Kategorie: SREP

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SREP-Serie (Teil 3): Beurteilung der Internal Governance und institutsinterner Kontrollen im Rahmen von SREP

Im Rahmen des Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) erfolgt eine Betrachtung der Internal Governance der Institute hinsichtlich der Ausrichtung an europäischen Leitlinien. Diese Leitlinien begreifen Internal Governance weniger als die Summe einzelner regulatorischer Anforderungen, sondern vielmehr als Rahmen in dem die instituts- bzw. gruppenspezifische Steuerung erfolgt. Das umfasst beispielsweise auch die Interaktion mit den Aufsichtsgremien und innerhalb der Gruppe.

Die Herausforderung für die Institute besteht in der Erhebung und Verzahnung der vorhandenen Verfahren und Regelungen (z.B. auf Basis der MaRisk) zu einem Gesamtbild, das den Anforderungen der europäischen Leitlinien genügt. Eine frühzeitige Bestandsaufnahme der eigenen Regelungen zur Internal Governance schafft Raum für mögliche Verbesserungen und Adaptionen, sowie eine bessere Ausgangslage bei der Beurteilung durch die Aufsicht.

SREP-Serie (Teil 2): Beurteilung des Geschäftsmodells

Künftig werden die Aufsichtsbehörden im Rahmen des SREP eine regelmäßige Beurteilung des Geschäftsmodells unter Berücksichtigung der langfristigen, strategischen Ausrichtung der Institute vornehmen. Besonderes Augenmerk gilt dabei einer zukunftsgerichteten Analyse der wesentlichen Geschäftsfelder, des Geschäftsumfelds sowie der Strategie und Finanzplanung mit dem Ziel, die Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der Institute zu beurteilen.

Gerade weil das Geschäftsmodel zukünftig durch die Aufsichtsbehörden einer Beurteilung unterliegen wird, empfiehlt es sich in Anlehnung an die in der SREP-Richtlinie genannten Kriterien das eigene Geschäftsmodell und die eigene Geschäftsstrategie auf den Prüfstand zu stellen. So können Institute frühzeitig weitergehende Erkenntnisse über die eigenen Stärken und Schwächen sowie Chancen und Risiken erlangen.

SREP-Serie (Teil 1): Überwachung der Schlüsselindikatoren

Dieser Abschnitt der SREP-Richtlinie der EBA fokussiert sich auf die vierteljährliche Überwachung von sogenannten finanziellen und nicht-finanziellen Schlüsselindikatoren durch die Bankenaufsicht. Diese bilden auch die Basis für die institutsspezifischen Analysen der Kapital-, Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiken einschließlich des Geschäftsmodells. Ergänzend dazu sollen die Bankaufsichtsbehörden Limitsysteme sowie Überwachungs- und Eskalationsprozesse einrichten um sicherzustellen, dass starke Veränderungen oder Abweichungen bei den überwachten Kennzahlen nicht unbemerkt bleiben.

Eine eigenständige, institutsseitige Umsetzung entsprechender Überwachungskennzahlen und -prozesse kann den beaufsichtigten Banken dabei einen Informationsvorsprung in der Kommunikation mit der Bankenaufsicht sichern sowie darüber hinaus wichtige allgemeine Informationen für die Steuerung der Bank liefern.

Serie von Blogeinträgen zum Thema „Supervisory Review and Evaluation Process (SREP)“

Im November 2014 wurde an die EZB die laufende Aufsicht über die bedeutendsten Banken der Eurozone übertragen. In diesem Zusammenhang wird sich die EZB bei der Ausgestaltung ihrer Überwachungstätigkeit an den von der EBA am 19. Dezember 2014 in der endgültigen Version veröffentlichten Leitlinien zum Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) orientieren.

Diesbezüglich ist 2015 in zweifacher Hinsicht ein Jahr des Übergangs: Einerseits wird die EBA Richtlinie zum SREP erst im Januar 2016 in Kraft treten, andererseits hat sich aber auch die EZB Aufsicht aufbau- und ablauforganisatorisch noch nicht vollständig aufgestellt und die Aufseher sind darüber hinaus auch (noch) nicht sehr gut mit den von ihnen überwachten Banken vertraut.

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