Schlagwort: Operationelles Risiko

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Basel IV-Channel: The EBA’s reforms impact study and key recommendations – Part II: Recommendations

At the beginning of August 2019, the European Banking Authority (EBA) published its report on the EU Commission’s Call for Advice on the finalisation of Basel III. The EBA report includes a quantitative analysis of the estimated impact based on data from 189 banks, and a set of policy recommendations. Part I of our Basel IV-Channel episodes covered the results of the Quantative Impact Study (QIS).

Our current Basel IV channel episode:

„The EBA’s Basel III reforms impact study and key recommendations Part II – Recommendations“

focus on the policy recommendations to the implementation of the Basel III reforms in the EU. 

Aufsichtsrechtliche Behandlung von Operationellen Risiken im Fokus (Teil 2): Erfolgreiche Einführung des Non-Financial Risk Managements und des neuen OpRisk-Standardansatzes

In Teil 1 unserer Beitragsserie zur aufsichtsrechtlichen Behandlung von Operationellen Risiken haben wir dargestellt, dass die aus dem neuen Standardansatz für OpRisk resultierenden Eigenmittelanforderungen einmal mehr die Notwendigkeit eines umfassenden NFR-Managements erhöhen (vgl. Regulatory Blog-Beitrag: „Aufsichtsrechtliche Behandlung von Operationellen Risiken im Fokus (Teil 1): Höchste Zeit für ein umfassendes NFR-Management“ vom 19. Juni 2019). Das Ziel sollte sein, die zukünftigen Eigenmittel- und Risikomanagement-Anforderungen umfassend zu erfüllen und gleichzeitig die bestehenden Effizienzpotentiale zu heben.

Die Komplexität regulatorische Anforderungen nimmt unvermindert zu. Eine der wesentlichen Einflüsse ist, dass man – nicht nur im Bereich OpRisk – die Eigenmittelvorschriften aus der Säule I nicht länger losgelöst von den Risikomanagementvorschriften der Säule II betrachten kann. Die Aufsicht verfolgt das klare Ziel einer Verzahnung der beiden Aufsichtsperspektiven.

Vor diesem Hintergrund stehen die Institute aktuell vor strategischen Entscheidungen, mit denen sie sich auf die neuen Vorschriften vorbereiten. Reicht eine Anpassung der bestehenden Umsetzungen oder müssen doch umfangreichere strukturelle und prozessuale Anpassungen vorgenommen werden? Es zeigt sich im Markt, dass Institute, die zunächst höhere Investitions- und Projektkosten für umfangreichere Prozessverbesserungen in Kauf nehmen, langfristig stark davon profitieren können.

Aufsichtsrechtliche Behandlung von Operationellen Risiken im Fokus (Teil 1): Höchste Zeit für ein umfassendes NFR-Management

Sowohl der neue Standardansatz für Operationelle Risiken gemäß Basel IV als auch die steigenden Anforderungen der Aufseher an das Management von Non-Financial Risks (NFR) stellen Institute vor die Herausforderung, ihr Risikomanagement anzupassen oder gar neu auszurichten. In einer Beitragsserie stellen wir die wichtigsten Zusammenhänge dar und skizzieren Möglichkeiten einer integrierten Lösung für die anstehenden Herausforderungen.

Die neue Basel IV/CRR II Academy 2019 mit Fokus auf den deutschen Markt und die Standardansätze !

Jetzt die letzten Plätze für die Basel IV/CRR II Academy 2019 sichern !

Mit der jüngsten Veröffentlichung der finalen Marktpreisrisikoregelungen durch den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht liegt nun einer der letzten Bausteine der Basel IV Reform vor.

Welche Auswirkungen diese und alle anderen Reformen rund um Basel IV auf die Berechnung der risikogewichteten Aktiva und die Kapitalquoten aller Banken haben und damit die Strategien und Geschäftsmodelle beeinflussen, vermitteln wir Ihnen in unserer Basel IV / CRR II Academy 2019 – in deutscher Sprache und mit Fokus auf den deutschen Markt und die Standardansätze.

Die Änderungen werden die Banken dazu zwingen, ihre Risiko- und Governance-Strategien zu überdenken, neu zu bewerten und im Rahmen ihrer Geschäftsmodelle und strategischen Planungen besser einzubinden. Dies setzt Detailwissen um die bevorstehenden Reformen voraus.

In unserer zweitägigen Basel IV/CRR II Academy vom 11. bis 12. März 2019 widmen wir uns allen relevanten Risikoarten rund um Basel IV sowie der fortschreitenden Umsetzung auf europäischer Ebene in der CRR II.

 

 

In unserer Basel IV/CRR II Academy 2019 vermitteln wir Ihnen vertiefte Kenntnisse unter anderem zu:

  • risikosensitiven Berechnungen im Kreditrisikostandardansatz (KSA) mit neuen Forderungsklassen
  • IRB und den neuen Möglichkeiten bei der Verwendung interner Modelle
  • neuen Verbriefungsregeln
  • den neuen Marktpreisrisiko Standardansatz (FRTB) und die neue Bankbuch-/Handelsbuchdefinition
  • dem neuen Standardansatz für Kontrahentenausfallrisiken (SA-CCR) und der Revised CVA Risk Capital Charge
  • den neuen Ansätzen zur Unterlegung des operationellen Risikos und den komplexen Anforderungen an die Offenlegung
  • weiteren Änderungen durch die CRR II Einführung im Bereich TLAC/MREL, RWA, Leverage Ratio und NSFR.

Mit unserer einzigartigen Kombination aus Präsenzschulung, Fallstudien und Diskussion ermöglichen wir Ihnen, die Details der anstehenden Regelung genau zu verstehen und die Auswirkungen auf ihr individuelles Geschäftsmodell zu erkennen und optimal zu nutzen.

Treffen Sie unsere Experten aus der Basel IV Initiative, die Sie mit ihrer großen Erfahrung aus der Prüfung und Beratung von Kreditinstituten und Finanzdienstleistern auf nationaler und internationaler Ebene auf die anstehenden Herausforderungen aus Basel IV vorbereiten.

Alle Informationen zu Anmeldung, Agenda und Teilnahmegebühren finden Sie hier: http://www.pwc-events.com/BaselIV-Academy2019

Wir freuen uns darauf, Sie bei unserer Basel IV/CRR II Academy 2019 begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Neisen

PwC Global Basel IV Leader

Finalisierung von Basel III oder Basel IV: Die nächste Generation der risikogewichteten Aktiva – Teil II: CVA, operationelle Risiken und Floor-Regelungen

Am 7. Dezember 2017 hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) die neuen Regelungen zur Ermittlung von risikogewichteten Aktiva finalisiert (Regulatory Blog Beitrag: „Basel IV Big Bang oder Basel III End Game: Neue Basel IV-Regeln zwingen Banken zur Überprüfung ihrer Unternehmensstrategie“ vom 07. Dezember 2017). Im Folgenden wird ein Überblick über die wesentlichen Neuerungen im Vergleich zu den jeweiligen Konsultationspapieren aus Basel bzw. den aktuell geltenden Regelungen der CRR gegeben.

In Teil I unseres Beitrag haben wir die Änderungen vorgestellt, die den Kreditrisikostandardansatz (KSA) und den auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRBA) betreffen („Finalisierung von Basel III oder Basel IV: die nächste Generation der risikogewichteten Aktiva – Teil I: KSA und IRBA“ vom 08. Januar 2018). Der zweite Teil unseres Beitrags erläutert die Änderungen im Zusammenhang mit der CVA Risk Capital Charge, den operationellen Risiken und den Floor-Regelungen.

CVA Risk Capital Charge

Das neue Baseler Rahmenwerk zur Bestimmung der aufsichtsrechtlichen CVA Risk Capital Charge (BCBS 325) wurde im Jahre 2015 mit insgesamt drei Ansätzen (IMA-CVA, SA-CVA und BA-CVA) für die Konsultation freigegeben. Nach Durchführung der Konsultation sowie weiterer Auswirkungsstudien entschloss der Baseler Ausschuss sich dazu, den IMA-CVA-Ansatz aus dem CVA-Rahmenwerk zu streichen. Mit Veröffentlichung des finalen CVA-Rahmenwerks steht nun fest, dass der Ausschuss an diesem Plan festgehalten hat und die Ermittlung der CVA Risk Capital Charge entweder auf Basis des SA-CVA oder des BA-CVA-Ansatzes erfolgen muss. Darüber hinaus hat der Baseler Ausschuss die Ergebnisse der im Februar 2016 durchgeführten Auswirkungsstudie zum Anlass genommen, die Kalibrierung des finalen BA-CVA-Ansatzes anzupassen. Einerseits werden die im Rahmen der besagten Studie vorgegebenen Risikogewichte beibehalten, die deutlich unter denen des Konsultationspapiers liegen sowie ein weiteres Bucket zur Abfrage „anderer Sektoren“ eingeführt. Andererseits wurde der sogenannte Beta-Faktor angepasst, was zu einer weiteren Reduktion der Kapitalanforderungen führt.

Weitere nennenswerte Änderungen innerhalb des finalen CVA-Rahmenwerks basieren auf dem Proportionalitätsgedanken. So enthält das finale CVA-Rahmenwerk eine Materialitätsschwelle zur vereinfachten Festlegung der regulatorischen CVA-Kapitalanforderung für Banken mit nicht-signifikanten Derivate-Portefolien. Demnach dürfen Institute, deren nicht-zentral-geclearte Derivate ein Nominalvolumen von (brutto) bis zu 100 Mrd. EUR aufweisen, ihre regulatorische CVA- Kapitalanforderung pauschal mit jenem risikogewichteten Kapitalbetrag gleichsetzen, der für das Gegenparteiausfallrisiko bestimmt wird. Sofern von diesem Wahlrecht Gebrauch gemacht wird, dürfen risikomindernde Effekte aus dem Hedging keine Berücksichtigung finden. Ferner unterliegt bei Ausübung des Wahlrechtes das gesamte Portfolio der hier beschriebenen Behandlung.

Auch die Anpassungen innerhalb des BA-CVA in seiner Rolle als Standardansatz, dessen Anwendung im Gegensatz zum SA-CVA nicht die Zustimmung einer Aufsichtsbehörde erfordert, basieren auf der Proportionalität. So stellt der Baseler Ausschuss den Instituten, die ihre CVA-Risiken gezielt nicht absichern, eine reduzierte und somit vereinfachte BA-CVA-Formel zur Verfügung, in der Hedging-Transaktionen entsprechend keine Berücksichtigung finden.

Operationelle Risiken

Mit dem „Standardansatz für das operationelle Risiko“ wurden beide Vorhaben des Baseler Ausschusses – die Zusammenführung der beiden bisherigen Ansätze (Basisindikator- und Standardansatz) sowie die Abschaffung des fortgeschrittenen Messansatzes (AMA) – final umgesetzt. Die Funktionsweise basiert weiterhin auf dem im ersten Konsultationspapier (BCBS 291) eingeführten Grundprinzip des Business Indicator (BI), der einem größenabhängigen Bucket zugeordnet wird. Im Vergleich zum zweiten Konsultationspapier (BCBS 355) reduziert sich die Anzahl der Buckets von fünf auf drei. Auch bei der Berechnung der einzelnen Bestandteile des BI wurden Anpassungen vorgenommen (u.a. Herabsetzung des Faktors für verzinsliche Aktiva von 3,25 auf 2,25 Prozent). Die Formeln wirken insgesamt übersichtlicher, teilweise allerdings zu Lasten möglicher Erleichterungen, wie beispielsweise für provisionsabhängige Geschäftsmodelle.

Den drei Buckets sind feste Koeffizienten zugeordnet, aus deren Multiplikation mit dem jeweiligen BI die BI Komponente resultiert. Die Eigenmittelanforderungen für Banken in Bucket 1 entsprechen denen der BI Komponente. Bei Banken in den Buckets 2 und 3 ergeben sich die Eigenmittelanforderungen aus der Multiplikation der BI Komponente mit dem Multiplikator interner Verluste (ILM). Den nationalen Aufsichtsbehörden wird in diesem Zusammenhang ein Wahlrecht eingeräumt, auch von den Instituten in Bucket 1 die Berücksichtigung historischer Verlustdaten zu verlangen – oder den Banken selbst ein Wahlrecht zu gewähren.

Für alle Banken, die bisher kein internes Verfahren (AMA) verwendet haben und zukünftig in Bucket 2 oder 3 fallen, werden die neuen Regelungen zu komplexeren Berechnungen der OpRisk-Anforderungen führen. Neben den qualitativen Anforderungen an Verlustdaten, die umfangreiche Datenerhebungen und Analysen voraussetzen, definiert der Baseler Ausschuss in BCBS 424 entsprechende Offenlegungspflichten in Bezug auf die internen Verlustdaten. Für diese Banken wird sich durch den neuen Ansatz erstmalig ein effektives OpRisk-Management auf die Kapitalanforderungen positiv auswirken und somit kompensierend zu den tendenziell steigenden Anforderungen aufgrund der neuen Systematik wirken. Die größten Auswirkungen auf die Kapitalanforderungen werden sich allerdings voraussichtlich für diejenigen Banken ergeben, die aktuell den AMA nutzen. Hier ist insbesondere aufgrund der vorgegebenen einheitlichen Ermittlung des BI eine deutliche Erhöhung der Kapitalanforderungen zu erwarten.

Floor-Regelung und Inkrafttreten

Ursprünglich wurde der Capital Floor im Rahmen von Basel II (2007) mit dem Ziel eingeführt, dass die Banken auch bei Nutzung interner Modelle zumindest 80% der sich nach Basel I ergebenden Eigenmittel vorhalten sollten. Die nun veröffentlichten Basel IV-Reformen sehen vor, dass der Basel I-Floor durch einen aggregierten Capital Floor (ein Floor für die Summe der RWAs aller Risikokategorien) ersetzt wird. Dieser soll sicherstellen, dass die mit internen Modellen ermittelten RWA nicht geringer als ein bestimmter Prozentsatz der mittels der Standardansätze berechneten RWA sind. Damit wird der Spielraum begrenzt, über den die Banken bei der Ermittlung von Kapitalanforderungen auf Basis interner Modelle verfügen. Durch die Einführung des überarbeiteten Capital Floors soll die Vergleichbarkeit der Kapitalanforderungen zwischen den Banken erhöht und die Glaubwürdigkeit in die RWA-Berechnungen der Banken gestärkt werden.

Es ist vorgesehen, dass das neue Rahmenwerk ab dem 1. Januar 2022 anzuwenden ist. Den Banken werden ab der Erstanwendung Übergangsregelungen für den Capital Floor gewährt: Ausgehend von einem aggregierten RWA-Floor von 50% im Jahr 2022 steigt der Floor jährlich um 5% bis Ende 2026. Der schrittweise Anstieg endet im Jahr 2027; zum 1.Januar 2027 wird der Capital Floor nochmal um weitere 2,5% angehoben und erreicht dann die finale Höhe von 72,5%.

Bei der Anwendung des Capital Floors sind die folgenden Standardansätze einzubeziehen:

  • Kreditrisiko: KSA inkl. Berücksichtigung aufsichtlicher Haircuts für die Kreditrisikominderung,
  • Kontrahentenrisiko: SA-CCR,
  • CVA: SA-CVA, Basis-CVA oder 100% der Kapitalanforderungen für das Kontrahentenrisiko,
  • Verbriefungen: Auf externen Ratings basierender Ansatz (SEC-ERBA), SEC-SA oder ein Risikogewicht von 1.250%,
  • Marktrisiko: FRTB-SA,
  • OpRisk: SA für das operationelle Risiko.

Die finale Höhe der Eigenkapitalanforderungen der Bank ergibt sich schließlich aus dem Maximum der RWA gemäß der genutzten Standard- und interne Modelle-Ansätze des Instituts sowie der RWA nach Anwendung des Capital Floors.

Ausblick

Mit der Veröffentlichung der finalen Basel IV Regelungen geht eine lange und kontrovers geführte Debatte zu Ende. Endlich herrscht für die betroffenen Banken Klarheit, wie die neuen Regelungen aussehen werden und ab wann mit der Einführung zu rechnen ist.

Auch wenn das Jahr 2022 noch in der Ferne zu liegen scheint, ist daher jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um sich im Rahmen von Proberechnungen Gewissheit über die Auswirkungen der neuen Regelungen auf das eigene Portfolio zu verschaffen. Zudem dürften in vielen Häusern in 2018 Vorstudien oder Umsetzungsprojekte für das neue Verbriefungsrahmenwerk (Regulatory Blog: „Basel IV-Channel – Episode 25: Update – Neue Anforderungen an die Behandlung von Verbriefungen Teil I“  vom 23. November 2017 oder die CRR II  (dazu auch Regulatory Blog: „EU Kommission veröffentlicht Entwürfe zu CRD V, CRR II und BRRD – Teil 1: Finalisierung von Basel III“ vom 25. November 2016) anlaufen. Auch hierbei macht es Sinn, die Auswirkungen der Basel IV Regelungen mit zu bedenken, um beispielsweise Schnittstellen oder Datenanforderungen an Tochterunternehmen nicht zweimal anpassen zu müssen.

Sie haben Fragen rund um Basel IV?

Auf unserer Basel IV Webseite finden Sie Informationen und Ansprechpartner.

Basel IV-Channel – Episode 26: Weihnachtsgrüße aus Basel: BCBS finalisiert Basel IV

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat am 07. Dezember 2017 die finalen Beschlüsse zu seinen Basel IV Reformen veröffentlicht. Damit wurden insbesondere die Regelungen in Bezug auf den Kreditrisiko-Standardansatz, den IRB-Ansatz, die Ermittlung des CVA-Risikos, des operationellen Risikos und natürlich die Höhe und die Berechnung des „Capital Floors“ überarbeitet. Im Vergleich zu den vorhergehenden Konsultationspapieren ergeben sich zahlreiche und teilweise erhebliche Änderungen, die sich in unterschiedlicher Form auf die Kapitalbelastung für Banken auswirken werden.

Grund genug, den Änderungen zu Basel IV eine besondere Folge des Basel IV-Channels zu widmen. In unserer aktuellen Folge des Basel IV-Channels:
 
„Weihnachtsgrüße aus Basel: BCBS finalisiert Basel IV“
 
stellen wir Ihnen die wesentlichen Neuerungen der Veröffentlichung aus Basel vor. Unsere Experten geben Ihnen einen Überblick über die Reformen und die möglichen Auswirkungen.
 

Diese Folge des Basel IV-Channels können Sie sich direkt auf Youtube unter pwc.baselIVchannel ansehen.

Alternativ stellen wir für Sie die aktuelle Folge unseres Basel IV-Channels auch im MP4-Format auf unserer Basel IV Webseite zur Verfügung.

Sie haben eine Folge des Basel IV-Channels verpasst?

Kein Problem – es besteht die Möglichkeit sich unter folgendem Link eine Aufzeichnung der Webcasts auf unserem Youtube-Channel anzuschauen.

Sie haben Fragen rund um Basel IV?

Auf unserer Basel IV Webseite finden Sie Informationen und Ansprechpartner.

Wir freuen uns, Sie zu unserem nächsten Termin begrüßen zu dürfen.

Herzlichst Ihr

Martin Neisen,

Global Basel IV Leader

Basel IV-Channel Episode 12: Operationelles Risiko und Verbriefung

Der Basel IV-Channel in 2017 startet mit zwei wichtigen Themen, die in der Weiterentwicklung des Baseler Rahmenwerks deutliche Veränderungen erfahren.

Der nächste Basel IV-Channel befasst sich daher am

Freitag, den 13. Januar 2017

mit dem Thema: „Einblicke in die neuen Ansätze für das operationelle Risiko und die Verbriefungsregelungen

Werfen Sie mit unseren PwC-Experten einen Blick auf die Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen für operationelle Risiken und die regulatorische Behandlung von Verbriefungspositionen.

Wir laden Sie herzlich ein, sich kostenfrei und unverbindlich zu dem genannten Termin anzumelden. Hier geht es direkt zur Anmeldeseite für unseren Basel IV-Channel. (Alle Teilnehmer der vorherigen Veranstaltungen erhalten automatisch eine Einladung per E-Mail).

Den Webcast können Sie sich auf Youtube unter pwc.baselIVchannel ansehen .

Sie haben eine Folge des Basel IV-Channels verpasst ?

Kein Problem – es besteht die Möglichkeit sich unter folgendem Link eine Aufzeichnung der Webcasts auf unserem Youtube-Channel anzuschauen.

Wir freuen uns, Sie zu unserem nächsten Termin begrüßen zu dürfen.

Herzlichst Ihr

Martin Neisen,

Global Basel IV Leader

Regulatory Roadshow 2016: „Basel IV“?! Welcome to the Next Generation of RWA

Basel IV

Die Bankenaufsicht in Europa bleibt in Bewegung. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht hat in den zurückliegenden Monaten eine Reihe von Konsultationspapieren veröffentlicht, die weitreichende Änderungen in der Ermittlung der risikogewichteten Aktiva vorsehen. Hierdurch kommen, unabhängig von der betrachteten Risikoart – Kreditrisiko, Marktrisiko, operationelle Risiken – und den genutzten Verfahren – Standardansätze oder interne Modelle – zahlreiche neue Anforderungen auf die Banken zu. Das inoffizielle Schlagwort „Basel IV“ ist bereits in aller Munde. Doch auch die europäischen Bankenaufsichtsbehörden arbeiten ihre umfassenden Arbeitsprogramme in den kommenden Jahren ab – frei nach dem Motto „Eine fundamentale Überarbeitung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen innerhalb der Säule I der Baseler Standards allein reicht nicht aus, um den Bankensektor robuster und krisenfester zu machen“.

Banken stehen damit vor der Herausforderung, die Folgen zahlreicher neuer Regulierungsanforderungen diverser Aufsichtsbehörden gleichzeitig einzuschätzen. Dabei müssen sie nicht nur mit Auswirkungen auf die Kapitalanforderungen, sondern auch mit einem enormen Umsetzungsaufwand rechnen.

Wir laden Sie herzlich zu unserer Regulatory Roadshow 2016 ein, um Sie und Ihr Haus rechtzeitig auf die neuen Anforderungen vorzubereiten. Werfen Sie mit uns einen Blick auf das Basel-IV-Reformpaket und weitere Neuerungen im Bankenaufsichtsrecht und diskutieren Sie mit uns die Auswirkungen und Herausforderungen. Der Fokus unserer Roadshow liegt dabei vor allem auf „Basel IV“, sodass insbesondere folgende Themenfelder auf der Agenda stehen:

Neuerungen aus Basel – „Basel IV“?! Welcome to the Next Generation of Risk-Weighted Assets (RWA)

  • neue Anforderungen im Rahmen der Floor-Regelung und an interne Modelle
  • Kreditrisiko − Kreditrisiko-Standardansatz (KSA) − Standardansatz für Kontrahentenrisiken (SA-CCR) − Verbriefungen − Anteile an Investmentfonds
  • Marktrisiko − Fundamental Review of the Trading Book (FRTB) − Credit Valuation Adjustment (CVA) Risk Capital Charge − Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch (IRRBB)
  • neue Vorschriften zu operationellen Risiken
  • neue Vorschriften zur Offenlegung
  • neue Großkreditvorschriften
  • MREL und TLAC
  • Neuerungen aus Brüssel und London – weitere Technical Standards und neue Guidelines

Lassen Sie sich von unseren Experten umfassend über die künftigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen informieren – wir freuen uns auf Sie!

Die Veranstaltungsorte und -termine:

20.06.2016, Düsseldorf

29.06.2016, Hamburg

06.07.2016, Berlin

07.07.2016, München

11.07.2016, Frankfurt a. M.

12.07.2016, Frankfurt a. M.

22.07.2016, Stuttgart

Die Teilnahme ist für Sie kostenfrei. Wir würden uns freuen, Sie auf unserer Veranstaltung begrüßen zu dürfen.

International venues

We look forward to meeting you also in:

The Netherlands (Amsterdam)

Greece (Athens)

Romania (Bucharest)

Ireland  (Dublin)

Turkey (Istanbul)

United Kingdom (London)

Luxembourg (Luxembourg)

Spain (Madrid)

Italy (Milano)

France (Paris)

Latvia (Riga)

Sweden (Stockholm)

Poland (Warsaw)

Austria (Vienna).

Detailed information on our international Roadshow 2016 is available on request.

Anmeldung

Bitte melden Sie sich online über www.pwc-event.com/ regulatory-roadshow zur Veranstaltung an. Es öffnet sich eine Webseite mit weiteren Veranstaltungsinformationen.

Bei Fragen zum Thema für Sie da:

Martin Neisen

Tel.: +49 69 9585-3328

martin.neisen@de.pwc.com

Bei organisatorischen Fragen für Sie da:

Michaela Heuß

Tel.: +49 69 9585-5928

events.de@de.pwc.com

Mehr Informationen rund um Basel IV erhalten Sie auch auf unserer Webseite: Willkommen in der Welt von Basel IV

Operationelles Risiko – Wegfall des AMA und ein neuer Standardansatz für alle Banken

Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht (BCBS) hat am 04. März 2016 das zweite Konsultationspapier zur Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen für operationelle Risiken veröffentlicht (Standardised Measurement Approach for operational risk – Consultative Document (BCBS 355)).

Hintergrund

Die aktuelle Konsultation baut auf dem im Oktober 2014 veröffentlichten Konsultationspapier zur Überprüfung der bisherigen Verfahren zur Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen für operationelle Risiken (Operational risk – Revisions to the simpler approaches – Consultative Document (BCBS 291)) auf. Unter dem Titel „Standardised Measurement Approach for operational risk“ stellt es einen aktualisierten Standardansatz für die Ermittlung der Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken vor. Zukünftig soll ein einfacher standardisierter Ansatz die Vergleichbarkeit zwischen den Instituten sicherstellen. Zusätzlich soll die Berücksichtigung von internen Verlusten als maßgeblicher Indikator für die Berechnung der operationellen Risiken integriert werden.

Der Baseler Ausschuss plant neben der Konsultationsphase bis zum 3. Juni 2016 eine weitere QIS durchzuführen, um die in dem zweiten Konsultationspapier enthaltenen Regelungen final zu kalibrieren.

Bezüglich der bisherigen Messverfahren für das operationelle Risiko sowie deren Überprüfung im ersten Konsultationspapier verweisen wir auf unseren dazugehörigen Beitrag im Risk Blog: Weiterentwicklung des Standardansatzes für operationelle Risiken (BCBS Konsultationspapier)“.

Notwendigkeit der Anpassungen im Rahmen des zweiten Konsultationspapiers (BCBS 355)

Das erste Konsultationspapier (BCBS 291) sah vor allem die Zusammenführung der beiden bisherigen Ansätze – BIA und STA – und die damit verbundene Überarbeitung der identifizierten Schwächen durch eine neu entwickelte Berechnungsmethodik vor.

Die Abschaffung des AMA wurde seitens des Baseler Ausschusses zwar diskutiert und angekündigt, jedoch erst mit dem zweiten Konsultationspapier (BCBS 355) konkret vorgeschlagen. Die inhärente Komplexität der ambitionierten Messansätze und eine fehlende Vergleichbarkeit, bedingt durch ein breites Spektrum an internen Modellen, haben dazu geführt, dass der AMA als Berechnungsmethodik Vertrauen verloren hat und rechtfertigt letztendlich dessen Abschaffung.

Da der Revised Standardised Approach aus dem ersten Konsultationspapier jedoch erwartungsgemäß keine Alternative für AMA-Banken darstellt, berücksichtigt der Baseler Ausschuss nun im Rahmen des Standardised Measurement Approach (SMA) zusätzlich interne Verlustdaten als maßgeblichen Indikator für die Berechnung des operationellen Risikos. Darüber hinaus sollen die im Zuge der ersten Konsultationsphase identifizierten Schwächen adressiert werden. Dazu gehört insbesondere die Benachteiligung gewisser Geschäftsmodelle, die zukünftig mit Hilfe verschiedener Anpassungen vermieden werden soll. Die Funktionsweise wird nachfolgend erläutert.

Funktionsweise des überarbeiteten Standardansatzes

Die Funktionsweise basiert auf dem Grundprinzip des im ersten Konsultationspapier dargestellten Business Indicator (BI) als neuem Proxy-Indikator (inkl. der Einordnung in so genannte größenabhängige „Buckets“) und kombiniert diesen mit bankspezifischen internen Verlustdaten. Die Berechnung des BI erfolgt weiterhin auf Basis der Gewinn- und Verlustrechnung. Gemäß dem zweiten Konsultationspapier setzt sich der BI aus drei Komponenten zusammen:

  1. Zins-, Leasing- und Dividendenkomponente
  2. Servicekomponente
  3. Finanzielle Komponente

Im Vergleich zum ersten Konsultationspapier haben sich insbesondere die folgenden Änderungen ergeben:

  • Berechnung der Zins-, Leasing und Dividendenkomponente:

Im zweiten Konsultationspapier werden in der ersten Komponente zusätzlich Dividendenerträge berücksichtigt und es erfolgt eine veränderte Berücksichtigung des Leasingergebnisses. Damit greift der Baseler Ausschuss die Kritik auf, dass deren inkonsistente Behandlung zu Arbitragemöglichkeiten innerhalb des Business Indicators führen könnte.

  • Berechnung der Servicekomponente:

Der neu eingeführten Parameter uBI (Unadjusted Business Indicator) adressiert unter anderem die bisher vergleichsweise hohen Eigenmittelanforderungen in Relation zu den operationellen Risiken von Instituten mit einer hohen Nettozinsmarge. Darüber hinaus wird der höhere der beiden Posten Provisionsaufwendungen und Provisionserträge berücksichtigt. Das ist zwar günstiger als im ersten Konsultationspapier, aber noch deutlich konservativer als heute.

  • Berechnung der finanziellen Komponente:

Die Berechnungslogik der finanziellen Komponente hat sich im Vergleich zum ersten Konsultationspapier nicht verändert. Sowohl das Nettoergebnis des Handelsbuches als auch des Bankbuchs werden als Durchschnitt der letzten drei Jahre (Absolutwert) berücksichtigt.

Analog zu den Vorschlägen des ersten Konsultationspapiers, erfolgt auch beim SMA eine Unterteilung des BI in fünf Buckets, welche jeweils mit einem Koeffizienten zur Berechnung der BI Komponente versehen sind. Im Vergleich zum ersten Konsultationspapier findet aufgrund der Berücksichtigung der Verlustkomponenten keine stufenweise Anwendung der Buckets mehr statt. Die Banken berechnen ihren BI ausschließlich in „ihrem“ Bucket. Darüber hinaus erfolgte auf Basis der Ergebnisse einer Auswirkungsstudie (QIS) eine Rekalibrierung der einzelnen Buckets im Vergleich zum ersten Konsultationspapier.

Die Eigenmittelanforderungen für Banken in Bucket 1 entsprechen denen der BI Komponente. Kleinere Banken mit einem BI bis zu € 1 Mrd. müssen somit keine Verlustdaten ermitteln. Bei Banken in den Buckets 2 bis 5 resultieren die Eigenmittelanforderungen aus der Multiplikation der BI Komponente mit dem Multiplikator interner Verluste. Die Berechnungsmethodik ist allerdings so kalibriert, dass auch bei größeren Instituten die erste € 1 Mrd. des BI nicht mit dem Multiplikator interner Verluste multipliziert wird. Erste Analysen haben gezeigt, dass Institute mit Schwerpunkten im Kreditgeschäft mit einer Bilanzsumme zwischen € 20 und 40 Mrd. in den Bucket 2 fallen können.

Die Analysen des Baseler Ausschusses haben ergeben, dass das Geschäftsvolumen einer Bank nur ein Einflussfaktor auf das operationelle Risiko ist. Zur Steigerung der Risikosensitivität ist jedoch die Berücksichtigung weiterer Indikatoren unerlässlich. Auf Basis der Analysen wurden interne Verlustdaten als ein wesentlicher Indikator identifiziert, die Banken ab Bucket 2 in ihrer Berechnung des OpRisk berücksichtigen müssen.

Gemäß den Vorgaben der MaRisk (BTR 4) haben heute schon alle Banken in Deutschland zumindest wesentliche operationelle Risiken mindestens jährlich zu identifizieren und zu beurteilen. Anwender der ambitionierten Messansätze sammeln derartige Informationen zu den Verlustdaten schon jetzt auf granularer Ebene und sollten daher in der Lage sein, basierend auf vorhandenen Informationen zukünftig die Verlustkomponente zu berechnen. Die eingetretenen internen Verluste werden im Rahmen des SMA über den Multiplikator interner Verluste (MIV) berücksichtigt, welcher sich aus einer Verlustkomponente und einer BI Komponente zusammensetzt. Die Verlustkomponente unterscheidet zwischen Verlustfällen über € 10 Mio und € 100 Mio sowie geringeren eingetretenen operationellen Verlusten. In diesem Zusammenhang sind die Verlustdaten der letzten zehn Jahre in die Berechnung einzubeziehen. Während des Übergangszeitraumes gibt es die Möglichkeit, sofern die entsprechenden Daten der letzten zehn Jahre nicht vorliegen, einen mindestens fünfjährigen Zeithorizont zu berücksichtigen. Liegen auch für diesen Zeitraum keine entsprechenden Daten vor, wird das operationelle Risiko bis dahin ausschließlich basierend auf der BI Komponente kalkuliert.

Ausblick

Auf Basis der Ergebnisse der QIS soll zukünftig sichergestellt werden, dass die Kombination von Verlustkomponente und Business Indicator eine stabile Eigenmittelunterlegung für operationelle Risiken gewährleistet. Insbesondere im Rahmen der zweiten Konsultationsphase wird der Baseler Ausschuss weiter an einer sinnvollen und wirksamen Kalibrierung dieses Indikators arbeiten.

Für alle Banken, die bisher den BIA oder den STA verwendet haben und zukünftig in die Buckets 2 bis 5 fallen, werden die neuen Regelungen zu komplexeren Berechnungen der OpRisk-Anforderungen führen. Im Hinblick auf die Verlustdaten werden umfangreiche Datenerhebungen und Analysen notwendig sein. Für diese Banken wird sich durch den neuen Ansatz erstmalig ein effektives OpRisk-Management auf die Kapitalanforderungen positiv auswirken und somit kompensierend zu den tendenziell steigenden Anforderungen aufgrund der neuen Systematik wirken. Die größten Auswirkungen auf die Kapitalanforderungen werden sich allerdings voraussichtlich für diejenigen Banken ergeben, die aktuell den AMA nutzen. Hier ist insbesondere aufgrund der vorgegebenen einheitlichen Ermittlung des BI eine deutliche Erhöhung der Kapitalanforderungen zu erwarten.

Auf Basis des aktuell vorliegenden zweiten Konsultationspapiers sollten sich die Banken insbesondere heute schon mit den folgenden Fragen beschäftigen:

  • Liegen alle relevanten Daten in der notwendigen Granularität vor?
  • Welche Maßnahmen müssen bereits heute schon eingeleitet werden, um mögliche steigende Kapitalanforderungen durch ein potenziell optimiertes Management operationeller Risiken zu kompensieren?

Weitere Details zur Abschaffung des AMA und zur Umsetzungsphase des Standardised Measurement Approaches kündigte der Baseler Ausschuss im aktuellen Konsultationspapier für den Jahresverlauf 2016 an.

Ihre Ansprechpartner:

Martin Neisen

Peter Büttel

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