Regulatory Blog

Aufsichtsrechtliche Behandlung von Operationellen Risiken im Fokus (Teil 2): Erfolgreiche Einführung des Non-Financial Risk Managements und des neuen OpRisk-Standardansatzes

In Teil 1 unserer Beitragsserie zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Operationellen Risiken haben wir dargestellt, dass die aus dem neuen Standardansatz für OpRisk resultierenden Eigenmittelanforderungen einmal mehr die Notwendigkeit eines umfassenden NFR-Managements erhöhen (vgl. Regulatory Blog-Beitrag: „Aufsichtsrechtliche Behandlung von Operationellen Risiken im Fokus (Teil 1): Höchste Zeit für ein umfassendes NFR-Management“ vom 19. Juni 2019). Das Ziel sollte sein, die zukünftigen Eigenmittel- und Risikomanagement-Anforderungen umfassend zu erfüllen und gleichzeitig die bestehenden Effizienzpotentiale zu heben.

Die Komplexität regulatorische Anforderungen nimmt unvermindert zu. Eine der wesentlichen Einflüsse ist, dass man – nicht nur im Bereich OpRisk – die Eigenmittelvorschriften aus der Säule I nicht länger losgelöst von den Risikomanagementvorschriften der Säule II betrachten kann. Die Aufsicht verfolgt das klare Ziel einer Verzahnung der beiden Aufsichtsperspektiven.

Vor diesem Hintergrund stehen die Institute aktuell vor strategischen Entscheidungen, mit denen sie sich auf die neuen Vorschriften vorbereiten. Reicht eine Anpassung der bestehenden Umsetzungen oder müssen doch umfangreichere strukturelle und prozessuale Anpassungen vorgenommen werden? Es zeigt sich im Markt, dass Institute, die zunächst höhere Investitions- und Projektkosten für umfangreichere Prozessverbesserungen in Kauf nehmen, langfristig stark davon profitieren können.

Neue Berichts- und Meldeanforderungen im Bail-in

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 4. Juli 2019 ihre finale Fassung des Rundschreibens zu den Mindestanforderungen zur Umsetzbarkeit eines Bail-in (MaBail-in) veröffentlicht. Auf europäischer Ebene ist die Finalisierung entsprechender Anforderungen durch das SRB vorgesehen.

Damit die Abwicklungsbehörde im Zeitpunkt des Bail-in handlungsfähig ist, werden über die Meldung der Minimum Requirement for own funds and Eligible Liabilities (MREL) hinausgehende Berichts- und Meldeanforderungen definiert. Die Herausforderung liegt dabei schwerpunktmäßig auf den bekannten drei Achsen: Zeit bis zur Datenlieferung, Datenumfang und Datenqualität.

Die neuen EBA Leitlinien zur Auslagerung (EBA/GL/2019/02)

Am 25. Februar 2019 wurden die umfangreichen Leitlinien der European Banking Authority (EBA) zum Umgang mit Auslagerungen veröffentlicht (Guidelines on outsourcing arrangements (EBA/GL/2019/02)). Die EBA Leitlinien sollen ein einheitliches Rahmenwerk für Auslagerungen durch CRR-Institute, Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute schaffen. Sie ersetzen die bisherigen CEBS Guidelines von 2006 und die EBA „Recommendations on outsourcing to cloud service providers“ von 2017 (EBA/REC/2017/03). Im Juni 2018 ging ein Konsultationspapier voraus, auf dessen Basis eine öffentliche Anhörung erfolgte. In der finalen Fassung wurde im Vergleich dazu der Proportionalitätsgedanke noch stärker betont und weitere Erleichterungen für die Auslagerung von nicht-kritischen/nicht-wichtigen Funktionen eingeführt.

Die EBA Leitlinien zur Auslagerung treten am 30. September 2019 in Kraft, d.h. für alle ab dem 30. September 2019 abgeschlossen Auslagerungsverträge müssen die neuen Vorgaben beachtet werden. Für bestehende Auslagerungen gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2021. Für viele Institute ergibt sich daraus erheblicher Handlungsbedarf.

Großkredite nach CRR – neues Praktikerhandbuch mit PwC Expertenwissen

Die Limitierung, Steuerung und Überwachung von Konzentrationsrisiken bei der Vergabe von Großkrediten ist eine der Kernaufgaben des Risikomanagements von Banken. Gleichzeitig unterliegen die europäischen und nationalen Großkreditvorschriften aufgrund ihrer systemrelevanten Bedeutung und vor dem Hintergrund des Einlegerschutzes einer sehr hohen Dynamik. Das neu erschienene Handbuch „Großkredite nach CRR“ stellt umfassend und detailliert alle aktuellen Großkreditvorschriften dar.

Aufsichtsrechtliche Behandlung von Operationellen Risiken im Fokus (Teil 1): Höchste Zeit für ein umfassendes NFR-Management

Sowohl der neue Standardansatz für Operationelle Risiken gemäß Basel IV als auch die steigenden Anforderungen der Aufseher an das Management von Non-Financial Risks (NFR) stellen Institute vor die Herausforderung, ihr Risikomanagement anzupassen oder gar neu auszurichten. In einer Beitragsserie stellen wir die wichtigsten Zusammenhänge dar und skizzieren Möglichkeiten einer integrierten Lösung für die anstehenden Herausforderungen.

EBA / ECB banking stress test 2020: business as usual or will everything remain different?

In December 2018, the EBA announced that it would carry out the next European banking stress test in 2020. Thereby it remains true to its current rhythm of carrying out either a comprehensive stress test or a so-called transparency exercise every two years.

The 2018 stress test brought significant changes in the methodology for credit risk in order to adequately comply with the new accounting requirements under IFRS 9. But significant methodological changes can also be expected for 2020. This is because regulatory changes had to be taken into account in past stress tests if they had already been adopted and had entered into force during the time horizon of the stress test (cf. Text 22 of the EBA Methodology 2018).

EBA / EZB Bankenstresstest 2020: business as usual oder bleibt alles anders?

Im Dezember 2018 hat die EBA angekündigt, den nächsten europaweiten Bankenstresstest in 2020 durchzuführen. Damit bleibt sie ihrem bisherigen Rhythmus treu, alle zwei Jahre abwechselnd einen umfassenden Stresstest oder eine sog. Transparency Exercise durchzuführen.

Der 2018er Stresstest brachte deutliche Änderungen in der Methodik für das Kreditrisiko, um die neuen Bilanzierungsvorgaben gemäß IFRS 9 angemessen zu berücksichtigen. Aber auch für 2020 sind deutliche methodische Änderungen zu erwarten. Denn bereits in den zurückliegenden Stresstests waren regulatorische Neuerungen zu berücksichtigen, wenn sie bereits verabschiedet wurden und während des Zeithorizont des Stresstest in Kraft getreten sind (vgl. Text 22 der EBA Methodik 2018).

Premiere für den antizyklischen Kapitalpuffer in Deutschland

Der Ausschuss für Finanzstabilität (AFS) empfiehlt der BaFin laut Empfehlung der Ausschusssitzung vom 27. Mai 2019, erstmalig den antizyklischen Kapitalpuffer (Countercyclical Buffer, CCyB) für Deutschland zum dritten Quartal 2019 von 0% auf 0,25% anzuheben. Der BaFin wird eine Frist bis zum 14. Juni 2019 zur Entscheidung eingeräumt. Die Vorgaben sind ab dem Zeitpunkt ihrer Aktivierung innerhalb von 12 Monaten von den Banken für die betroffenen Risikopositionen zu erfüllen. Auch wenn der CCyB keine vollständig neue Komponente in den Kapitalanforderungen von Banken darstellt, zieht die erstmalige Anwendung des CCyB auf Risikopositionen in Deutschland natürlich insbesondere für deutsche Institute einen erheblichen zusätzlichen Kapitalbedarf mit sich. Im Folgenden Beitrag beleuchten wir zunächst die Hintergründe und Wirkungsweise des Kapitalpuffers und zeigen anschließend die prognostizierten quantitativen Effekte für eine Auswahl größerer deutscher Kreditinstitute auf.

Welcome to the international PwC Basel IV/CRR II Academy 2019!

Basel IV/CRR II Academy 2019 – What lies ahead: CRR II and CRD V

Basel IV will represent a major challenge for financial markets over the next five years, introducing changes that impact the  calculation of risk weighted assets and capital ratios of all banks and therefore fundamentally impacting a bank’s strategy and business models. The first elements of Basel IV have already been introduced into EU legislation with the adoption of the EU Banking Package. This Banking Package consists of significant amendments to the Capital Requirements Regulation (CRR II), the Capital Requirements Directive (CRD V), the Bank Recovery and Resolution Directive (BRRD II) and the Single Resolution Mechanism Regulation (SRMR II) and is expected to be a challenging task.
The changes will require banks to reassess, address and embed their risk and governance strategy into their business models and wider strategies.

How PwC can help banks on their journey to Basel (IV)!

If you don’t want to get lost on the bumpy road to Basel IV, we are more than happy to support you with our team and our expertise.

 

 

More information on Basel IV in our Basel IV-Channel on Youtube and on our Basel IV Website.

Are you interested in finding out how to prepare best for the upcoming challenges ? Then we would like to take the opportunity to draw your attention on the upcoming PwC Basel IV/CRR II Academy 2019 in July. The Basel IV/CRR II Academy 2019 will allow you to develop a thorough understanding of the new regulations. Please click on the link for additional event information and registration.

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