AnaCredit – Update zum Analytical Credit Dataset

Über den Beschluss der EZB (EZB/2014/6) zu den Vorbereitungsmaßnahmen zur Aufbau einer granularen Kreditdatenbank (Analytical Credit Dataset, kurz: AnaCredit) habe ich bereits ausführlich im Regulatory Blog informiert (Regulatory Blog Beitrag: „Analytical Credit Dataset (AnaCredit)“ vom 29. September 2014). Das AnaCredit Projekt dient dazu, harmonisierte Kreditdaten sowohl für Zwecke der Zentralbankfunktion (geldpolitische Analysen, Sicherheitenmanagement, Finanzstabilität etc) als auch für bankaufsichtliche Aufgaben zu nutzen.

In einem aktuellen Brief zum Entwicklungsstand des AnaCredit Projekts teilt die EZB mit, dass der zugrundeliegende Verordnungsentwurf nach wie vor in Bearbeitung ist. Die EZB richtet derzeit eine eigene Webseite zum Hintergrund, Anwendungsbereich und Umsetzungsfahrplan von AnaCredit ein, die Informationen und Hilfestellung über Frequently Asked Questions bereitstellen wird.

Im Hinblick auf die aus AnaCredit folgenden Meldepflichten ist derzeit ein dreistufiges Verfahren geplant:

  • Ende 2017

Soloebene: Meldung der Daten zu Krediten an Unternehmen (legal entities)

  • Mitte 2019

Gruppenebene (consolidated basis on significant institutions): Meldung der Daten gegenüber Unternehmen

  • Mitte 2020

Anonymisierte Informationen zu Wohnungsbaukrediten an Privathaushalte und Kredite an Einzelunternehmen

Die Meldeschwelle wird weiterhin mit TEU 25 angegeben; die Meldung umfasst Kredite, Derivate und außerbilanzielle Positionen auf Kreditnehmerebene.

Für kleinere Institute sind zudem Erleichterungen dahingehend vorgesehen, dass ihnen mehr Zeit für die Implementierung der Anforderungen zugestanden werden soll.

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