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Baseler Ausschuss ÔÇô finales neues Rahmenwerk f├╝r Verbriefungen

Im Dezember 2014 hat das Basel Committee on Banking Supervision (BCBS) das Rahmenwerk f├╝r Verbriefungen ├╝berarbeitet (Revisions to the securitisations framework), dieser ├ťberarbeitung vorausgegangen sind zwei Konsultationen in 2009 und 2012 (Dazu auch Regulatory Blog Beitrag: ÔÇ×Neues aus Basel zum Verbriefungsregelwerk ÔÇô Revisions to the Basel Securitisation FrameworkÔÇť vom 20. Dezember 2012).

Hintergrund

Ziel der ├ťberarbeitung war es, die bisher nicht ausreichend in den Basel II-Verbriefungsregeln ber├╝cksichtigten Aspekte bzw. die dort aufgetretenen Schwachstellen zu adressieren. Insbesondere die Abh├Ąngigkeit von externen Ratings, die fehlende Risikosensitivit├Ąt, das Auftreten von sogenannten Klippeneffekten und die unzureichende Kapitalunterlegung f├╝r Verbriefungspositionen stehen im Fokus der ├ťberarbeitung.

Das ├╝berarbeitete Verbriefungsrahmenwerk soll ab 01. Januar 2018 in Kraft treten. Flankiert werden die ├ťberarbeitungen von Konsultationen zu den Kriterien von einfachen, transparenten und vergleichbaren Verbriefungstransaktionen (Criteria for identifying simple, transparent and comparable securitisations – consultative paper).

Schw├Ąchen des bisherigen Regelwerks

Die Finanzkrise hat Schw├Ąchen innerhalb des Basel II Verbriefungs-Regelwerks aufgedeckt. Der Basler Ausschuss nennt hier namentlich die mechanische Verwendung externer Ratings und besonders niedrige Risikogewichte f├╝r hoch geratete Risikopositionen bzw. besonders hohe Risikogewichte f├╝r niedrig geratete Senior-Risikopositionen. Auch Klippeneffekte durch das Auftreten einer erheblichen Erh├Âhung der Kapitalanforderungen f├╝r die Verbriefungsposition bereits bei minimalen Ver├Ąnderungen der Portfolioqualit├Ąt und eine mangelnde Risikosensitivit├Ąt aufgrund des Fehlens bestimmter Risikotreiber wurden angef├╝hrt.

Durch das neue Rahmenwerk wird zum einen die Hierachie der auf internem und externem Rating basierenden Ans├Ątze f├╝r die Beurteilung und Bewertung der Risiken aus Verbriefungspositionen ├╝berarbeitet. Zum anderen wird gegen├╝ber dem Basel II-Rahmenwerk f├╝r Verbriefungen die Bedeutung des externen Ratings reduziert. Dar├╝ber hinaus sollen die Anzahl der verwendeten Ans├Ątze begrenzt und ihre Verwendung vereinfacht werden.

Hierarchie der Ans├Ątze

Die Rangfolge, in der die (neuen) zur Verf├╝gung stehenden verschiedenen Berechnungsans├Ątze anzuwenden sind, l├Ąsst sich wie folgt abbilden:

Ans├Ątze

 

Quelle: BCBS Revisions to the securitisation framework

An der Spitze der Hierachie der Ans├Ątze steht der Internal Ratings-Based Approach (SEC-IRBA). Diesen Ansatz ÔÇô analog dem bisherigen SFA – k├Ânnen die Institute nutzen, wenn ihre relevanten internen Modelle zur Messung von Kreditrisiken aufsichtlich genehmigt worden sind. Sofern die Bank keine internen Modelle nutzt und die Verbriefungspositionen gerated sind, steht mit dem SEC-ERBA ein Ansatz zur Verf├╝gung, der auf externen Kreditbewertungen beruht. Der Standardansatz SEC-SA ist die Alternative zum auf internen Ratings basierenden Ansatz und kommt besonders in Jurisdiktionen in Betracht, in denen die Verwendung externer Ratings nicht gestattet ist. Zudem ist er der einzige Ansatz, der f├╝r Wiederverbriefungen zul├Ąssig ist.

Ein Institut darf den jeweiligen Ansatz nur nutzen, wenn es in der Lage ist, s├Ąmtliche f├╝r die Berechnung erforderlichen Parameter zu ermitteln. Gelingt dies nicht, muss der n├Ąchst einfachere Ansatz verwendet werden. Dabei gilt f├╝r alle Ans├Ątze ein Mindestrisikogewicht (Floor) von 15 %. Sofern keiner der drei Ans├Ątze gerechnet werden kann, ist f├╝r die Verbriefungsposition ein Risikogewicht von 1.250 % anzusetzen.

Die Ans├Ątze im Einzelnen

  • Securitisation Internal-Ratings Based Approach (SEC-IRBA)

Der SEC-IRBA basiert auf dem Simplified Supervisory Formula Approach (SSFA) zur Ermittlung des Risikogewichts f├╝r die jeweilige Verbriefungsposition. Seine Anwendung erfordert ein genehmigtes IRB-Modell f├╝r die Forderungen im Verbriefungspool. Ber├╝cksichtigung finden zudem die Tranchendicke (T) und nunmehr auch die Laufzeit der Verbriefungstranche (MT). Letztere soll der Vermeidung der bereits erw├Ąhnten Klippeneffekte dienen, die bisher im Supervisory Formula Approach auftreten konnten. Als weiterer Inputparameter flie├čen die Kapitalanforderungen ein, die f├╝r die Forderungen gegolten h├Ątten, wenn sie nicht verbrieft worden w├Ąren (KIRB).

Grunds├Ątzlich muss das Institut in der Lage sein, s├Ąmtliche Inputparameter f├╝r den SSFA zu bestimmen. Ist bei einem bestimmten Pool aber nur ein Teil der Forderungen IRBA-f├Ąhig, muss dieser mindestens bei 95 % liegen, um den SEC-IRBA anwenden zu k├Ânnen. Wird diese Schwelle nicht erreicht, muss die Bank zwingend einen einfacheren Ansatz w├Ąhlen.

  • Securitisation External-Ratings Based Approach (SEC-ERBA)

Nach dem Basel II Rating Based Ansatz wurde das Risikogewicht anhand externer Ratings, der Seniorit├Ąt der Verbriefungsposition und der Granularit├Ąt des zugrunde liegenden Pools ermittelt. Nach dem aktuellen Basler Papier wird die Bedeutung der Ratings zur Bemessung signifikanter Risiken verringert. Zum einen flie├čt die Tranchendicke (T) bei mezzaninen Tranchen mit ein, zum anderen wird die Seniorit├Ąt ber├╝cksichtigt. Weiter bildet die Restlaufzeit der Verbriefungsposition einen Inputparameter. Demgegen├╝ber entf├Ąllt das Kriterium der Granularit├Ąt, da es nach Ansicht des Basler Ausschusses bereits in ausreichendem Umfang durch die Ratingagenturen ber├╝cksichtigt wird. Diese gehen bei steigender Granularit├Ąt von einer Bonit├Ątsverbesserung aus.

Zur Anwendung des SEC-ERBA m├╝ssen externe bzw. zumindest abgeleitete Ratings f├╝r die zu gewichtenden Verbriefungspositionen vorliegen. Bei vorhandenem Kurzzeitrating k├Ânnen die Risikogewichte anhand einer Mappingtabelle ermittelt werden. F├╝r Langzeitratings existiert ebenfalls eine Tabelle, aus der sich die Risikogewichte f├╝r Senior und Nicht-Senior Tranchen bei einer Restlaufzeit (MT) von einem und f├╝nf Jahren ablesen l├Ąsst. F├╝r dazwischen liegende Laufzeiten muss das Risikogewicht durch lineare Interpolation ermittelt werden. F├╝r Nicht-Senior Tranchen muss zudem die Tranchendicke (T) zur Berechnung herangezogen werden. Au├čerdem darf das ermittelte Risikogewicht nie niedriger sein als das entsprechende Risikogewicht einer Seniortranche derselben Verbriefung mit identischem Rating und gleicher Restlaufzeit.

  • Securitisation Standardised Approach (SEC-SA)

Zur Anwendung des Standardansatzes wird ebenfalls der SSFA herangezogen (wie im SEC-IRBA) und es m├╝ssen die folgenden Inputparameter vorhanden sein: Die Kreditrisikostandardansatz (KSA)-Kapitalanforderungen (KSA) f├╝r die zugrunde liegenden Exposures, der Anteil der leistungsgest├Ârten Positionen (W) und die Tranchendicke.

Die Kapitalanforderungen nach KSA ergeben sich aus der Division der risikogewichteten Aktiva durch die Risikopositionswerte multipliziert mit 8 %. Der Anteil der leistungsgest├Ârten Positionen (W) errechnet sich als Quotient aus der Summe aller leistungsgest├Ârten Positionen im Verh├Ąltnis zu allen Positionen im Pool. Als leistungsgest├Ârt gelten alle Exposures mit einem Leistungsverzug von 90 Tagen oder mehr, die Gegenstand eines Insolvenz- oder Zwangsvollstreckungsverfahrens sind oder nach Vertragsdokumentation der Verbriefung als ausgefallen gelten. Dabei muss die Bank das Vorliegen einer Leistungsst├Ârung f├╝r mindestens 95 % der Positionen ermitteln k├Ânnen. Andernfalls werden die Verbriefungspositionen mit einem Risikogewicht von 1.250 % angesetzt.

Fazit

Mit den neuen Ans├Ątzen wird die Ermittlung der Kapitalanforderungen f├╝r Verbriefungspositionen erheblich risikosensitiver und in Summe auch konservativer. Andererseits wird der erforderliche Aufwand f├╝r die betroffenen Institute tendenziell erh├Âht, da die Zahl der Inputparameter angestiegen ist. Dabei bleibt bei realistischer Betrachtung die Anwendung des SEC-IRBA den verbriefenden Instituten (Originatoren) vorbehalten, da z.B. ein Investor nicht ├╝ber die notwendige Datengranularit├Ąt verf├╝gt. Andererseits ist aufgrund der eingangs erw├Ąhnten Konsultationen zu den Kriterien f├╝r einfache, transparente und vergleichbare Verbriefungstransaktionen eine Privilegierung von sog. ÔÇ×qualifiziertenÔÇť Transaktionen bei der Eigenkapitalunterlegung zu erwarten. Institute sollten in der Zeit bis zur Einf├╝hrung der neuen Regelungen ihre Gesch├Ąftst├Ątigkeit im Verbriefungsbereich ├╝berpr├╝fen, um zu ermitteln, welche prozessualen Anpassungen bei ihnen notwendig werden bzw. inwieweit sich potentielle Auswirkungen auf die Kapitalquoten ergeben k├Ânnten.

Neues aus Basel zum Verbriefungsregelwerk – Revisions to the Basel Securitisation Framework

Am 18. Dezember 2012 hat das Basel Committe on Banking Supervision┬áein Konsultationspapier zur ├ťberarbeitung des Verbriefungsregelwerks (Revisions to the Basel Securitisation Framework – consultative document) ver├Âffentlicht. Die Konsultationsphase l├Ąuft bis zum 15. M├Ąrz 2013.

Hintergrund

W├Ąhrend die ├änderungen am Verbriefungsregelwerk nach dem Ausbruch der Finanzmarktkrise 2009 lediglich „Erste-Hilfe-Ma├čnahmen“ zur Behebung der gr├Â├čten identifizierten Schw├Ąchen darstellten, wird mit dem ├änderungsvorschlag eine grundlegende ├ťberarbeitung des Verbriefungsregelwerks vorgenommen. Im Laufe der Krise erfolgten in 2009 ┬áeinerseits Nachjustierungen bei den Risikogewichten, insbesondere f├╝r Verbriefungspositionen des Handelsbuchs und Wiederverbriefungspositionen, sowie andererseits eine Reihe von operationellen Anforderungen (due-diligence Anforderungen) und ein Selbstbehalt f├╝r Initiatoren von Verbriefungstransaktionen eingef├╝hrt. Das eigentliche Defizit, n├Ąmlich das blinde Vertrauen auf externe Ratings, wurde mit den damaligen ├änderungen nicht behoben. Dies soll nun mit der vorliegenden Konsultation nachgeholt werden.

Wesentliche Inhalte

Im Folgenden sollen die wesentlichen ├änderungsvorschl├Ąge kurz vorgestellt werden.

Die Konsultation beinhaltet u.a.:

  • eine neue Rangfolge in der die zur Verf├╝gung stehenden verschiedenen Berechnungsans├Ątze anzuwenden sind,
  • ├änderungen bei den bestehenden Berechnungsans├Ątze f├╝r die Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung von Verbriefungspositionen und
  • die Einf├╝hrung neuer Berechnungsans├Ątze, insbesondere auch als R├╝ckfallposition zur 1.250% Gewichtung.

Sowohl f├╝r die ├änderung der bestehenden Berechnungsans├Ątze als auch f├╝r die neue Rangfolge bei der Anwendung der Ans├Ątze werden Alternativen vorgeschlagen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass

  • die Berechnung der Eigenkapitalanforderungen f├╝r Verbriefungspositionen zuk├╝nftig komplexer wird,
  • die ├╝berarbeiteten Ans├Ątze ├╝berwiegend als neues Kriterium die Laufzeit des zugrundeliegenden Forderungspools und ggf. die Tranchendicke ber├╝cksichtigen und
  • die Kapitalanforderungen differenzierter ausfallen und dabei tendenziell f├╝r h├Âherrangige Tranchen steigen (Mindestrisikogewicht 20 %), w├Ąhrend sie im Gegenzug bei mezzaninen und unteren Tranchen weniger schnell zu einer 1.250% Gewichtung bzw. zum Kapitalabzug f├╝hren.

Die differenzierteren Kapitalanforderungen sollen insbesondere bisherige Fehlanreize durch sogenannte regulatorische „Klippeneffekte“ reduzieren und regulatorische Arbitrage verhindern.

Vorschlag einer neuen Rangfolge f├╝r die Anwendung der verschiedenen Berechnungsans├Ątze

Die Berechnung der Eigenkapitalunterlegung von Verbriefungspositionen war bisher relativ ┬áeinfach. Sobald ein externes Rating vorlag, war dieses als Grundlage f├╝r die Eigenkapitalunterlegung heranzuziehen (Rating Based Approach – RBA). War die Position nicht extern geratet, bestand f├╝r KSA-Verbriefungspositionen die M├Âglichkeit der Durchschau, wenn die Zusammensetzung des zugrundeliegenden Pools bekannt war. F├╝r ABCP Programme und qualifizierte Liquidit├Ątsfazilit├Ąten bestanden spezielle Regelungen. F├╝r IRBA-Verbriefungspositionen konnte zus├Ątzlich ein abgeleitetes Rating ermittelt oder der aufsichtliche Formelansatz (Supervisory Formula Approach – SFA) bzw. in bestimmten F├Ąllen das interne Einstufungsverfahren (Internal Assessment Approach – IAA) angewendet werden. Lagen die Voraussetzungen f├╝r die Anwendung dieser alternativen Berechnungsans├Ątze nicht vor, war die Position mit 1.250% zu gewichten oder vom Kapital abzuziehen.

Galt bisher der absolute Vorrang des RBA, werden nunmehr folgende Alternativen zur Konsultation gestellt:

  • Alternative A: Anwendungsvorrang f├╝r einen ├╝berarbeiteten SFA und subsidi├Ąr die Anwendung eines ├╝berarbeiteten RBA bzw. vereinfachten SFA je nach Aus├╝bung eines nationalen Wahlrechts durch die jeweilige Jurisdiktion
  • Alternative B: nach Wahl des Instituts die Anwendung eines ├╝berarbeiteten RBA bzw. ├╝berarbeiteten SFA nur f├╝r senior und high-quality Tranchen, w├Ąhrend auf alle anderen Tranchen ein neuer Concentration Ratio Approach anzuwenden ist.

Bei beiden Alternativen wird zus├Ątzlich zur bisher geltenden R├╝ckfalll├Âsung einer 1.250% Gewichtung bzw. Kapitalabzug ein neuer sogenannter Backstop Concentration Ratio Approach (im Folgenden BCRA) eingef├╝hrt.

Anpassungen der bestehenden und Einf├╝hrung neuer Berechnungsans├Ątze f├╝r die Ermittlung der Eigenkapitalunterlegung von Verbriefungspositionen

├änderungen des Rating Based Approach – RBA

Nach dem RBA gelten bisher unterschiedliche Mappingtabellen f├╝r KSA- und IRBA-Verbriefungspositionen, die anhand des externen Ratings bestimmen, welches Risikogewicht f├╝r eine Verbriefungsposition anzuwenden ist. Die IRBA-Mappingtabelle ist dabei differenzierter als die KSA-Mappingtabelle und stellt auf zus├Ątzliche Kriterien wie H├Âchstrangigkeit der betreffenden Tranche und Granularit├Ąt des zugrundeliegenden Forderungspools ab.

Basel schl├Ągt mit dem Konsultationspapier nunmehr vor, einheitliche Mappingtabellen f├╝r KSA- und IRBA-Verbriefungspositionen einzuf├╝hren. F├╝r langfristige Ratings soll sich die neue Mappingtabelle an der bisherigen IRBA-Mappingtabelle orientieren. Zus├Ątzlich sollen neben dem Kriterium der H├Âchstrangigkeit aber nunmehr auch die Tranchendicke und die durchschnittliche Laufzeit des zugrundeliegenden Forderungspools f├╝r die Festlegung der H├Âhe des Risikogewichts eine Rolle spielen. Das Kriterium der Granularit├Ąt wird hingegen gestrichen.

F├╝r kurzfristige Ratings, also insbesondere im Bereich von ABCP-Programmen, soll eine einheitliche Mappingtabelle f├╝r KSA- und IRBA-Verbriefungspositionen gelten, die sich an der bisherigen KSA-Mappingtabelle orientiert.

├änderung des Supervisory Formula Approach – SFA

Der bisher existierende SFA soll in zwei Varianten aufgeteilt werden, einen Modified Supervisory Formula Approach (MSFA) und einen Simplified Supervisory Formula Approach (SSFA). Beide neu vorgeschlagenen Varianten unterscheiden sich vom bisherigen SFA. Der MSFA soll, wie der bisherige SFA, nur f├╝r IRBA-Institute gelten.

In der Berechnungsformel des MFSA wird nunmehr ebenfalls die Laufzeit der zugrundeliegenden Forderung ber├╝cksichtigt. Ferner werden bestimmte in der Berechnungsformel enthaltene aufsichtliche Parameter deutlich angepasst.

F├╝r den SSFA werden ├Ąhnliche Parameter, wie f├╝r den MSFA ben├Âtigt. Allerdings entf├Ąllt das Kriterium der Laufzeit. Als Ausgleich daf├╝r werden andere Parameter so angepasst, dass gew├Ąhrleistet ist, dass die Risikogewichte nach dem SSFA in jedem Fall h├Âher ausfallen als nach dem MSFA. Der SSFA ist auch f├╝r KSA-Institute anwendbar.

Einf├╝hrung eines neuen Concentration Ratio Approach based on KIRB (CRKIRB)

F├╝r die zweite Alternative der Rangfolge der in Betracht kommenden Berechnungsans├Ątze soll ein sogenannter CRKIRB eingef├╝hrt werden. Wie bereits oben dargestellt, w├Ąre dieser Ansatz lediglich auf solche Tranchen anzuwenden, bei denen es sich nicht um „senior, high quality“ Tranchen handelt. Weitere Voraussetzung ist, dass es sich um ein IRBA-Institut handelt und es in der Lage ist, die IRBA-Kapitalanforderungen f├╝r das zugrundeliegende Portfolio (KIRB) zu berechnen.

Einf├╝hrung eines neuen Backstop Concentration Ratio Approach (BCRA)

Schlie├člich soll unter beiden vorgeschlagenen Varianten der Rangfolge der Berechnungsans├Ątze vor einer Risikogewichtung von 1.250% ein neuer Berechnungsansatz als R├╝ckfalll├Âsung eingef├╝hrt werden, der BCRA. Parameter der Berechnungsformel des BCRA sind die zugrundeliegenden Forderungen, die nach den Grunds├Ątzen des KSA risikogewichtet werden, der Rang der Tranche sowie die Tranchendicke.

Wiederverbriefungen

F├╝r Wiederverbriefungen soll allein der BCRA anwendbar sein, wobei in der Berechnungsformel besondere Parameter speziell f├╝r Wiederverbriefungspositionen gesetzt werden, um in jedem Fall ein konservatives Risikogewicht zu erreichen.

Wie geht es weiter?

Neben der Konsultation soll im ersten Quartal 2013 eine Quantitative Impact Study (QIS) durchgef├╝hrt werden. Hierf├╝r wird der Baseler Ausschuss noch eine „technical note“ mit Einzelheiten zur Berechnung der Kapitalanforderungen nach dem ├╝berarbeiteten RBA ver├Âffentlichen. Bereits jetzt lassen sich jedoch anhand der Vorgaben aus dem Konsultationspapier Sch├Ątzungen ├╝ber die H├Âhe der k├╝nftigen Kapitalanforderungen durchf├╝hren. Ebenso kann bereits jetzt begonnen werden, die Verf├╝gbarkeit der ben├Âtigten Inputparameter f├╝r die Berechnungen zu pr├╝fen. Eine generelle Aussage, ob die Kapitalunterlegung mittels der neuen Verfahren tendenziell ├╝ber oder unter den aktuellen Werten liegen wird, ist jedoch nicht m├Âglich, sondern stark von dem betroffenen Portfolio abh├Ąngig.

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