaRisk

 

Die Ă„nderungen betreffen unterschiedliche Aspekte des Lebenszyklus von Auslagerungen.

Aufgrund des Konsultationsentwurfs war bekannt, dass die Anpassungen nahezu alle Bereiche des AT 9 betreffen würde – nicht aber den Auslagerungsbegriff. Im folgenden Beitrag stellen wir Ihnen die in besonderem Maße betroffenen 5 Bereiche ein.

Den vollständigen Blogbeitrag stellen wir Ihnen im kostenfreien Registrierbereich von PwCPlus zur VerfĂĽgung: Link zum Beitrag in PwCPlus.

Updates für den Governance-Rahmen – Neue EBA Leitlinien zur internen Governance und Fit & Proper

Die EBA hat am 2. Juli 2021 die überarbeiteten “Guidelines on internal governance” (EBA/GL/2021/05) und “Joint Guidelines on the assessment of suitability of members of the management body and key function holders” (EBA/GL/2021/06) veröffentlicht.

Die neuen Guidelines treten zum 31. Dezember 2021 in Kraft und ersetzen dann die bisherigen Versionen aus dem Jahr 2017 (ausfĂĽhrlich dazu Blogbeitrag: Regulatory Blog: Finale EBA Leitlinien zur Internen Governance und Beurteilung von Mitgliedern des Leitungsorgans veröffentlicht). Die beiden veröffentlichten Leitlinien zur Internen Governance und Beurteilung von Mitgliedern des Leitungsorgans stecken zusammen den Gesamtrahmen einer soliden Governance fĂĽr die Institute ab. Die Ăśberarbeitung setzt die Ă„nderungen der CRD V und der Richtlinie zur Beaufsichtigung von Wertpapierfirmen (Investment Firm Directive (IFD)) im Hinblick auf die Gestaltung der Governance um.

EBA veröffentlicht finale Guidelines on Sound Renumeration Policies nach CRD V

Nachdem die European Banking Authority (EBA) bereits am 29. Oktober 2020 den Entwurf der ĂĽberarbeiteten Fassung ihrer Guidelines on Sound Remuneration Policies zur Konsultation gestellt hat (EBA/CP/2020/24), wurde von ihr am 2. Juli 2021 der finale Report veröffentlicht (EBA/CP/2021/04). Die finalen Guidelines sehen als Erstanwendungszeitpunkt den 31. Dezember 2021 vor, also gut 6 Monate später als noch in der Konsultationsversion vorgesehen. Ab diesem Zeitpunkt werden die bisher gĂĽltigen Guidelines, EBA/GL/2015/22, ersetzt. Anders als die Standards der EBA bedĂĽrfen die Guidelines keines endorsements durch die EU-Kommission.

Um Sie bestens auf die fĂĽr Ihr Institut bevorstehenden Anpassungen vorzubereiten, stellen wir Ihnen im Ăśberblick die wesentlichen Ă„nderungen der Guidelines gegenĂĽber dem Konsultationspapier vor.

Ihr Plus zum Regulatory Blog

Unser Regulatory Blog ist seit über 10 Jahren als aktuelle und zuverlässige Informationsquelle am Start. Die vielen Zugriffe und Ansichten auf jeden unserer Beiträge zeigen uns Monat für Monat, wie groß das Interesse der Leser:innen und der Bedarf an schnellen und gut aufbereiteten Informationen sind – für unsere tägliche Arbeit ist das Ansporn und Verpflichtung zugleich.

Wer uns wie Sie auf dem Weg von den Anfängen des Regulatory Blogs seit 2009 begleitet hat, hat sich mit uns zusammen durch groĂźe Umwälzungen und Reformen des Finanzsektors gearbeitet. Die Schlagzahl des regulatorischen „outputs“ hat sich in dieser Zeit deutlich erhöht – neue Regulatoren, neue Aufsichtsprozesse und viele ganz neue Themen tragen dazu bei.

Die Vorgaben werden konkreter – BaFin konsultiert eine umfangreiche Mantelverordnung zum Wertpapierinstitutsgesetz

Die BaFin hat am 4. Mai 2021 die Konsultation einer Mantelverordnung zum Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) gestartet. Das WpIG selbst, als deutsche Umsetzung der Investment Firm Directive (IFD) der Europäischen Union, ist am 12. Mai im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden und tritt Ende Juni in Kraft. Durch die Mantelverordnung, die zeitgleich mit dem WpIG in Kraft treten soll, werden zentrale Vorgaben des WpIG konkretisiert, unter anderem im Bereich der Vergütung und des Anzeigewesens. Der nachfolgende Blog-Beitrag liefert einen Überblick über die insgesamt vier konsultierten Verordnungen. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf den Abweichungen zu den bestehenden Vorgaben für Banken.

EBA konsultiert neue bankaufsichtliche Offenlegungspflichten fĂĽr ESG-Risiken

Am 1. März 2021 hat die European Banking Authority (EBA) ihr Konsultationspapier für einen technischen Standard zur Offenlegung von ESG-Risiken im Rahmen des Säule 3-Offenlegungsberichts veröffentlicht. Damit ist sie ihrem Mandat zur Konkretisierung der bankaufsichtlichen Offenlegungsanforderungen gemäß Art. 449a der CRR II nachgekommen, die zum 28. Juni 2022 in Kraft treten und von allen großen, kapitalmarktorientierten Instituten zu beachten sein werden. Die neuen Offenlegungspflichten sind im ersten Jahr jährlich, d.h. erstmals zum Stichtag 31. Dezember 2022, und anschließend in einem halbjährlichen Turnus anzuwenden.

EBA beschlieĂźt verpflichtende Teilnahme am Basel III Monitoring

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat bereits am 18. Februar eine verbindliche Teilnahme von Instituten in der Europäischen Union am sogenannten Basel III Monitoring beschlossen. Hierdurch sollen Informationen über die Auswirkungen der Finalisierung von Basel III – in der Branche oft auch als Basel IV bezeichnet – gesammelt werden. Da die Teilnahme bislang freiwillig erfolgt, fehlt es der EBA an einer hinreichend breiten und stabilen Informationsbasis, um zuverlässige Aussagen über die Auswirkungen von Basel IV machen zu können. Für die betroffenen Institute wird dies einen empfindlichen Mehraufwand zur Folge haben.