Regulatory Blog

EBA konkretisiert den aufsichtsrechtlichen CET1-Abzug bilanziell aktivierter Software – Konsultation bis zum 9. Juli 2020

Gemäß Artikel 36 CRR mĂĽssen immaterielle Vermögenswerte, einschlieĂźlich Software, vom CET1 abgezogen werden. Im Rahmen der CRR II wurden Sonderregeln eingefĂĽhrt, um die regulatorische Behandlung von „vorsichtig bewerteter Software-Aktiva“ zu ändern, deren Wert sich im Insolvenzfall nicht wesentlich reduziert. In diesem Fall sind diese immateriellen Vermögensgegenstände in Form von Software nicht vom CET1 abzuziehen. Die European Banking Authority (EBA) wurde beauftragt, einen Entwurf fĂĽr einen Regulatory Technical Standard (RTS) zu entwickeln, um festzulegen, wie diese Befreiung von AbzĂĽgen im Detail anzuwenden ist.

Im Zusammenhang mit der beschleunigten EinfĂĽhrung digitaler Dienste als Folge der Coronavirus-Pandemie wird im Rahmen des CRR Quick fix vorgeschlagen, den Zeitpunkt der Anwendung der Ausnahmeregelung vorzuziehen und den Banken zu erlauben, diese bereits ab Inkrafttreten des RTS anzuwenden.

Am 9. Juni 2020 hat die EBA ihren Entwurf zur Behandlung der CET1-Abzugsposition „Software“ veröffentlicht. Für Banken und Finanzdienstleister wird damit, neben dem NPE-Backstop, eine weitere CET1-Position definiert, bei der regulatorisch bedingte Anpassungen an den Werten der Rechnungslegung vorzunehmen sind. Dabei können in Einzelfällen auch Auswirkungen auf die Bilanzierungs-Policies resultieren, da die EBA im Rahmen ihrer Analyse durchaus heterogene Ansätze festgestellt hat; ein verstärkter Fokus von Prüfer und Aufsicht auf die Bilanzierung von Software, soll künftig eine – soweit möglich – einheitlichere Herangehensweise unterstützen. Materielle Auswirkungen auf den CET1-Abzug erwarten wir insbesondere im Fall umfangreicherer Digitalisierungs-Investitionen, wobei die Höhe der Abzüge durchaus einzelfallspezifisch schwanken und damit auch steuerungsrelevant sein können, wie unsere Analysen zeigen.

Finaler ITS-Entwurf fĂĽr die Reporting- und Offenlegungsanforderungen nach CRR II

Am 24. Juni 2020 hat die European Banking Authority (EBA) die finalen Entwürfe zum aufsichtsrechtlichen Meldewesen (EBA/ITS/2020/05) und zur Offenlegung (EBA/ITS/2020/04) nach CRR II veröffentlicht. Über den Inhalt der Konsultationspapiere haben wir bereits in unserem Regulatory Blog ausführlich berichtet (siehe Reporting nach CRR II und Offenlegung nach CRR II). Als Ergebnis des Konsultationsprozesses wurden teilweise detailliertere Informationen zu den Inhalten der Reporting- und Offenlegungstemplates ergänzt sowie ein paar Änderungen an den Templates selbst vorgenommen. Die wichtigsten Anpassungen haben wir für Sie hier zusammengestellt:

CRR „Quick Fix“ mit COVID-19 bezogenen Maßnahmen tritt in Kraft

Wie in unserem Blogbeitrag zu den aufsichtlichen Maßnahmen in Bezug auf COVID-19 bereits beschrieben, hat die EU kurzfristig eine Reihe von Änderungen an der CRR und CRR 2 beschlossen, um die Auswirkungen von COVID-19 auf die Banken zu mildern. Diese Änderungen – auch als CRR Quick Fix bezeichnet, sind am 26. Juni 2020 im EU Amtsblatt als Verordnung (EU) 2020/873 veröffentlicht worden und am folgenden Tag in Kraft getreten. Die Regelungen sind daher bereits zum Meldestichtag 30. Juni anzuwenden.

Weiterentwicklung des SAG basierend auf den europäischen Vorgaben

Am 17. April 2020 wurde das überarbeitete Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) im Referentenentwurf für ein Gesetz zur Reduzierung von Risiken und zur Stärkung der Proportionalität im Bankensektor (Risikoreduzierungsgesetz – RiG) veröffentlicht. Inhalte sind neben Bausteinen des Abwicklungsregimes, wie der Sanierungsplanung, der Abwicklungsplanung sowie den Zuständigkeiten der Abwicklungsbehörden auch Vorgaben hinsichtlich der Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL).

Damit werden die Richtlinienänderungen des am 7. Juni 2019 auf europäischer Ebene veröffentlichten Risikoreduzierungspakets (bestehend aus CRD V, CRR II, BRRD II und SRMR II) in nationales deutsches Recht umgesetzt (siehe hierzu ergänzend den am 19. Mai 2020 veröffentlichten Blogbeitrag zum Referentenentwurf des Risikoreduzierungsgesetzes).

Im folgenden Beitrag werden die Änderungen des SAG dargestellt und wesentliche Bausteine daraus skizziert, die aus der BRRD II in den SAG-Referentenentwurf (SAG-E) übernommen wurden. Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, wie die künftig veränderte Rechtslage auf die bankinternen Prozesse und Datenanforderungen wirken können. Beispielsweise ergänzt der deutsche Gesetzgeber, wo gefordert, diverse Anforderungen und stellt sicher, dass national eingeräumte Rechte und Pflichten an Banken und Abwicklungsbehörden im Rahmen der europäischen Vorgaben konkretisiert werden. Mit Hilfe von Gap-Analyse- und Simulations-Tools können die neuen Anforderungen pragmatisch und zielführend operationalisiert und eine konsistente Planung der MREL sowie ergänzend der Liquidity Coverage Ratio (LCR) sowie der Net Stable Funding Ratio (NSFR) sichergestellt werden.

Observations about the impact of a downturn period on the main components of the LGD Model

The concept of an economic downturn was designed to address potential adverse macroeconomic conditions within estimations of the Internal Ratings-Based (IRB) risk parameter models. The regulatory definition of a downturn was first introduced in the earliest Basel II regulation, however, there were no strict rules and no detailed guidance on how the downturn period should be identified, and how a downturn adjustment should be estimated. The whole regulatory and risk management community within the European Central Bank (ECB) regulated single market spent significant time developing and updating the downturn methodology of their respective financial institutions. In this blog article we will talk about the latest regulatory requirements on this topic and will discuss the impact of a downturn period on the main components of the LGD Model.

EBA guidelines on reporting and disclosure of exposures subject to measures applied in response to COVID-19

On June 2nd, the European Banking Authority (EBA) published a guideline with new reporting and disclosure templates to monitor the impact of COVID-19 on European banks. The revised templates are to be reported for the first time per June 30th, giving banks very limited time to implement the necessary changes.

Basel IV jetzt auch fĂĽr zuhause!

Homeoffice – und immer der gleiche Ausblick ? Dann ist es höchste Zeit fĂĽr einen Tapetenwechsel: FĂĽr Abwechslung an Ihrer Wand und neue Ein- und Ausblicke sorgt unser Basel IV Poster – kompakt, informativ und natĂĽrlich sehr dekorativ. Und mit dem Regulatory Homeschooling werden Sie zum Basel IV Experten in 7 Schritten.
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Regulatory Homeschooling – Basel IV Experte in sieben Schritten !

Nutzen Sie die Zeit im Homeoffice und werden Basel IV Experte !

Aktuell können wir unsere CRR II/ CRR III (Basel IV) Academy 2020 leider nicht in der bewährten Form als Präsenzschulung abhalten. Die CRR II/CRR III (Basel IV) Academy kommt daher zu Ihnen ins Homeoffice – mit unserem Regulatory Homeschooling können Sie vom 09.06. bis 02.07.2020 live an unserem Academy Webinar teilnehmen. Basierend auf unserer erfolgreichen Basel IV Academy bieten wir Ihnen im Juni 2020 ein 7-teiliges Intensiv-Online-Seminar rund um Basel IV, CRR II und CRR III an. Vom neuen KSA über FRTB und SA-CCR bis hin zum Kapital-Floor ist alles dabei. Melden Sie sich noch heute unter dem folgenden Link an und werden Basel IV-Experte: https://www.pwc-events.com/BaselIV2020-national

BMF veröffentlicht Referentenentwurf des Risikoreduzierungsgesetzes (RiG) zur Umsetzung des EU-Bankenpakets

Nachdem auf europäischer Ebene das sog. Risikoreduzierungspaket, bestehend aus CRD V, CRR II, BRRD II, und SRMR II bereits am 7. Juni 2019 im Amtsblatt der Europäischen Union (Amtsblatt der EU vom 7. Juni 2019; L150) veröffentlicht wurde, hat das Bundesministerium der Finanzen am 17. April 2020 den Referentenentwurf  für ein Gesetz zur Reduzierung von Risiken und zur Stärkung der Proportionalität im Bankensektor (Risikoreduzierungsgesetz – RiG) auf seiner Homepage veröffentlicht. Damit sollen insbesondere die in dem Paket enthaltenen Richtlinienänderungen in nationales deutsches Recht umgesetzt werden. Entsprechend den Vorgaben in den Richtlinien soll das RiG grundsätzlich bereits am 28. und am 29. Dezember 2020 in Kraft treten. Obwohl die darin enthaltenen Änderungen bereits aus den umzusetzenden Richtlinien bekannt sind, ist erfahrungsgemäß immer noch ein Blick in das Umsetzungsgesetz selbst anzuraten. Die Darstellung aller relevanten Änderungen würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Wir haben einige besonders wichtige Punkte aus der Umsetzung der CRD V herausgegriffen, die wir für Sie in prägnanter Form zusammengefasst haben.

IRB Loss Given Default Modelling: Risk Differentiation Function

A well-functioning Loss Given Default (LGD) model is expected to be present with all Advanced IRB banks as required by the Regulation (EU) No 575/2013, later referred to as CRR and subsequently by a set of regulatory papers released by the EBA and ECB.

EBA Guidelines on the PD estimation, the LGD estimation and the treatment of defaulted exposures (EBA/GL/2017/16) further referred as “GL on PD&LGD estimation” distinguishes two steps in the development of the LGD framework:

  1. Model development in LGD estimation as per section 6.2 (which is commonly known as the Risk Differentiation Function)
  2. LGD calibration as per section 6.3

In this article, we will be focusing solemnly on the first step; thus, it will be mainly concerned with how to differentiate obligors/facilities in terms of their relative risk, measured in LGD. The second step (LGD calibration), we will address as a topic with a separate blog post.

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