Kategorie: Own Funds & Eligible Liabilities

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Neue Möglichkeit zur Stärkung der CET1-Quote – EBA RTS zum aufsichtsrechtlichen CET1-Abzug bilanziell aktivierter Software tritt in Kraft

Die Aufsicht schafft im Rahmen des CRR “Quick Fix” eine weitere Möglichkeit, die CET1-Quote zu stärken, indem der bisherige CET1-Abzugsbetrag für Software verringert werden kann. Viele Institute nutzen die Möglichkeit bereits zum 31.12.2020 und konnten so ihre Kapitalquote verbessern. Wie auch Sie von dieser Möglichkeit profitieren können und die Berechnung am besten automatisiert umsetzen, erfahren Sie hier.

Regulatory im Advent – Teil II

Im ersten Teil unserer regulatorischen Reihe im Advent haben wir die Zeit der Besinnung bereits dazu genutzt, auf die aufsichtsrechtlichen Reaktionen im Zusammenhang mit der COVID-19 Pandemie zurückzublicken. Neben diesem sehr beherrschenden Thema sind aber auch weitere regulatorische Neuerungen im Jahresverlauf auf den Weg gebracht worden, die insbesondere mit der Umsetzung des EU-Bankenpakets in Verbindung stehen. Daher möchten wir heute nochmal einen Blick zurück auf die regulatorischen Themen werfen, die die Kreditinstitute in 2020 außerdem beschäftigt haben.

EBA konkretisiert den aufsichtsrechtlichen CET1-Abzug bilanziell aktivierter Software – eine relevante Erleichterung für viele Institute

Im Kontext des CRR „Quick Fix“, (vgl. dazu Regulatory Blog Beitrag: „CRR „Quick Fix“ mit COVID-19 bezogenen Maßnahmen tritt in Kraft“ vom 03. Juli 2020) der aufgrund der makroökonomischen Auswirkung der Corona Pandemie wesentliche Erleichterungen für Institute erlaubt, wird der seit dem 14. Oktober finale RTS zur Ausnahme bilanziell aktivierter Software vom Kapitalabzug für immaterielle Vermögensgegenstände bereits ab dem 1. Tag nach Veröffentlichung im EU Amtsblatt anwendbar sein. In Abhängigkeit der Höhe der bilanziell aktivierten Software kann dies ein wichtiger Baustein für das Kapitalmanagement sein.

EBA Konsultationspapier zur indirekten Zeichnung von MREL-Instrumenten durch Abwicklungseinheiten veröffentlicht (EBA/CP/2020/18)

Mit dem hier betrachteten Entwurf (RTS on indirect subscription of MREL instruments within groups (EBA/CP/2020/18)) definiert die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) Methoden, um sicherzustellen, dass indirekt von der Abwicklungseinheit gezeichnete Instrumente die intendierte Wirkung der Abwicklungsstrategie nicht einschränken.

Die Konsultation läuft bis zum 27. Oktober 2020.

EBA konkretisiert den aufsichtsrechtlichen CET1-Abzug bilanziell aktivierter Software – Konsultation bis zum 9. Juli 2020

Gemäß Artikel 36 CRR mĂĽssen immaterielle Vermögenswerte, einschlieĂźlich Software, vom CET1 abgezogen werden. Im Rahmen der CRR II wurden Sonderregeln eingefĂĽhrt, um die regulatorische Behandlung von „vorsichtig bewerteter Software-Aktiva“ zu ändern, deren Wert sich im Insolvenzfall nicht wesentlich reduziert. In diesem Fall sind diese immateriellen Vermögensgegenstände in Form von Software nicht vom CET1 abzuziehen. Die European Banking Authority (EBA) wurde beauftragt, einen Entwurf fĂĽr einen Regulatory Technical Standard (RTS) zu entwickeln, um festzulegen, wie diese Befreiung von AbzĂĽgen im Detail anzuwenden ist.

Im Zusammenhang mit der beschleunigten EinfĂĽhrung digitaler Dienste als Folge der Coronavirus-Pandemie wird im Rahmen des CRR Quick fix vorgeschlagen, den Zeitpunkt der Anwendung der Ausnahmeregelung vorzuziehen und den Banken zu erlauben, diese bereits ab Inkrafttreten des RTS anzuwenden.

Am 9. Juni 2020 hat die EBA ihren Entwurf zur Behandlung der CET1-Abzugsposition „Software“ veröffentlicht. Für Banken und Finanzdienstleister wird damit, neben dem NPE-Backstop, eine weitere CET1-Position definiert, bei der regulatorisch bedingte Anpassungen an den Werten der Rechnungslegung vorzunehmen sind. Dabei können in Einzelfällen auch Auswirkungen auf die Bilanzierungs-Policies resultieren, da die EBA im Rahmen ihrer Analyse durchaus heterogene Ansätze festgestellt hat; ein verstärkter Fokus von Prüfer und Aufsicht auf die Bilanzierung von Software, soll künftig eine – soweit möglich – einheitlichere Herangehensweise unterstützen. Materielle Auswirkungen auf den CET1-Abzug erwarten wir insbesondere im Fall umfangreicherer Digitalisierungs-Investitionen, wobei die Höhe der Abzüge durchaus einzelfallspezifisch schwanken und damit auch steuerungsrelevant sein können, wie unsere Analysen zeigen.

Weiterentwicklung des SAG basierend auf den europäischen Vorgaben

Am 17. April 2020 wurde das überarbeitete Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) im Referentenentwurf für ein Gesetz zur Reduzierung von Risiken und zur Stärkung der Proportionalität im Bankensektor (Risikoreduzierungsgesetz – RiG) veröffentlicht. Inhalte sind neben Bausteinen des Abwicklungsregimes, wie der Sanierungsplanung, der Abwicklungsplanung sowie den Zuständigkeiten der Abwicklungsbehörden auch Vorgaben hinsichtlich der Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL).

Damit werden die Richtlinienänderungen des am 7. Juni 2019 auf europäischer Ebene veröffentlichten Risikoreduzierungspakets (bestehend aus CRD V, CRR II, BRRD II und SRMR II) in nationales deutsches Recht umgesetzt (siehe hierzu ergänzend den am 19. Mai 2020 veröffentlichten Blogbeitrag zum Referentenentwurf des Risikoreduzierungsgesetzes).

Im folgenden Beitrag werden die Änderungen des SAG dargestellt und wesentliche Bausteine daraus skizziert, die aus der BRRD II in den SAG-Referentenentwurf (SAG-E) übernommen wurden. Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, wie die künftig veränderte Rechtslage auf die bankinternen Prozesse und Datenanforderungen wirken können. Beispielsweise ergänzt der deutsche Gesetzgeber, wo gefordert, diverse Anforderungen und stellt sicher, dass national eingeräumte Rechte und Pflichten an Banken und Abwicklungsbehörden im Rahmen der europäischen Vorgaben konkretisiert werden. Mit Hilfe von Gap-Analyse- und Simulations-Tools können die neuen Anforderungen pragmatisch und zielführend operationalisiert und eine konsistente Planung der MREL sowie ergänzend der Liquidity Coverage Ratio (LCR) sowie der Net Stable Funding Ratio (NSFR) sichergestellt werden.

Supervisory measures in reaction to the Corona crisis – Minimum capital ratios

Minimum capital ratios

The following blog post is part of the overview of supervisory measures in reaction to the Corona crisis:Supervisory measures in reaction to the Corona crisis – Overview.

According to the ad hoc measures taken by the ECB, banks can fully use their capital buffers during this time of financial distress, including the Capital Conservation Buffer (CCB) and the Pillar 2 Guidance (P2G). This means that banks are allowed to operate temporarily – until further notice – below the level of capital defined by the P2G and the CCB. 

Besides, banks can partially use capital instruments that do not qualify as CET1 capital, e.g. Additional Tier 1 or Tier 2 instruments, to meet their Pillar 2 Requirement (P2R). This measure is effectively an early implementation of the standards laid down in CRD V that originally should entry into force in January 2021). Banks will therefore benefit from relief in the composition of capital for the P2R.

Neue Konsultationspapiere zu den ITS on Supervisory Reporting – Teil 3: Reporting und der Offenlegung von MREL & TLAC

Mit der Veröffentlichung der CRR II und der BRRD II, die noch in die nationale Gesetzgebung ĂĽberfĂĽhrt werden mĂĽssen, wurden Anpassungen an den Mindestanforderungen an die Eigenmittel und die berĂĽcksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten (MREL) vorgenommen. Gleichzeitig wurde damit auch der TLAC-Standard, der durch global systemrelevante Institute (G-SII) zu erfĂĽllen ist, in der EU umgesetzt. Weiteren Details dazu finden Sie auch in unserem Blog Beitrag: „Das neue Banking Package (Teil 3): Wie Yin und Yang – das Zusammenspiel von MREL und TLAC“ vom 28. Februar 2019.

Mit der geänderten Gesetzgebung werden neben den aufsichtsrechtlichen Reporting-Pflichten auch die Offenlegungspflichten der Säule III angepasst. Basierend darauf hat die EBA am 22. November 2019 einen Entwurf zu den technischen DurchfĂĽhrungsstandards (ITS) veröffentlicht und zur Konsultation gestellt (Consultation paper on ITS on disclosure and reporting of MREL and TLAC).  Nachdem wir uns in Teil 1 unserer Reihe rund um die Konsultationspapiere zu den ITS on Supervisory Reporting den Meldeanforderungen nach CRR II gewidmet haben und in Teil 2 die geplanten Ă„nderungen des Supervisory Reporting mit der Konkretisierung der Anforderungen im Bereich Marktrisiko untersucht haben, befasst sich nun Teil 3 unserer Beitragsreihe mit den Meldeanforderungen zu MREL und TLAC.

Neue Berichts- und Meldeanforderungen im Bail-in

Die Bundesanstalt fĂĽr Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 4. Juli 2019 ihre finale Fassung des Rundschreibens zu den Mindestanforderungen zur Umsetzbarkeit eines Bail-in (MaBail-in) veröffentlicht. Auf europäischer Ebene ist die Finalisierung entsprechender Anforderungen durch das SRB vorgesehen.

Damit die Abwicklungsbehörde im Zeitpunkt des Bail-in handlungsfähig ist, werden über die Meldung der Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities (MREL) hinausgehende Berichts- und Meldeanforderungen definiert. Die Herausforderung liegt dabei schwerpunktmäßig auf den bekannten drei Achsen: Zeit bis zur Datenlieferung, Datenumfang und Datenqualität.

Premiere fĂĽr den antizyklischen Kapitalpuffer in Deutschland

Der Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) empfiehlt der BaFin laut Empfehlung der Ausschusssitzung vom 27. Mai 2019, erstmalig den antizyklischen Kapitalpuffer (Countercyclical Buffer, CCyB) für Deutschland zum dritten Quartal 2019 von 0% auf 0,25% anzuheben. Der BaFin wird eine Frist bis zum 14. Juni 2019 zur Entscheidung eingeräumt. Die Vorgaben sind ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung innerhalb von 12 Monaten von den Banken für die betroffenen Risikopositionen zu erfüllen. Auch wenn der CCyB keine vollständig neue Komponente in den Kapitalanforderungen von Banken darstellt, zieht die erstmalige Anwendung des CCyB auf Risikopositionen in Deutschland natürlich insbesondere für deutsche Institute einen erheblichen zusätzlichen Kapitalbedarf mit sich. Im Folgenden Beitrag beleuchten wir zunächst die Hintergründe und Wirkungsweise des Kapitalpuffers und zeigen anschließend die prognostizierten quantitativen Effekte für eine Auswahl größerer deutscher Kreditinstitute auf.

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