Regulatory Blog

Basel III auf der Zielgeraden – Die finalen Quoten und Termine

Nun sind die Bedingungen bekannt, denen sich die  Institute zuk√ľnftig stellen m√ľssen: am 12.09.2010 hat der Gouverneursrat des Baseler Bankenausschusses seine Entscheidungen zu den Reformen des Finanzmarktes bekannt gegeben (Higher global minimum capital  standards announced by the Group of Governors. and Heads of Supervision).

Stressiger Freitag ?

Am Freitag, den 23.07.2010 werden die mit Spannung erwarteten Ergebnisse des EU-weiten Banken-Stresstest ver√∂ffentlicht. Um 18:00 Uhr deutscher Zeit sollen alle 91 getesteten Institute in der EU ihre Ergebnisse auf Grundlage eines Formblattes offenlegen ‚Äď Das hat das Committe of European Banking Supervisors (CEBS) am 19.07.2010 beschlossen. Die Ergebnisse des Stresstests werden zusammegefasst auf der Webseite des CEBS dargestellt, die individuellen Ergebnisse der beteiligten Kreditinstitute werden von den Banken bzw. der jeweiligen nationalen Aufsichtsbeh√∂rde gezeigt. Dies gilt auch f√ľr die 14 beteiligten deutschen Banken.

In den Stresstests werden die Auswirkungen eines Konjunktureinbruchs und eines Kursverfalls an den Anleihem√§rkten auf die Bankbilanzen analysiert. Bis zuletzt wurden die Anforderungen bzw. die zu testenden Szenarien diskutiert – auf europ√§ischer und nationaler Ebene. Klar ist wohl , dass die Auswirkungen einer Rezession in Europa auf die Kredit- und Handelsb√ľcher der Banken gepr√ľftt wird. Dar√ľber hinaus wird aber wohl auch das heftig umstrittene Szenario des Ausfalls europ√§ischer Staatsanleihen getestet. Wie krisenfest sind die Banken bei einer Staatspleite beziehungsweise eines darauffolgenden Kurscrashs am Anleihemarkt ? Nach den letzten Entwicklungen der Europ√§ischen Finanzm√§rkte wird diese Frage im Vordergrund stehen. Erforderlich ist, dass die Banken bei den angelegten Szenarien eine Mindestkernkapitalquote erreichen.

Bleibt zu hoffen, dass mit der Veröffentlichung der Ergebnisse tatsächlich die Finanzmärkte weiter stabilisiert werden und mehr Vertrauen geschaffen werden kann.

Die Bedeutung der Compliance steigt – MaComp

Die "Mindestanforderungen an Compliance und die weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten nach ¬ß¬ß 31 ff. WpHG" kurz MaComp sind da. Die BaFin bezweckt mit den MaComp vom 7. Juni 2010  insbesondere die St√§rkung der Compliance-Funktion, denn es hat sich teilweise gezeigt, dass die Compliance-Funktion in den Instituten nicht immer ihrer Bedeutung entsprechend ausgestaltet war.

Die MaComp folgen einem modularen Aufbau. Gegliedert sind die MaComp in einen Allgemeinen Teil (AT), in dem die Allgemeinen Organisatorischen Anforderungen f√ľr Wertpapierdienstleistungsunternehmen nach ¬ß 33 WpHG aufgef√ľhrt werden und einen Besonderen Teil, der sich mit Stellung und Aufgaben von Compliance, √úberwachung von Mitarbeitergesch√§ften, Informationen einschlie√ülich Werbung, bestm√∂glicher Ausf√ľhrung von Kundenauftr√§gen nach ¬ß 33a WpHG und Auslegung einzelner Begriffe zu Finanzanalysen besch√§ftigt. Insofern ist den MaComp der Charakter eines Kompendiums, das die bisherigen BaFin Schreiben zu Einzelthemen des WpHG zusammenfasst, zuzuschreiben. 

Zur St√§rkung des Compliance-Beauftragten werden u.a. eine Anzeige-/Begr√ľndungsverpflichtung bei dessen Ernennung/Abberufung und ein Vorschlag f√ľr dessen K√ľndigungsfrist/Besch√§ftigungsdauer aufgenommen. Weiterhin enthalten die MaComp Anforderungen an die Qualifikation der Compliance-Beauftragten und deren Vertreter. Ausweislich der MaComp hat Compliance eine √úberwachungsplan aufzustellen und regelm√§√üige √úberwachungskontrollen vorzunehmen, die sich nicht ausschlie√ülich auf die Ergebnisse der Internen Revision st√ľtzen d√ľrfen. Der Compliance-Bericht soll Angaben zu den in ¬ß 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 2-16 WpDPV geregelten Punkten enthalten, soweit es sich um Verfahren von wesentlicher Bedeutung handelt oder Compliance Fehler festgestellt hat.

Die Vorgaben der MaComp sind bis spätestens Ende 2010 umzusetzen.

Mehr zu diesem Thema und den damit verbundenen Fragen welche Neuerungen sich dar√ľber hinaus f√ľr die Compliance-Funktion ergeben, wie Gesch√§ftsbereiche, Compliance und Interne Revision erfolgreich zusammenwirken und wie sich die Balance zwischen Mindestanforderungen und einem effizienten Vorgehen erreichen l√§sst, erfahren Sie auf unseren FS Branchenseiten im Portal, Rubrik Regulatory Services Compliance.

Time for a change – PwC response to BCBS’s consultation paper

The Basel Committee on Banking Supervision (BCBS) released its proposals for strengthening capital and liquidity regulations: two consultation papers entitled ‚ÄėStrengthening the Resilience of the Banking Sector‚Äô and ‚ÄėInternational Framework for Liquidity Risk Measurement, Standards and Monitoring‚Äô.

While we agree with the direction of the proposals and many of its components, we also have concerns that we believe require further careful consideration. In particular:

  • The combined effects of the proposed higher capital requirements and the proliferation of buffers seem overly conservative and lack transparency.
  • There is no discussion of what constitutes an appropriate level of capital and liquidity in the financial system: this is an ideal time to make an assessment.
  • The macroeconomic consequences of the proposals need to be carefully evaluated as do calibration and the timescales envisaged for transition.
  • The differing objectives of financial and regulatory reporting lead us to question whether one set of standards can satisfy the requirements of shareholders and regulators (and raises a wide range of implementation issues).
  • There needs to be a more balanced focus on systemic factors with less focus on the capital regime and liquidity requirements and more on other regulatory tools.

Mehr zu diesem Thema und weitere Einzelheiten zu Stellungnahme erhalten Sie demnächst im Portal und in unserem Client Information System (CIS).

 

Jetzt wird alles gut…? Gesetzentwurf zum KWG beschlossen

Das Bundeskabinett hat am 24.03.2010 den Gesetzentwurf zur Umsetzung der ge√§nderten Bankenrichtlinie und der ge√§nderten Kapitalad√§quanzrichtlinie gebilligt. Damit werden drei EU-√Ąnderungsrichtlinien zur Banken- und Kapitalad√§qaunzrichtlinie aus dem Jahr 2009 umgesetzt mit der Folge weitreichender √Ąnderungen und Anpassungen im KWG. Die Ziele, die mit diesen √Ąnderungen erreicht werden sollen, sind hoch gesteckt: Die Stabilit√§t des Finanzsektors erh√∂hen, Qualit√§t und Zusammenarbeit der Aufsicht in Europa verbessern und Risiken vermeiden.

Entsprechend setzen die √Ąnderungen in den Bereichen der Kapitalausstattung (Eigenkapital/Hybridkapital), riskanten Gesch√§ften (Verbriefungen und Gro√ükredite) und neuen Aufgaben in der europ√§ischen Zusammenarbeit an. Einen Gesamt√ľberblick √ľber die anstehenden √Ąnderungen k√∂nnen Sie in unserem Blog erhalten, sowie weiterf√ľhrende Informationen zu den einzelnen Neuerungen.

 

Realising the full value of compliance – Die Compliance-Praxis in Europa

Mit der aktuellen Studie "Realising the full value of compliance – Protecting the brand 2009" hat PwC die wachsende Bedeutung von Compliance f√ľr den Finanzsektor untersucht. Die jetzt erschienene Studie gibt einen Querschnitt durch die Compliance-Organisation der europ√§ischen Finanzindustrie. An der Befragung nahmen 76 Unternehmen aus den Bereichen Banking, Investement Services und Versicherung teil.

Die f√ľnf Kernthemen der Studie sind: 

Das Bad-Bank-Modell der Bundesregierung

Was sind die Ziele des Bad-Bank-Modells und wer kann dieses nutzen?
Die wesentlichen Ziele der Bundesregierung bestehen darin, den Banken die M√∂glichkeit zur Bereinigung der Bilanzen von strukturierten Wertpapieren zu geben. Damit soll das Vertrauen des Kapitalmarkts gegen√ľber den Haltern dieser Instrumente und ihre Finanzierungsm√∂glichkeiten gest√§rkt werden. Im Ergebnis erwartet sich die Bundesregierung √ľber eine Entlastung des haftenden Eigenkapitals insbesondere die F√∂rderung der Kreditvergabe. Um eine Belastung der √∂ffentlichen Haushalte und damit der Steuerzahler zu vermeiden, sieht der Gesetzentwurf einen Verlustausgleich durch die Eigent√ľmer der √ľbertragenden Banken aus zuk√ľnftigen Gewinnen vor.

 

Die Teilnahme an dem Modell ist freiwillig und steht allen Kreditinstituten offen. Die Nutzung des Modells setzt jedoch ein tragf√§higes Gesch√§ftsmodell der √ľbertragenden Bank voraus.

Neuerungen der GroMiKV – Kompaktübersicht

Im Rahmen der Umsetzung der √ľberarbeiteten Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) sowie der Richtlinien 2006/48/EG und 2006/49/EG in nationales Recht sind zum 1. Januar 2007 die ge√§nderten Vorschriften des Kreditwesengesetzes, die Neufassungen der Gro√ükredit- und Millionenkreditverordnung (GroMiKV) und die Solvabilit√§tsverordnung (SolvV) in Kraft getreten.

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