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Das neue Banking Package (Teil 4): Zurücklehnen verboten! KSA und IRBA sind nicht erst durch „Basel IV“ betroffen!

Am 15. Februar 2019 hat der Rat der Europäischen Union die finalen Entwürfe zur Änderung des Banking Package, darin unter anderem die finalen Entwürfe der CRR II und der CRD V gebilligt. Im vierten Teil unserer Beitragsserie zum neuen Banking Package möchten wir Ihnen die Änderungen der CRR II in Bezug auf das Kreditrisiko vorstellen. Sowohl im Kreditrisikostandardansatz (KSA) als auch in dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA) kommt es dabei zu Anpassungen. Die bedeutendste Änderung betrifft jedoch die Behandlung von Anteilen an Investmentfonds im Anlagebuch. Der Beitrag schließt mit einem kurzen Abriss über die bereits am 1. Januar 2019 in Kraft getretenen neuen Verbriefungsregelungen.

IRB 2.0

The new regulatory regime that we call Basel IV, will be introducing some updates to the old internal ratings-based approach (IRB) framework. Clearly, several new requirements introduced into this new framework including the output threshold, which would need to be measured against the risk-weighted assets (RWAs) by the New Standardized Approach for the sake of setting up the threshold maximum at 72,5% as for the measured total RWAs.

Der IRB-Ansatz 2.0

Die neuen Bankaufsichtsrechtlichen Vorgaben, in der Branche als „Basel IV“ bekannt, sehen zahlreiche Änderungen an dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA) vor, der durch Basel II in 2007 eingeführt wurde. Die wichtigste Neuerung betrifft die Einführung eines Output-Floors, wonach die Kapitalanforderungen gemäß des IRB-Ansatzes auf mindestens 72,5% der RWA, gemessen mittels der Standardansätze, nach unten hin begrenzt sind.

Meldewesen-Know-How: praxisnahes Wissen im bankaufsichtlichen Meldewesen

Euroforum-Akademie: „Der zertifizierte Meldewesen-Experte“ mit PwC-Beteiligung vom 25. – 29. März 2019

Meldewesen Know-how in den Instituten deckt viele Aspekte ab: Meldungen von Liquidität, Eigenmittel, Risiken, Leverage Ratio, FINREP sowie Groß- und Millionenkredite, AnaCredit oder die neue Schattenbankenleitlinie. Meldewesenexperten müssen die aktuellen Anforderungen nach CRR/CRD IV und auch schon geplanten Neuerungen mit „Basel IV“ auf dem Radar haben. Im Rahmen der Euroforum-Akademie bieten die PwC-Regulatory Experten einen kompakten und praxisnahen Überblick über die wichtigen Themen im Meldewesen.

Finalisierung von Basel III oder Basel IV: Die nächste Generation der risikogewichteten Aktiva – Teil I: KSA und IRBA

Am 7. Dezember 2017 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht die neuen Regelungen zur Ermittlung von risikogewichteten Aktiva finalisiert (Regulatory Blog Beitrag: „Basel IV Big Bang oder Basel III End Game: Neue Basel IV-Regeln zwingen Banken zur Überprüfung ihrer Unternehmensstrategie“ vom 07. Dezember 2017). Vorausgegangen waren zum Teile zähe Verhandlungen, insbesondere über die Höhe des sogenannten Capital Floors. Die Veröffentlichung enthält die überarbeiteten Vorgaben zum Kreditrisikostandardansatz (KSA), dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA), der CVA Risk Capital Charge sowie für das operationelle Risiko. Zudem wird ein verbindlicher Floor für Banken mit internen Modellen eingeführt.

Durch die Veröffentlichung wird die umfassende Überarbeitung der bankaufsichtsrechtlichen Regelungen vervollständigt, die bereits neue Vorgaben beispielsweise für Verbriefungen, Derivate (SA-CCR) und Marktrisiken (FRTB) umfasst.

Im Folgenden wird ein Überblick über die wesentlichen Neuerungen im Vergleich zu den jeweiligen Konsultationspapieren aus Basel bzw. den aktuell geltenden Regelungen der CRR gegeben. Teil I unseres Beitrags befasst sich mit den Änderungen, die den Kreditrisikostandardansatz (KSA) und den auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA) betreffen. Der zweite Teil unseres Beitrags erläutert die Änderungen im Zusammenhang mit der CVA Risk Capital Charge, den operationellen Risiken und den Floor-Regelungen.

Kreditrisikostandardansatz (KSA)

Durch die finalen Beschlüsse vom 7. Dezember 2017 zu den Basel IV Reformen haben sich für den Kreditrisikostandardansatz gegenüber dem letzten Konsultationspapier (BCBS 347) noch einmal wesentliche Änderungen ergeben. Der Baseler Ausschuss kommt nun den Banken entgegen und hat an vielen Stellen die für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen zu berücksichtigenden Risikogewichte angepasst. Insoweit ist grundsätzlich im Vergleich zum BCBS 347 eine Reduzierung des RWA Anstiegs zu erwarten.

In der Forderungsklasse Banken wurde neben der Kalibrierung der Risikogewichte ein neues Grade (A+) für Forderungen, für die kein Rating verwendet wird, bei denen aber die regulatorischen Mindestkapitalanforderungen sowie die Leverage Ratio deutlich übertroffen werden, eingeführt. Das neue Risikogewicht in Höhe von 30% liegt somit aber weiterhin über dem heute im Regelfall anzuwendenden Risikogewicht auf Basis des Sitzlandprinzips von 20% bei Forderungen an ungeratete deutsche Institute. Unabhängig vom Vorliegen eines Ratings bleibt es zudem bei der präferierten Behandlung von gedeckten Schuldverschreibungen.

Auch für Forderungen gegenüber Unternehmen wurden die Risikogewichte in der finalen Version nach unten korrigiert. Als Unterkategorie zu Unternehmen wird mit den Spezialfinanzierungen eine neue Risikopositionsklasse eingeführt. Im Vergleich zum letzten Konsultationspapier wurden die Risikogewichte für diese um jeweils 20 Prozentpunkte reduziert. Somit liegen die Risikogewichte jetzt zwischen 80% und 130%, wobei ein Risikogewicht von 80% nur für Projektfinanzierungen in der operativen Phase zur Anwendung kommt, wenn diese bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllen. Ein Risikogewicht von 130% kommt hingegen zur Anwendung, wenn das finanzierte Projekt noch nicht operativ genutzt wird, sondern noch in Erstellung ist.

Die wohl größten Änderungen gibt es im Bereich Immobilienfinanzierungen. Sowohl für die durch Wohnimmobilien besicherten Forderungen als auch bei den durch Gewerbeimmobilien besicherten Forderungen wurde der Loan-to-Value (LTV) Ansatz umgesetzt. Im Vergleich zum BCBS 347 sind auch hier die Risikogewichte reduziert worden. Gleichzeitig hat man das Realkreditsplitting, unter Sicherstellung des Hard Tests, beibehalten. Bei der Finanzierung des Erwerbs oder der Erstellung von Immobilien (Acquisition, Development and Construction – ADC) gibt es eine Erleichterung für durch Wohnimmobilien besicherte Forderungen, bei denen bestimmte Qualitätsmerkmale erfüllt werden (z.B. Abschluss von Vorverkaufs- und Vorvermietungsverträge im gewissen Umfang, Vorhandensein von ausreichendem Eigenkapital). Das Risikogewicht wurde reduziert und beträgt noch 100% anstelle von 150%. Je nach Wahl des Ansatzes (LTV oder Realkreditsplitting) sind die Auswirkungen durch die Institute zu analysieren, da abhängig von der Zusammensetzung des Portfolios beide Ansätze Vorteile bieten können. So ist das Realkreditsplitting beispielsweise bei hohen Beleihungswertausläufen vorteilhafter als der LTV-basierte Ansatz, während bei LTVs zwischen 70% und 80% der LTV-basierte Ansatz zu niedrigeren Risikogewichten führt als das Realkreditsplitting.

Bei Beteiligungsrisikopositionen ist eine Unterkategorie für nicht gelistete, hochvolatile bzw. spekulative Beteiligungen eingeführt worden. Diesen ist zukünftig ein Risikogewicht von 400% zuzuweisen. Nachrangige Positionen und auch TLAC Verbindlichkeiten erhalten ein Risikogewicht von 150%. Für alle anderen Beteiligungspositionen bleibt es bei einem Risikogewicht von 250%, wie bereits durch BCBS 347 vorgeschlagen. Somit kommt es zu einem signifikanten Anstieg im Vergleich zu den Vorgaben des aktuellen KSA, die ein Risikogewicht von 100% vorsehen.

Mit „Transactors“ wird es im Mengengeschäft eine neue Unterkategorie geben, welcher beispielsweise Kreditkartenforderungen zuzuordnen sind. Dieser Risikopositionsklasse kann im Gegensatz zum allgemeinen Risikogewicht von 75 %im Mengengeschäft ein Risikogewicht von 45% zugeordnet werden, sofern die dieser Risikopositionsklasse zugeordneten Forderungen innerhalb der letzten 12 Monate immer fristgerecht bedient wurden.

Des Weiteren wurde der Multiplikator von 1,5 für den Fall von Währungsinkongruenzen aus BCBS 347 beibehalten. Der anzuwendende Kreditkonversionsfaktor für unbedingt kündbare Linien wurde auf 10% (bisher 0%) festgelegt, bei nicht unbedingt kündbaren Linien beträgt er laufzeitunabhängig 40% (bisher 20% bzw. 50%). Weiterhin wurden die Risikogewichte für ausgefallene Positionen gegenüber dem Konsultationspapier angepasst und entsprechen jetzt wieder weitgehend den aktuellen Regelungen der CRR.

Auf internen Ratings basierender Ansatz (IRBA)

Die finalen Basel IV Regelungen sehen Einschränkungen im Anwendungsbereich des IRB Ansatzes vor, die allerdings nicht so weit gehen, wie in der Konsultationsphase angedacht. So wird die Nutzung des IRB Ansatzes für Beteiligungspositionen grundsätzlich untersagt. Für Forderungen an Banken und an große Unternehmen mit einem Umsatz von mehr 500 Mio Euro wird der fortgeschrittene IRBA wegfallen, der einfache IRB Ansatz (Schätzung der PD, nicht aber von LGD und CCF) aber weiterhin zulässig bleiben. Für Unternehmen unterhalb der genannten Schwelle sowie das Mengengeschäft bleiben einfacher und fortgeschrittener IRBA zulässig. Das Gleiche gilt auch für Spezialfinanzierungen und Forderungen an Zentralstaaten.

Neben den Vorgaben zum IRB-Anwendungsbereich sieht der Baseler Ausschuss auch geänderte Vorgaben für die Parameterschätzung vor. So wird die Mindest-PD von aktuell 0,03% auf 0,05% erhöht. Im einfachen IRBA vermindern sich die vorgegebenen Werte für die LGD sowohl bei besicherten Positionen wie auch im Fall von unbesicherten Unternehmensforderungen (40% anstelle von aktuell 45%). Und auch im fortgeschrittenen IRB Ansatz ergeben sich Änderungen, so beispielsweise der LGD-Floor für unbesicherte Positionen in Höhe von 25%.

Schließlich entfällt der IRBA Skalierungsfaktor von 1,06 ersatzlos.

Einen Überblick über die Neuerungen im Zusammenhang mit CVA Risk Capital Charge, operationellen Risiken und den Floor-Regelungen finden Sie demnächst im zweiten Teil unseres Beitrags: „Finalisierung von Basel III oder Basel IV: die nächste Generation der risikogewichteten Aktiva“.

Sie haben Fragen rund um Basel IV?

Auf unserer Basel IV Webseite finden Sie Informationen und Ansprechpartner.

 

Basel IV-Channel – Episode 26: Weihnachtsgrüße aus Basel: BCBS finalisiert Basel IV

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat am 07. Dezember 2017 die finalen Beschlüsse zu seinen Basel IV Reformen veröffentlicht. Damit wurden insbesondere die Regelungen in Bezug auf den Kreditrisiko-Standardansatz, den IRB-Ansatz, die Ermittlung des CVA-Risikos, des operationellen Risikos und natürlich die Höhe und die Berechnung des „Capital Floors“ überarbeitet. Im Vergleich zu den vorhergehenden Konsultationspapieren ergeben sich zahlreiche und teilweise erhebliche Änderungen, die sich in unterschiedlicher Form auf die Kapitalbelastung für Banken auswirken werden.

Grund genug, den Änderungen zu Basel IV eine besondere Folge des Basel IV-Channels zu widmen. In unserer aktuellen Folge des Basel IV-Channels:
 
„Weihnachtsgrüße aus Basel: BCBS finalisiert Basel IV“
 
stellen wir Ihnen die wesentlichen Neuerungen der Veröffentlichung aus Basel vor. Unsere Experten geben Ihnen einen Überblick über die Reformen und die möglichen Auswirkungen.
 

Diese Folge des Basel IV-Channels können Sie sich direkt auf Youtube unter pwc.baselIVchannel ansehen.

Alternativ stellen wir für Sie die aktuelle Folge unseres Basel IV-Channels auch im MP4-Format auf unserer Basel IV Webseite zur Verfügung.

Sie haben eine Folge des Basel IV-Channels verpasst?

Kein Problem – es besteht die Möglichkeit sich unter folgendem Link eine Aufzeichnung der Webcasts auf unserem Youtube-Channel anzuschauen.

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Wir freuen uns, Sie zu unserem nächsten Termin begrüßen zu dürfen.

Herzlichst Ihr

Martin Neisen,

Global Basel IV Leader

Basel IV-Channel: Episode 9 – IFRS 9 und IRBA Risikoparameter

Wir setzen den Blick über den Tellerrand fort: Nachdem wir im letzten Basel IV-Channel die Schnittstellen von IFRS 9 und Aufsichtsrecht aufgezeigt haben, vertiefen wir in einem zweiten Channel-Beitrag das Thema IFRS 9 und Aufsichtsrecht.

Unser nächster Basel IV-Channel befasst sich am

11. November 2016 um 15 Uhr

mit dem Thema: „Special Edition Teil II: Gemeinsamkeiten und Unterschiede von IFRS 9 und IRBA Risikoparametern“.

Wir laden Sie herzlich ein, sich kostenfrei und unverbindlich zu dem genannten Termin anzumelden. Hier geht es direkt zur Anmeldeseite für unseren Basel IV-Channel. (Alle Teilnehmer der vorherigen Veranstaltungen erhalten automatisch eine Einladung per E-Mail). Bitte melden Sie sich unter dem Menüpunkt „Anmeldung“ zu diesem Termin an. Sie werden live durch die Veranstaltung geführt. Der Channel wird ca. 15 bis 30 Minuten dauern.

Eine Vorschau auf die folgenden Channel-Beiträge können Sie unter „Termine und Themen“ jederzeit nachschauen.

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Kein Problem – es besteht die Möglichkeit sich unter folgendem Link eine Aufzeichnung des Live-Webcasts auf unserem Youtube-Channel anzuschauen.

Wir freuen uns, Sie zu unserem nächsten Termin begrüßen zu dürfen.

Herzlichst Ihr

Martin Neisen,

Global Basel IV Leader

Basel IV Channel – Episode 5: Constraints on the use of Internal Models: Basel und EBA / ECB

Nachdem wir in den vorangegangenen Ausgaben des Basel IV Channel am 13. Mai und 17. Juni 2016 die Neuerungen bei den Marktrisiken vorgestellt haben, wenden wir uns im 5. Basel IV Channel erneut dem Kreditrisiko zu. Diesmal stehen die Qualität Interner Modelle und die Zukunft des Internal Rating Based Approach (IRBA) im Fokus unseres kommenden Basel IV Channels. 

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat im März 2016 Änderungsvorschläge zum Internal Rating Based Approach (IRBA), sowohl bzgl. des fortgeschrittenen (A-IRB) als auch des Basis-IRB (F-IRB)veröffentlicht („Reducing variation in credit risk-weighted assets – constraints on the use of internal model approaches“ – Consultative Document BCBS 362). Ziel dieser Vorschläge ist es, die Qualität der Internen Modelle zu stärken. Die gleich Zielrichtung – wenn auch mit anderen Mitteln – verfolgen die bereits länger bekannten Pläne der European Banking Authority (EBA) „Future of the IRB Approach“.
Und last but not least hat die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen des Single Supervisory Mechanism mit
dem Targeted Review of Internal Models (TRIM) ein mehrjähriges Überprüfungsverfahren für  interne Modelle angekündigt.  

Die aus diesen Initiativen folgenden Neuerungen sind Thema unseres nächsten Termins am:

15. Juli 2016

Constraints on the use of Internal Models: Basel (BCBS 362) und EBA / ECB 

Wir laden Sie herzlich ein, sich kostenfrei und unverbindlich zu dem genannten Termin anzumelden. Hier geht es direkt zur Anmeldeseite für unseren Basel IV Channel. (Alle Teilnehmer der vorherigen Veranstaltungen erhalten automatisch eine Einladung per E-Mail). Bitte melden Sie sich unter dem Menüpunkt „Anmeldung“ bis spätestens einen Tag vor dem jeweiligen Termin an. Sie werden live durch die Veranstaltung geführt. Der Channel wird ca. 15 bis 30 Minuten dauern.

Im August macht der Basel IV Channel eine Sommerpause. Wir wünschen Ihnen eine erholsame Ferienzeit und begrüßen Sie im September wieder mit einem neuen Thema im Basel IV Channel.

Sie haben den letzten Basel IV Channel verpasst ? Hier können Sie die Aufzeichnung aller bisherigen Webinars nachträglich anschauen. Alle Webinars dieser Reihe finden Sie in unserem PwC Basel IV Channel auf Youtube.com.

Wir freuen uns, Sie zu unserem nächsten Termin begrüßen zu dürfen!

Herzlichst Ihr Martin Neisen,

Global Basel IV Leader

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