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Neue ITS zur Meldung und Offenlegung der Leverage Ratio

Die European Banking Authority (EBA) hat am 15. Juni 2015 Updates der Implementing Technical Standards (ITS) zur aufsichtsrechtlichen Meldung und zur Offenlegung der Leverage Ratio veröffentlicht (Draft ITS amending Commission Implementing Regulation (EU) No 680/2014 (ITS on supervisory reporting) with regard to the Leverage Ratio (LR) following the EC’s Delegated Act on the LR (EBA/ITS/2015/03). Die ITS enthalten die notwendigen Anpassungen der Meldebögen zur Leverage Ratio und der Vorgaben zur Offenlegung aufgrund der Delegierten Verordnung (EU) 2015/62 der Europäischen Kommission zur Leverage Ratio (LR) vom 10. Oktober 2014.

Meldung der Leverage Ratio

Hintergrund

Die zum 1. Januar 2014 in der CRR eingef√ľhrten Regelungen zur Leverage Ratio sind durch die Delegierte Verordnung zur Leverage Ratio (EU) 2015/62) ge√§ndert worden. Die Ver√∂ffentlichung im Amtsblatt der Europ√§ischen Kommission erfolgte am 17. Januar 2015. Hierdurch entsteht f√ľr die Institute die Notwendigkeit, die Leverage Ratio nach der √ľberarbeiteten Definition zu melden. Der ITS on supervisory reporting (Durchf√ľhrungsverordnung (EU) Nr. 680/2014) enth√§lt jedoch noch den Meldebogen auf Basis der CRR vor Inkrafttreten der Delegierten Verordnung. Daraus ergibt sich ein Widerspruch, da die CRR eine Meldung nach der Delegierten Verordnung vorsieht, die Meldeb√∂gen aber noch auf die alte Definition der Leverage Ratio abstellen. Die¬†Bundesanstalt f√ľr Finanzdienstleitsungsaufsicht (BaFin) geht derzeit von einer fr√ľhestens m√∂glichen Anwendung der neuen Meldeb√∂gen f√ľr 2016 aus. Aus einer Information der Bafin vom 07. Mai 2015 (Informationen zur Meldung und Offenlegung der Leverage-Ratio)¬†und einer Q&A der EBA (Question¬†ID¬†2015_1738) vom 12. Juni 2015 geht hervor, dass die Institute auf Basis der derzeit g√ľltigen Templates und auf Basis der urspr√ľnglichen Fassung des Artikels 429 CRR die Meldung vornehmen sollen, so lange diese Templates nicht durch die Kommission ge√§ndert werden. Der vorliegende Draft ITS on LR Reporting enth√§lt die neuen Vorgaben zur Meldung gem√§√ü der Delegierten Verordnung.

Wesentliche √Ąnderungen

Die wesentlichen √Ąnderungen an der Durchf√ľhrungsverordnung (EU) Nr. 680/2014 resultieren aus den Vorgaben der Delegierten Verordnung zur Leverage Ratio und decken sich mit den aktuellen Vorgaben des Baseler Ausschuss zur Leverage Ratio (Basel III leverage ratio framework and disclosure requirements – BCBS 270).

  • Ermittlung Forderungswert bei Wertpapierfinanzierungsgesch√§ften (SFTs)

Bei sogenannten Securities Finance Transactions (SFTs) erfolgt eine Ber√ľcksichtigung der bilanziellen Forderungen zus√§tzlich zu dem ‚Äěregulatorischen‚Äú Betrag, der sich aus der Verrechnung – unter Ber√ľcksichtigung von Master Netting Agreements – der Positionen mit den Wertpapiersicherheiten ergibt. Die bilanziellen Forderungen d√ľrfen unter bestimmten Bedingungen mit den bilanziellen Verbindlichkeiten verrechnet werden (‚ÄěGeldseiten-Netting‚Äú). Dabei wird u.a. vorausgesetzt, dass eine Fristenkongruenz und ein ‚ÄěMaster Netting Agreement‚Äú vorliegen.

  • Sicherheitenanrechnung bei Derivaten

Bei Derivaten ist eine Ber√ľcksichtigung von Sicherheiten erlaubt. T√§glich f√§llige Nachschusszahlungen ‚Äď ‚ÄěVariation Margins‚Äú ‚Äď d√ľrfen unter bestimmten Bedingungen (z.B. W√§hrungskongruenz zwischen Sicherheit und dem jeweiligen derivativen Gesch√§ft) genutzt werden, um die Gesamtengagement-Messgr√∂√üe bzw. die Marktwerte der Derivate zu reduzieren.

  • Konversionsfaktoren f√ľr au√üerbilanzielle Positionen

Bei den au√üerbilanziellen Positionen k√∂nnen die Gewichtungsfaktoren (Konversionsfaktoren) des Kreditrisikostandardansatzes verwendet werden. Dabei stellt der Umrechnungsfaktor 10% f√ľr widerrufliche Kreditzusagen die Untergrenze dar.

  • Zus√§tzliche Ber√ľcksichtigung von Kreditderivaten

F√ľr Kreditderivate ist eine zus√§tzliche Ber√ľcksichtigung im Meldebogen vorgesehen. Zun√§chst werden dazu die effektiven Nominalbetr√§ge von geschrieben Kreditderivaten ausgewiesen. Als Erleichterung werden zudem Nominalbetr√§ge von erworbenen Kreditderivaten auf dieselbe Referenzadresse gezeigt, sofern f√ľr die erworbenen Kreditderivate bestimmte Bedingungen erf√ľllt sind.

  • Ausnahmen f√ľr von einem Kunden selbst abgewickelte Gesch√§fte

F√ľr ‚ÄěClient cleared exposures‚Äú darf ein Institut den CCP-Teil von Handelsrisikopositionen bei der Berechnung der Gesamtrisikomessgr√∂√üe unter bestimmten Bedingungen ausschlie√üen.

F√ľr die Struktur der Templates haben diese √Ąnderungen zur Folge, dass sowohl Zellen hinzugef√ľgt als auch entfernt wurden. Die Reduktion von Zellen ergibt sich insbesondere hinsichtlich der Vereinfachungen aus der Delegierten Verordnung. Korrekturposten bzw. Einheiten, die gem√§√ü den relevanten Rechnungslegungsstandards konsolidiert werden, aber nicht in die aufsichtsrechtliche Konsolidierung einbezogen werden, m√ľssen nicht mehr ber√ľcksichtigt werden. Zudem ist keine Durchschnittsberechnung √ľber die letzten drei Monate mehr notwendig, sondern es wird auf Quartalsendwerte abgestellt.

Weitere √Ąnderungen und Zeitplan

Mit dem Draft ITS ist vorgesehen, die Anh√§nge X und XI der Durchf√ľhrungsverordnung (EU) 680/2014 durch Anhang 1 und 2 des Draft ITS zu ersetzten. F√ľr die Meldefristen ergeben sich keine √Ąnderungen. F√ľr die viertelj√§hrliche. Meldungen werden weiterhin die Einreichungstermine 11. Februar, 12. Mai, 11. August und 11. November angegeben. Der Tag der ersten Anwendung ist f√ľr Dezember 2015 oder 6 Monate nach der noch ausstehenden Ver√∂ffentlichung im Amtsblatt der Europ√§ischen Kommission vorgesehen.

Offenlegung Leverage Ratio

Hintergrund

Die Offenlegung der Leverage Ratio hat nach Artikel 521 (2)(a) CRR ab dem 01. Januar 2015 zu erfolgen. F√ľr diesen Zweck hatte die EBA bereits am 05. Juni 2014 einen Final Draft ITS zur Offenlegung der Leverage Ratio unter der urspr√ľnglichen Definition der CRR ver√∂ffentlicht. Dieser Final Draft ITS wurde von der EU Kommission aufgrund der √Ąnderungen der Kapitalmessgr√∂√üe und der Gesamtrisikopositionsmessgr√∂√üe durch die Delegierte Verordnung nicht angenommen. Somit hat die Offenlegung der Leverage Ratio zwar nach den Regelungen der Delegierten Verordnung und nicht der urspr√ľnglichen CRR zu erfolgen, allerdings fehlt es den Instituten an einheitlichen Formbl√§ttern. Die Bafin ver√∂ffentlichte in einem Schreiben vom 07. Mai 2015 eine Empfehlung der EU Kommission, nach der f√ľr die Offenlegung die Vorlagen des Baseler Ausschusses (BCBS 270) verwendet werden k√∂nnen. Die EBA greift in einer Q&A (Question ID 2015_1863) vom 12. Juni 2015 die Offenlegung der Leverage Ratio auf. Danach ist f√ľr die Offenlegung auf die Definition der Leverage Ratio nach der Delegierten Verordnung abzustellen und die Institute sollen die Form f√ľr die offengelegten Informationen nach Artikel 451 (1) (a)-(e) CRR frei w√§hlen k√∂nnen, bis der ITS durch die Kommission angenommen wird.

Die BaFin hat den Instituten am 31. Juli 2015 eine nicht rechtsverbindliche √úbersetzung des Offenlegungsmusters (EBA/ITS/2014/04/rev1, Anhang 1) zur Verf√ľgung gestellt. Ab dem Zeitpunkt der Ver√∂ffentlichung der entsprechenden Durchf√ľhrungsverordnung im Amtsblatt der Europ√§ischen Union ist diese informelle √úbersetzung nicht mehr zu verwenden

In dem vorliegenden Draft ITS (revised) vom 15. Juni 2015 zur Offenlegung wurden die √Ąnderungen aus der Delegierten Verordnung ber√ľcksichtigt. Die wesentlichen √Ąnderungen wurden bereits in dem Abschnitt zum aufsichtsrechtlichen Reporting beschrieben.

Aufbau der EBA Templates

Bei der Entwicklung der Templates folgt die EBA im Wesentlichen den Vorlagen des Baseler Ausschusses (BCBS 270) vom 12. Januar 2014:

  • LRSum: In dieser Vergleichstabelle erfolgt eine Abstimmung zwischen der Gesamtrisikopositionsmessgr√∂√üe der Leverage Ratio mit der Bilanz gem√§√ü der ver√∂ffentlichten Abschl√ľsse des Instituts
  • LRCom: Aufschl√ľsselung der Gesamtrisikopositionsmessgr√∂√üe nach verschiedenen Risikopositionskategorien (z.B. SFTs, Derivate, etc.) und Angabe der treuh√§nderischen Aktiva, die in der Leverage Ratio nicht ber√ľcksichtigt werden

Die EBA hat dar√ľber hinaus einige EU-spezifische Zeilen vorgesehen, die spezielle Vorgaben der CRR ber√ľcksichtigen. Zus√§tzlich zu diesen beiden Templates hat die EBA zwei weitere entwickelt:

  • LRSpl: Aufschl√ľsselung der Gesamtrisikopositionsmessgr√∂√üe (ohne Derivate und SFTs) nach der jeweiligen Gegenpartei
  • LRQua: Qualitative Angaben zu Verfahren zur √úberwachung des Risikos einer √ľberm√§√üigen Verschuldung und Beschreibung der Faktoren, die Auswirkungen Leverage Ratio im Berichtszeitraum hatten

Weitere Aspekte und nächste Schritte

Einige Aspekte, wie √úbergangsvorschriften bei der Berechnung der Leverage Ratio, H√§ufigkeit der Offenlegung, Offenlegungspflichten und der Geltungsbereich, sind nicht Gegenstand dieses Draft ITS und werden durch die Vorgaben der CRR/CRD IV bestimmt. Die H√§ufigkeit der Offenlegung bestimmt sich nach Artikel 433 CRR in Verbindung mit der Guideline (EBA/GL/2014/14 ‚Äď Guidelines on materiality, proprietary, and confidentiality and on disclosure), die von der EBA am 23. Dezember 2014 ver√∂ffentlicht und von der BaFin durch das Rundschreiben 05/2015 umgesetzt wurde.

Der Draft ITS ist am Tag nach der noch ausstehenden Veröffentlichung im europäischen Amtsblatt anzuwenden.

Neue Fristen f√ľr die Meldungen nach ITS on Supervisory Reporting

Die EU-Kommission hat die Implementing Technical Standards (ITS) on supervisory reporting (EBA/ITS/2013/02) angenommen. Diese Final draft Implementing Technical Standards on supervisory reporting requirements hatte die European Banking Authority (EBA) bereits im¬† Juli 2013 der EU-Kommission √ľbermittelt. Die ITS regeln die neuen Grundlagen f√ľr das aufsichtsrechtliche Meldewesen und enthalten neben den Vorgaben zum Financial Reporting FINREP auch Vorgaben zum Reporting der Eigenmittelanforderungen (COREP), der Leverage Ratio und der Liquidit√§tskennzahlen (Liquidity Coverage Ratio/Net Stable Funding Ratio) sowie der Gro√ükreditmeldungen (Large Exposure) und H√∂chstverlustraten aus grundpfandrechtlich besicherten Forderungen (IP Losses) (vgl. dazu Blog-Beitr√§ge: ‚ÄúITS zum aufsichtsrechtlichen Reporting ‚Äď Teil I: FINREP & Co‚ÄĚ vom 30. Juli 2013 und „ITS zum aufsichtsrechtlichen Reporting ‚Äď Teil II: COREP, Leverage Ratio, Liquidit√§t und Gro√ükredite“ vom 01. August 2013)

Bei der Annahme und Umsetzung der EBA-Standards durch die EU-Kommission haben sich Verz√∂gerungen ergeben. Um zu vermeiden, dass¬† die betroffenen Banken Meldungen vor dem eigentlichen Inkrafttreten der spezifischen Regulierungsvorschriften abgeben m√ľssen, haben sich die EU-Kommission und die EBA (vgl: Opinion of the European Banking Authority on amendments proposed by the Commission to draft implementing technical standards EBA/ITS/2013/02 on supervisory reporting under Regulation (EU) No 575/2013) darauf geeinigt, die Fristen f√ľr die Abgabe der (neuen) bankaufsichtlichen Meldungen mit dem Meldestichtag 31. M√§rz 2014 und 30. April 2014 bis Ende Juni zu verschieben.

Demnach gilt:

  • Quartalsweise Meldungen zu Own funds, Large Exposures, Leverage Ratio und Net Stable Funding Ratio auf den Stichtag 31. M√§rz 2014 m√ľssen bis zum 30. Juni 2014 abgegeben werden (statt wie bisher zum 30. Mai 2014)
  • Monatliche Meldungen zu den Liquidit√§tskennzahlen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) auf die Stichtage 31. M√§rz 2014 und 30. April 2014 m√ľssen bis zum 30. Juni 2014 vorgelegt werden (statt wie bisher 30. Mai 2014)
  • Meldungen zu den gebundenen Aktiva (asset encumbrance) m√ľssen erstmals zum Stichtag 31. Dezember erstellt werden und bis zum 11. Februar 2015 √ľbermittelt werden.

Damit werden die Fristen f√ľr die √úbermittlung der monatlich zu meldenden Daten zur LCR und den quartalsweisen Meldungen auf Einzelinstitutsebene mit den ohnehin schon vorgesehenen Fristen f√ľr Meldungen auf konsolidierter Basis gleichgeschaltet.

Finaler ITS zur Offenlegung der Eigenmittel

Am letzten Tag¬† des Jahres 2013 ist der Startschuss gefallen: Mit der Ver√∂ffentlichung der Durchf√ľhrungsverordnung (EU) Nr. 1423/2013 zur Festlegung technischer Durchf√ľhrungsstandards f√ľr die Offenlegungspflichten der Institute in Bezug auf Eigenmittel gem√§√ü der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 ist der erste Implementing Technical Standard (ITS) zur Erg√§nzung der CRR final geworden. Bereits Mitte 2012 hatte die EBA die Konsultationen √ľber die Offenlegungspflichten der Institute im Zusammenhang mit den Eigenmitteln begonnen (EBA/CP/2012/04 ‚ÄúDraft Implementing Technical Standards (ITS) on disclosure for own funds by institutions – dazu auch Regulatory Blog Beitrag: „Offenlegung der Eigenmittel nach CRR ‚Äď ITS on Disclosure for Own Funds“ vom 30. 06.2012). Mit der Durchf√ľhrungsverordnung erhalten die Institute jetzt den finalen Mustersatz f√ľr die Offenlegung der Eigenmittel (Anhang IV) d.h. ein Muster zur Offenlegung der Hauptmerkmale der Kapitalinstrumente mit dessen Hilfe ein detaillierter √úberblick √ľber die Kapitalposition der Institute bzw. ein ausreichend detailliertes Bild der Merkmale der Kapitalinstrumente eines Instituts gewonnen werden kann (Anhang II). Dar√ľber hinaus legt die Durchf√ľhrungsverordnung die Methoden der Bilanzabstimmung fest, mit ¬†denen die Institute eine √úberleitung zwischen den handelsrechtlichen Bilanzpositionen und den aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln vornehmen m√ľssen (Anhang I).

Methoden der Bilanzabstimmung

Als Ausgangspunkt dienen den Instituten die ma√ügeblichen zur Berechnung der Eigenmittel in ihren ver√∂ffentlichten Abschl√ľssen verwendeten Bilanzpositionen. Diese umfassen s√§mtliche Positionen, die Bestandteil der aufsichtsrechtlichen Eigenmittel sind oder von diesen in Abzug gebracht werden. Im zweiten Schritt ¬†sind die Eigenmittelbestandteile der Bilanz zu erweitern, so dass die jeweiligen Positionen entsprechend den bereitgestellten Mustern zur Offenlegung gesondert erscheinen.¬† Anschlie√üend sind die Elemente, die sich aus der Erweiterung der handelsrechtlichen Bilanz ergeben, den jeweiligen Positionen der Offenlegungsmuster zuzuordnen.

Offenlegung der Eigenmittel

Die Musterb√∂gen¬† zur Offenlegung der Eigenmittel umfassen rund 80 Positionen, neben Eigenkapitalkomponenten und Abzugspositionen auch Kapitalpuffer. Die Institute legen zun√§chst f√ľr einen √úbergangszeitraum (31. M√§rz 2014 bis zum 31. Dezember 2017) die Eigenmittel dergestalt ¬†offen, dass den ¬†zahlreichen √úbergangsbestimmungen der CRR Rechnung getragen werden kann (Anhang VI). ¬†Ab dem 01. Januar 2018 gelten dann die endg√ľltigen Muster (Anhang IV).

Offenlegung der Kapitalinstrumente

Das Muster zur Offenlegung der Eigenkapitalinstrumente enth√§lt qualitative und quantitative Informationen. ¬†Die Institute f√ľllen das Muster f√ľr die Instrumente des harten Kernkapitals, ¬†des zus√§tzlichen Kernkapitals und des Erg√§nzungskapitals aus. F√ľr die ¬†Kapitalinstrumente sind neben der Nennung Emittent und Rechtsnatur des Instruments, Ausgabe- und R√ľckkaufpreis¬† auch Angaben zur Wandelbarkeit und Rangfolge zu machen.

Inkrafttreten

Die Durchf√ľhrungsverordnung tritt ¬†zum 31.M√§rz 2014 in Kraft – damit sind die in dieser VO festgelegten Regeln f√ľr alle Offenlegungen mit Stichtag nach dem 31.03.2014 anzuwenden. Offenlegungen zu Stichtagen vor dem 31.03.2014 sind damit noch nach den alten Regeln ¬†vorzunehmen.

EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil V

Mit den k√ľrzlich ver√∂ffentlichten Berichtigungen zur CRR und CRD IV wurden die Fristen, die an das Datum der Anwendung¬† der CRR¬† bzw. an das Ver√∂ffentlichungsdatum gekoppelt sind, angepasst. Entsprechend wurden auch die Termine, zu denen die European Banking Authority (EBA) der EU Kommission bestimmte Technische Standards vorlegen muss, vorgezogen (vgl. dazu Blog-Beitrag: „Berichtigung CRR und CRD IV ‚Äď Daten & Fristen“ vom 06.08.2013). Dies gilt f√ľr mehr als 30 Regulierungs- und Durchf√ľhrungsstandards. Laufende Informationen √ľber die Konsultationen erhalten Sie in unseren EBA updates und im regulatorischen Kalender.

Konsultationsfrist:

  • 08. Oktober¬† 2013
Inhalt:

  • Zu Art.¬† 105(14) CRR
  • Anforderungen an die vorsichtige Bewertung von Handelsbuchpositionen
  • Einf√ľhrung von zwei Ans√§tzen, die¬† bei der Bewertung den dynamischen Charakter der Handelsbuchpositionen ber√ľcksichtigen (simplified approach und core approach)
  • EBA er√∂ffnet am 22.07.2013 eine QIS zu dem vorgeschlagenen RTS

 

  • Draft ITS on the Hypothetical Capital of a Central Counterparty under Articles 50a and 50c of Regulation (EU) No 648/2012 (EMIR) (EBA/CP/2013/29)
Konsultationsfrist:

  • 30. September 2013
Inhalt:

  • Zu Art 520 CRR (i.V. mit Art 50a und 50c EMIR)
  • Anforderungen an Reporting (Frequenz, Template) von zentralen Kontrahenten gegen√ľber Clearing-Mitgliedern und Aufsichtsbeh√∂rden
  • Bedingungen, zu denen Aufsichtsbeh√∂rden die Reportinganforderungen versch√§rfen k√∂nnen.

 

  • Draft RTS on own funds requirements for investment firms based on fixed overheads (EBA/CP/2013/30)
Konsultationsfrist:

  • 30. September 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 97(4) CRR
  • Berechnungsmethode f√ľr die¬† Anforderung an Wertpapierfirmen, anrechenbare Eigenmittel in H√∂he von mindestens einem Viertel der im vorausgegangenen Jahr angefallenen fixen Gemeinkosten vorzuhalten
  • Berechnung der fixen Gemeinkosten

 

  • Draft RTS on close correspondence between the value of an institution‚Äôs covered bonds and the value of the institution‚Äôs assets relating to the institution‚Äôs own credit risk (EBA/CP/2013/31)
Konsultationsfrist:

  • 01. September ¬†2013
Inhalt:

  • Zu Art.¬† 33 (4) CRR
  • Pr√§zisierung, was eine enge √úbereinstimmung¬† zwischen dem Wert der Schuldverschreibungen und dem Wert der Aktiva darstellt
  • Kumulative und Ausschlusskriterien

 

  • Draft RTS on classes of instruments that are appropriate to be used for the purposes of variable remuneration (EBA/CP/2013/32)
Konsultationsfrist:

  • 29. Oktober¬† 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 94(2) CRD IV
  • Definition der Instrumente, die zus√§tzliche variable Verg√ľtungsbestandteile bilden k√∂nnen
  • Festlegung der Anforderungen an Instrumente des Tier 1, Tier 2 etc. zur Anerkennung als Verg√ľtungsbestandteil

 

  • Draft RTS on the definition of materiality thresholds for specific risk in the trading book (EBA/CP/2013/33)
Konsultationsfrist:

  • 15. Oktober¬† 2013
Inhalt:

  • Zu Art.¬† 77 CRD IV
  • Definition der Schwellenwerte , ab denen Institute eigen Modelle zur Berechnung des spezifischen Risikos von Schuldinstrumenten im Handelsbuch anwenden k√∂nnen
  • Materialit√§tsschwelle: Netto long & short Positionen > EUR 1 000 000 000
  • Au√üerdem Portfolio > 100 Positionen, jeweils gr√∂√üer als EUR 2 500 000

 

  • Draft RTS on on methods for identifying the geographical location of relevant credit exposures (EBA/CP/2013/35)
Konsultationsfrist:

  • 1. November 2013
Inhalt:

  • Zu Art.¬† 140 (7) CRD IV
  • Zur Berechnung der Quote des institutsspezifischen antizyklischen Kapitalpuffers: ¬†Bestimmung der Methode zur Festlegung des geografischen Ortes der wesentlichen Kreditrisikopositionen

 

  • Consultation on the XBRL Taxonomy related to the EBA final draft ITS on Supervisory Reporting Requirements (EBA/CP/2013/36)
Konsultationsfrist:

  • 09. Oktober 2013
Inhalt:

 

Alle Veröffentlichungen der EBA und aktuelle Informationen rund um regulatorische Themen finden Sie strukturiert und aufbereitet auch in unserem Extranet Client Information System (CIS).

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EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil IV

Die Arbeiten an der Umsetzung des CRD IV-Pakets laufen mit Hochdruck weiter: Die ersten finalen RTS & ITS werden in K√ľrze erwartet.

Konsultationsfrist:

  • 08. September¬† 2013
Inhalt:

  • Zu Art 354(3) CRR).
  • Identifikation von eng verbundenen W√§hrungen, f√ľr deren Positionen niedrigere Eigenkapitalanforderungen angesetzt werden d√ľrfen (4%)
  • In Annex 1 Auflistung der eng verbundenen W√§hrungen in Bezug auf den EURO und alle W√§hrungen innerhalb der EU und zahlreicher anderer W√§hrungen
  • J√§hrliches update der Liste mit der M√∂glichkeit in dringenden Ausnahmef√§llen in k√ľrzeren Intervallen zu pr√ľfen.

 

Konsultationsfrist:

  • 08. September 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 344(2) CRR
  • Bei Aktienindex-Terminkontrakten, die an der ¬†B√∂rse gehandelt werden und einen relevanten angemessen breit gestreuten Index haben, wird kein spezifisches (zus√§tzliches) Risiko zugeordnet
  • ITS legt die Kriterien f√ľr eine angemessen breite Streuung der Indices fest (Gr√∂√üe, geografische Lage, Industriezweige etc.)
  • Auflistung der Aktienindices, die den Anforderungen entsprechen (Annex 1)
  • J√§hrliches update der Liste

 

  • Draft RTS on credit valuation adjustment risk for the determination of a proxy spread and the specification of a limited number of smaller portfolios (EBA/CP/2013/24)
Konsultationsfrist:

  • 25. September 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 383 CRR
  • Bestimmung des proxy spread anhand des institutsinternen Modells
  • Zahl und Umfang der Portfolios, die das Kriterium der begrenzten Anzahl kleinerer Portfolios erf√ľllen

 

  • Draft RTS on collaboration concerning supervision between home and host Member States specifying the information that competent authorities shall supply to one another (EBA/CP/2013/25)
Konsultationsfrist:

  • 08. Oktober ¬†2013
Inhalt:

  • Zu Art¬† 50(6) CRD IV
  • Auflistung der Informationen, die zwischen home/host Aufsichtsbeh√∂rden ausgestauscht werden sollen
  • Informationen √ľber: ¬†die Leitung, die Verwaltung und die Eigentumsverh√§ltnisse der Institute, Informationen √ľber ¬†Liquidit√§t, Solvenz, Einlagensicherheit, Begrenzung von Gro√ükrediten, Verwaltungs- und Rechnungslegungsverfahren, non-compliance, aufsichtliche Ma√ünahmen und Sanktionen¬† sowie interne Kontrolle
  • Sofortiger ¬†Informationsaustausch in Stresssituationen bez√ľglich Liquidit√§tssituation und die Analyse der systemischen Auswirkungen von Liquidit√§tsengp√§ssen

 

  • Draft ITS on collaboration concerning supervision between home and host Member States in relation to sharing of information (EBA/CP/2013/26)
Konsultationsfrist:

  • 08. Oktober 2013

 

Inhalt:

  • Zu Art¬† 50(7) CRD IV
  • Struktur und Einheitlichkeit beim Informationsaustausch zwischen den zust√§ndigen Aufsichtsbeh√∂rden
  • Annex 1- sechs Templates f√ľr den regelm√§√üigen Informationsaustausch
  • Annex 2 – Template f√ľr den Informationsaustausch bei Liquidit√§tsengp√§ssen (stress situations)

 

  • Draft ITS on the format, structure, contents list and annual publication date of the supervisory information to be disclosed by competent authorities (EBA/CP/2013/27)
Konsultationsfrist:

  • 09. Oktober 2013
Inhalt:

  • Zu Art 143 (3) CRD IV
  • Festlegung von Format, Aufbau, Inhaltverzeichnis und Zeitpunkt der allgemeine Bekanntmachungspflichten der zust√§ndigen Beh√∂rden
  • Inhaltlich umfassen die Informationen: u.a.¬† Wortlaut der Rechts- und Verwaltungsvorschriften und allgemeinen Leitlinien, die in ihrem Mitgliedstaat im Bereich der Finanzdienstleistungsaufsicht verabschiedet wurden, die Art und Weise, wie die im Unionsrecht er√∂ffneten Optionen und Ermessensspielr√§ume genutzt werden, die allgemeinen Kriterien und Methoden, nach denen sie bei Institute und deren Verfahren √ľberpr√ľfen und bewerten
  • aggregierte statistische Daten zu zentralen Aspekten der Umsetzung der aufsichtlichen Rahmenvorschriften
  • Ergriffene Aufsichtsma√ünahmen und verh√§ngte Verwaltungssanktionen

Fortsetzung folgt…

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ITS zum aufsichtsrechtlichen Reporting РTeil II: COREP, Leverage Ratio, Liquidität und Großkredite

Mit den Final draft Implementing Technical Standards on supervisory reporting requirements vom 26. Juli 2013 hat die European Banking Authority (EBA) die neuen Grundlagen f√ľr das aufsichtsrechtliche Meldewesen ver√∂ffentlicht. Neben den Vorgaben zum Financial Reporting FINREP (vgl. dazu Blog-Beitrag: „ITS zum aufsichtsrechtlichen Reporting – Teil I: FINREP &¬† Co“ vom 30. Juli 2013) enth√§lt der ITS auch Vorgaben zum Reporting der Eigenmittelanforderungen (COREP), der Leverage Ratio und der Liquidit√§tskennzahlen (Liquidity Coverage Ratio/Net Stable Funding Ratio) sowie der Gro√ükreditmeldungen (Large Exposure) und H√∂chstverlustraten aus grundpfandrechtlich besicherten Forderungen (IP Losses).

Der aktuelle ITS enth√§lt Vorgaben zu den Meldefrequenzen, Abgabefristen, Definitionen und Meldeb√∂gen, inklusive des von der EBA entwickelten Data Point Models. Die wesentlichen √Ąnderungen im Vergleich zu den von der EBA ver√∂ffentlichten Vorversionen zeigt dieser Beitrag ( zu den Vorversionen vgl z.B. Blog-Beitrag: „Update zu den Meldeanforderungen f√ľr die Leverage Ratio ver√∂ffentlicht – Draft ITS“ vom 06.Februar 2013).

COREP

  • Anwendungszeitpunkt

Der ITS stellt klar, dass der Erstanwendungszeitpunkt f√ľr die COREP-Anforderungen der 1. Januar 2014 ist und folglich die erste COREP-Meldung zum Stichtag 31. M√§rz 2014 mit einer einmaligen verl√§ngerten Frist zur Abgabe bis zum 30. Mai 2014 (Einzelmeldung) bzw. bis zum 30. Juni 2014 (Gruppenmeldung) zu erfolgen hat. Zuk√ľnftig m√ľssen die Meldungen quartalsweise an die Aufsicht geliefert werden. Die Einzel- und Gruppenmeldungen m√ľssen immer bis zum 30. Arbeitstag nach Meldestichtag an die Aufsicht geliefert werden.

  • Inhalt

Die EBA fordert nun eine granulare Darstellung des Wertberichtigungsvergleichs, zur separaten Abbildung von ausgefallenen und nicht-ausgefallenen Forderungen (CA 4).

Bei dem Ausweis von nicht realisierten Gewinnen und Verlusten wird zwischen Staatspapieren der Kategorie AfS und allen anderen unrealisierten Gewinnen bzw. Verlusten differenziert. Dar√ľber hinaus erfolgt ein separater Ausweis von Gewinnen und Verlusten aus der Fair Value-Bilanzierung derivativer Verbindlichkeiten, die aus dem eigenen Kreditrisiko des Instituts resultieren (Art. 33 (1c) CRR).

Risikopositionen gegen√ľber KMUs, f√ľr die ein privilegiertes Risikogewicht zur Anwendung kommt, sind separat auszuweisen. Dar√ľber hinaus entf√§llt der in den bisherigen Entw√ľrfen separate Ausweis von Forderungen an den Default Fund eines CCP durch Clearing Member (CA 2).

Halten Institute freiwillig strengere Anforderungen als die Mindestquoten der CRR ein (Art. 3 CRR), so sind diese durch entsprechende Datenfelder abbildbar.

Leverage Ratio

  • Anwendungszeitpunkt

Die EBA hat den 1. Januar 2014 als Erstanwendungszeitpunkt f√ľr die Meldung der Leverage Ratio festgelegt. Die erste LR-Meldung hat entsprechend zum Stichtag 31. M√§rz 2014 mit einer einmaligen verl√§ngerten Frist zur Abgabe bis zum 30. Mai 2014 (Einzelmeldung) bzw. bis zum 30. Juni 2014 (Gruppenmeldung) zu erfolgen. Das zuk√ľnftige Reporting f√ľr die Leverage Ratio hat im Gleichlauf mit den COREP-Meldungen (Einzel- als auch Gruppenebene) zu erfolgen.

  • Inhalt

Die Meldebogen wurde an die √Ąnderungen in der finalen CRR angepasst, indem:

    • Neue Meldepositionen zu den au√üerbilanziellen Positionen, die der Handelsfinanzierung dienen oder durch einen anerkannten Exportversicherer gedeckt sind, und mit einem CCF von 20% bzw. 50% im Gesamtexposure der Leverage Ratio ber√ľcksichtigt werden, eingef√ľgt wurden
    • Der Ausweis des Betrages f√ľr Securities Financing Transcations (SFT/Wertpapierfinanzierungsgesch√§fte) nach umfassender und einfacher Methode angepasst wurde.

In den finalen ITS wurden weiterhin Vorschl√§ge aus dem Baseler Konsultationspapier zur Leverage Ratio (Revised Basel III leverage ratio framework and disclosure requirements – consultative document vom 26. Juni 2013) √ľbernommen, die auch schon im Basel III Monitoring enthalten sind:

    • Nachrichtliche Meldung einer Nettingmethode f√ľr Securities Financing Transcations (SFT), die eine Verrechnung von Positionen mit Sicherheiten (ohne Ber√ľcksichtigung von aufsichtlichen Abschl√§gen) auf Nettingset- und Einzelgesch√§ftsebene erlaubt und gem√§√ü des Baseler Vorschlags die ma√ügebliche Methode f√ľr die Add-on Berechnung ist.
    • Es erfolgt ein zus√§tzlicher Ausweis des Nominalbetrags von Kreditderivaten (Sicherungsnehmer) mit gleichem Referenztitel und mindestens gleicher Laufzeit wie bei korrespondierenden Sicherungsgeberpositionen, die unter Basel III dem Gesamtexposure hinzugef√ľgt werden.
  • Reportingstruktur

Die EBA hat eine zus√§tzliche Tabelle f√ľr wesentliche Anteile an Unternehmen, die handelsrechtlich, aber nicht aufsichtsrechtlich konsolidiert werden, eingef√ľgt. Die Aufgliederung erfolgt in drei Sektoren (Financial Entities, Securitisation Entities, Commercial Entities) und nach den im Rahmen der Leverage Ratio abgefragten Gesch√§ftsarten (nur Reporting, keine Ber√ľcksichtigung in der Berechnung der Kennziffer wie unter Basel III).

Liquidität

  • ¬†Anwendungszeitpunkt

Der ITS enth√§lt unterschiedliche Anwendungszeitpunkte f√ľr die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR). Die Meldung der NSFR hat ab dem 1.¬†Januar 2014 zu erfolgen. Folglich hat die erste NSFR-Meldung zum Stichtag 31. M√§rz 2014 mit einer einmaligen verl√§ngerten Frist zur Abgabe zum 30. Mai 2014 (Einzelmeldung) bzw. bis zum 30. Juni 2014 (Gruppenmeldung) zu erfolgen. Das zuk√ľnftige Reporting f√ľr die NSFR hat im Gleichlauf mit den COREP-Meldungen (Einzel- als auch Gruppenebene) zu erfolgen. Der Erstanwendungszeitpunkt f√ľr die LCR wird auf den 31. M√§rz 2014 festgesetzt. Die erste Meldung ist wie bei den anderen Meldungen mit einer einmaligen verl√§ngerten Frist zum 30. April 2014 abzugeben. Zuk√ľnftig m√ľssen die Institute die LCR-Meldung monatlich am 15. Kalendertag nach dem Meldestich an die Aufsicht liefern.

  • Inhalt

Bei den Meldeb√∂gen zur LCR wurde die Darstellung der liquiden Aktiva angepasst und noch granularer gestaltet. Insbesondere wurden die Vorgaben zu liquiden Aktiva (Art. 416 CRR) und dem zus√§tzlichen Reporting nach Anhang III zur CRR klar voneinander getrennt. Hieraus ergeben sich auch Auswirkungen auf die Meldeb√∂gen zu Zahlungsmittelzu- und -abfl√ľssen, beispielsweise in Bezug auf die Darstellung von Repogesch√§ften.

In einem neuen Meldebogen zur LCR erfolgt die Abbildung der Auswirkungen von Collateral Swaps. Die Granularit√§t der Darstellung bleibt jedoch gegen√ľber dem Meldebogen des Basel III-Monitorings zur√ľck. Die Darstellung der liquiden Aktiva in den Meldeb√∂gen zur NSFR wurde an die ge√§nderte Darstellung bei der LCR angepasst. Zudem wurde der Meldebogen zur ben√∂tigten stabilen Refinanzierung um die Darstellung der Asset Encumbrance erweitert

Großkredite

  • ¬†Anwendungszeitpunkt

Der Erstanwendungszeitpunkt f√ľr die Gro√ükreditmeldungen ist der 1. Januar 2014, folglich hat die erste Meldung zum Stichtag 31. M√§rz 2014 mit einer einmaligen Fristverl√§ngerung zur Abgabe bis zum 30. Mai 2014 (Einzelmeldung) bzw. bis zum 30. Juni 2014 (Gruppenmeldung) zu erfolgen. Das zuk√ľnftige Reporting f√ľr die Gro√ükredite hat im Gleichlauf mit den COREP-Meldungen (Einzel- als auch Gruppenebene) zu erfolgen.

  • Reportingstruktur

Die Gro√ükreditmeldung wurde von bisher zwei auf f√ľnf Meldeb√∂gen erweitert, wobei der bisherige Meldebogen LE 1 auf zwei Tabellen aufgegliedert und zus√§tzlich zwei neue Meldeb√∂gen eingef√ľhrt werden. W√§hrend an den bestehenden Formaten nur geringf√ľgige √Ąnderungen vorgenommen wurden, enthalten die beiden vollst√§ndig neuen Meldeb√∂gen eine sehr granulare Aufgliederung der Exposure je KNE bzw. KN nach Laufzeitb√§ndern.

ITS zum aufsichtsrechtlichen Reporting – Teil I: FINREP & Co

Die European Banking Authority (EBA) hat am 26. Juli 2013 die finalen Entw√ľrfe der Implementing Technical Standards (ITS) zum aufsichtsrechtlichen Reporting ver√∂ffentlicht (Final draft technical standards on supervisory reporting requirements).

Hintergrund

Mit den¬†finalen Entw√ľrfen¬†zum aufsichtsrechlichen Meldewesen hat die EBA¬†den Grundstein zur Umsetzung der aus der CRR (Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europ√§ischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 √ľber Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur √Ąnderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012)¬†resultierenden Reportinganforderungen gelegt. Der ITS on Reporting ist damit Teil des Single Rule Book zur Sicherstellung einer EU-weit harmonisierten Bankenaufsicht. Die Reportinganforderungen beinhalten Vorgaben zum Financial Reporting (FINREP sowie zum Reporting der Eigenmittelanforderungen (COREP), der Leverage Ratio und der Liquidit√§tskennzahlen. In diesem Beitrag werden schwerpunktm√§√üig die Regelungen zu FINREP dargestellt. √úber die¬†weiteren aufsichtsrechtlichen Reportinganforderungen informiert der Regulatory Blog¬†in der Folge.

FINREP

Im Rahmen des ver√∂ffentlichten ITS wurden f√ľr FINREP das Reportingformat, die Meldefrequenzen, die Definitionen sowie die technische Umsetzung der Meldeanforderungen klargestellt.¬†Die wesentlichen √Ąnderungen im Vergleich zu den von der EBA ver√∂ffentlichten Vorversionen (vgl. dazu unsere Blog-Beitr√§ge: „FINREP/COREP – Technische Standards zum Reporting“ und¬†„Neuer Zeitplan f√ľr Supervisory Reporting bei FINREP„) betreffen:

  • Anwendung

Die EBA hat im Executive Summary des ITS klargestellt, dass der Erstanwendungszeitpunkt f√ľr die FINREP-Anforderungen der 1. Juli 2014 ist und folglich die erste FINREP-Meldung zum 30. September 2014 zu erfolgen hat, um den Instituten ausreichend Zeit f√ľr die Implementierung der Reporting-Anforderungen zu geben.

  • Inhalt

In das FINREP-Regelwerk wurden die Anforderungen zum Reporting von „Performing and non-performing exposures“ sowie „Forborne exposures“ integriert, die konkreten zu meldenden Informationen sowie die entsprechenden Erl√§uterungen stehen bislang noch aus. Die EBA hat klargestellt, dass eine Anpassung des ITS zu FINREP im zweiten Halbjahr erfolgen wird, sobald der Konsultationsprozess zu diesen Reportinganforderungen (Consultation on draft Implementing Technical Standards (ITS) on supervisory reporting on forbearance and non-performing exposures, EBA/CP/2013/06)¬†abgeschlossen ist und die endg√ľltigen Tabellen vorliegen.

  • Reporting-Struktur

Die EBA hat den bekannten FINREP-Tabellen in eine neue Struktur gegeben, die sich nicht mehr an den gemeldeten Informationen sondern an der Meldefrequenz orientiert. Daher haben sich die bestehenden Referenzen der FINREP-Tabellen geändert um die neue Reporting-Struktur abzubilden:

  • Part I: Quartalsweise Meldungen ‚Äď z.B. Angaben zu den wesentlichen Bilanz- und GuV-Posten
  • Part II: Quartalsweise Meldungen ‚Äď z.B. Angaben zu geographischen Untergliederungen bei √úberschreiten eines definierten Schwellenwertes. Der Schwellenwert sowie die Vorgehensweise bei √úberschreiten sowie Unterschreiten des Schwellenwertes sind im ITS Artikel 4 und 9 festgelegt.
  • Part III: Halbj√§hrliche Meldungen ‚Äď z.B. Angaben zu nahe stehenden Personen oder zu unkonsolidierten strukturierten Unternehmen
  • Part IV: J√§hrliche Meldungen ‚Äď z.B. Angaben zu Notes Fair-Value Angaben oder zu R√ľckstellungen

Der bisher auf nationaler Ebene einem Wahlrecht unterliegende Teil V, wurde in die neue FINREP Struktur integriert und ist somit f√ľr alle Banken einheitlich anwendbar.

  • ¬†Instructions on FINREP

In den Anweisungen zum FINREP-Reporting (Annex V¬†–¬†¬†Instructions on FINREP) wurden weitere Klarstellungen vorgenommen. Die wesentliche Klarstellung bezieht sich dabei auf die Definition des Brutto-Buchwertes f√ľr Finanzinstrumente der Kategorien „available for sale“ sowie „held for trading“ und „designated at fair value through profit and loss“. In diesen Kategorien entspricht der Buchwert dem Fair Value. Sofern in den Tabellen 6 sowie 20 die Angabe des Brutto-Buchwerts zu erfolgen hat, entspricht dies dem Buchwert (Fair Value) ohne Ber√ľcksichtigung von akkumulierten Impairments f√ľr Finanzinstrumente der Kategorie „available for sale“ bzw. der akkumulierten bonit√§tsinduzierten Fair Value-√Ąnderungen f√ľr Finanzinstrumente der Kategorien „held for trading“ und „designated at fair value through profit and loss“.

Mehr Informationen rund um das Thema FinRep finden Sie auf unseren Seiten unter: http://www.pwc.de/finrep

EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil III

Mit der Ver√∂ffentlichung ¬†der CRD IV und der CRR im Amtsblatt der Europ√§ischen Union am 27. Juni 2013 (Amtsblatt der EU vom 27.06.2013, L 176) ist der Weg frei f√ľr die Anwendung der CRD IV/CRR zum 01. Januar 2014. Bis dahin m√ľssen auch die Arbeiten der EBA im Zusammenhang mit den von ihr zu entwickelnden RTS & ITS beendet werden.

  • Draft RTS on the retention of net economic interest and other requirements relating to exposures to transferred credit risk & ITS relating to the convergence of supervisory practices with regard to the implementation of additional risk weights (EBA/CP/2013/14)
Konsultationsfrist:

  • 22. August¬† 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 405, 406, 408, 409, 410 CRR (Art. 394, 395, 397, 398 CRR-E)
  • Spezifizierung der Vorschriften √ľber den Selbstbehalt bei Verbriefungen und damit im Zusammenhang stehenden Regelungen
  • Anforderungen an Institute, die das Kreditrisiko einer Verbriefungsposition eingehen
  • Haltepflicht inklusive Kriterien f√ľr das Halten eines materiellen Nettoanteils
  • Sorgfaltsbestimmungen f√ľr Institute, die eine Verbriefungsposition eingehen
  • Anforderungen an Sponsoren, Originatoren und urspr√ľngliche Kreditgeber
  • ITS: Art ¬†407 (Art 396 CRR-E)
  • Einheitliche Ma√ünahmen der Aufsichtsbeh√∂rden bei Verst√∂√üen gegen die Art. 394, 395 und 398 CRR ergriffen werden (Bewertungskriterien bei Verst√∂√üen, Bedingungen f√ľr zus√§tzliche Risikogewichte und die Festlegung der zus√§tzlichen Risikogewichte durch die Aufsichtsbeh√∂rden)

 

Konsultationsfrist:

  • 31. August 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 341 (3) CRR (Art. 330(3) CRR-E)
  • Definition des Begriffs Markt zum Zwecke der Berechnung des allgemeinen Marktrisikos f√ľr Anteilswerte
  • Vorschlag zweier Definitionen von Markt bezogen auf die Kriterien Nationalit√§t und W√§hrung

 

  • Draft RTS on non-delta risk of options in the standardised market risk approach (EBA/CP/2013/16)
Konsultationsfrist:

  • 31. August 2013
Inhalt:

  • Zu Art. ¬†329 (3), 352 (6), 358 (4) CRR ( Art. 318(3), 341(6) und 347(4) CRR-E)
  • Definition und Methoden, alle Risiken aus Optionen/ Warrants, die keine delta-Risiken sind, bei der Berechnung der Eigenkapitalanforderungen zu ber√ľcksichtigen
  • Proportionalit√§t durch verschiedene Ans√§tze
  • Simplified Approach f√ľr Institute, die nur Optionen kaufen
  • Delta-Plus-Methode f√ľr Institute, die Optionen verkaufen
  • Komplexerer Scenario-Ansatz¬† f√ľr Institute mit erheblichen Handelsaktivit√§ten bei Optionen

 

Konsultationsfrist:

  • 18. Juli 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 36 (2), 73 (6), 84 (4) CRR ¬†( Art. 33(2), 69a(6) and 79(3) CRR-E)
  • Definition, Durchschau und Verrechnung¬† von direkten, indirekten und synthetischen ‚ÄěBeteiligungen/Positionen‚Äú
  • ‚Äěbroad market index‚Äú als zul√§ssige Berechnungsgrundlage f√ľr die Aussch√ľttungen auf AT1 und T2 Instrumenten
  • Harmonisierung der Berechnung von Minderheitsbeteiligungen

 

  • Draft ITS on Additional Liquidity Monitoring Metrics (EBA/CP/2013/18)
Konsultationsfrist:

  • 14. August 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 415 (3) CRR (Art. 403(2) CRR-E)
  • Vorschlag f√ľr ein einheitliches Reporting zu Laufzeitinkongruenzen der tats√§chlichen und erwarteten Zahlungsstr√∂me (Templates)
  • Konzentrationsrisiken bei Produkten und Kontrahenten;
  • Volumen und Spreads der Refinanzierung
  • F√§llige und neue Refinanzierung

 

  • Draft RTS on additional liquidity outflows corresponding to collateral needs resulting from the impact of an adverse market scenario on the institution‚Äôs derivatives transactions, financing transactions and other contracts for liquidity reporting ¬†(EBA/CP/2013/19)
Konsultationsfrist:

  • 14. August 2013
Inhalt:

  • Zu Art 423 (3) CRR ( 411(3) CRR-E)
  • Methoden zur Berechnung zus√§tzlicher Liquidit√§tsabfl√ľsse als Folge von ung√ľnstigen Marktentwicklungen bez√ľglich Derivatepositionen, Finanztransaktionen u.a. (Nachschusspflichten)
  • Standard-Methode
  • Vereinfachte Methode
  • Internes Modell (Unexpected Negative Exposure -UNE)

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EBA update 2013: Draft RTS & ITS – Teil I

Die Finalisierung der CRD IV/CRR r√ľckt n√§her. Am 16. April 2013 hat das EU Parlament √ľber die nahezu finale Version der CRR und CRD IV ¬†abgestimmt (siehe dazu¬†Regulatory Blog-Beitrag: „CRD IV und CRR – Verabschiedung im Europaparlament“ vom 17.04.2013). Damit hat die ¬†Europ√§ischen Aufsichtsbeh√∂rde¬† European Banking Authority (EBA) eine belastbare Rechtsgrundlage f√ľr die Entwicklung der nach der CRR und CRD IV geforderten ¬†technischen Regulierungs- und Durchf√ľhrungsstandards (RTS &¬† ITS) geschaffen. Im Rahmen einer Konsultationsphase erhalten interessierte Parteien Gelegenheit, ¬†zu den Entw√ľrfen der technischen Regulierungs- oder Durchf√ľhrungsstandards Stellung zu nehmen. Nach Abschluss der Konsultation und unter Einbindung des EU Parlaments treten die Standards ¬†in Kraft, wenn sie von der EU-Kommission mittels Verordnung oder Beschluss erlassen wurden. Danach sind die Standards unmittelbar g√ľltiges Recht in jedem EU Staat. Anders als heute bedeutet das eine weitgehende Harmonisierung der Regularien √ľber das sogenannte Single Rulebook.

Zur Konsultation stellt die EBA daneben auch Entw√ľrfe zu Leitlinien und Empfehlungen. Diese sind, anders als die RTS und ITS, rechtlich nicht bindend. Es ist aber ein sogenannter Comply-or-explain-Mechanismus zu beachten. Damit erh√∂ht sich der Anwendungsdruck auf die nationalen Aufsichtsbeh√∂rden. Eine Nichtanwendung verlangt nicht nur eine Begr√ľndung gegen√ľber der EBA, sondern wird auch ver√∂ffentlicht.

Mit dem folgenden Beitrag m√∂chte ich Ihnen einen kurzen √úberblick √ľber die Ver√∂ffentlichungen der EBA in 2013 geben.

Seit Januar 2013 hat die EBA folgende Konsultationen zu ITS & RTS eingeleitet:

  • ITS on Supervisory reporting on forbearance and non-performing exposures under article 95 of the draft Capital Requirements Regulation (EBA/CP/2013/06)
Konsultationsfrist:

  • 24. Juni 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 95 (2) CRR-E: Berichterstattung √ľber Eigenmittelanforderung und Finanzinformationen
  • Definition forbearance und non-performing exposures (gestundete bzw. √ľberf√§llige Positionen mit 30 bzw. 90 Tage √úberschreitung) und Kriterien zur Ermittlung
  • Templates f√ľr Reporting (√úberleitung in FINREP-Framework)
  • Data Point Modell und Bef√ľllungshinweise
  • ITS on asset encumbrance Reporting under article 95a of the draft Capital Requirements ¬†Regulation (EB/CP/2013/05)
Konsultationsfrist:

  • 24. Juni 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 95a CRR-E: Berichterstattung √ľber Eigenmittelanforderung und Finanzinformationen
  • Definition asset encumbrance („belegte“ Verm√∂genswerte z.B. Pensionsgesch√§fte, Wertpapier- oder Warenleihgesch√§fte usw.)
  • Templates f√ľr Reporting (Format und Frequenz)
  • Data Point Modell und Bef√ľllungshinweise
  • ITS on Data Point Model (DPM) related to EBA draft ITS on Supervisory Reporting Requirements for liquidity coverage ratio and stable funding under the draft Capital Requirement Regulation (EBA/CP/2013/04)
Konsultationsfrist:

  • 13. Mai 2013
Inhalt:

  • ¬†Zu Art. 403 (3) (a) CRR-E: Liquidit√§tsanforderungen/LCR und NSFR
  • Update der Reporting Templates f√ľr LCR und NSFR
  • DPM
  • Validierungs- und Bef√ľllungshinweise
  • ITS on Data Point Model (DPM) related to the EBA draft Implementing Technical Standards on Supervisory Reporting Requirements for Leverage Ratio under the draft Capital Requirements Regulation (EBA/CP/2013/03)
Konsultationsfrist:

  • 13. Mai 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 417 ff CRR-E
  • Update der Reporting Templates f√ľr Leverage Ratio
  • DPM
  • Validierungs- und Bef√ľllungshinweise

 

  • RTS on the conditions for assessing the materiality of extensions and changes of internal approaches when calculating own funds requirements for credit, market and operational risk under articles 138(5), 301(3)(a) and 352(3)(a) under the draft Capital Requirements Regulation (EBA/CP/2013/02)
Konsultationsfrist:

  • 11. Juni 2013
Inhalt:

  • Zu Art. 138(5), 301(3)(a) and 352(3)(a)
  • Konkretisierung und Erg√§nzungsregelungen
  • Definition von qualitativen und quantitativen Kriterien f√ľr Modell√§nderungen und damit verbundene Reportingpflichten an die Aufsicht
  • Verfahren bei IRB-Ans√§tzen zur Messung des Adressrisikos
  • Verwendung von AMA -Modellen zur Ermittlung des operationellen Risikos
  • Bedingungen und Beurteilungsmethodik f√ľr die Zulassung und Erweiterung von Internen Modellen f√ľr Marktpreisrisiken
  • RTS on the content of recovery plans under the draft directive establishing a framework for the recovery and resolution of credit institutions and investment firms (EBA/CP/2013/01)
Konsultationsfrist:

  • 11. Juni 2013
Inhalt:

Nach der Finalisierung der CRD IV / CRR werden die damit zusammenhängenden RTS & ITS schnellstmöglich verabschiedet werden.

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Update zu den Meldeanforderungen f√ľr die Leverage Ratio ver√∂ffentlicht – Draft ITS

Die European Banking Authority (EBA) hat am 20. Dezember 2012 ein Update zu den Reportinganforderungen f√ľr die Leverage Ratio ver√∂ffentlicht. In dem Dokument verarbeitet die EBA Feedbacks zu ihrer Konsultationsanfrage zu den Draft Implementing Technical Standards („ITS“) vom Juni 2012, EBA-CP/2012/06. Obwohl die CRR nach wie vor nicht in ihrer finalen Version vorliegt und die finale Fassung des ITS damit nicht ver√∂ffentlicht werden kann, soll dieses Update den aktuellen Stand der √úberlegungen zur Leverage Ratio widerspiegeln, um so den Instituten hinsichtlich der Umsetzung der Leverage Ratio eine Hilfestellung zu geben und den Umsetzungsprozess zu vereinfachen. Das Update beinhaltet sowohl eine √úberarbeitung des Konsultationspapiers („Annex III – Feedback Statement to EBA-CP/2012/06„, nachfolgend „Anweisungen“) als auch der dazugeh√∂rigen Meldeb√∂gen („Annex IVa – Revised template – Leverage„, nachfolgend „Meldebogen“) und Bef√ľllungshinweise („Annex IVb – Revised instructions – Leverage„, nachfolgend „Annex IVb“).

Gegen√ľber dem Konsultationspapier haben sich im Wesentlichen drei √Ąnderungen ergeben, die im Folgenden dargestellt werden.

Struktur und Abgabefristen

Die Struktur des Meldebogens wurde √ľberarbeitet. Er besteht jetzt aus zwei Teilen: Teil A („Leverage Ratio Calculation“) umfasst alle f√ľr die Berechnung der Leverage Ratio relevanten Parameter und ist monatlich zu erheben. Teil B („Nachrichtliche Positionen“) wird quartalsweise erhoben und umfasst zus√§tzlich zu berichtende Informationen, die unter anderem der EBA zur Kalibrierung w√§hrend der Beobachtungsperiode bis Ende 2017 dienen sollen. Der Leverage Ratio Meldebogen wird quartalsweise und zeitgleich mit den anderen COREP-Meldeb√∂gen (30 Tage nach Quartalsultimo) abzugeben sein. Eine Verl√§ngerung der Abgabefrist ist entgegen den W√ľnschen der Kreditwirtschaft – nicht einger√§umt worden.

Netting von Wertpapierpensions- und -leihegeschäften

Gegen√ľber der Juni-Version ist f√ľr Wertpapierpensions- und -leihegesch√§fte eine weitere parallel zu rechnende „Nettingmethode“ vorgesehen. Nach dem ersten ITS Entwurf waren f√ľr diese Gesch√§fte das aufsichtsrechtliche Netting sowie ein Netting der Geldseiten (ohne Ber√ľcksichtigung der Sicherheiten) zul√§ssig, sofern eine Nettingvereinbarung vorliegt. Die neue Methode ist auf Wertpapierpensions- und -leihegesch√§fte mit und ohne Nettingvereinbarung anzuwenden. Der auszuweisende Betrag bei Gesch√§ften mit einer Nettingvereinbarung ergibt sich als Summe aus dem Bruttobilanzwert der Forderungen aus Wertpapierpensions- bzw. leihegesch√§ften und der Bemessungsgrundlage f√ľr das Kontrahentenrisiko. Liegt keine Nettingvereinbarung vor, so soll zu dem Bruttobilanzwert der Betrag addiert werden, der sich aus einem Netting von Forderung und Sicherheit auf Einzelgesch√§ftsebene ergibt. Bei den bisherigen Methoden bestand die M√∂glichkeit, dass beide am Wertpapierpensions- bzw. -leihegesch√§ft beteiligten Parteien im Idealfall einen sehr geringen oder keinen Forderungsbetrag ausweisen mussten. Dies soll nun durch die neue Methode verhindert werden. Hier bleibt abzuwarten, wie der ITS im Hinblick auf die unterschiedlichen Nettingmethoden f√ľr Wertpapierpensions- und -leihegesch√§fte final ausgestaltet sein wird.

Zusätzliche Angaben

Im Wesentlichen sind drei neue Angaben vorzunehmen. In Teil B ist f√ľr das „Alternative treatment of the Exposure Measure“ eine Erfassung des nicht bilanzierten Treuhandverm√∂gens gem. Artikel 416 Abs. 11 CRR erforderlich. Die Forderungswerte sind nach den verwendeten Kreditrisikoans√§tzen (KSA und IRBA) aufzuteilen. Weiterhin sind Forderungen an Gebietsk√∂rperschaften, an √Ėffentliche Stellen und Forderungen an Multilaterale Entwicklungsbanken je nachdem, ob sie wie eine Forderung an eine Zentralregierung behandelt werden oder nicht, getrennt anzugeben.

Fazit

Durch das Update des Draft ITS Leverage Ratio entstehen neue fachliche Anforderungen, die zu einer Anpassung der erforderlichen Prozesse f√ľhren. Insbesondere sind in diesem Zusammenhang die neue Nettingmethode f√ľr Wertpapierpensions- und -leihegesch√§fte und die zus√§tzlichen Angaben in Teil B zu nennen. Die Erhebung der Daten innerhalb der verschiedenen Bereiche eines Instituts und die Umsetzung der fachlichen Anforderungen in automatisierte Vorg√§nge stellt dabei die gr√∂√üte Herausforderung dar, zumal die Struktur und die Inhalte f√ľr die Ermittlung der Leverage Ratio noch nicht final sind. Bekanntlich sind die CRD IV /CRR Verhandlungen derzeit noch nicht abgeschlossen.

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