Kategorie: Kreditgeschäft

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EBA veröffentlicht “Guidelines on management of non-performing and forborne exposures”

Non-Performing Exposures (NPE) rücken bei den Europäischen Aufsichtsbehörden und dem Gesetzgeber immer weiter in den Fokus. So hat die Europäische Bankenaufsicht (EBA) am 31. Oktober 2018 die “Guidelines on management of non-performing and forborne exposures” mit mehr als 200 Einzelanforderungen veröffentlicht. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Banken in der EU – und damit mehr als 6.000 Institute – angemessene Steuerungsinstrumente für NPE einsetzen und ein gezielter Abbau hoher NPE-Bestände erfolgt. Bereits im März 2017 hatte die EZB ihren Leitfaden zu notleidenden Krediten veröffentlicht, der sich an die von ihr direkt beaufsichtigten Institute wendet. Die EU-Kommission arbeitet zudem an einem Prudential Backstop für eine frühzeitige, aufsichtsrechtliche NPE-Kapitalvorsorge. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch gestiegene Anforderungen an die FinRep-Berichterstattung.

Ergänzung zum EZB-Leitfaden für non-performing loans (NPLs)

Die EZB hat am 4. Oktober 2017 eine Konsultation zur Ergänzung ihres am 20. März 2017 veröffentlichten Leitfadens zum Umgang mit notleidenden Krediten (non-performing loans bzw. „NPLs“) gestartet. Darin beschreibt die EZB die aufsichtlichen Erwartungen an die direkt von ihr beaufsichtigten Institute (systemrelevante Institute bzw. „SIs“) hinsichtlich eines Mindestmaßes an aufsichtlicher Risikovorsorge für neue NPLs, also Kredite, die gemäß der Definition der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) ab dem 1. Januar 2018 als notleidend eingestuft werden. Die Konsultationsphase endet am 8. Dezember 2017. Am 30. November hatte die EZB eine öffentliche Anhörung zu diesem Thema durchgeführt. Zudem stellt die EZB bis zum Ende des ersten Quartals 2018 weitere Maßnahmen sowie angemessene Übergangsregelungen für den Umgang mit aktuellen NPL-Beständen vor[1].

MaRisk Novelle 2017: Diese Neuerungen – Klarstellungen – sind sofort umzusetzen

Am 27. Oktober 2017 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die neuen Mindestanforderungen für das Risikomanagement (MaRisk) bekannt gegeben. In diesem Zusammenhang haben wir bereits über die wesentlichen Neuerungen am 27. Oktober 2017 berichtet (vgl. unseren Blogbeitrag Finale MaRisk 2017). Wie erwartet differenziert die BaFin in den MaRisk hinsichtlich der Umsetzungsfristen nach

  • Klarstellungen, die keine neuen Regelungsinhalte mit sich bringen und lediglich die existierende Verwaltungspraxis widerspiegeln bzw. verdeutlichen,
  • Umsetzungsfristen für den Bereich AT 4.3.4 (Risikodatenaggregationen) und
  • Neuerungen, d.h. alle sonstigen Änderungen.

Neue Verordnung zur Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehen (ImmoKWPLV)

Deutsche Kreditinstitute, die vor allem Immobilienfinanzierungen an Verbraucher ausgeben, erhalten künftig für die Durchführung der Kreditwürdigkeitsprüfung bei diesen Baufinanzierungen eine Konkretisierung der Regelungen der Wohnimmobilienkreditrichtlinie. Die neue „Verordnung zur Festlegung von Leitlinien zu den Kriterien und Methoden der Kreditwürdigkeitsprüfung bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen“ soll die Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie[1] in der Praxis klarstellen[2]. Bislang liegt ein Referentenentwurf der Verordnung vor, zu dem u.a. die Deutsche Kreditwirtschaft (DK) Stellung genommen hat.

Neuer Action Plan für Non-Performing Loans

Nachdem die EBA bereits in 2014 den Begriff der Non-Performing-Exposures definiert hat, wurde von der EZB am 20. März 2017 die finale Fassung des Leitfadens zum Umgang mit notleidenden Krediten (siehe unser Blogbeitrag vom 4. Mai 2017) sowie im Juni eine Bestandsaufnahme der EBA zu den nationalen Status Quo im Umgang mit Non-Performing Loans (NPL) veröffentlicht. Nun hat der Rat der Europäischen Union am 11. Juli 2017 einen Action Plan zum Umgang mit NPL genehmigt.

EZB-Leitfaden zu „leveraged transactions“

Die EZB hat am 16. Mai 2017 den Leitfaden zum Umgang mit so genannten „leveraged transactions“ veröffentlicht. Darin stellt sie die aufsichtlichen Erwartungen an Banken zum Umgang mit Finanzie­rungen dar, bei denen eine Unternehmensbeteiligung durch einen Finanzinvestor gegeben ist oder ein definiertes Maß an Fremdkapitalfinanzierung (leverage) überschritten ist.

Der Leitfaden definiert zunächst den Begriff der „leveraged transaction“, um anschließend die Anforderungen an die Überwachung und Messung von Risiken aus solchen Transaktionen darzu­legen.

Die Umsetzung in den Instituten wird im Leitfaden als unverbindlich dargestellt. Jedoch erwartet die Aufsicht, dass alle bedeutenden Kreditinstitute (Artikel 6 Absatz 4 der SSM Verordnung der EZB) den Leitfaden in ihren internen Richtlinien umsetzen. Eine Ausstrahlungswirkung für alle anderen Institute sowie für den Markt der Finanzierung von Unternehmenserwerben wird erwartet.

Nachfolgend geben wir einen kurzen Überblick über die Inhalte und zeigen praktische Herausforde­rungen auf.

EZB-Leitfaden für non-performing loans (NPLs)

Die EZB hat am 20. März 2017 die finale Fassung des Leitfadens zum Umgang mit notleidenden Krediten (non-performing loans – NPL) veröffentlicht. Darin stellt sie die aufsichtlichen Erwartungen, aber auch Best Practices zum Umgang mit NPL dar.
Die Umsetzung in den Instituten wird entsprechend dem Grundsatz der Proportionalität und mit der gebotenen Dringlichkeit erwartet.

Social Scoring: Neue Möglichkeiten durch die Digitalisierung

Was sagt Ihr Facebookprofil über Ihre Kreditwürdigkeit aus? Wahrscheinlich mehr als Sie denken. Neben bekannten Ratingverfahren von Banken, der Schufa und von Creditreform können auch Daten aus sozialen Netzwerken zur Bonitätsprüfung von natürlichen und/oder juristischen Personen herangezogen werden. Schließlich gibt es kaum noch Menschen ohne Profil in den sozialen Netzwerken.