Kategorie: Governance & Supervisory Practice

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Maßnahmen zum Umgang mit COVID-19 und Auswirkungen auf das BankgeschĂ€ft

Staaten weltweit ergreifen Maßnahmen in bislang nicht gekanntem Umfang, um die Ausbreitung der Pandemie zu verlangsamen und Menschen vor einer Ansteckung zu schĂŒtzen. Gleichzeitig passen die OECD und der IWF ihre Erwartungen an die Auswirkungen auf einzelnen Volkswirtschaften und die Weltwirtschaft regelmĂ€ĂŸig an. FĂŒr die Banken reagieren EBA und EZB/SSM auf die gegenwĂ€rtigen UmstĂ€nde.

EBA consultation on Future of Stress Test: old wine in new bottles?

On 22 January 2020, the European Banking Authority (EBA) published a discussion paper on possible future changes to the EU-wide stress test. The proposed new stress test framework changes the current approach significantly and will challenge both banks and supervisors. In the new framework, two calculation legs are introduced. First, the supervisory leg mirrors the current framework enhanced by additional top-down components. Second, within the so-called bank leg the EBA proposed a revised methodology that finally breaks with the inflexibility of the constrained bottom-up approach. This change in paradigm will lead to changes regarding governance, processes, implementation and execution of the stress test exercise as well as model development resulting in an additional effort for banks.

BCBS zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets

Der Basler Ausschuss fĂŒr Bankenaufsicht (BCBS) hat am 12. Dezember 2019 ein Diskussionspapier zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets veröffentlicht (Designing a prudential treatment for crypto-assets (BCBS 490)). Das Diskussionspapier behandelt insbesondere die Merkmale und Risiken von Krypto-Assets, wie LiquiditĂ€tsrisiko, Kreditrisiko, Marktrisiko, operationelles Risiko (einschließlich Betrug und Cyberrisiken), Risiko der GeldwĂ€sche und Terrorismusfinanzierung sowie Rechts- und Reputationsrisiken. Ebenso stellt es Überlegungen an, um einen möglichen aufsichtsrechtlichen Rahmen zu schaffen. AuffĂ€llig ist hierbei vor allem ein recht vorsichtiger und konservativer Ansatz des Ausschusses im Umgang mit risikoreichen Krypto-Assets. Kommentare zum Diskussionspapier können bis zum 13. MĂ€rz 2020 beim Ausschuss eingereicht werden. Diese Chance sollte genutzt werden, da sie Einfluss auf die Meinungsbildung des Ausschusses und die weitere Ausarbeitung der aufsichtsrechtlichen Behandlung von Krypto-Assets haben werden. Trotz der teilweise noch zurĂŒckhaltenden Aussagen des Basler Ausschuss ist absehbar, dass weitere Veröffentlichungen mit konkreten Vorgaben zur Behandlung von Crypto-Assets folgen werden.

Investment Firm Review bringt einen neuen Aufsichtsrahmen fĂŒr Wertpapierfirmen

Am 25. November 2019 wurde ein Maßnahmenpaket fĂŒr Wertpapierfirmen unterzeichnet und im Amtsblatt der EuropĂ€ischen Union am 05. Dezember 2019 veröffentlicht. Die neue Verordnung (Investment Firm Regulation – IFR) und die neue Richtlinie (Investment Firm Directive – IFD) bringen einen lang ersehnten Rahmen zu aufsichtsrechtlichen Anforderungen fĂŒr Wertpapierfirmen. KĂŒnftig werden kleinere Wertpapierfirmen neuen Vorgaben zur Eigenmittelzusammensetzung und Höhe unterliegen. Regelungen zu Konzentrationsrisiken werden nun an Stelle der Großkreditvorschriften der CRR treten und LiquiditĂ€tsanforderungen werden geregelt. Es wird ebenso neue Offenlegungs- und Meldepflichten fĂŒr kleinere Wertpapierfirmen geben. Verordnung und Richtlinie treten am 25. Dezember in Kraft treten und sind ab dem Sommer 2021 einzuhalten.

20. Handelsblatt Jahrestagung: European Banking Regulation – Neue Entwicklungen in der Bankenaufsicht

Die Jahrestagung von Handelsblatt mit PwC-Beteiligung vom 11. – 13. November 2019 in Frankfurt am Main mit Austauschmöglichkeiten zur europĂ€ischen und nationalen Bankenaufsicht

Diskutieren Sie mit renommierten Experten der EZB, EBA, Deutschen Bundesbank, BaFin, SRB sowie Vertretern der Kreditwirtschaft und VerbĂ€nden aktuelle Regulierungsfragen. Mit dabei auch der neue Chef der Bankenaufsicht, Andrea Enria und der neue Chef der EBA, JosĂ© Manuel Campa.

Die Handelsblatt Tagung liefert Antworten auf diese Fragen:

  • Welche Regulierungsprojekte sind in der Pipeline und wie ist der Stand der Umsetzung?
  • Was sind die AufsichtsprioritĂ€ten fĂŒr 2020?
  • Wie wirkt sich die Regulierung auf die GeschĂ€ftsmodelle aus?
  • Wie sind die CRR II/CRD V umzusetzen?
  • Wie wirkt sich die Digitalisierung auf die Regulierung aus?
  • Welche neuen Risiken bedeutet das fĂŒr die Gesamtbanksteuerung?
  • Was kommt durch BIRD (Bank’s Integrated Reporting Dictionary) auf die Banken zu?

Basel IV-Channel: The EBA’s reforms impact study and key recommendations – Part II: Recommendations

At the beginning of August 2019, the European Banking Authority (EBA) published its report on the EU Commission’s Call for Advice on the finalisation of Basel III. The EBA report includes a quantitative analysis of the estimated impact based on data from 189 banks, and a set of policy recommendations. Part I of our Basel IV-Channel episodes covered the results of the Quantative Impact Study (QIS).

Our current Basel IV channel episode:

„The EBA’s Basel III reforms impact study and key recommendations Part II – Recommendations“

focus on the policy recommendations to the implementation of the Basel III reforms in the EU. 

CRR II to go – das neue Banking Package in einer handlichen Zusammenfassung zum Download

In unserer Blog-Beitragsserie zu den finalen CRR II-EntwĂŒrfen hatten wir Sie bereits ĂŒber die wesentlichen Inhalte des neuen Banking Package informiert. Nun haben wir die Sommerpause genutzt, um noch einmal ganz genau in die inzwischen final verabschiedete und in Kraft getretene Fassung zu schauen.
Unser Whitepaper „CRR II to go“ stellt Ihnen die wichtigsten Neuerungen thematisch ĂŒbersichtlich und leicht verdaulich vor. Dabei wollen wir uns jedoch nicht auf eine rein fachliche Diskussion der Änderungen beschrĂ€nken, sondern auch direkt die Implikationen fĂŒr die technische und prozessuale Umsetzung sowie die vielfĂ€ltigen Auswirkungen auf die Gesamtbanksteuerung aufzeigen.
 

Die neue Partial Use-Philosophie des BCBS und der EBA

Die neue Partial Use-Philosophie des Baseler Ausschuss fĂŒr Bankenaufsicht (BCBS) und der EBA könnte der erste Schritt zu einer Wiederbelebung des IRB-Ansatzes sein. Sowohl Institute, die den IRB-Ansatz zukĂŒnftig anwenden wollen, als auch Institute die den IRB-Ansatz bereits heute anwenden, werden von der grĂ¶ĂŸeren FlexibilitĂ€t und Kostensenkungen profitieren.

Die neuen EBA Leitlinien zur Auslagerung (EBA/GL/2019/02)

Am 25. Februar 2019 wurden die umfangreichen Leitlinien der European Banking Authority (EBA) zum Umgang mit Auslagerungen veröffentlicht (Guidelines on outsourcing arrangements (EBA/GL/2019/02)). Die EBA Leitlinien sollen ein einheitliches Rahmenwerk fĂŒr Auslagerungen durch CRR-Institute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute schaffen. Sie ersetzen die bisherigen CEBS Guidelines von 2006 und die EBA „Recommendations on outsourcing to cloud service providers“ von 2017 (EBA/REC/2017/03). Im Juni 2018 ging ein Konsultationspapier voraus, auf dessen Basis eine öffentliche Anhörung erfolgte. In der finalen Fassung wurde im Vergleich dazu der ProportionalitĂ€tsgedanke noch stĂ€rker betont und weitere Erleichterungen fĂŒr die Auslagerung von nicht-kritischen/nicht-wichtigen Funktionen eingefĂŒhrt.

Die EBA Leitlinien zur Auslagerung treten am 30. September 2019 in Kraft, d.h. fĂŒr alle ab dem 30. September 2019 abgeschlossen AuslagerungsvertrĂ€ge mĂŒssen die neuen Vorgaben beachtet werden. FĂŒr bestehende Auslagerungen gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2021. FĂŒr viele Institute ergibt sich daraus erheblicher Handlungsbedarf.